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Star Wars: Lichtschwerter Drucken E-Mail
Verlässt Tenel Ka die Jedi-Akademie? Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Christian Siegel - Datum: Sonntag, 04 November 2018
 
Titel: "Lichtschwerter"
Originaltitel: "Lightsabers"
Bewertung:
Autoren: Kevin J. Anderson & Rebecca Moesta
Übersetzung: Michael Iwoleit
Umfang: 183 Seiten
Verlag: Goldmann (D), Del Rey (E)
Veröffentlicht: Dezember 1998 (D), März 1996 (E)
ISBN: 978-3-442-24876-0
Buch kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E)
 

Kurzinhalt: Um seine Schüler auf die Bedrohung durch die Schatten-Akademie vorzubereiten, legt Luke Skywalker bei ihrer Ausbildung einen Zahn zu. Früher als von ihm eigentlich geplant, weist er sie dazu an, sich ihre eigenen Lichtschwerter zu bauen, und mit dem entsprechenden Training zu beginnen. Doch beim ersten Übungskampf mit den echten Lichtschwertern kommt es beim Duell zwischen Tenel Ka und Jacen Solo zu einem tragischen Unfall, bei dem Jacen ihr den linken Arm abtrennt. Jacen ist deswegen am Boden zerstört und macht sich Vorwürfe, doch noch ehe er sich bei ihr entschuldigen kann, wird Tenel Ka bereits von ihrer Großmutter abgeholt und nach Dathomir gebracht, um sich dort von ihrer Verletzung zu erholen. Nun muss sich diese entscheiden, ob sie sich eine bionische Prothese anfertigen lässt, sowie vor allem auch, ob sie auf Dathomir verbleibt und in die politischen Fußstapfen ihrer Eltern tritt, oder trotzdem zur Jedi-Akademie zurückkehrt, um ihre Ausbildung abzuschließen…

Review: "Lichtschwerter" hat mir insgesamt wieder deutlich besser gefallen als der vorangegangene Roman der Reihe. Nicht zuletzt der tragische Unfalls während des Lichtschwerttrainings machte die Handlung wesentlich dramatischer und interessanter. Ich muss gestehen, dass das Autorenduo so weit gehen würde, hätte ich im Vorfeld nicht gedacht – damit haben sie mich (positiv) überrascht. Die größte Stärke des Romans liegt dann für mich auch darin, wie Tenel Ka in weiterer Folge mit ihrer Behinderung umgeht – und wie sie erkennt, dass diese sie nicht daran hindert, auch weiterhin ihren Traum zu verfolgen und an der Jedi-Akademie zu verbleiben. Klar war das Ganze schon auch sehr vorhersehbar, und alles andere wäre ja gerade auch aufgrund der Hauptzielgruppe des Romans schon fast verwerflich gewesen. Dennoch wird hier Kindern und Jugendlichen eine ganz wichtige, hoffnungsvolle und Mut machende Message vermittelt, und das rechne ich "Lichtschwerter" schon hoch auch. Selbst, wenn dies teilweise tollpatschig, aufgesetzt und konstruiert von statten geht – womit wir auch schon bei jenen Aspekten wären, die mir weniger zusagten. Das beginnt schon beim ersten Satz meiner Inhaltsangabe: Weil dass sich Luke Skywalker aufgrund der Bedrohung durch die Schattenakademie genötigt sieht, die Ausbildung seiner aktuellen SchülerInnen schneller voranzutreiben, wollte mir insofern nicht wirklich einleuchten, als er die Akademie mittlerweile ja seit rund 12 Jahren betreibt. Man sollte meinen, in der Zwischenzeit hätte er genug Jedi ausgebildet, die es mit den paar Hanseln und Möchtegern-Sith von der Schattenakademie aufnehmen können. Der Unfall selbst erscheint auch insofern etwas konstruiert, als just Jacen und Tenel Ka gegeneinander antreten – aus meiner Sicht hätte eigentlich die Paarung Jaina-Tenel Ka (und Jacen-Lowbacca) mehr Sinn ergeben, aber das wäre halt nicht so dramatisch gewesen, weil so zusätzlich auch noch Jacens Gefühle für Tenel Ka (die im Verlauf der Reihe immer deutlicher zu Tage traten) ins Spiel kommen. Aber das fühlte sich für mich halt nicht natürlich an, vielmehr konnte ich hier wieder mal die Autoren hinter der Tastatur erkennen, wie sie sich überlegen, wie sie das Geschehen so dramatisch wie möglich machen können. Die Handlung auf Dathomir am Ende erschien zudem schon etwas zweckmäßig (sie dient eigentlich nur dazu, dass Tenel Ka erkennen kann, dass sie sich auch nach wie vor zu verteidigen und zu behaupten weiß), und doch eher belanglos. Und angesichts der Tatsache, dass der Roman stark auf Tenel Ka fokussiert ist, hätte ich es irgendwie schön gefunden, wenn sich diese ihren Standardspruch den ganzen Roman über gespart und ihn erst am Ende als allerletzten Satz zum Besten gegeben hätte. Das hätte irgendwie auch schön die Rückkehr zu ihrem alten Ich und/oder ihre Heilung symbolisieren können. Und last but not least: Mit der Story rund um Zekk konnte ich leider auch hier wieder nicht viel anfangen. Es war ja eh klar, dass er das Duell gewinnt, aber, ganz ehrlich: Mir wäre lieber gewesen, er wäre draufgegangen. Weil das ist alles so klischeehaft, aufgesetzt und vorhersehbar, und insgesamt kann ich mit der Figur nun mal überhaupt nichts anfangen. Ich hoffe, der unweigerliche Showdown folgt jetzt bald, damit ich's dann endlich hinter mir habe.

Fazit: "Lichtschwerter" war definitiv wieder besser als die letzten beiden Bücher der Reihe, dennoch hat mich auch der vierte "Young Jedi Knights"-Roman wieder nicht übermäßig begeistert. Manches erschien mir halt doch ziemlich konstruiert, vieles war etwas gar vorhersehbar, und vor allem das letzte Drittel des Romans war doch auch eher belanglos. Positiv fand ich in erster Linie die mutige Entscheidung, Tenel Ka hier beim Lichtschwerttraining ihren Arm verlieren zu lassen, und wie man daraus dann eine ungemein wichtige, wertvolle und hoffnungsvolle Message spinnt. Zudem war der Roman recht kurzweilig. Da und dort merkte man zwar schon wieder recht deutlich, an welche Hauptzielgruppe er sich richtet. Insgesamt war "Lichtschwerter aber schon ok".

Bewertung: 2.5/5 Punkten
Christian Siegel





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