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Doctor Who: Der kriechende Schrecken Drucken E-Mail
Rieseninsekten terrorisieren eine englische Kleinstadt Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Christian Siegel - Datum: Samstag, 26 August 2017
 
Titel: "Doctor Who: Der kriechende Schrecken"
Originaltitel: "Doctor Who: The Crawling Terror"
Bewertung:
Autor: Mike Tucker
Übersetzung: Susanne Döpke
Umfang: 258 Seiten
Verlag: Cross Cult
Veröffentlicht: 29. Februar 2016 (D), 11. September 2014 (E)
ISBN: 978-3-86425-804-6 (D), 978-1-84990-773-6 (E)
Kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E), Kindle (E)
 

Kurzinhalt: Die Bewohner der englischen Kleinstadt Ringstone werden von riesigen Insekten terrorisiert: Spinnen, Schnaken, Mücken und so weiter treiben dort ihr Unwesen. Letztere sondern zudem wenn sie ihre Opfer stechen eine Substanz ab, die sie zu willenlosen Sklaven macht. Inmitten dieses Chaos, das auch das Militär auf den Plan ruft, landen der Doktor und Clara mit der TARDIS, und beginnen, den mysteriösen Ereignissen auf den Grund zu gehen. Die Spur führt schon bald zu einer geheimen Forschungseinrichtung, wo der Wissenschaftler Jason Clearfield mysteriöse Experimente betreibt. Es stellt sich heraus, dass dieser für eine außerirdische Rasse namens Wyrrester tätig ist, die über ein Portal in die Körper der Rieseninsekten schlüpfen sollen – ein Plan, der bis in den zweiten Weltkrieg zurückreicht…

Review: Die Idee, Rieseninsekten über eine Kleinstadt herfallen zu lassen, ist jetzt zwar nicht gerade neu, innerhalb des Kontexts eines "Doctor Who"-Abenteuers (zumindest soweit es die "New Who"-Serie betrifft; mit den alten Serien bin ich ja nicht vertraut) aber noch frisch und unverbraucht. Insofern fand ich die Idee grundsätzlich nicht uninteressant. Letztendlich hat mich die Kombination aber leider nur bedingt überzeugt. Gut gefiel mir die Idee, den Doktor innerhalb der Geschichte mit der TARDIS in der Zeit zurückreisen zu lassen, um die Hintergründe der Invasion aufzuklären (witzigerweise gab es etwas ähnliches erst kürzlich in der von mir besprochenen Folge "Vor der Flut"). Zudem beschreibt Mike Tucker vor allem zu Beginn die Invasion der Rieseninsekten durchaus eindringlich und atmosphärisch, wobei ich einerseits an gute alte Horrorklassiker der 50er (wie "Tarantula!") und andererseits an Stephen King's "The Mist" (kongenial verfilmt von Frank Darabont) denken musste. Auf den ersten Seiten kam jedenfalls noch richtig Stimmung und Spannung auf. Danach verlor sich der Roman für mich aber leider ziemlich. So logisch und typisch es für diese Art Geschichte auch sein mag, fand ich nicht, dass der Auftritt des Militärs irgendwas zum Gelingen der Story beigetragen hätte. Streicht sie raus, und die Ereignisse laufen nicht wesentlich anders ab.

Sehr schade fand ich auch, dass Clara hier überwiegend sehr passiv agiert, kaum etwas zur Beseitigung der Bedrohung beitragen darf, um zum Ende hin gar auf die Rolle des klassischen Fräuleins in Nöten reduziert wird. Das hat sich diese sonst so aktive, schlaue und fähige Begleiterin des Doktors nun wirklich nicht verdient. Generell kamen mir sowohl sie als auch der Doktor nicht so recht zur Geltung. Zudem hat es mir Mike Tucker mit der Zeit auch mit den popkulturellen Anspielungen übertrieben. Grundsätzlich mag ich diese, in kleinen Dosen, ja sehr gerne, aber einzelne Figuren scheinen sich fast ständig nur darüber auszutauschen, wie sie dieses und jenes an diesen oder jenen Film erinnert – und statt in die Handlung einzutauchen wurde ich ständig an andere (und zumeist bessere) Stories erinnert. Und während die Verlegung einer Geschichte, mit denen man sonst eher ein Setting in der USA verbindet, nach England für manche einen gewissen Reiz haben mag, hätte mir die ganze Story letztendlich doch besser ins klassische Setting einer amerikanischen Kleinstadt – am besten auch noch in die 50er – gepasst (dann wäre der Doktor halt zu einem geheimen Forschungsprojekt während des Zweiten Weltkriegs zurückgesprungen, analog zum Philadelphia-Experiment). Zumal ja ohnehin fast alle Abenteuer des Doktors, die in der Gegenwart angesiedelt sind, in England spielen. Die Chance, hier Location-technisch etwas Abwechslung hineinzubringen, hat Mike Tucker leider verpasst.

Fazit: "Der kriechende Schrecken" fängt soweit recht vielversprechend an, verlor dann für mich aber leider schnell an Reiz. Die Grundidee der Rieseninsekten-Invasion hätte für mich in eine amerikanische Kleinstadt der 50er irgendwie besser gepasst, den Einsatz des Militärs hätte man irgendwie völlig rausstreichen können ohne etwas wichtiges zu verlieren, und wie passiv Clara hier agiert und zuletzt gar zu einem Fräulein in Nöten dass vom Doktor gerettet werden muss reduziert wird, fand ich auch enorm schade, und der Figur nicht würdig. Demgegenüber stehen der atmosphärische Beginn, die grundsätzlich nette Grundidee, sowie der Ausflug in den zweiten Weltkrieg. Fans des (zehnten) Doktors sollten zwar trotz der vorhandenen Schwächen auf ihre Kosten kommen, ein Highlight sollte man sich aber nicht erwarten.

Bewertung: 2/5 Punkten
Christian Siegel





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