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Star Wars - Der Kopfgeldjägerkrieg: Das Sklavenschiff Drucken E-Mail
Ermüdender, inhaltsarmer Mittelteil der Trilogie Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Christian Siegel - Datum: Sonntag, 28 Mai 2017
 
Titel: "Das Sklavenschiff"
Originaltitel: "Slave Ship"
Bewertung:
Autor: K. W. Jeter
Übersetzung: Ralf Schmitz
Umfang: 380 Seiten
Verlag: Heyne (D), Del Rey (E)
Veröffentlicht: April 2002 (D), Oktober 1998 (E)
ISBN: 978-3-453-19912-5
Buch kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E)
 

Kurzinhalt: Auf ihrer Flucht von Tatooine werden Boba Fett, Dengar und Neelah von Bossk angegriffen. Dieser erweist sich dem Kopfgeldjäger in der mandalorianischen Rüstung jedoch wieder einmal nicht gewachsen, und lässt sich von diesem überlisten. Zwar zerstört Boba Fett sein Schiff, die Sklave I, um die Galaxis davon zu überzeugen, dass er auch tatsächlich tot ist, er kapert daraufhin aber einfach kurzerhand Bossks Schiff, und bricht zu einem – für Dengar und Neelah – unbekanntem Ziel auf. Während ihres Flugs quetscht Neelah Dengar über Boba Fetts Vergangenheit aus. Dieser beginnt daraufhin von den Ereignissen rund um die Spaltung der Kopfgeldjägergilde zu erzählen…

Review: Ich war ja bereits beim ersten Teil der Kopfgeldjägerkrieg-Trilogie enttäuscht, aber "Das Sklavenschiff" fand ich noch einmal schwächer. Erneut sei darauf hingewiesen, dass ich noch nie der größte Fan von Boba Fett war und demnach von vornherein bei Romanen, die ihn als den Besten, Größten, Cleversten usw. darstellen, nicht unbedingt zur Hauptzielgruppe zähle. Aber das war's nicht – oder zumindest nicht allein. Mein größter Kritikpunkt ist auch hier wieder K.W. Jeters ausschweifende Erzählweise, die sich sowohl in ellenlangen inneren Monologen als auch Dialogen ausdrückt, was den Roman zu einer ungemein zählen Angelegenheit macht. Generell sehe ich vor allem auch letzteres insofern kritisch, als da Figuren teilweise lange Reden halten, die man aus den Filmen doch eher wortkarg kennt (was insbesondere natürlich die Hauptfigur Boba Fett betrifft). Extrem mühsam fand ich auch wieder die elendslangen Gespräche, wo dieses und jenes hinterfragt wird – was letztendlich nur dazu dient (bzw. dazu führt), die anderen dumm und Boba Fett clever aussehen zu lassen, weil's die anderen ohne seine Erklärungen halt nicht kapiert hätten. Besonders mühsam und anstrengend war dies einerseits zu Beginn, als Boba genau aufrollt wie es ihm gelungen ist, Bossk zu überlisten (Aber wie hast du das gemacht? Und woher wusstest du, dass das passieren würde? Und wie ist dir dann dieses gelungen? Und wie jenes? Boah…), sowie bei der Handlung in der Vergangenheit rund um die Mission, den abtrünnigen Sturmtruppler zu fangen, wo Boba seinen Plan wieder einmal ganz genau aufrollt, und Bossk eine (nervige) Frage nach der anderen stellt. Hier werden einfach Dinge hinterfragt und erklärt, die – zumindest in dieser erschöpfenden Ausführlichkeit – keiner Erklärung bedurft hätten, und mich durch diese Stellen des Romans zu lesen, war eine einzige Qual.

Erschwerend kommt nun noch hinzu, dass im Vergleich zum Vorgänger noch ein paar Kritikpunkte hinzugekommen sind. So fiel mir diesmal – vor allem bei der gemeinsamen Mission von Bossk und Boba in der Vergangenheit – das Watson-Syndrom auf. Während dieser in Sir Arthur Conan Doyles Erzählungen ein normal intelligenter Mann war, ging man in den (frühen) Verfilmungen ja teilweise dazu über, ihn als ganz besonders dumm darzustellen. So sollte Holmes' Genialität in gleich noch größerem Licht erstrahlen. Dass man dadurch die Figur teilweise zerstörte, weil man ihn zu einem Deppen degradierte, interessierte wohl scheinbar niemanden. Bossk ergeht es hier nun ähnlich. Während ihrer Jagd auf dem Sturmtruppler erweist er sich immer wieder als dämlich, als er z.B. tatsächlich meint, Boba Fett hätte ihn ihm Stich gelassen, weil die Mission zu gefährlich war, und später dann mehrmals glaubt, jetzt hätte Boba ins Gras gebissen. Beim besten Willen, aber er sollte es nun wirklich besser wissen und Boba besser kennen. Da man als Zuschauer auch ohnehin nicht darauf reinfällt, fand ich das extrem überflüssig. Es ist nur dazu da, um aufzuzeigen, dass Boba Fett so gut und clever ist, dass er die anderen regelmäßig ins Staunen versetzte. Meh. Extrem kritisch sehe ich auch die Aufrollung der Geschichte in der Vergangenheit. Im Gegensatz zum letzten Mal, wo diese halt einfach parallel erzählt wurde, gibt Jeter den Rückblenden diesmal einen Rahmen, in dem er Dengar die damaligen Ereignisse erzählen lässt. Das Problem dabei: Bei vielem davon war er gar nicht zugegen. Natürlich, in dem Roman, wo jede Figur jeden Furz erklärt, lässt es sich Jeter natürlich nicht nehmen, auch dies zu begründen – nur, dass mich eben diese (Dengar hätte es später von anderen erfahren, dabei u.a. auch Spionen im imperialen Zentrum, die dem Gespräch von Palpatine, Vader und Xizor gelauscht haben – are you fucking kidding me?) überhaupt nicht überzeugt hat.

Auffällig auch, dass der Aufbau im Vergleich zum ersten Teil fast völlig – und zu – identisch ist. Wieder starten wir in der Gegenwart, gehen dann in die Vergangenheit zu einer Begegnung mit dem Sammler zurück, später gibt’s dann das Dreigespräch zwischen dem Imperator, Vader und Xizor, wo sich letzterer für seine Pläne rechtfertigen muss, und dann bricht Boba zusammen mit ein paar Partnern auf eine gefährliche Kopfgeldjagd aus. Während die Bücher Episoden einer TV-Serie, könnte man meinen, irrtümlich über eine Wiederholung gestolpert zu sein. Der letzte wesentliche – neue – Kritikpunkt ist dann, dass sich bei "Das Sklavenschiff" eigentlich nichts Wichtiges tut. Wo "Die mandalorianische Rüstung" wenigstens gezeigt hat, wie es mit Boba nach seiner Flucht aus dem Sarlacc weiterging, und in den Rückblenden von der Zerschlagung der Kopfgeldjägergilde erzählte, passiert in "Das Sklavenschiff" eigentlich genau gar nichts. Ja, man entkommt von Tatooine, danach fliegen sie danach nur durch den Hyperraum einem unbekannten Ziel entgegen (und Kuat von Kuat darf sich ob seines möglichen Überlebens wieder einmal lange Sorgen machen, und eine Intrige aufdecken; nur fand ich die Figur schon beim ersten Roman extrem uninteressant, und auch sonst ist mir nicht klar, warum mich das interessieren soll), und in den Rückblenden geht er halt mit Bossk (und mit Hilfe von Zuckuss) auf die Jagd. Jo mei. Letztendlich findet sich hierin kein einziges wichtiges Ereignis, wo ich sagen würde, das braucht man dann, um den dritten und abschließenden Teil der Trilogie zu verstehen. Unter diesem Gesichtspunkt hätte es sich K. W. Jeter genau genommen auch gleich ganz schenken können.

Fazit: Zugegeben, es ist schon lange her, dass ich "Palpatines Auge" gelesen habe. Vielleicht kann ich es dadurch momentan halt einfach nicht richtig einschätzen – so wie wenn man "Die dunkle Bedrohung" scheiße findet, weil man noch nie "Battlefield Earth" und nen ähnlichen Quatsch gesehen hat. Aber so schwer wie ich mir mit ihm tat, muss ich "Das Sklavenschiff" aktuell mal zu den schwächsten Romanen aus dem Expanded Universe zählen. Wie erwähnt, der größte Fan von Boba Fett war ich ja noch eh nie, weshalb ich für die hier angeschlagene Heldenverehrung halt einfach nicht die Zielgruppe bin. Aber K. W. Jeter vermochte es halt eben auch nicht, mir deutlich zu machen, was an ihm so toll sein soll – und das, obwohl er es die ganzen fast 400 Seiten hinweg extrem verkrampft versucht, in dem er alle um Boba herum sich ständig fragen lässt, wie genau er dieses oder jenes geschafft hat bzw. wissen konnte, und die ständig ob seiner immer wieder unter Beweis gestellten Superness verblüfft sind – was ich einfach nur konstruiert fand, und zudem vielmehr die anderen dämlich als ihn besonders clever wirken lässt. Extrem schwer tat ich mir auch wieder mit Jeters Schreibstil, da er viel zu vieles viel zu ausschweifend erklären und darlegen lässt, was den Roman für mich extrem mühsam und anstrengend machte. Und zu allem Überfluss tut sich diesmal noch dazu nichts Interessantes, geschweige denn Wichtiges. Sprachlich mag Jeter nicht zu den schlechtesten seiner Zunft zählen, und ganz einzelne, wenige nette Momente und Sprüche mag's noch geben. Aber insgesamt war "Das Sklavenschiff" leider überhaupt nicht meins.

Bewertung: 1/5 Punkten
Christian Siegel





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