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The Dark Side of the Sun Drucken E-Mail
Science Fiction-Frühwerk von Terry Pratchett Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Christian Siegel - Datum: Samstag, 11 Februar 2017
 
Titel: "The Dark Side of the Sun"
Deutscher Titel: "Die dunkle Seite der Sonne"
Bewertung:
Autor: Terry Pratchett
Umfang: 235 Seiten
Verlag: Colin Smythe
Veröffentlicht: 26. Januar 1976
ISBN: 978-0-552-13326-5
Kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E), Kindle (E)
 

Kurzinhalt: Dominickdaniel "Dom" Sabalos IV wird in Kürze als Obmann seines Planeten Widdershins eingesetzt. Auch ansonsten ist er dabei, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, der sich der Wahrscheinlichkeitsrechnung verschrieben hatte und vor einigen Jahren unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen ist. Vor seinem Tod prophezeite er noch, dass sein Sohn am Tag der Zeremonie von einem Attentäter ermordet wird – etwas, dass Dom jedoch nie gesagt wurde. Zur Überraschung aller überlebt er jedoch durch eine Eine-Milliarde-zu-Eins-Chance den Anschlag auf sein Leben. Für diesen unwahrscheinlichen Fall hat sein Vater wiederum vorhergesehen, dass Dom die Heimatwelt der sagenumwobenen Joker finden würde, welche die Galaxis lange vor den Menschen und den zahlreichen anderen Rassen die sich im Universum tummeln bevölkert haben. Diese soll sich der Legende nach auf der dunklen Seite der Sonne befinden. Doch auf welcher? Und welche Sonne hat denn überhaupt eine dunkle Seite? Zusammen mit seinem Tutor Hrsh-Hgn, seinem Roboter-Leibwächter Isaac sowie seinem Sumpf-Haustier Ig macht er sich auf, um sein Schicksal zu erfüllen. Doch der Joker-Bund, der sich dazu verschrieben hat, das Geheimnis der Joker zu wahren, lässt nichts unversucht, um Dom aufzuhalten…

Review: Ein paar Jahre nachdem er in seinem ersten Roman das Leben der Teppichvölker beleuchtet und dabei seinen ersten Ausflug ins Fantasy-Genre angetreten hat, und ein paar Jahre ehe er dieses mit seinem "Scheibenwelt"-Romanen nachhaltig prägen sollte, machte Terry Pratchett für seinen zweiten Roman einen Abstecher in die Science Fiction. Er selbst wurde in weiterer Folge ja oftmals als der "Douglas Adams der Fantasy" bezeichnet, und gerade auch bei "The Dark Side of the Sun" fühlte ich mich aufgrund des SF-Settings teilweise an Adams erinnert – allerdings ist dieser noch ein paar Jahre vor dem ersten "Anhalter durch die Galaxis"-Roman erschienen. Falls man dem Internet Glauben schenken darf, war vielmehr Isaac Asimovs (dem er mit dem Namen des Roboters Tribut zollt) "Foundation"-Trilogie eine wesentliche Inspirationsquelle (selbst beurteilen kann ich dies leider noch nicht, denn – Achtung, es ist wieder Beicht-Zeit – leider ist eben diese eine nach wie vor klaffende, sträfliche Lücke in meiner literarischen SF-Bildung). Jedenfalls muss ich gestehen, nach über vierzig Fantasy-Abenteuern von Pratchett dauerte es doch ein wenig, ehe ich mich daran gewöhnt hatte, plötzlich eine Science Fiction-Geschichte von ihm zu lesen. Generell musste ich mich in diesem sehr futuristischen, phantastischen Setting erst zurecht finden. Und insgesamt merkt man halt schon, dass es sich hier um das noch verhältnismäßig unreife Frühwerk eines Autors handelt, der sich danach noch stark weiterentwickelt – und wie ich meine verbessert – hat; wobei "The Dark Side of the Sun" zudem im Vergleich zu "The Carpet People" ohne spätere Überarbeitung auskommen muss, und daher die Unterschiede noch stärker zu Tage treten.

Wo man Pratchett meines Erachtens am deutlichsten herausliest, ist beim ungemeinen Einfallsreichtum, den er hier beweist, und der ja insbesondere seine ersten Scheibenwelt-Romane ausgezeichnet hat. Ich will so wenig wie möglich von den hier präsentierten, originellen Ideen vorwegnehmen, aber man nehme z.B. nur alles rund um die Bank, oder auch seinen Patenonkel. Auch das hier vorgestellte Konzept der Wahrscheinlichkeitsrechnung als Vorhersagemodell (welches mir zuletzt generell hie und da untergekommen ist, wie z.B. bei "Dark Matter" oder "Sherlock") hatte seinen Reiz. Und Dom war insgesamt ein netter und charmanter Protagonist – wie sich bei "The Dark Side of the Sun", wie für Pratchett üblich, generell zahlreiche interessante Figuren tummeln. Zugegebenermaßen halten diese jedoch den Vergleich mit ihren Konkurrenten von der Scheibenwelt nie wirklich stand, und wirken da und dort noch nicht ganz ausgereift. Die Auflösung rund um die Rückkehr der Joker war zwar grundsätzlich eine nette Idee, auf einen bestimmten Twist hätte ich jedoch verzichten können. Die Story fand ich zudem teilweise etwas konfus, und irgendwie auch recht planlos. Die Handlung springt ständig zwischen verschiedenen Schauplätzen umher, und wirkt teilweise ein bisschen wie eine Ansammlung unterschiedlicher Ideen ohne klaren roten Faden. Sonderlich mitreißend fand ich den Roman leider ebenfalls nicht. Und auch sprachlich ist "The Dark Side of the Sun" noch von der feinen, humoristischen Klinge, die Pratchett gerade auch bei "Discworld" immer wieder bewiesen hat, noch eher entfernt. Interessant und auffällig ist dafür, dass man als Kenner seiner Scheibenwelt-Romane hier die eine oder andere Idee vorfindet, die er später dort weiter ausgebaut hat, wie z.B. rund um die "Eine Milliarde zu Eins"-Chance, oder auch Planeten bzw. Welten, die nicht dem kugelförmigen Bild der Erde entsprechen. Tatsächlich wird sogar an einer Stelle kurz eine Scheibenwelt erwähnt. Gerade auch diese Parallelen sind es dann auch, die "The Dark Side of the Sun" für "Discworld"-Fans trotz der vorhandenen Schwächen empfehlenswert machen.

Fazit: Während "The Carpet People" Jahre später von Terry Pratchett noch einmal überarbeitet wurde, handelt es sich bei "The Dark Side of the Sun" um ein reines, unangetastetes Frühwerk, welches das rohe Talent des Autors erkennen lässt, jedoch an seine späteren, feingeschliffenen Werke nicht ganz herankommt. So schmeißt Pratchett hier verschiedenste Ideen in einen Topf, die individuell teilweise begeistern können, jedoch kein stimmiges Ganzes ergeben. Zudem vernachlässigt er etwas den roten Faden, was dem Roman teilweise einen etwas episodenhaften, zerfahrenen Eindruck verleiht. Die Figuren halten dem Vergleich mit der Konkurrenz von der Scheibenwelt leider nicht so recht stand, und auch sprachlich muss man im Vergleich zu seinen späteren Werken Abstriche machen. Insgesamt gelang es "The Dark Side of the Sun" jedenfalls nicht, mich so zu packen und/oder zu faszinieren, wie das beim Großteil seiner Scheibenwelt-Romane der Fall war. Und doch blitzt da und dort schon jenes Talent auf, welches eben diese zu so einem unvergleichlichen Erlebnis machten. Generell war es interessant, von ihm mal einen Roman zu lesen, der definitiv stärker dem SF- denn dem Fantasy-Genre zuzuordnen ist. Generell hatte die Story einige interessante Ansätze, und war soweit recht unterhaltsam. Und vor allem für "Discworld"-Fans ist der Roman vor allem aufgrund der einen oder anderen Idee, die hier auftaucht und dort dann noch näher behandelt wurde, einen Blick wert. Insgesamt ist "The Dark Side of the Sun" ein interessantes Frühwerk, das Pratchetts Talent erahnen lässt, dem man jedoch anmerkt, dass sowohl dem Werk als auch dem Autor noch der letzte Feinschliff fehlt.

Bewertung: 2.5/5 Punkten
Christian Siegel






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