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Jessica Jones - 1x08: W.W.J.D. Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Marvel Studios/Netflix

Originaltitel: AKA WWJD?
Episodennummer: 1x08
Bewertung:
Weltweite Internet-VÖ: 20.11.2015 (Netflix)
Drehbuch: Scott Reynolds
Regie: Simon Cellan Jones
Hauptdarsteller: Krysten Ritter als Jessica Jones, David Tennant als Kilgrave, Rachael Taylor als Trish Walker, Wil Traval als Will Simpson, Carrie-Anne Moss als Jeryn Hogarth.
Gastdarsteller: Susie Abromeit als Pam, Robin Weigert als Wendy Ross-Hogarth, Kathleen Doyle als Mrs. Elizabeth De Luca, Elizabeth Cappuccino als Young Jessica Jones, James Freedson-Jackson als Young Kilgrave, Michael Siberry als Albert Thompson, Miriam Shor als Alisa Jones, James Colby als Brian Jones, Billy McFadden als Phillip Jones, Mazin Akar als Hank, Ryan Jonze als Chuck, Adela Bolet als Alva Rivera u.a.


Kurzinhalt: Jessica Jones hat Kilgraves Druck nachgegeben, und kehrt "freiwillig" in das ehemalige Haus ihrer Eltern zurück, dass dieser für sie gekauft und innen nun fast vollständig wieder so hergerichtet hat, wie sie es in Erinnerung hat. Damit verfolgt sie jedoch ein ganz bestimmtes Ziel: Sie hofft, in ihrem Gesprächen mit Kilgrave ein Geständnis von ihm zu erhalten, dass sie auf ihrem Smartphone aufzeichnen will. So hofft sie, Hope entlasten zu können. Neben Kilgrave erwarten sie im Haus auch noch ein Sicherheitsmann, sowie ein Koch und eine Haushälterin. Jessica fällt das Wiedersehen mit Kilgrave offenkundig schwer, weshalb sie sich am ersten Abend mit Rotwein betrinkt. Am nächsten Morgen beginnt sie jedoch, zu erkennen, dass Kilgraves Kräfte nicht grundsätzlich gut oder böse sind, sondern es darauf ankommt, wie man sie einsetzt. Als sie von einer nahegelegenen Familientragödie erfährt, wo der Vater seine Familie als Geiseln hält, sieht sie in Kilgrave das Mittel zum Zweck, um diese unblutig zu beenden. Woraufhin sie ernsthaft beginnt, eine Allianz mit Kilgrave in Erwägung zu ziehen, und ihn dazu anzuleiten, seine Fähigkeiten für gute, selbstlose Zwecke einzusetzen…

Review: Episodenbild (c) Marvel Studios/Netflix Nachdem sie sich am Ende der letzten Folge mehr oder weniger freiwillig Kilgrave ergeben hat, ist Jessica Jones zu Befinn von "W.W.J.D." nun quasi in ihrer ganz persönlichen Hölle gefangen. Wie es Kilgrave ihr gegenüber ja auch festhält, war ihr früheres Zuhause mit ihrer Familie der einzige glückliche Ort, den sie in ihrem Leben kannte – wohl nicht umsonst dienten ihr eben die drumherum angesiedelten Straßennamen als Anker, um ihr das durch Kilgrave zugefügte Trauma zu überwinden. Nun hat sie, so scheint es, selbst diese letzte Zuflucht verloren. Generell hat der Gedanke, dass eine Person die dir eben dies angetan hat den friedlichen Bereich aus deiner Kindheit für seine eigene Zwecke pervertiert, etwas abstoßendes und erschreckendes. Darüber hinaus wird in "W.W.J.D." nun offenbart, dass die Serie nicht nur mit seinen Fähigkeiten und der Art und Weise, wie er Jessicas Körper benutzt hat um seine Wünsche zu erfüllen, als Vergewaltigungs-Analogie angelegt ist, sondern Jessica auch tatsächlich körperlich von ihm vergewaltigt wurde. Was ihrem ohnehin schon bisher völlig nachvollziehbarem Trauma noch eine weitere (sexuelle) Komponente hinzufügt.

Dennoch ergibt sich Jessica nicht einfach so ihrem Schicksal, sondern fügt sich Kilgraves Willen in erster Linie in der Hoffnung, so ein Geständnis von ihm aufzeichnen und Hope damit entlasten zu können. Zwar wird ihr das Mobiltelefon kurz nach ihrer Ankunft im Haus abgenommen, von Will erhält sie dann jedoch – ohne Kilgraves Wissen – Ersatz. Gut gefallen hat mir auch, dass sie so gescheit und geistesgegenwärtig war, jede Möglichkeit die sich ihr ergab dazu zu nutzen, die Dateien an Hogarth zu schicken. Interessant fand ich dann aber vor allem die weitere Entwicklung der Folge, zuerst mit Jessicas wichtigtuerischer Nachbarin, und danach mit der Geiselnahme innerhalb einer Familie. Nachdem man sich mit Kilgraves Fähigkeiten bislang nämlich fast ausschließlich kritisch auseinandergesetzt hat, scheint man nun vielmehr zu argumentieren, dass es weniger seine Kräfte an sich sind, die böse und/oder schlecht sind – sondern dies immer nur davon abhängt, wie man sie einsetzt. So scheint Jessica nichts dagegen zu haben, als Kilgrave ihre Nachbarin "grillt". Und vor allem auch der Rettungseinsatz bei der Familie scheint ihr die Augen zu öffnen. Die sich daraus ergebende Frage, was Jessica tun soll, ob sie freiwillig bei Kilgrave bleiben und versuchen soll, ihn dahingehend zu motivieren und anzuleiten, dass er seine Macht für das Gute einsetzt – und das daraus resultierende Dilemma, würde dies doch praktisch bedeuten, ihr eigenes Leben aufzugeben, und für immer bei Kilgrave zu bleiben – war für mich dann das Herzstück der Folge. Ein ungemein interessanter und faszinierender Gedanke, der auch mich kurz innehalten und überlegen ließ. Eben auf dieses Dilemma zielt dann auch die titelspendende Frage ab – auf die der Ausgang der Folge eine mich durchaus überraschende Antwort gibt, als Jessica eine kurze Unaufmerksamkeit Kilgraves nutzt, um ihn zu betäuben, und mit Wills Hilfe wegzuschaffen.

Episodenbild (c) Marvel Studios/Netflix Darüber hinaus erfuhren wir in "W.W.J.D." nun, was sich auf dem gelben USB-Stick befindet, den Jessica für ihn ausgraben musste (und hinter dem scheinbar auch Luke Cage her war? Ich bin schon gespannt, wie hier die Verbindung genau aussehen wird). Die Szenen mit den Experimenten an Kevin – aka den jungen Kilgrave – waren durchaus erschreckend, und machten – wie auch die differenziertere Sicht seiner Kräfte – klar, dass die Grenzte zwischen Gut und Böse nicht gar so deutlich verläuft, wie es das bislang den Anschein hatte (wobei natürlich seine schwere Kindheit dennoch seine Taten noch lange nicht entschuldigt). Sehr gut gefallen haben mir zudem auch die Dialoge, die mit einigen denkwürdigen Sätzen aufwarten konnten ("I care if you die. The rest is fungible." "I once told a guy to screw himself…" "Saving someone doesn't mean unkilling someone else.", "I can't be a hero without you." sowie die nette "Star Wars"-Anspielung stachen dabei für mich u.a. hervor). Insgesamt gelang es "W.W.J.D." zwar in meinen Augen nicht ganz, das hohe Niveau der Episode zuvor zu halten, dennoch fand ich sie sehr gelungen und unterhaltsam.

Fazit: "W.W.J.D." überzeugte mich vor allem mit dem zentralen, hier thematisierten Dilemma: Was tun, wenn Jessica vielleicht Kilgrave dazu bringen könnte, seine Kräfte für das Gute einzusetzen? Wäre dies den hohen Preis, den sie dafür zahlen müsste, wert? Diese Frage generell, ihre Diskussion mit Trish, sowie dann auch ihre Entscheidung am Ende, fand ich sehr faszinierend. Davon abgesehen fand ich vor allem den Grundgedanken dahinter, dass Kilgrave hier auf diese Art und Weise in ihre Privatsphäre – und auch die Erinnerungen an eine heile Welt – eindringt, sehr erschreckend. Und auch die Offenbarungen rund um ihn waren interessant. Die Aufzeichnungen der Experimente, die an ihm durchgeführt wurden, entschuldigen zwar noch lange nicht seine abscheulichen Taten in der Gegenwart, stellen diese aber immerhin in einen gewissen Kontext. Die sehr gut geschriebenen Dialoge sowie die eine oder andere starke Szene rundet das überaus positive Gesamtbild dann ab – auch wenn ich "Die schlimmsten Perversen" subjektiv noch einen Tick mitreißender und nachhallender fand.

Wertung: 4 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2015 Marvel/Netflix)




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