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James Bond 007 - Diamantenfieber Drucken E-Mail
Bond kommt einem Schmugglerring auf die Spur Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Christian Siegel - Datum: Samstag, 19 Januar 2013
 
50 Jahre Bond… James Bond

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Titel: "Diamantenfieber"
Originaltitel: "Diamonds Are Forever"
Bewertung:
Autor: Ian Fleming
Übersetzung: Stephanie Pannen & Anika Klüver
Umfang: 326 Seiten
Verlag: Cross Cult
Veröffentlicht: 2012 (D, Neuauflage) bzw. 1956 (E)
ISBN: 3-8642-5076-5
Kaufen: Deutsch, Englisch
 

Klappentext: Tiffany Case ist eine gefühlskalte, hinreißende Blondine; die Art von Frau, mit der es ganz schön drunter und drüber gehen kann. Sie steht zwischen James Bond und den Anführern eines Diamantenschmugglerrings, der sich von Afrika über Londen zu den Vereinigten Staaten erstreckt. Bond benutzt Tiffany, um diese Bande zu infiltrieren, doch in Amerika wird der Jäger plötzlich zum Gejagten. Bond schwebt in höchster Gefahr, bis er von unerwarteter Seite Hilfe erfährt - von der eiskalten Schönheit selbst…

Kurzinhalt: James Bond wird damit beauftragt, einen Diamantschmugglerring, der von einer gefährlichen Gangsterbande aus den USA geleitet wird, zu unterwandern. Er gibt sich als Peter Franks aus, der von der Bande als Kurier angeheuert wurde. In einem Hotel in Amsterdam trifft er auf die schöne, aber scheinbar unnahbare Tiffany Case, die ihn bei seinem Auftrag begleiten wird. Kurz darauf schmuggeln sie erfolgreich die Diamanten nach Amerika, wo Bond auf einen der Anführer der Spangled-Bande trifft. Um tiefer in die Organisation einzudringen und mehr über sie zu erfahren, inszeniert Bond zusammen mit Felix Leiter einen Coup, der verhindert, dass die Manipulation eines Pferderennens – dessen Gewinn zugleich Bonds Bezahlung für den erfolgreichen Schmuggel der Diamanten darstellen sollte – aufgeht; was den Spangled-Brüdern einiges an Geld kostet. Daraufhin schickt man ihn nach Las Vegas, um sich seine Bezahlung abzuholen – doch auch dort hält sich Bond nicht an die Regeln. Ein gefährliches Katz- und Maus-Spiel beginnt…

Review: Auch Ian Flemings vierter Bond-Roman hat mir wieder sehr gut gefallen – ja sogar wieder einen Tick besser als "Leben und sterben lassen" und "Moonraker", an denen mich doch ein paar Kleinigkeiten gestört hatten. "Diamantenfieber" bot hingegen von der ersten bis zur letzten Seite nahezu makellose, phantastische Agenten-Unterhaltung. Das einzige, was ich kritisieren könnte, ist der wenig spektakuläre und/oder begeisternde Nachschlag, als man auch noch den geheimnisvollen ABC schnappt. Nach dem spannenden Showdown auf dem Kreuzfahrtschiff zuvor war das doch etwas antiklimaktisch. Davon abgesehen fand ich "Diamantenfieber" aber sehr spannend, faszinierend, und vor allem unterhaltsam. Mein Lieblingsteil ist wohl jener in Las Vegas. Ian Fleming präsentiert und hier einige wunderbare, teils humorvolle, Beobachtungen zu den Casinos und den Spielern; hier schien mir Felix Leiter mit der Stimme des Autors zu sprechen, und ich fand seine Kommentare ungemein interessant und amüsant.

Eine weitere Stärke ist Tiffany Case, bzw. ihr Rapport mit James Bond. Man könnte zwar kritisieren, dass auch diese Frau, die sich Männern gegenüber sonst immer sehr abweisend verhält – aufgrund ihrer schlechten Erfahrungen – natürlich just 007 nicht widerstehen kann. Aber ihre sich langsam entwickelnde Beziehung ist so gelungen geschrieben, dass ich mich darüber nicht ernstlich beschweren kann. "Diamantenfieber" ist zudem aufgrund der zahlreichen Schauplatzwechsel ungemein abwechslungsreich, und auch das Erzähltempo erschien mir genau richtig zu sein. Langeweile kam bei mir jedenfalls zu keinem Zeitpunkt auf, wobei der spannungstechnische Höhepunkt zweifellos der Showdown in der Kabine von Mr. Wint und Mr. Kidd auf dem Kreuzfahrtschiff war. Hier hätte ich wirklich nicht vorhersagen können, wie das ausgehen wird, was die Stelle ungemein spannend und packend gemacht hat. Eigentlich schade, dass man diesen spannenden Moment im Film vergleichsweise versemmelt hat…

Fazit: In "Diamantenfieber" bekommt es James Bond mal mit einer typischen amerikanischen Gangsterbande zu tun. Das Ergebnis ist ein wieder einmal sehr unterhaltsamer Agenten-Thriller, bei dem mir vor allem die lockereren, amüsanteren Momente, Dialoge und Anmerkungen – wie z.B. zu Las Vegas – sowie der spannende Showdown auf dem Kreuzfahrtschiff begeistern konnte. Auch die sich langsam entwickelnde Beziehung zwischen James Bond und Tiffany Case ist sehr gut geschrieben. Einzig das letzte Kapitel, welches etwas draufgepappt wirkt, konnte mich nicht 100%ig überzeugen. Davon abgesehen kann Ian Fleming jedoch das hohe Unterhaltungsniveau der bisherigen 007-Romane mühelos halten.

Christian Siegel

Bewertung: 4/5 Punkten






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