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James Bond 007 - Leben und sterben lassen Drucken E-Mail
007 bekommt es mit Mr. Big zu tun Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Christian Siegel - Datum: Montag, 10 Dezember 2012
 
50 Jahre Bond… James Bond

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Titel: "Leben und sterben lassen"
Originaltitel: "Live and Let Die"
Bewertung:
Autor: Ian Fleming
Übersetzung: Stephanie Pannen & Anika Klüver
Umfang: 3300 Seiten
Verlag: Cross Cult
Veröffentlicht: 2012 (D, Neuauflage) bzw. 1954 (E)
ISBN: 3-8642-5072-9
Kaufen: Deutsch, Englisch
 

Klappentext: Die wunderschöne, hellseherisch begabte Solitaire ist die Gefangene (und Handlangerin) von Mr. Big - Meister der Angst, Verbrechenskünstler und Voodoobaron des Todes. James Bond hat keine Zeit für solchen Aberglauben - er weiß, dass Mr. Big außerdem ein hochrangiger feindlicher Agent und eine echte Bedrohung ist. Mehr als das: Nachdem er ihn durch die Jazzkneipen von Harlem, die Everglades und schließlich bis in die Karibik verfolgen konnte, wird 007 klar, dass es sich bei Mr. Big um einen der gefährlichsten Männer handelt, denen er jemals begegnet ist. Und niemand, nicht einmal die rätselhafte Solitaire, kann sich sicher sein, wie ihr Wettkampf ausgehen wird…

Kurzinhalt: James Bond wird auf den Verbrecher Mr. Big angesetzt, der u.a. in New York, Miami und Jamaika operiert, und Schmuggel im großen Stil betreibt. Seinen Reichtum scheint er dabei einem historischen Piratenschatz zu verdanken. Irgendwie gelingt es ihm, die Münzen aus ihrem Versteck zu schmuggeln, ohne dass es bislang gelang, den Standort des Schatzes herauszufinden. 007 reist nach Amerika, wo er sich erneut mit Felix Leiter verbündet. Gemeinsam geht man Mr. Big in die Falle, und kann nur mit knapper Not entkommen. Doch die beiden Agenten lassen sich nicht entmutigen, und nehmen die Verfolgung auf. Hilfe erhalten sie dabei von Mr. Bigs Gespielin Solitaire, die angeblich über hellseherische Fähigkeiten verfügt, und die Gelegenheit begrüßt, sich dessen eisig-festem Griff zu entziehen. Doch die Reise nach Jamaika ist von Gefahren übersät…

Review: Wie in meinem Review zum ersten Roman "Casino Royale" schon erwähnt, ist es für mich das erste Mal, dass ich mir die James Bond-Romane von Ian Fleming durchlese. Als großer Fan der Filmreihe ist dabei natürlich besonders interessant, zu sehen, inwiefern sich diese von der Adaption unterscheiden. Während "Casino Royale" dem Kern der Handlung des Romans recht treu geblieben ist, hat der Film "Leben und Sterben lassen" mit dem Roman nicht mehr allzu viel gemein. Man entnimmt einzelne Figuren – allen voran Mr. Big und Solitaire – sowie vereinzelte Szenen (wie z.B. jenen Moment, als sich Leiter und Bond in einen Nachtklub setzen, und daraufhin über eine Art Hebebühne in den Keller des Etablissements gehievt werden, wo man sie verhört), davon abgesehen entwickelt sich die Handlung aber sehr unterschiedlich. Interessant fand ich, dass sich dabei das eine oder andere Element fand, dass statt in "Leben und Sterben lassen" in einem anderen Bond-Film aufgetaucht ist, wie der Anschlag auf Felix Leiter inkl. der "Etwas, dass ihn gegessen hat, ist ihm nicht bekommen"-Nachricht ("Lizenz zum Töten"), oder auch den schrägen Mordversuch von Mr. Big, als er Bond und Solitaire durch Korallenriffe schleifen will, auf das diese von Haien verspeist werden ("In tödlicher Mission"). Dies sei aber nur am Rande erwähnt.

Was den Roman an sich betrifft, muss ich sagen, dass mir "Casino Royale" insgesamt eine Spur besser gefallen hat, auch wenn dieser rund 100 Seiten kürzer und daher auch nicht so abwechslungsreich und/oder komplex war. Dennoch empfand ich den ersten Bond-Roman als eine Spur spannender. Nichtsdestotrotz ist auch "Leben und Sterben lassen" sehr unterhaltsam, und überzeugt mit einigen überraschenden und/oder schockierenden Wendungen und Offenbarungen, den interessanten Einblicken in Bonds Persönlichkeit, sowie einigen packenden Szenen und Momenten. Hierbei stechen vor allem die Begegnungen zwischen Bond und Mr. Big hervor. Lediglich ihre letzte "Konfrontation" im Wasser war mir einen Hauch zu übertrieben. Was die deutsche Veröffentlichung/Neuauflage von Cross Cult betrifft, gilt das bei "Casino Royale" gesagte. Die Übersetzung ist erneut fantastisch und liest sich absolut flüssig, die Aufmachung sehr edel und stilvoll, und auf der letzten Seite findet man sogar noch eine kurze Biographie von Ian Fleming. Wer so wie ich die Bücher bisher nicht zu Hause hatte und sich zu den Fans von 007 zählt, sollte sich diese Edition – deren erste Romane sich für einen befreundeten Bond-Fan sicherlich auch als Weihnachtsgeschenk gut machen würden – nicht entgehen lassen.

Fazit: "Leben und Sterben lassen" war zwar meiner Ansicht nach nicht mehr ganz auf dem hohen Niveau des Vorgängers, bot aber erneut packende und gelungene Geheimagenten-Unterhaltung. Highlights waren für mich der Einstieg sowie die Dialoge zwischen 007 und Mr. Big, während das Finale meines Erachtens ein klein wenig abfiel. Davon sollte sich allerdings kein Bond-Fan abschrecken lassen, bietet doch auch "Leben und Sterben lassen" wieder ein spannendes Lesevergnügen mit dem wohl berühmtesten Geheimagenten aller Zeiten.

Christian Siegel

Bewertung: 3.5/5 Punkten






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