HOME PROJEKTE LINKS CHAT JOBS DATENSCHUTZ ARCHIV
Startseite arrow Reviews arrow Games arrow The Cursed Crusade
The Cursed Crusade Drucken E-Mail
Unterhaltsames Hack 'n' Slay-Game mit Schwächen Kategorie: Games - Autor: Alexander Lutz - Datum: Mittwoch, 16 November 2011
 
The Cursed Crusade
Titel: The Cursed Crusade
Erschienen: 23. September 2011
Plattformen: PC/PC3/XBOX 360
Genre: Action/Hack 'n' Slay
Publisher: dtp Entertainment AG
Entwickler: Kt Games
Homepage: klick
Kaufen: PC, PS3, XBOX 360
   

Bewertungen:

   
Grafik:  
Sound:  
Steuerung:  
Gameplay:
Atmosphäre:
 

Review

Spielversion & Hardware: "The Cursed Crusade" ist für PC, PS3 und XBOX 360 erschienen. Dieser Review liegt die PS3-Version des Spieles zugrunde. Bisher wird noch kein Versions-Update zur Verkaufsversion angeboten. Zum Test verwende ich eine 40 GB-PS3, die ich mit einer 320 GB-Festplatte aufgerüstet habe. Als Bildschirm dient ein 40“ Samsung LCD-TV (Baujahr 2010) und bei der Steuerung kommt ein original Sony SIXAXIS Controller zum Einsatz.


Handlung: Nachdem sein Vater im 3. Kreuzzug verschwunden ist, übernimmt Denz de Bayle's Onkel den Familiensitz und entehrt die Familie. Denz schlägt sich daraufhin als Söldner durch, bis er bei der Belagerung einer Burg Esteban Noviembre trifft. Als Denz dem Spanier während der Erstürmung der Festung das Leben rettet entsteht eine Freundschaft. Sehr bald erkennen die Beiden, dass sie weitaus mehr verbindet: Beide leiden unter einem Fluch, der sie zeitweise aus unserer Realität heraus reisst und sie in eine Höllendimension versetzt. In dieser Dimension besitzen beide unglaubliche Stärke und können Dinge sehen, die in unserer Realität unsichtbar sind. So praktisch dieser Fluch auch sein mag, so zehrt er doch auch die Seelen und das Leben unserer Helden auf und führt zu einen frühen Tod und direkt in die Hölle. Um Denz' Vater zu finden und den Fluch zu brechen, sowie Denz' Familienehre wiederherzustellen begeben sich Denz und Esteban auf den 4. Kreuzzug. Allerdings ist auch ihr Befehlshaber mit dem Fluch belegt und verfolgt eigene Pläne, bei denen ihm Denz und Esteban im Weg stehen…


Grafik: Die Grafik konnte mich in den Spiel-Sequenzen durchaus überzeugen. Sie ist sehr detailliert und braucht sich eigentlich vor Spielen wie "Assassins Creed" nicht zu verstecken. Sobald aber die Spielsequenzen durch Cutscenes unterbrochen werden, ändert sich das dramatisch. Die Cutscenes sind grafisch gesehen bestenfalls zweit- oder drittklassig. Obwohl die Umgebungen immer noch sehr schön und detailliert gemacht sind, zerstören die gezeigten Figuren die Stimmung. Die Gesichter der Menschen erscheinen komplett maskenhaft, da sich lediglich die Mundpartie bewegt… und manchmal nicht einmal das. Bereits in den ersten Spielstunden gab es mehrere kurze Einstellungen, in denen zwar die Stimme des Charakters zu hören war, es aber keinerlei Mimik gab.

Gameplay: Letztendlich ist "The Cursed Crusade" ein sehr blutiges Hack 'n' Slay-Game, bei dem sich der Spieler durch die verschiedenen, schlauchartigen Level metzeln muss. Hierbei kann der jeweilige Charakter im Verlauf des Spiels für jede Waffe neue Angriffe erlernen und diese werden dann durch das Drücken verschiedener Tastenkombinationen ausgeführt. Was "The Cursed Crusade" hier anbietet ist schon beeindruckend: Für jede der unzähligen Waffen gibt es eine ganze Reihe von erlernbaren Angriffen. Allerdings macht der Einsatz verschiedener Waffen nur wenig Sinn, denn kampf- und werte-technisch unterscheiden sich die Waffen nur minimal. Lediglich der Wechsel von Nahkampf- zu Fernwaffen ist sinnvoll und an manchen Stellen sogar notwendig. Überhaupt ist das Waffen-Management nicht wirklich gelungen. Die Waffen verschleißen extrem schnell, so dass Denz immer wieder mit einem abgebrochenen Schwert kämpfen muss, was ihn natürlich sehr behindert. Doch damit nicht genug. Im Kampfgetümmel ist es kaum möglich die defekte Waffe schnell auszutauschen, da die Waffen der getöteten Gegner nur schwer zu erkennen sind und sich das Waffen-Menü recht unübersichtlich präsentiert.

Die wohl größte Besonderheit von "The Cursed Crusade" ist der Höllen-Modus. Der Spieler kann jederzeit zwischen unserer Realität und der Höllendimension umschalten. Und damit ändert sich alles! Wo in unserer Realität noch große Gebäude stehen gibt es in der Höllendimension nur noch rauchende oder brennende Ruinen. Die Gegner aus unserer Realität erscheinen dort wie geisterhafte Zombies, deren gefangene Seelen kurz nach dem Tod den Körper verlassen und aufsteigen. Außerdem erscheinen sowohl Denz als auch Esteban hier recht dämonisch: Dämonen-Hörner zieren ihre Köpfe. Überhaupt ist die Macht unserer Helden in der Höllen-Dimension ungleich grösser als in unserer Realität. Der vom Spieler gesteuerte Denz kann hier sehr starke Angriffe ausführen. Aber genau so kann er auch Wege finden, die in unserer Realität nicht sichtbar sind. In der Höllendimension gibt es nämlich oftmals sichtbare Schwachstellen in Mauern, die Denz dann mit der vom Templerfluch verliehenen Macht einreißen und so, auch in unserer Realität, einen Durchgang schaffen kann.

Aber neben der durchaus positiven Aspekten birgt die Höllen-Dimension auch einige Gefahren für Denz und Esteban: Bleibt der Spieler zulange in dieser Dimension vergeht seine Seele und sein Leben, der Tod holt ihn und bringt ihn direkt in die Hölle. Außerdem gibt es auch Gegner, die nur in dieser Dimension auftreten und eine zusätzliche Gefahr für unsere Helden darstellen. Eine weitere Kraft, die Denz in der Höllen-Dimension besitzt ist die ist die Fertigkeit der Läuterung. Neben der wirklich spannenden Handlung, bietet "The Cursed Crusade" auch die Möglichkeit in jedem Level Items zu sammeln. In unserer Realität sind dies nur Truhen, die Denz öffnet, bzw. zerstört. Aber in der Höllen-Dimension gibt es noch deutlich mehr: Hier können sowohl "blutige Kreuze" zerstört und verlorene Seelen geläutert und damit erlöst werden. Für jede komplette Sammlung, erhält der Spieler am Ende des Levels dann sog. Siegpunkte, mit denen er dann neue Angriffe für seine Waffen kaufen kann.

Wie viele andere aktuelle Games, besitzt auch Cursed Crusade die Möglichkeit das Spiel im Multiplayer zu spielen. Hierzu bietet das Spiel sowohl eine Splitscreen-, als auch eine Online-Option an, so dass im Multiplayer Denz' Freund Esteban von einem menschlichen Spieler gesteuert wird. Allerdings macht es spielerisch praktisch keinen Unterschied welchen der beiden Protagonisten man spielt. In der Singleplayer-Kampagne wird Esteban von einer sehr guten KI gesteuert.


Fazit: Das Spiel an sich macht durchaus Laune und die gerade durch die hervorragende Sprachausgabe entstandene Stimmung ist wirklich beeindruckend. Doch "The Cursed Crusade" besitzt auch einige äußerst negative Aspekte. Gerade die bereits angesprochenen Cutscenes wirken in ihrer schlechten Qualität doch recht störend. Insbesondere deshalb, weil hier mit mehr Liebe zum Detail deutlich bessere Ergebnisse möglich gewesen wären und heute eigentlich auch schon Standard sind. Als weiteren Minuspunkt muss ich auch das Tutorial werten, denn ich fühlte mich doch relativ oft alleingelassen und musste bereits in der allerersten Höllendimensions-Szene feststellen, dass Denz' Leben sehr kurz sein kann: Obwohl ich bei der Flucht vor dem Tod immer die richtigen Quick-Time-Event-Tasten rechtzeitig gedrückt hatte, konnte ich dem dämonischen Seelenjäger einfach nicht entkommen. Erst durch reines Ausprobieren konnte ich herausfinden, das in dieser Höllendimension bestimmte Ausströmungen aus dem Erdreich als Barriere wirken und ich Denz darum herum steuern muss. Abschließend muss ich leider auch noch anmerken, dass immer wieder kurze, bis mittlere Cutscenes in den einzelnen Levels den Spielfluss unterbrechen und damit bei den Spielern das Gefühl entsteht dass "The Cursed Crusade" mehr Film als Spiel ist. So stellte ich mir auch mehrfach die Frage, warum man diesen wirklich interessanten Stoff eigentlich nicht verfilmt hat. Somit bleibt bei mir ein sehr zwiespältiges Gefühl. Obwohl ich "The Cursed Crusade" gerne spiele und mir gerade auch die Höllendimension sehr gut gefällt, sind die genannten Mängel doch so störend, dass ich keine Topbewertung vergeben kann.

Gesamtwertung:       65%


Alexander Lutz

Screenshots:






Artikel kommentieren
RSS Kommentare

Kommentar schreiben
  • Bitte orientiere Deinen Kommentar am Thema des Beitrages.
  • Persönliche Angriffe und/oder Diffamierungen werden gelöscht.
  • Das Benutzen der Kommentarfunktion für Werbezwecke ist nicht gestattet. Entsprechende Kommentare werden gelöscht.
  • Bei Fehleingaben lade diese Seite bitte neu, damit ein neuer Sicherheitscode generiert werden kann. Erst dann klicke bitte auf den 'Senden' Button.
  • Der vorgenannte Schritt ist nur erforderlich, wenn Sie einen falschen Sicherheitscode eingegeben haben.
Name:
eMail:
Homepage:
Titel:
BBCode:Web AddressEmail AddressBold TextItalic TextUnderlined TextQuoteCodeOpen ListList ItemClose List
Kommentar:




  fictionBOX bei Facebook   fictionBOX bei Twitter  fictionBOX als RSS-Feed

TV-Planer
Im Moment keine TV-Einträge vorhanden