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Würdige Fortsetzung des spanischen Überraschungshits Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Mittwoch, 27 Oktober 2010
 
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[Rec]²
([Rec]², Spanien 2009)
 
[Rec]²
Bewertung:
Studio/Verleih: Castelao Producciones/Universum Film
Regie: Jaume Balagueró & Paco Plaza
Produzenten: U.a. Julio Fernández & Carlos Fernández
Drehbuch: Jaume Balagueró, Paco Plaza & Manu Díez
Kamera: Pablo Rosso
Schnitt: David Gallart
Genre: Horror
Kinostart (Deutschland): 29. Oktober 2009
Kinostart (Spanien): 02. Oktober 2009
Laufzeit: 85 Minuten
Altersfreigabe: Ab 16 Jahren
Trailer: klick
Kaufen: DVD, Blu Ray
Mit: Jonathan Mellor, Oscar Zafra, Ariel Casas, Alejandro Casaseca, Pablo Rosso, Pep Molina u.a.


Spoilerwarnung! Die nachfolgende Inhaltsangabe sowie das Review beinhalten Spoiler zum ersten Teil. Wer diesen noch nicht gesehen hat und ihn so unvorbereitet wie möglich sehen will, sollte daher nur das Fazit lesen. Spoiler zum hier besprochenen 2. Teil sind hingegen keine vorhanden.

Kurzinhalt: Knapp zwei Stunden, nachdem die Feuerwehr begleitet von einer Kameracrew ins Gebäude gegangen ist, wird nun eine Sondereinheit der Polizei nachgeschickt. Diese soll Dr. Owen, einen Seuchenexperten des Gesundheitsministeriums, in das mittlerweile unter Quarantäne gestellte Wohnhaus begleiten, um die Krankheit genauer zu untersuchen, und die Gefahr für die Außenwelt besser abschätzen zu können. Doch der angebliche Experte offenbart sich kurz nach Ankunft in der Dachgeschosswohnung als Priester. Er erzählt den Polizisten von geheimen Experimenten, mit denen ein Wissenschaftler Besessenheit erforscht hat - und dabei scheinbar die Essenz des Bösen entdeckt hat. Dafür wollte er eigentlich ein Gegenmittel erschaffen, doch nun ist die dämonische Präsenz in dem kleinen Mädchen außer Kontrolle geraten, und hat auch die anderen Bewohner des Wohnhauses infiziert. Nun müsse man unbedingt die Blutprobe des ursprünglich infizierten Mädchens sicherstellen, um die Forschung vorantreiben zu können - für den Fall, dass sich ein weiterer Ausbruch nicht verhindern lässt. Die Polizisten wissen nicht so recht, was sie von diesen Ausführungen halten sollen, doch ihnen bleibt keine andere Wahl: Denn nur durch Pater Owen's ausdrücklichen Befehl kann die Quarantäne über das Wohnhaus aufgehoben werden…

Review: Image[Rec] war vor 2-3 Jahren ein absoluter Überraschungshit, der vor allem über dem großen Teich einen Hype auslöste, dem er trotz aller Stärken aus meiner Sicht nicht ganz gerecht wurde. Hauptgrund dafür war der extrem lang(sam)e Einstieg, der anzudeuten schien, dass die Drehbuchautoren zwar ein interessantes Konzept für den Film hatten, aber nicht wirklich wussten, wie sie dieses auf Spielfilmlänge ausdehnen sollen. Eben dies - und die kurze Produktionszeit, die unliebsame Erinnerungen an frühere Schnellschuss-Fortsetzungen weckt (und gerade das Horrorgenre ist ja nicht unbedingt von gelungenen Sequels verwöhnt) - machten mich skeptisch, ob es [Rec]² wirklich gelingen würde, das hohe Niveau des Vorgängers zu halten. Von kleineren Abstrichen mal abgesehen ist er aber eine würdige Fortsetzung des 2007er-Überraschungshits aus Spanien.

Vor allem der Einstieg ist deutlich besser als beim ersten Teil. Wo man sich dort fast eine halbe Stunde mit einer wenig interessanten Einführung aufgehalten hat, ehe man endlich im Wohnhaus ankam, sehen wir diesmal die Polizisten nur kurz in ihrem Einsatzwagen auf dem Weg zum abgeschotteten Gebäude, wo sie auf den Doktor/Priester treffen. Nur wenige Minuten nachdem der Film begonnen hat ist man damit auch schon wieder im Wohnhaus, und kurz darauf in jener Dachwohnung, die beim ersten Teil für ein extrem spannendes Herzschlagfinale gesorgt hat - überraschende Offenbarung inklusive. Stellte sich dort doch heraus, dass es sich hierbei nicht einfach nur um Zombies handelt, sondern um Besessene - womit man quasi in letzter Sekunde noch einen interessanten Subgenre-Switch hingelegt hat. Eben diese Idee rückt nun ins Zentrum, was auch bedeutet: Konnte einem schon diese Offenbarung nicht sonderlich gefallen, da man eine Zombie-Infektion eher akzeptieren kann als Dämonen, wird man mit dieser Fortsetzung wohl nicht viel anfangen können. Alle, die dieser Thematik offen gegenüberstehen, freuen sich hingegen über eine konsequente und überzeugende Weiterentwicklung dieser Idee.

ImageDie erste Hälfte des Films mag ein bisschen darunter leiden, dass man als Zuschauer schon weiß, was das SWAT-Team und den Priester im Wohnhaus erwartet, kompensiert dies jedoch durch ein hohes Tempo und einen netten neuen Kniff: Da nämlich die Mitglieder des Teams auch Kameras an ihren Helmen haben ("Aliens" lässt grüßen), die der eigentliche Kameramann quasi zuschalten kann, ergibt sich die Möglichkeit die sonst recht starre, auf eine einzige Perspektive beschränkte Erzählweise des Films aufzubrechen. Dabei können die Bilder der einzelnen Kameras entweder zugeschaltet, oder auch aufgezoomt werden, so dass sie gesamten Bildschirm füllen. Dadurch ist es immer wieder möglich, auch in jenen Momenten, in denen der Kameramann nicht "vor Ort" ist, das Geschehen dennoch weiterzuverfolgen.

Die Handlungen der Figuren mag zwar teilweise etwas überzogen wirken – gerade von einem Sonderkommando sollte man sich etwas mehr Professionalität und Abgeklärtheit erwarten können – kann aber durchaus überzeugen. Mit dem Codewort, dass der Priester ausgeben muss damit sie alle das Wohnhaus wieder heil verlassen können wurde zudem Fragen à la „Warum verschwinden die nicht einfach wieder?“ konsequent und wirkungsvoll ein Riegel vorgeschoben. Es reicht eben nun mal nur ein Wahnsinniger, der partout seine heilige Mission beenden will, solange dies nun mal auch die einzige Person ist, die den Code kennt. Und die Motivation des Priesters ist, auch wenn man seine Sichtweise nicht teilen mag, durchaus verständlich. Dennoch fallen die Figuren im Vergleich zum Vorgänger etwas ab. Wo man mit der Reporterin und ihrem Kameramann zwei sympathische Figuren hatten, mit denen man sich leicht identifizieren konnte, fehlt [Rec]² ein ähnlicher Anker. Die Charaktere sind zwar nicht unbedingt austauschbar, bleiben uns aber nichtsdestotrotz die ganze Zeit über fremd. Ein Problem des "Doku"-Konzepts, mit dem ja auch schon ähnliche Filme gekämpft haben, und dass der Vorgänger nur mit Hilfe seiner – viel zu ausgedehnten – Einleitung, den gelungenen schauspielerischen Leistungen und der starken Konzentration auf diese zwei Hauptfiguren gelungen umschiffen konnte.

ImageDer größte Schwachpunkt des Films sind aber die drei Teenager, die sich über die Kanalisation ins Gebäude schleichen. Hier wurden wirklich die schlimmsten aller Horrorfilm-Klischees gesammelt und in drei nervtötenden Figuren zusammengepfercht, die einem vom ersten Moment an unsympathisch sind. Sorry, aber sich in ein hermetisch abgeriegeltes Gebäude zu schleichen kann ich nicht einfach so als jugendlichen Leichtsinn abtun – von der schnellen Wandlung vom Macho zur Heulsuse des Hauptinitiators dieser Kim Bauer-Gedächtnisaktion ganz zu schweigen. Man mag diesen Teil der Handlung mit jener der Polizisten recht geschickt verknüpft haben, aber das allein ist mir als Rechtfertigung für diesen Handlungsstrang zu wenig. Vielmehr wirkt es wieder einmal wie ein verzweifelter Versuch, den Film auf eine vertretbare Laufzeit zu strecken – nur dass sich der völlig unnötige Ballast halt nicht am Anfang des Films, sondern im Mittelteil, befindet.

Immerhin, nach diesem kurzen, 15-20 minütigen Durchhänger zieht der Film zum Ende hin wieder deutlich an. Die beiden Gruppen treffen aufeinander, wodurch Spannung und Dramatik wieder stark zunehmen. Nachdem sich eine weitere Person zur Gruppe gesellt hat, nimmt [Rec]² dann auch wieder an Tempo auf, und wir steigern uns zunehmend bis zu einem – erneut – wieder einmal höchst gelungenem Finale, das einige clevere Einfälle, interessante Wendungen und ein zufriedenstellendes Ende zu bieten hat. Jedenfalls sind die letzten 10 Minuten ganz klar die besten des Films, und können mühelos an das Niveau der besten Momente aus dem Vorgänger anknüpfen. Die teils gravierenden Mängel der 15 Minuten davor und den marginalen, aber eben doch vorhandenen Schwächen der ersten 45 Minuten kann jedoch auch dieser Abschluss nicht mehr ganz ausgleichen.

Fazit: Abschließend bleibt vor allem der Eindruck eines gelungenen Sequels zurück, dass deutlich schneller zur Sache kommt als der Vorgänger, dem dafür jedoch nach ca. der Hälfte des Films kurzfristig die Luft auszugehen droht. War es beim ersten Film die lang(weilig)e Einleitung, ist es diesmal ein ausgedehnter Handlungsstrang rund um drei leichtsinnige Teenager, der gehörig an den Nerven zehrt. Auch mit der Offenbarung vom Ende des ersten Teils, die diesmal ins Zentrum rückt und der scheinbar geradlinigen Zombie-Geschichte eine gänzlich andere Richtung gibt, wird sich wohl nicht jeder anfreunden können. Und generell wirkte der erste Teil halt einfach frischer und origineller als diese Fortsetzung. Dafür sorgt der Einfall mit den Helmkameras für Abwechslung, es gibt wieder einige atmosphärisch dichte Szenen, und vor allem die letzte ¼-Stunde ist wieder einmal sehr gut gelungen, und sorgt für einen versöhnlichen Abschluss einer Fortsetzung, die dem Vorgänger definitiv würdig (wenn auch nicht ganz ebenbürtig) ist…

Wertung:6 von 10 Punkten


Christian Siegel
(Bilder © Universum Film)


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