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Effektiver Horrorschocker aus Spanien Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Mittwoch, 28 Oktober 2009
 
Image


[Rec]
([Rec], Spanien 2007)
 
[Rec]
Bewertung:
Studio/Verleih: Filmax/3L Filmverleih
Regie: Jaume Balagueró & Paco Plaza
Produzenten: U.a. Julio Fernández & Carlos Fernández
Drehbuch: Jaume Balagueró, Luis Berdejo & Paco Plaza
Musik: -
Kamera: Pablo Rosso
Schnitt: David Gallart
Genre: Horror
Kino-Start (Deutschland): 08. Mai 2008
Kino-Start (USA): -
Laufzeit: 80 Minuten
Altersfreigabe: ab 18 Jahren
Trailer: klick
Kaufen: DVD, Blu Ray
Mit: Manuela Velasco, Ferran Terraza, Jorge Serrano, Pablo Rosso, Carlos Vicente u.a.


Kurzinhalt: ImageDie Reporterin Ángela Vidal und ihr Kameramann Pablo drehen eine Reportage über die Feuerwehr in einer spanischen Stadt. Zu Beginn sind ihre Aufnahmen noch wenig aufregend, beobachtet man doch die Männer nur dabei, wie sie auf ihren ersten Einsatz warten. Doch wenig später begleiten Ángela und Pablo die Feuerwehrmänner, als sie zu einem Wohnhaus gerufen werden. Anfangs ist noch unklar, worin genau der Notfall besteht, doch als man in die Wohnung einer alten Frau geht und von ihr auf brutale Art und Weise angegriffen wird, wird klar, dass es sich um eine nicht gerade alltägliche Bedrohung handelt. Offenbar leidet die Frau und alle, die von ihr gebissen werden, an einer hoch ansteckenden Krankheit. Doch noch ehe sich die Überlebenden in Sicherheit bringen können, wird über dem Wohnhaus eine Quarantäne verhängt. Auf sich allein gestellt und von der Außenwelt völlig abgeschnitten versuchen die überlebenden Bewohner, Feuerwehrmänner, sowie die Reporterin und ihr Kameramann, sich irgendwie vor den mordlustigen Infizierten in Sicherheit zu bringen.

Review: [Rec] wendet das aus "Blair Witch Project" bekannte Konzept, das Geschehen aus der Perspektive einer Filmkamera zu zeigen, um der Handlung damit mehr Plausibilität zu verleihen, auf das Zombiegenre an. Im Gegensatz zum Vorbild, dass zwar originell war aber was die Spannung betrifft doch etwas zu wünschen übrig ließ, verstehen es die Regisseure Jaume Balagueró und Paco Plaza dabei, eine sehr bedrohliche Atmosphäre aufzubauen. Neben dem gesteigerten Realismus aufgrund der vermeintlichen echten Filmaufnahmen ist dafür unter anderem auch die ungemein klaustrophobische Grundstimmung verantwortlich. Im Gegensatz zu "Blair Witch Project", wo die Studenten einen ganzen Wald hatten durch den sie laufen und in dem sie sich verstecken konnten (nicht, dass ihnen das viel geholfen hätte) sind die Menschen hier in einem verhältnismäßig kleinen Wohnhaus gefangen, dass ihnen kaum Schutz oder Versteckmöglichkeiten gegenüber den Infizierten bietet. Auch was die Verteidigung gegen diese Bedrohung betrifft, sind ihre Möglichkeiten sehr begrenzt. Zudem orientieren sich die Untoten aus diesem spanischen Horrorfilm eher an den Infizierten aus "28 Days Later" oder den Zombies aus dem "Dawn of the Dead"-Remake denn an ihre langsam vor sich hin schlurfenden Vorfahren. Auch das sorgt dafür, dass sie um einiges bedrohlicher wirken und damit die Situation der verbliebenen gesunden Menschen im Gebäude schon relativ früh sehr verzweifelt und aussichtslos wirkt.

ImageZugegeben, der Anfang gestaltet sich noch etwas zäh, doch das war von den Machern wohl so beabsichtigt. Genau wie die Reporterin und ihr Kameramann sollen wir uns zu Beginn etwas langweilen, damit wir ihren Frust und ihren Wunsch nach ein bisschen Action nicht einfach nur nachvollziehen, sondern richtiggehend teilen. Wenn die Feuerwehr dann aber mal im Wohnhaus ankommt, steigt die Spannung in beachtliche Höhen, und bietet dem Zuschauer – und den Figuren – kaum mehr Gelegenheit zum Durchatmen. Es gibt zahlreiche grandiose und beängstigende Szenen, vom ersten Besuch in der Wohnung der alten, infizierten Frau bis hin zum schockierenden (wenn auch etwas vorhersehbaren) Finale. Vor allem die kleine Lampe der Kamera wird im weiteren Verlauf des Films gekonnt eingesetzt, und sorgt für einige beklemmende Szenen. Und im Gegensatz zu vielen anderen Filmen, welche die Zombie-Infektion praktisch ohne Erklärung hereinbrechen lassen, werden am Ende zumindest ansatzweise die Hintergründe der Krankheit beleuchtet.

Die Inszenierung von Jaume Balagueró und Paco Plaza zählt definitiv zu den großen Stärken des Films. Während man es sich bei „Blair Witch Project“ verhältnismäßig leicht gemacht hat, mit meist recht kurzen Filmschnippseln und so gut wie keinen Effektszenen, gibt es bei [Rec] einige minutenlange Einstellungen, die dann oftmals gegen Ende hin zudem noch mit einem blutigen Spezialeffekt enden. An die logistische Leistung eines Alfonso Cuaron in „Children of Men“ kommen die Regisseure damit zwar noch nicht heran, dennoch sind diese Szenen aufgrund des inszenatorischen Könnens, das sie aufgrund ihrer hohen Komplexität zur Schau stellen, wirklich beachtlich. Die schauspielerischen Leistungen sind ebenfalls sehr gelungen, wobei für mich vor allem Manuela Velasco aus dem Ensemble positiv hervorgestochen ist. Schade, dass die nicht allzu hochwertige deutsche Synchronisation diesen positiven Eindruck doch ein wenig trübt. Zudem hat sich auch bei [Rec] die eine oder andere nicht ganz logische Aktion der Beteiligten eingeschlichen. Am Schwersten wiegt aber für mich, dass mir die Figuren nie wirklich ans Herz gewachsen sind. Vermutlich liegt es daran, dass wir aufgrund des Konzepts des Films so gut wie gar nichts über sie erfahren, was es schwer macht, mit ihnen mitzufühlen. Auch, dass (Achtung, Spoiler!) aufgrund der düsteren Ausgangslage von vornherein klar war, dass keiner der im Haus Gefangenen diese Nacht überleben wird (Spoiler Ende), mag einen Anteil daran gehabt haben. Wie auch immer, durch die Distanz zu den Figuren war ich leider im Vergleich zu anderen Horrorfilmen nie so recht ins Geschehen involviert…

Fazit: [Rec] ist ein toller Independent-Shocker aus Spanien, der vor allem mit seiner interessanten Ausganssituation, der gelungenen (Handkamera-)Inszenierung und der beklemmenden Atmosphäre zu gefallen weiß. Leider ist das Geschehen mit 80 Minuten aber auch erstaunlich kurz, zumal man mindestens 15 Minuten davon mit einer zwar wohl notwendigen, aber nichtsdestotrotz für sich genommen leider sehr langweiligen Einführung ver(sch)wendet. Jedenfalls erlaubt es die knappe Spielzeit und die etwas oberflächliche Betrachtung der Figuren (man verbringt einfach zu wenig Zeit mit ihnen, als dass sie einem sonderlich ans Herz wachsen könnten) nur bedingt, in die Geschichte einzutauchen. Diese kleineren Schwächen sollten jedoch keinen Horror-Fan - insbesondere Freunde von "Blair Witch Project" oder dem Zombie-Genre - davon abhalten, sich dieses originell-beängstigende Horror-Kleinod aus Spanien bei Gelegenheit anzusehen…

Wertung:7 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 3L Filmverleih)


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