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Scare Package Drucken E-Mail
Liebevolle Persiflage aufs Horror-Genre Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Sonntag, 25 Oktober 2020
 
Halloween-SPECiAL

 
Come True
Originaltitel: Scare Package
Produktionsland/jahr: USA 2019
Bewertung:
Studio/Verleih: Paper Street Pictures/Shudder
Regie: Courtney Andujar, Hillary Andujar, Anthony Cousins, Emily Hagins, Aaron B. Koontz, Chris McInroy, Noah Segan & Baron Vaughn
Produzenten: U.a. Ashleigh Snead, Aaaron B. Koontz & Cameron Burns/td>
Drehbuch: Cameron Burns, Courtney Andujar, Hillary Andujar, Anthony Cousins, Ben Fee, Frank Garcia-Hejl, Emily Hagins, John Karsko, Aaron B. Koontz, Chris McInroy, Noah Segan & Baron Vaughn
Filmmusik: Alex Cuervo
Kamera: Diverse
Schnitt: Diverse
Genre: Horror/Komödie
Kinostart Deutschland: Noch nicht bekannt
Internet-Release USA: 18. Juni 2020
Laufzeit: 107 Minuten
Altersfreigabe: Noch nicht geprüft
Trailer: YouTube
Kaufen: Noch nicht erhältlich
Mit: Jeremy King, Noah Segan, Toni Trucks, Zoe Graham, Chelsey Grant, Josephine McAdam, Jocelyn deBoer, Chase Williamson, Jon Michael Simpson u.a.


Kurzinhalt: Horror-Anthologie mit sieben, teils ineinander verwobenen, Geschichten. In "Cold Open" fällt die unwichtige Nebenfigur Mike in eine Identitätskrise. Er möchte endlich einmal mehr sein als immer nur der Handlanger. Am liebsten wäre er überhaupt gerne mal der Held der Geschichte. Als er dann jedoch versucht, die potentiellen Opfer zu warnen, richtet er letztendlich mehr Schaden als Nutzen an. In "Red Chads Video Emporium" stellt Chad einen neuen Mitarbeiter in seiner Videothek ein. Doch was verbirgt sich hinter den Raum, den dieser ja nicht betreten soll? In "One Time in the Woods" werden Camper sowohl von einem außerirdischen Parasiten als auch einem verrückten Killer, der im Wald sein Unwesen treibt, heimgesucht. In "M.I.S.T.E.R." schließt sich ein zunehmend in seiner Männlichkeit unterdrückt fühlender Ehemann einer Selbsthilfegruppe an. In "Girls Night Out Of Body" hat der Diebstahl eines verwunschenen Lutschers ungeahnte Folgen für einen Mädelsabend. In "The Night He Came Back Again! Part IV" versucht sich ein Final Girl, ein für alle Mal des scheinbar nicht tot zu kriegenden Unabhängigkeitstags-Killers zu entledigen. In "So Much to Do" wird eine vielbeschäftigte Geschäftsfrau von der Seele des Opfers eines rassistisch motivierten Mordes übernommen. Und in "Horror Hypothesis" erforscht eine Gruppe von Wissenschaftlern die gängigsten Horror-Klischees – mit für diesen Zweck entführten, unfreiwilligen Probanden…

Review: Szenenbild. In den letzten Jahren sind Horror-Anthologien ja zunehmend in Mode gekommen. Mit "Scare Package" reiht sich nun ein weiterer gelungener Vertreter in die ständig länger werdende Liste des Subgenres ein. Natürlich, wie immer, sind die Stories nicht nur inhaltlich, sondern auch qualitativ durchaus unterschiedlich – wobei wohl letztendlich jeder seine/ihre eigenen Favoriten finden wird. Aber genau das ist einer der Vorteile solcher Anthologien: Selbst wenn man mal mit einer der Segmente weniger anfangen kann, weiß man, dass die nächste Geschichte, die dann vielleicht ja doch wieder eher den eigenen Geschmack trifft, nicht weit entfernt ist. Mal ganz abgesehen davon, dass die einzelnen Erzählungen bei "Scare Package" überwiegend wirklich gelungen waren, stach für mich hier vor allem auch hervor, wie man auf durchaus liebevolle, aber doch auch enthüllende, Art und Weise gängige Genre-Klischees aufs Korn nimmt, wobei es mir vor allem die durchziehende Kritik an der gängigen Inszenierung gerade auch von Frauenkörpern angetan hat. Man achte z.B. auf die Einstellung, wenn Chad in seine Videothek geht – und die Kamera sich auf seinen Hintern richtet (etwas, das sonst ja doch eher den weiblichen Castmitgliedern vorbehalten ist). Aber auch das viel zu kurze, bauchfreie Shirt von Brandon im letzten Segment sticht hervor. Schön, mal einen Film zu haben, der sich dieser Klischees bewusst ist, und sie auf augenzwinkernde Art und Weise aufs Korn nimmt!

Doch kommen wir nun zu meiner Meinung zu den einzelnen Segmenten an sich (inhaltlich sind sie ja eh oben schon kurz umrissen): "Cold Open" ist tatsächlich genau das, und mit der wunderbaren Grundidee rund um eine kleine, unwichtige Nebenfigur, die endlich mal eine größere Rolle in einem Film spielen will, ein wirklich toller und starker Auftakt. Die Art und Weise, wie sein Plan dann – erwartbarerweise – schief geht und die Lage völlig eskaliert, war schon überaus lustig mit anzusehen. "Red Chad's Video Emporium" machte auf mich dann doch eher einen zweckmäßigen Eindruck. Einzelne nette Momente (wie Chad's "booty shot"), und als Rahmen für die anderen Segmente recht geschickt gewählt, aber jetzt nicht wirklich etwas Besonderes. "One Time in the Woods" fand ich ebenfalls eher nur so ok. Nette Grundidee, und ein paar gute Gags, insgesamt gab es da aber stärkere Segmente, nicht zuletzt auch, was die Beobachtung und durch Übertreibung auch zur Schau Stellung gängiger Horror-Klischees betrifft. "M.I.S.T.E.R." sprach mich dann vor allem inhaltlich auf, nimmt er doch die in unserer modernen, ja eigentlich schon völlig von Frauen dominierten Welt (Achtung, Ironie!) die ach-so-unterdrückte und verletzte Männlichkeit wunderbar aufs Korn. Direkt darauf folgte mit "Girls Night Out of Body" dann noch mal eine nette, kleine und sehr unterhaltsame Portion feministischer Horror, der es mir ebenfalls sehr angetan hatte. Direkt darauf folgte dann aber mein absoluter Favorit: "The Night He Came Back Again! Part IV" war in der Art und Weise, wie man hier die immer wieder zurückkehrenden Slasher-Killer – wie z.B. einen Jason Vorhees – persifliert, absolut köstlich. Denn auch der hier vorgestellte 4th of July-Killer scheint einfach nicht und nicht totzukriegen sein, ganz egal, wie sehr es Daisy auch versucht. Absolut köstlich!

Szenenbild. Mit "So Much to Do" konnte ich hingegen insgesamt gesehen am wenigsten anfangen. Die Rassismus-Thematik ging in weiterer Folge völlig unter, und auch wenn das mit der Spoiler-Phobie (die ich übrigens durchaus nachvollziehen kann) schon ganz lustig war, kam der für mich irgendwie nie so recht zusammen. Den Abschluss bildet dann "Horror Hypothesis". Hier laufen dann nicht nur einige der zuvor ausgelegten Fäden zusammen, es ist vor allem auch jener Teil, wo man sich noch einmal ganz besonderes über die gängigen Horror-Klischees lustig macht – und dabei auch noch das eine oder andere neue erfindet (wie z.B. das Auto, das nicht anspringt, so lange es sich in einer gewissen Distanz zum Killer befindet). Grundsätzlich ebenfalls sehr lustig und unterhaltsam, hatte es nur für mich ein bisschen das Problem, dass das alles doch sehr stark an "The Cabin in the Woods" erinnerte – und der das aus meiner Sicht doch nochmal um einiges cleverer und unterhaltsamer umgesetzt hatte. Davon abgesehen war aber schon auch der sehr gelungen, nicht zuletzt auch in der Art und Weise, wie er die üblichen Figuren-Klischees in Horrorfilmen (die Jungfrau, die Schlampe, der Jock, der Nerd und so weiter) aufs Korn nimmt. So gesehen war das, trotz der sehr deutlichen "The Cabin in the Woods"-Anleihen, schon ein runder und stimmiger Abschluss.

Fazit: "Scare Package" ist eine wirklich gelungene und vor allem höchst unterhaltsame Anthologie, welche mich vor allem damit begeisterte, wie sie einige gängige Genre-Klischees durch den Kakao zieht. Und das sowohl inhaltlich – beispielsweise gleich zu Beginn mit dem zwielichtigen Nebencharakter, der letztendlich im Geschehen aber keine wesentliche Rolle spielt, und der in eine Identitätskrise fällt, weil er auch mal wirklich was zu den Filmen in denen er auftritt beitragen will; das köstliche Segment über den immer wieder zurückkehrenden 4th of July-Killer; oder auch das (ein bisschen an "The Cabin in the Woods" erinnernde) Finale, wo in einem Institut Horror-Klischees erforscht werden – als auch inszenatorisch. Letzteres u.a. mit einem köstlichen booty-shot des (männlichen) Besitzers der Videothek, oder auch dem bauchnabelfreien Shirt des Jocks. Natürlich, wie immer bei solchen Anthologien gilt auch hier, dass man mit einigen mehr wird anderen können, und mit anderen weniger. So war ich z.B. von "One Time in the Woods" und "So Much to Do" nicht ganz so begeistert. Zudem sollte man schon ein Faible für (Selbst-)Ironie und Persiflagen haben, um "Scare Package" genießen zu können. Wer jedoch seinen Horror gerne auch mal auf der eher luftig-locker-leichten Seite des Spektrums hat, der sollte von diesem "Scare Package" bestens unterhalten werden!

Wertung:7 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2020 Shudder)


Weiterführende Links:
Halloween-SPECiAL 2020





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