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Originaltitel: Space
Episodennummer: 1x11
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 02.04.2010
Erstausstrahlung D: 21.04.2010 (Free-TV, RTL II)
Drehbuch: Paul Mullie & Joseph Malozzi
Regie: Andy Mikita
Hauptdarsteller: Robert Carlyle als Dr. Nicholas Rush, Justin Louis als Colonel Everett Young, David Blue als Eli Wallace, Brian J. Smith als Lt. Matthew Scott, Elyse Levesque als Chloe Armstrong, Jamil Walker Smith als Sgt. Ronald Greer, Alaina Kalanj als Tamara Johansen, Ming-Na als Camille Wray
Gastdarsteller: Jennifer Spence als Dr. Lisa Park, Patrick Gilmore als Dr. Dave Volker, Julia Anderson als 2nd Lt. Vanessa James, Jeffrey Bowyer-Chapman als Pvt. Darren Becker, Peter Kelamis als Adam Brody

Spoilerwarnung: Das nachfolgende Review beinhaltet Spoiler und nimmt somit wesentliche Punkte der Handlung vorweg. Falls ihr die Episode noch nicht gesehen habt, solltet ihr das Review überspringen, und nur das Fazit lesen!

Kurzinhalt: ImageNach dem Verlust von Dr. Rush ist die Stimmung an Bord getrübt. Es gibt einige, die Col. Young’s Schilderung der Ereignisse anzweifeln und davon überzeugt sind, dass er den Wissenschaftler, mit dem er immer wieder Auseinandersetzungen hatte, absichtlich auf dem Planeten zurückgelassen hat. Doch schon bald droht sich Rush’s Abwesenheit zu rächen: Direkt vor der Destiny springt ein außerirdisches Raumschiff aus dem Hyperraum. Als Eli ihnen eine Grußnachricht in Englisch schickt, staunt er nicht schlecht, als diese in eben dieser Sprache antworten, und ein wenig ermutigendes „Ergebt euch“ zurückschicken. Doch Col. Young denkt gar nicht daran, den Fremden einfach so die Destiny zu überlassen. Er weist Eli an, die Waffen und Schilde zu aktivieren, doch dieser ist mit den Systemen nicht so vertraut wie Rush. Während er sein bestes tut, um sie online zu bringen, fliegt Lt. Scott mit einem Shuttle los, um der Destiny so viel Zeit wie möglich zu erschaffen. Zwar gelingt es Eli schließlich, die Systeme zu aktivieren, doch einem kleinen Shuttle der Aliens ist es gelungen, an der Destiny anzudocken und ein Loch in die Hülle zu schneiden: Sie entführen Chloe. Col. Young benutzt daraufhin die Antiker-Kommunikationssteine, die ihn bereits vor dem Zusammentreffen der Schiffe an Bord des außerirdischen Schiffs transferiert hat, um Chloe wieder zu befreien. Doch auf dem Raumschiff der Aliens macht er eine unerwartete Entdeckung…
Christian Siegel


Review: Wenn man sich die Kritiken einiger langjähriger Stargate-Fans zur ersten Staffelhälfte von "Stargate Universe" durchliest, wird man vor allem auf zwei wesentliche Kritikpunkte treffen: Keine Aliens (bzw. keine Bedrohung), und zu wenig Action. "Weltraum" sollte all jene, denen es von diesen beiden Zutaten bisher zu wenig gab, zumindest ansatzweise besänftigen. Ich für meinen Teil muss gestehen, dass ich vor dieser Richtungsänderung ein wenig Angst hatte. Denn im Gegensatz zu vielen anderen hat mir gerade die Tatsache, dass man bei "Universe" nicht in das übliche Action-Adventure-Schema der ersten beiden Serien verfällt, inklusive einem übermächtigen Feind den es zu besiegen gilt, sehr gut gefallen. Sehr zu meinem Wohlwollen - und wohl zum Missfallen so einiger anderer – ist man jedoch auch bei "Weltraum" dem Ansatz treu geblieben, nicht in alte Gewohnheiten zu verfallen, sondern auch weiterhin einen etwas anderen Ton und eine unterschiedliche Herangehensweise im Vergleich zu den früheren Serien beizubehalten. Alles wirkt irgendwie realistischer, ehrlicher, und weniger auf reines, hohles Spektakel getrimmt, dass in erster Linie dazu da ist, um paar nette Explosionen und nett anzusehende Effekte für die Augen zu bieten.

ImageWas nicht heißen soll, dass die Raumschlacht oder auch die Außerirdischen nicht nett anzusehen gewesen wären – ganz im Gegenteil. Natürlich können die Aliens – schon allein aufgrund ihres angenehm anderen, wirklich außerirdisch wirkenden Aussehens – ihre Computerherkunft nicht verbergen, aber nun mal ehrlich, das geling bisher selbst auf der großen Leinwand bei digitalen Kreaturen nur in absoluten Ausnahmefällen. Hier darf man dann, dem technologischen Fortschritt zum Trotz, die Latte für die Macher auch nicht unrealistisch hoch legen. Für das Fernsehen sahen die Kreaturen jedenfalls, sowohl vom Design als auch der Animationsqualität her, wirklich sehr gut aus. Selbst einige digitale Effekte aus Filmen lässt man hier meines Erachtens hinter sich. Mehr sollte man nun wirklich nicht erwarten – zumal sich ja auch bislang niemand an z.B. CGI-Asgards gestört hat.

Auch die Raumschlacht fand ich sehr gut und packend animiert, wenn sie auch dem einen oder anderen – im Vergleich dazu was uns Stargate in der Vergangenheit schon geboten hat – etwas zu unspektakulär gewesen sein mag. Neben den optischen Werten konnte mich auch die Handlung überzeugen. Ja, es gibt hier zwar den ersten Konflikt mit Außerirdischen, trotzdem ist man der bisherigen Linie treu geblieben. Alles fühlt sich frischer, origineller und echter an. So kann man nicht gleich ein Gespräch auf Englisch mit den Aliens führen, stattdessen schicken sie nur ein einziges Wort zurück – und warum sie das konnten, wird durch die Offenbarung rund um die Gehirnscanner auch erklärt. Hier gibt man sich im Vergleich zu den bisherigen Serien, wo selbst in der Pegasus-Galaxie noch fast ausschließlich englisch gesprochen wurde, doch deutlich mehr Mühe. Auch scheinen die Aliens technologisch nicht übertrieben überlegen zu sein. Sie sind zwar durchaus eine ernst zu nehmende Bedrohung, die den Menschen auf der Destiny in Zukunft noch einige Probleme bereiten könnten, aber sie wirken nicht so überzogen wie z.B. die Goa’uld, die Ori oder die Wraith. Auch das finde ich durchaus erfrischend.

ImageZugegeben, ganz perfekt fand ich den weiteren Verlauf der Handlung nicht. Dass just Chloe entführt wird, als sie völlig sinnlos durch das Raumschiff spaziert, wird nur jene Kritiker bestätigen, die der Meinung sind, dass die Figur eigentlich keine sinnvolle Funktion mehr an Bord erfüllt. Sie ist dazu da, um mit Scott rumzumachen und von Eli begehrt zu werden – und als Fräulein in Not. Ich hoffe sehr, dass man ihr schon bald eine sinnvollere Aufgabe zu teil werden lässt, und sie nicht zur Kim Bauer der Destiny verkommt. Hier wirkte es jedenfalls doch etwas verkrampft und konstruiert. Die Offenbarung rund um Rush war jetzt zudem nicht sonderlich überraschend – und um ehrlich zu sein hätte ich es lieber gesehen, wenn er erst in 2-3 Episoden zurückgekehrt wäre. So wirken die Ereignisse aus "Mordverdacht" doch etwas belanglos. Ach ja, und dass Rush und Chloe einfach so vom Raumschiff fliehen konnten, wirkte auf mich auch etwas unplausibel.

Trotz dieser Kritikpunkte bot "Weltraum" auch einiges an interessamten Subtext, und hat den Konflikt zwischen Rush und Young – trotz ihrer fadenscheinigen Versöhnung am Ende – wohl wieder verschärft. So fragte ich mich unweigerlich, ob Dr. Rush als er den Alien erwürgt hat glaubte, dass immer noch Young im Körper steckt, und so hoffte seinen Rivalen – in dessen geschwächten Alien-Körper – töten zu können. Auch Col. Young hat wieder einmal bewiesen, dass er kein unfehlbarer Held ist. Dass er in der letzten Episode die Nerven verloren hat und Dr. Rush zurücklassen wollte, mag man ihm als Kurzschlusshandlung gerade noch so durchgehen lassen können – auch wenn ich schon damit so meine Probleme hatte (da er damit seine persönlichen Interessen vor denen der Besatzung zu stellen schien). Aber dass er jetzt das Raumschiff der Aliens abschießen lassen will, um Rush endgültig aus dem Weg zu räumen und seinen Mordversuch zu vertuschen – und er dabei sogar den Tod von Chloe in Kauf nimmt – überschreitet eine Grenze, über die ich ihm zu folgen ehrlich gesagt nicht bereit bin. Das war absolut irrational, und nach "Weltraum" halte ich Col. Young offen gestanden für unfähig, auch weiterhin das Kommando zu führen – und bin somit nun offiziell im Team der Verschwörer rund um Camille und Dr. Rush und hoffe, dass ihr Putschversuch von Erfolg gekrönt sein wird.

ImageWas gibt es über die Episode sonst noch zu sagen? Das mit dem Song am Ende hat mich auch diesmal wieder enorm gestört. Ich fand es zwar etwas erträglicher als in "Rettung für die Destiny", da mir die Liedauswahl diesmal passender und nicht so unfreiwillig komisch erschien wie bei „Don’t forget to breathe“, trotzdem bin ich kein Freund von solchen Einlagen – schon gar nicht in SF-Serien. Wenn man auf gute alte Klassiker, auf zeitlose Musikstücke zurückgreifen will, gerne. Aber mit solchen 08/15-Songs mit dem man irgendwelche Lieblingsbands der Macher unterstützt verankert man die Serie zu sehr in der Gegenwart. Auch muss selbst ich als Fan von Eli gestehen, dass er mit langsam aber sicher auf die Nerven zu gehen beginnt. Nicht immer; einige seiner Wortmeldungen fand ich auch diesmal sehr lustig, aber irgendwie passt es manchmal nicht zur Stimmung der Szene. Hier sollte man aus meiner Sicht in Zukunft doch wieder versuchen, sich etwas mehr zurückzuhalten.

Last but not least: Irgendwie wirkte "Weltraum" etwas gehetzt, was gerade angesichts der Tatsache, dass man sich in der ersten Staffelhälfte für einige deutlich weniger wichtige Entwicklungen ungleich mehr Zeit genommen hat, störend auffällt. Wo es in der Vergangenheit gelegentlich auch schon mal um ein vergleichsweise winziges und belangloses Ereignis ging, dass über eine ganze Episode ausgedehnt wurde, hätte gerade "Weltraum" genug an interessanten Entwicklungen geboten, um uns etwas mehr von den Reaktionen und Ängsten der Crew zu zeigen. Hier wäre meines Erachtens ein Zweiteiler durchaus angebracht gewesen – so ähnlich wie bei "Finsternis" und "Der Flug ins Licht". Möglicherweise hätte man auch einfach nur "Mordverdacht" kürzen und dafür mit dem Angriff oder dem Erscheinen der Aliens als Cliffhanger in die Mid-Season-Pause (in den USA; RTL II setzt die Ausstrahlung ja ohne Unterbrechung fort) gehen sollen. Jedenfalls fehlte es mir aufgrund der überhasteten Erzählweise etwas an Zeit, um das Gesehene zu verarbeiten und so richtig in die Handlung einzutauchen…

Fazit: Mit "Weltraum" finden nun also doch noch Außerirdische und Action Einzug in "Stargate Universe". Während einige dies mit einem erleichternden „endlich“ kommentieren werden, war ich zugegebenermaßen eher skeptisch – wurde dann aber schon bald beruhigt. Trotz dieser außerirdischen Bedrohung bleibt man dem Konzept, nicht einfach in alte Schemata zu verfallen, sondern einen frischeren, originelleren und realistischeren Ansatz zu verfolgen nach wie vor treu. Auch die Tatsache, dass es sich hier nicht einfach um eine weitere Bedrohung zu handeln scheint, die die Galaxie unterjochen will, konnte mir gefallen – wie auch, dass uns die genauen Absichten der Aliens vorerst verborgen bleiben. Ein paar Schwächen im Drehbuch und die etwas überhastete Erzählweise mögen zwar den Gesamteindruck ein wenig getrübt haben, dennoch fühlte ich mich von "Weltraum" aber alles in allem wieder sehr gut unterhalten.

Wertung: 4 von 5 Punkten
Christian Siegel



(Bilder © MGM/SyFy)


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