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Star Trek: Die Gesetze der Föderation Drucken E-Mail
Politische Winkelzüge in der Föderation... Kategorie: Star Trek (Literatur) - Autor: Christian Siegel - Datum: Montag, 11 Februar 2008
 
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Titel: "Star Trek: Die Gesetze der Föderation"
Originaltitel: "Star Trek: Articles of the Federation"
Bewertung:
Autor: Keith R.A. DeCandido
Übersetzung: Anika Klüver
Umfang: 480 Seiten
Verlag: Cross Cult
Veröffentlicht: 2010 bzw. 2005 (USA)
ISBN: 3-9412-4850-2
Kaufen: Deutsch, Englisch
 

Klappentext: Infolge des überraschenden Rücktritts des Föderationspräsidenten Min Zife hat Nan Bacco von Cestus III eine heiß umkämpfte Wahl gewonnen und hat nun die neue Führung über mehr als einhundertfünfzig planetare Zivilisationen und deren Kolonien inne. Doch kaum dass sie ihr Amt angetreten hat, versinkt das Romulanische Sternenimperium im Chaos. Die ohnehin schon angespannte Lage verschärft sich, als ein remanisches Flüchtlingsschiff entdeckt wird, das mit unbekannten Absichten auf einen Außenposten der Föderation zusteuert.

Während das erste Jahr der Bacco-Regierung voranschreitet, tut sich der Föderationsrat nach wie vor schwer, mit seiner neuen Präsidentin zusammen zu arbeiten. Nicht immer unterstützt er ihre Verfahrensweise oder ihre Ernennungen verschiedener Ratsmitglieder, mit denen sie Schlüsselpositionen im Rat besetzt. Ein erfolgreicher Erstkontakt entwickelt sich plötzlich zu einem diplomatischen Desaster; und Präsident Zifes Sünden ziehen größere Konsequenzen nach sich als gedacht … während die Karriere eines gefeierten Sternenflottenoffiziers einen Wendepunkt erreicht.

Kurzinhalt: Nan Bacco ist die neue Präsidentin der Vereinten Föderation der Planeten. Als solche muss sie sich mit allerlei Krisen, Abstimmungen und Besprechungen herumschlagen. So hat Captain Riker zwar in letzter Sekunde einen romulanischen Bürgerkrieg verhindert, doch dass die Remaner unter dem Schutz der Klingonen stehen, führt zu einigen Spannungen – auch innerhalb der Föderation. Die Situation wird weiter verkompliziert, als eine Gruppe von Remanern vor den Klingonen flieht und auf einer Raumstation der Föderation um Asyl ersucht. Kaum ist diese Krise überstanden, steht schon das nächste Problem an: Der Mond jenes Planeten, auf dem die Remaner vorläufig angesiedelt wurden, explodiert, und die Romulaner werden verdächtigt, dafür verantwortlich zu sein – was die Galaxie an den Rand eines Krieges zwischen Romulanern und Klingonen führt. Neben all diesen galaktischen Konflikten sorgen zudem ein misslungener Erstkontakt und eine allzu neugierige Reporterin für Trubel. Letztere findet nach einigen Nachforschungen schließlich den wahren Grund für Min Zife's Rücktritt heraus, und droht diese Story zu veröffentlichen. Ein Aufdecken der Hintergründe würde die Föderation in eine große politische Krise stürzen…

Review: "Articles of the Federation" ist ein sehr ungewöhnlicher, aber auch durchaus origineller Star Trek Roman. Anstatt sich den Abenteuern eines Sternenflottencaptains zu widmen, bekommt man hier einen Einblick in die Politik der Föderation serviert. Mehr über die Funktionsweise der politischen Gremien zu erfahren und der Präsidentin und ihren Beratern dabei zuzusehen, wie sie verschiedene kleinere und größere Krisen bewältigen war zwar durchaus einmal interessant, leider hielten sich Spannung und Dramatik aber sehr in Grenzen. Für eine Kurzgeschichte oder einen kompakten Roman hätte dies ein durchaus gelungener Stoff sein können, doch fast 400 sehr dialoglastige Seiten – das ist dann doch etwas zuviel an eher trockener Politik. Leider fehlt es auch etwas an politischen Winkelzügen und Intrigen, und damit jenen Elementen, die den politischen Roman des Star Wars-Universums, "Cloak of Deception", spannend und sehr unterhaltsam gemacht haben. Der Schreibstil ist zwar soweit in Ordnung, und DeCandido streut auch immer Bezüge zu bekannten Figuren und/oder Ereignissen ein; zudem versucht er das trockene Geschehen immer wieder durch Humor und amüsante Kommentare aufzulockern. Im Endeffekt scheitert er aber daran, dass "Articles of the Federation" zu wenig Inhalt zu bieten hat, um durchgängig gut unterhalten zu können…

Immerhin, gelungene Momente und Wendungen zwischendurch sorgen zumindest ansatzweise für gute Unterhaltung. Wie Nan Bacco und ihre Beraterin verzweifelt versuchen, den Ausbruch eines Krieges zwischen den Romulanern und den Klingonen zu verhindern, das hat schon was. Auch werden einem die Figuren, allen voran Präsidentin Bacco und ihre treue Beraterin, schnell sympathisch. Was dem Roman wieder etwas schadet, ist dass er fast wie eine Kurzgeschichtensammlung zur Präsidentschaft wirkt. In jedem Teil des Romans muss sich Nan Bacco mit einer anderen Krise herumschlagen, die allesamt nur ansatzweise miteinander zu tun haben, wenn überhaupt. Dadurch entsteht ein sehr episodenhafter Aspekt, der wohl ebenfalls dafür mitverantwortlich ist, dass "Articles of the Federation" nicht so zu packen vermag. Zudem gibt es doch Momente, wo sich einige der Beteiligten ziemlich ungeschickt und erstaunlich unklug anstellen. So musste man doch nach dem ersten misslungenen Erstkontakt mit einer neu entdeckten Rasse schon vermuten, dass hinter ihrem seltsamen Verhalten auf der Erde medizinische Gründe stecken. Doch anstatt das nächste Treffen auf deren Heimatplaneten abzuhalten, werden sie wieder zur Erde gebracht - mit fast tödlichen Folgen. Immerhin, am Ende kann Keith R.A. DeCandido nach 350 zwar teilweise durchaus interessanten, aber wenig begeisternden Seiten noch mit einer überraschenden und durchaus schockierenden Wendung aufwarten - und sorgt damit zumindest für einen versöhnlichen Abschluss eines Romans, dessen Grundidee zwar nicht unoriginell war, dem es aber einfach an Spannung und interessanten Inhalten mangelte.

Fazit: Auch wenn "Articles of the Federation" nicht der unterhaltsamste und schon gar nicht der spannendste Roman der Star Trek-Geschichte war, bereue ich es dennoch nicht ihn gelesen zu haben. Die Einblicke in die Politik der Föderation waren durchaus interessant und boten einige gute Momente und Entwicklungen. Alles in allem war es aber leider doch etwas zu trocken und inhaltsarm, als dass ich Keith R.A. DeCandido's jüngstes Star Trek-Werk uneingeschränkt empfehlen könnte…

Christian Siegel

Bewertung: 2.5/5 Punkten


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