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28 Weeks Later Drucken E-Mail
Moderner, sehr blutiger Zombie-Horror Kategorie: Filme - Autor: Michael Kael - Datum: Sonntag, 09 September 2007
 

28 Weeks Later
(28 Weeks Later, Großbritannien/USA 2007)
 
Studio/Verleih: Fox
Regie: Juan Carlos Fresnadillo
Produzenten: Enrique Lopez Lavigne, Andrew Macdonald, Allon Reich
Drehbuch: Rowan Joffe, Juan Carlos Fresnadillo
Musik: John Murphy
Genre: Sci-Fi-Horror-Thriller
Kino-Start (Deutschland): 30.08.2007
Laufzeit: 100 Minuten
Altersfreigabe: keine Jugendfreigabe
Bewertung: 8 von 10 Punkten
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Trailer: klick
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Inhaltsbeschreibung:28 Weeks Later, der Nachfolger des sehr erfolgreichen Zombiefilms 28 Days Later, beginnt sechs Monate nachdem das Rage Virus ganz Großbritannien infizierte. Die US Army erklärt den Krieg gegen die Infizierten für gewonnen, und beginnt mit dem Wiederaufbau Londons. Im sicheren Londoner District One, der von der Armee kontrolliert wird, trifft ein Vater erneut auf seine Kinder und seine für tot geglaubte Frau. Aber einer aus der Familie trägt ein dunkles Geheimnis in sich. Und so beginnt erneut das große Sterben.

Review: "Nur wir sind noch da..."

Danny Boyles Kultfilm 28 Days Later läutete eine Zeitenwende im Bereich der Zombiefilme ein. Die behäbig schlurfenden und hirnlosen Kreaturen aus George A. Romeros Klassiker „Night oft the Living Dead" verwandelten sich in rennende und wuterfüllte Killer. Die Protagonisten, in der Regel eine zusammengewürfelte Gruppe Überlebender, werden nicht mehr nur von der Masse an Untoten und der hohen Ansteckungsgehfahr bedroht, sondern auch von deren Schnelligkeit und Raserei. Und was heißt hier eigentlich Untote. In Boyles Zombiewelt haben wir es nicht mehr mit mystischen Wiedergängern zu tun. Wir reden von Infizierten. Damit wird der Zombie zum Produkt menschlicher Hybris. Die Forschung an Waffen und die Manipulation von Viren wird der Menschheit zum Verhängnis. Die Apokalypse ist hausgemacht.

28 Weeks Later, der zweite Teil der Reihe, muss leider ohne die Regie von Danny Boyle auskommen. Dieser war bei Drehbeginn gerade mit seinem neuen Projekt „Sunshine" beschäftigt und übernimmt mit seinem Freund und Autor Alex Garland die Produzentenrolle. Regie führt diesmal der Spanier Juan Carlos Fresnadillo, der 2001 einen internationalen Erfolg mit seinem Thriller „Intacto" hatte.

Über die Story sagt Fresnadillo in einem Interview folgendes: „Wir entwickelten die Geschichte einer Familie, die den ersten Teil des Films überlebt hatte. Eine Familie war für uns eine gute Ausgangsidee. Um sie herum konnten wir die Story bauen. Das Problem lag nun darin, den richtigen Handlungsfaden zu finden, eine Geschichte zu entwickeln, die alle Zuschauer interessiert verfolgen würden. Wir einigten uns schließlich auf eine Storyline, an die wir wirklich glauben. Sie basiert auf der Idee, dass niemand von seiner Vergangenheit unberührt bleibt." (Quelle: Presseheft 20th Century Fox)

Der Film legt deshalb einen größeren Schwerpunkt auf die Beziehung der einzelnen Mitglieder der Familie untereinander. Umso tiefer wird dem Zuschauer die Zerstörung dieser Beziehung und die darauf folgende Menschenjagd unter die Haut gehen. Wir beobachten den Zerfall von sozialen Gemeinschaften im Angesicht des Horrors. Liebe und Familienbande zählen nicht mehr, wo es nur noch um das nackte Überleben geht. Die Apokalypse lässt keinen Platz für Helden.

Der Zuschauer wird in diesem Teil von deutlich stärkeren Bildern und Gewaltszenen überrollt. Besonders in der zweiten Hälfte des Films hetzen wir mit den Protagonisten von der Bildergewalt einer Brandbombenexplosion mitten in London zur Massenzerstückelung von Zombies durch die Rotorblätter eines Hubschraubers. Und mittendrin wütet neben den Zombies ein außer Kontrolle geratenes Militär. Die Bedrohung umschließt die kleine Gruppe Überlebender. Sie versuchen verzweifelt einen Evakuierungspunkt zu erreichen. Und wer ein Happy End erwartet, wird feststellen, dass der Virus immer einen Weg findet.

Fazit:Bildgewaltige und blutige Fortsetzung des Originals. Die Apokalypse, der Abgesang an die Menschheit und das Ende der Menschlichkeit. Ein modernes Zombiespektakel. Einfach ein weiterer Horrorkultfilm und definitiv nichts für schwache Nerven.

Wertung: 8 von 10 Punkten.

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