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Star Trek - TNG: Die Ehre des Drachen Drucken E-Mail
Ein furchtbarer, belangloser TNG-Roman Kategorie: Star Trek (Literatur) - Autor: Christian Siegel - Datum: Samstag, 02 November 2019
 
Cover (c) Heyne
Titel: "Star Trek - TNG: Die Ehre des Drachen"
Originaltitel: "Star Trek: Dragon's Honor"
Bewertung:
Autoren: Kij Johnson & Greg Cox
Übersetzung: Uwe Anton
Umfang: 295 Seiten (Print-Ausgabe)
Verlag: Heyne
Erstveröffentlichung: Januar 1996 (E) bzw. 1998 (D)
Deutscher eBook-Release: 25. Februar 2014
ISBN: 978-3-641-11705-4
Kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E), Kindle (E)
 

Kurzinhalt: In Kürze wird auf dem Planeten Pai eine große Hochzeit stattfinden, bei der der Thronerbe die hübsche Prinzessin des vor kurzem verfeindeten Kontinents heiraten und so dem Drachenreich endlich Frieden bringen wird. Eine Delegation der U.S.S. Enterprise soll der Zeremonie beiwohnen. Captain Picard soll dabei zugleich den anstehenden Beitritt des Drachenreichs in die Föderation fixieren – und ist dementsprechend bestürzt, als er mitbekommt, dass der Bräutigam von eben dieser Idee nicht viel hält. Noch viel schlimmer ist allerdings, dass es offensichtlich Bemühungen gibt, die Hochzeit mittels eines Attentats zu verhindern. Und so bekommt fast jedes Mitglied der Brückenbesatzung eine wichtige Aufgabe: Captain Picard und Deanna Troi versuchen, den Thronerben bei Laune zu halten – auch wenn dies bedeutet, zahlreiche grauslich schmeckende "Delikatessen" zu verkosten. Beverly Crusher leistet der Braut Gesellschaft – und erkennt schon bald, dass diese todunglücklich ist. Commander Riker bleibt beim König und dessen zweiten Sohn, und muss, um diese zu beschützen, an einem wilden Polterabend teilnehmen, der dann schließlich in eine Pokerpartie mündet. Worf wird der kaiserlichen Wache zugeteilt. Und Data sowie LaForge bleiben an Bord der Enterprise, wo es gilt, die Streitmacht der feindlichen G'kkau zurückzuschlagen…

Review (kann Spoiler enthalten): Nach ein paar anfänglichen Schwächen, die sicherlich auch damit zu tun hatten, dass die ersten TNG-Romane bereits geschrieben wurden noch bevor auch nur eine einzige Folge der Serie ausgestrahlt war (und die AutorInnen daher noch keinen guten Eindruck der Figuren hatten), hat sich die TNG-Bücherreihe in weiterer Folge gemacht. Klar, nicht alle Romane waren Highlights, aber die meisten boten doch solide Unterhaltung. "Die Ehre des Drachen" ist nun aber leider nach langer Zeit wieder ein fast völliger Reinfall. Gäbe es nicht vereinzelte amüsante Kommentare zwischendurch, würde ich dem vermutlich überhaupt die Tiefstwertung angedeihen lassen – gänzliche Zeitverschwendung, vor der ich euch nur eindringlich warnen kann, ist er aber (bedauerlicherweise) auch so. Zuerst einmal: Das fühlt sich einfach, trotz der bekannten Figuren, die grundsätzlich auch ganz gut eingefangen ist, zu keinem Zeitpunkt wie ein "Star Trek"-Abenteuer an. Was vielleicht ganz reizvoll sein könnte, nur leider konnte ich mit diesem Setup rund um die anstehende Hochzeit von vornherein nichts anfangen. Dementsprechend habe ich mich rasch gelangweilt. Erschwerend kommen nun noch die eindimensional und teils auch übertrieben gezeichneten Figuren (insbesondere der Thronerbe), einzelne so klischeehafte wie vorhersehbare Entwicklungen (die Auflösung rund um den Verräter, sowie um jene Person, in die die Prinzessin verliebt ist), einzelne glückliche Zufälle auf welche die Geschichte angewiesen ist (z.B. Picards Weigerung, die letzte Delikatesse zu kosten) sowie die eine oder andere nicht wirklich clevere Aktion unserer Helden hinzu (wie z.B., wenn Beverly die Prinzessin allein lässt). Am schwersten wiegen aber zwei Punkte: Erstens, dass ich die ganze Geschichte zu keinem Zeitpunkt interessant, geschweige denn auch nur spannend gefunden habe. Und zweitens, dass ich mit das, was die Autoren unter Humor verstehen, absolut nichts anfangen konnte. So gut wie kein Gag wollte zünden, und die meisten Situationen, die wohl lustig sein sollten, fand ich doch eher peinlich und/oder nervig. Möglich, dass es LeserInnen gibt, welche die Story hier anspricht. Für mich sollte sich "Die Ehre des Drachen" aber leider als absolute Zeitverschwendung herausstellen. Ungelogen, ein so witziger wie passender Zufall: Als ich gerade das Cover in mein Bildbearbeitungsprogramm geladen habe, sah es aufgrund einer Verunreinigung meines Laptop-Displays so aus, als würde Picard eine Träne aus dem Auge laufen. Und ich dachte nur so: Ich kann's dir nachfühlen, Jean-Luc.

Fazit: "Die Ehre des Drachen" war einfach nur furchtbar, und es fällt mir enorm schwer zu glauben, dass ein wirklich guter "Star Trek"-Autor wie Greg Cox an diesem Schmarrn mitgewirkt haben soll. Ich konnte mit der Geschichte, die für mich – abseits der Tatsache, dass die aus TNG bekannten Figuren diese bestreiten – auch jeden "Star Trek"-Bezug vermissen ließ (keine bekannten Völker, kein interessantes Phänomen, kein Rätsel, keine Bedrohung, kein gar nichts) und sich generell nicht wie "Star Trek" oder Science Fiction anfühlte, absolut nichts anfangen. Gleiches gilt leider auch – mit ganz wenigen Ausnahmen – auch für den Humor. Die Geschichte ist so hanebüchen wie klischeehaft und vorhersehbar, Spannung kommt zu keinem Zeitpunkt auf (nicht zuletzt, weil mir auch nicht klar war, warum es denn gar so wichtig ist, dass sich das Drachenreich der Föderation anschließt), so manche Wendung fand ich enorm konstruiert, und allzu clever stellen sich unsere Helden leider auch nicht immer an. Mir war das letztendlich alles bestenfalls egal, und schlimmstenfalls hat mich das Geschehen sogar richtiggehend genervt. Ein derart schwacher TNG-Roman ist mir nun wirklich schon sehr lange nicht mehr untergekommen.

Bewertung: 1/5 Punkten
Christian Siegel






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