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Star Trek - DS9: Der Himmel von Armageddon Drucken E-Mail
Eine klingonische Kolonie muss gerettet werden Kategorie: Star Trek (Literatur) - Autor: Christian Siegel - Datum: Montag, 08 Oktober 2018
 
Cover (c) Heyne
Titel: "Star Trek - DS9: Der Himmel von Armageddon"
Originaltitel: "Star Trek - Deep Space Nine: Armageddon Skys"
Bewertung:
Autor: L.A. Graf
Übersetzung: Uwe Anton
Umfang: 279 Seiten (Print-Ausgabe)
Verlag: Heyne (D), Pocket Books (E)
Erstveröffentlichung: September 1997 (E) bzw. 1999 (D)
Deutscher eBook-Release: 25. Februar 2014
ISBN: 978-3-641-11553-1
Kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E), Kindle (E)
 

Kurzinhalt: Die Victoria Adams, ein Forschungsschiff der Föderation, wird von Klingonen angegriffen, und stürzt daraufhin auf den Planeten mit dem unheilvollen Namen Armageddon ab. Captain Sisko bricht mit der U.S.S. Defiant auf, um sie aufzuspüren und zu retten. Doch statt der erwarteten, menschlichen Besatzung stoßen sie vielmehr auf eine Gruppe von Klingonen, die ausgestoßen und auf Armageddon ins Exil geschickt wurden, da sie mit Martoks Kriegsplänen gegenüber dem Cardassianischen Reich sowie der Aufkündigung der Kithomer-Akkorde mit der Föderation nicht einverstanden waren. Um die Menschen nun dazu zu bringen, ihren Planeten zu beschützen, nehmen sie die Crew der Victoria Adams als Geiseln. Denn in Kürze droht ein Meteoritenschauer die Umlaufbahn des Planeten zu kreuzen, und alles Leben das sich auf ihm befindet zu vernichten. Captain Sisko sucht mit seiner Crew nach einem Weg, um eben dies zu verhindern, und sowohl die Klingonen als auch die Geiseln zu beschützen. Doch nach der Ankunft eines klingonischen Kriegsschiffes unter dem Kommando von Kor droht ihr Plan zur Rettung von Armageddon zu scheitern…

Review: Im Gegensatz zur "Invasion"-Crossover-Reihe lese ich die "Tag der Ehre"-Bücher nicht in einem Aufwasch, sondern so, wie sie mir bei der Besprechung der Serienromane unterkommen. Und so ist "Der Himmel von Armageddon" (Buch 2 von 4) nach dem "Voyager"-Eintrag "Ihre klingonische Seele" (Buch 3 von 4) nun der zweite Roman aus der Reihe, den ich mir vorknöpfe. Da diese jedoch ohnehin nur äußerst lose miteinander verknüpft ist, sah ich darin kein Problem, und hatte auch bei "Ihre klingonische Seele" wieder nicht das Gefühl, durch die eigenwillige, weder der Chronologie noch der Veröffentlichung folgenden Reihenfolge etwas zu verlieren. Jedenfalls: Ganz unabhängig vom "Tag der Ehre"-Aspekt erweist sich "Der Himmel von Armageddon" als überaus gelungener und lesenswerter Eintrag in den "Deep Space Nine"-Romanzyklus. Drei Monate nach den Ereignissen aus "Der Weg des Kriegers" angesiedelt, spielt der Roman zu jener Zeit, wo sich die Klingonen mit der Föderation (und den Cardassianern) im Krieg befanden. Zwar bleibe ich dabei, dass sich diese 1-1/2 Staffeln letztendlich als doch eher entbehrlicher Ausfallsschritt erwiesen, um den Krieg mit dem Dominion noch etwas herauszuzögern, zugleich muss ich aber gestehen, dass dieses Setup "Der Himmel von Armageddon", gerade auch da der klingonische Tag der Ehre dort eine große Rolle spielt, doch einen eigenen, zusätzlichen Reiz gibt.

Aber auch davon abgesehen konnte mir die Story gefallen. Die Idee, dass ein Planet von einem Meteoritenschauer bedroht wird, und nun ein Weg zu finden ist, zu verhindern, dass entsprechende Stücke auf den Planeten treffen, war ein interessantes, originelles und packendes Setup. Gerade auch bei "Deep Space Nine" wurde mit ja oftmals auf Weltraumphänomene und entsprechende Bedrohungen vergessen, da man aus meiner Sicht etwas zu sehr mit dem Geplänkel auf der Station sowie den ganzen Kriegen beschäftigt waren. Insofern fand ich es sehr schön, dass hier wieder mal auf ein klassisches Science Fiction-Konzept gesetzt. Nett auch, dass neben Captain Sisko und der Besatzung der U.S.S. Defiant auch jene Crewmitglieder, die sich auf dem Planeten befinden – und dabei insbesondere Bashir und Kira – ihren Teil zum Gelingen der Mission beitragen müssen. Und der neuerliche Auftritt von Kor gefiel mir ebenfalls sehr gut – nicht zuletzt auch, da wir diesen in der Ära wo sich die Klingonen mit der Föderation im Krieg befand in der Serie ja nicht zu Gesicht bekamen. Kritisch sehe ich in erster Linie, wie der Tag der Ehre hier dann als Deus Ex Machina herhalten muss, und in zwei körperliche Duelle mündet. Das ist, gerade auch bei "Star Trek", so altmodisch wie klischeehaft. Und die Ausdrucksweise war mir da und dort auch etwas zu blumig, wobei mir schwer fällt zu beurteilen, inwiefern hier der dafür bei mir berüchtigte Übersetzer Uwe Anton zumindest teilweise seine Hand im Spiel hatte. Beispiel gefällig? -> "Selbst der harte Donner, der vor jedem Wolkenbruch so schnell verschwand, wie er gekommen war, hatte sich in sein Unterbewusstsein eingeschlichen und sich zu einer kriechenden, aufgeblähten Schlange verdichtet, die die Welt ausfüllte und an den Ecken des Himmels leckte. Sie ringelte sich zu einem dichten Knoten zusammen, der seinen leeren Magen füllte." Bei solch schwülstigen Formulierungen droht sich mein Magen ja eher zu entleeren, als zu füllen. Zum Glück waren diese aber die Ausnahme.

Fazit: Mit "Der Himmel von Armageddon" geht meine Betrachtung der Heyne-Veröffentlichungen von "Deep Space Nine"-Romanen zu Ende (da ich die später erschienene Reihe "Der Dominion-Krieg" ja ebenso schon besprochen habe, wie den "Sektion 31"-Roman "Der Abgrund" – letzteren in seiner "Cross Cult"-Neuauflage). Und auch wenn es zweifellos schade ist, dass die späteren "numbered" DS9-Romane von Pocket Books (die ich mir eines fernen Tages auch noch vorknöpfen werde) bislang nicht auf Deutsch erschienen ist, so setzt "Der Himmel von Armageddon" doch zumindest einen qualitativ hochwertigen Schlusspunkt. Die Sprache ist zwar stellenweise etwas übertrieben schwülstig, der Tag der Ehre wird hier als ziemliche Deus Ex Machina genutzt, und die daraus resultierenden Kämpfe waren doch etwas klischeehaft. Davon abgesehen hat mir "Der Himmel von Armageddon" aber wirklich gut gefallen. Vor allem das Konzept hatte es mir angetan, hatten doch klassische Science Fiction-Geschichten bei "Deep Space Nine" ohnehin eher Seltenheitswert. Das mit dem Meteoritenschauer und dem Planeten war jedenfalls definitiv mal etwas anderes. Die Abenteuer von Bashir, Dax und Kira auf dem Planeten sorgten zudem für Abwechslung, und über den Auftritt von Kor hatte ich mich ebenfalls sehr gefreut. Ein absolutes Must-Read sehe ich in "Der Himmel von Armageddon" zwar nicht, aber er war schon unterhaltsam.

Bewertung: 3.5/5 Punkten
Christian Siegel


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