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Star Trek: Die Badlands 1 Drucken E-Mail
Kirk und Picard trotzen den Badlands Kategorie: Star Trek (Literatur) - Autor: Christian Siegel - Datum: Montag, 10 September 2018
 
Cover (c) Heyne
Titel: "Star Trek: Die Badlands 1"
Originaltitel: "Star Trek: The Badlands - Book One of Two"
Bewertung:
Autorin: Susan Wright
Übersetzung: Andreas Brandhorst
Umfang: 186 Seiten (Print-Ausgabe)
Verlag: Heyne (D), Pocket Books (E)
Erstveröffentlichung: Dezember 1999 (E) bzw. 1999 (D)
Deutscher eBook-Release: 25. Februar 2014
ISBN: 978-3-641-11600-2
Kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E), Kindle (E)
 

Kurzinhalt: Ein paar Monate, nachdem Kirk und Spock eine romulanische Tarnvorrichtung gestohlen haben, sollen sie einen Schmuggler abfangen, der aus dem romulanischen Imperium geflohen ist, um erbeutete Pläne der Plasmawaffe an den Höchstbietenden – wie z.B. den Klingonen – zu verkaufen. Die Enterprise soll eben dies unter allen Umständen verhindern, und den Schmuggler aufgreifen. Doch ganz in der Nähe befinden sich gefährliche Plasmastürme, welche die Raumregion nicht nur sehr instabil machen, es kommt zudem immer wieder zu Strahlungsspitzen, welche eine Gefahr für die Crew darstellen. Als es der Enterprise dann tatsächlich gelingt, ein Schiff vor den Romulanern zu retten, behauptet deren Pilotin Teral, nichts davon zu wissen. Als kurz darauf ein klingonischer Kreuzer ins System springt, droht die ohnehin schon brenzlige Lage noch einmal gefährlicher zu werden. Ziemlich genau Hundert Jahre später wird die U.S.S. Enterprise-D unter dem Kommando von Jean-Luc Picard damit beauftragt, die mittlerweile Badlands getaufte Raumregion genauer zu erforschen. Doch das Shuttle mit Riker und Data wird von einem Plasmasturm getroffen und schwer beschädigt – woraufhin sie von einem Schiff der Cardassianer aufgelesen werden…

Review: Mitte der 90er begann man im "Star Trek"-Romanbereich zunehmend, sich um Crossover-Events zu bemühen. Manchmal nur zwischen zwei Serieninkarnationen (wie "Die Föderation"), ab 1996 dann jedoch auch zunehmend für "alle" (aus damaliger Sicht) Serien, beginnend mit der "Invasion!"-Reihe, gefolgt von "Tag der Ehre". "Die Badlands" schlägt nun in die gleiche Kerbe, im Vergleich zu den zuvor genannten gibt es jedoch zwei markante Unterschiede. Einerseits stammt diese Reihe zur Gänze aus der Hand von Susan Wright (während zuvor immer einzelne Autoren für je einen Eintrag einer solchen Reihe verpflichtet wurden), und andererseits hat man das Ganze insofern ein bisschen komprimiert, als es statt vier Einzelromanen vielmehr zwei Sammelbände mit je zwei Novellen gibt. Letzteres bedeutet halt auch, dass man hier keinen vollwertigen Roman mit durchgängiger Handlung, sondern zwei einzelne Kurzgeschichten präsentiert bekommt. Eben dies ist "Die Badlands 1" dann auch insofern anzumerken, als doch nicht so viel Raum wie gewohnt vorhanden ist, um die Geschichte zu erzählen. So ähnelt das ganze eher den heutzutage gebräuchlichen eBook-exklusiven Kurzgeschichten, die teilweise veröffentlicht werden. Dementsprechend darf man sich was Komplexität und Umfang der Geschichte betrifft nicht übermäßig viel erwarten. Dennoch machte die erste Geschichte rund um Kirk & Co. noch Laune. Susan Wright gelingt es ausgesprochen gut, das Gefühl der klassischen Serie einzufangen und auf Papier zu übertragen. Auch die Figuren sind sehr gut getroffen. So ziemlich mein einziger Kritikpunkt ist, dass ich an Kirks Stelle in dem Moment, wo sich der Verdacht gegen Teral erhärtet, gleich noch mehrere Wachen abgestellt hätte. Da man sie bei ihrem Fluchtversuch aber ohnehin schnappt, kann ich es unter dem Motto "Halb so schlimm, ist ja nichts passiert" abhaken.

Allerdings: Aufgrund der Kürze bleibt leider nicht genug Zeit, um was die Figuren, die Geschichte usw. betrifft so richtig in die Tiefe zu gehen. Letztendlich wirkt das halt wie ein kleines, aber doch eher unwichtiges Abenteuer – wobei sich kurioserweise die Story, wohl aufgrund der Kürze (gewöhnliche Romane wären für eine Episode ja meist zu lang), noch mehr als normal(lang)e Romane wie eine nie gedrehte TV-Folge wirkt. Jedenfalls fiel es mir nicht schwer, mir das Ganze als weitere, bislang nie gesehene Episode vorzustellen. Eben dies hatte dann doch noch einen ganz besonderen und eigenen Reiz. Insgesamt war der TOS-Teil des Romans jedenfalls sehr gelungen. Bedauerlicherweise fällt die TNG-Story doch ziemlich ab. Während ich die TOS-Geschichte durchaus spannend und interessant fand, plätscherte das Picard/Riker/Data/&Co.-Abenteuer sehr unaufgeregt vor sich hin. Obwohl man hier auf Cardassianer trifft und die Mission der Enterprise (D) eine andere ist, wirkte das ganze auch ein bisschen wie eine Wiederholung. Vor allem aber hat Susan Wright aus meiner Sicht was einen Aspekt betrifft ordentlich ins Klo gegriffen: Weil dass es so lange dauert, bis Data am Ende endlich die Verbindung zu den damaligen Berichten von Captain Kirk zog, erschien mir in höchstem Maße unglaubwürdig. Zuerst einmal sollte man meinen, dass die Sternenflotte an sich schon vor der Strahlung warnt, und Kirks damaligen Bericht anhängt. Wenn schon das nicht, so scheint es doch zumindest sehr untypisch für Picard, sich bevor sie in das Raumgebiet fliegen nicht näher darüber zu informieren. Auch Data hätte sich, als verantwortlicher Wissenschaftsoffizier, ruhig genau in die Materie einlesen können, bevor sie losfliegen. Aber allerallerallerspätestens Beverly hätte dann, als sie Will durchsucht und die Strahlenschäden feststellt, auf den Bericht der "ersten" Enterprise stoßen müssen. Jedenfalls: Mit der Zeit nahm dies leider doch ordentlich absurde Züge an – was mir die Laune an der ansonsten ebenfalls gut geschriebenen Story doch ziemlich verdarb.

Fazit: Wenn man auf einer üblichen Romanlänge gleich zwei (Kurz-)Geschichten statt nur einer erzählt, muss man natürlich gewisse Abstriche was Tiefe, Umfang und Komplexität der Story betrifft in Kauf nehmen. Insofern bleibt auch das TOS-Abenteuer schon leicht hinter den Möglichkeiten zurück. Dennoch konnte mir dieses insgesamt sehr gut gefallen. Susan Wright fängt die typische Stimmung der klassischen "Raumschiff Enterprise"-Episoden sehr gut ein, und da die Geschichte an sich ja recht kurz ist – und somit auch in eine typische Folgenlänge gepasst hätte – konnte ich sie mir gut als eine Art verschollene Episode vorstellen. Leidet fällt der TNG-Teil doch ziemlich ab. Zwar sind auch hier die Figuren wieder gut getroffen, und die Story soweit solide, aber dass man den Zusammenhang mit Kirks Mission erst so spät entdeckt, konnte – und wollte – ich der Autorin einfach nicht abkaufen. Das erschien mir leider völlig unglaubwürdig, und wirkte daher doch ordentlich konstruiert. Dank des wirklich tollen Kirk-Teils ist mir "Badlands 1" aber schon eine Empfehlung wert.

Bewertung: 3/5 Punkten
Christian Siegel


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