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Star Trek - TNG: Der Mörder des Sli Drucken E-Mail
Öde Mordermittlungen an Bord der Enterprise Kategorie: Star Trek (Literatur) - Autor: Christian Siegel - Datum: Montag, 14 Mai 2018
 
Cover (c) Heyne
Titel: "Star Trek - TNG: Der Mörder des Sli"
Originaltitel: "Star Trek - The Next Generation: Sins of Commission"
Bewertung:
Autorin: Susan Wright
Übersetzung: Uwe Anton
Umfang: 328 Seiten (Print-Ausgabe)
Verlag: Heyne
Erstveröffentlichung: März 1994 (E) bzw. 1997 (D)
Deutscher eBook-Release: 25. Februar 2014
ISBN: 978-3-641-11691-0
Kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E), Kindle (E)
 

Kurzinhalt: Die U.S.S. Enterprise wurde von den Bewohnern des Planeten Lessenar um Hilfe gebeten. Nach jahrzehntelanger Umweltverschmutzung droht dieser nun binnen weniger Jahre, unbewohnbar zu werden. Die Crew hat gerade erst mit ihren Untersuchungen begonnen, da trifft ein Starliner im Sonnensystem ein. Nur kurz nach der Ankunft kommt es an Bord zu einer Explosion, und die Enterprise beamt die Besatzung und die Passagiere an Bord. Die Untersuchung ergibt, dass es sich dabei nicht um einen Unfall gehandelt hat, sondern vielmehr eine Bombe verantwortlich war. Das einzige Opfer des Anschlags ist einer der Sli – wurmartige Wesen, die ihre Gefühle auf andere projizieren können, und die zu Unterhaltungszwecken an Bord waren. Doch nach dem Tod ihres Partners sind die Sli in großer Aufruhr – die sich auch zunehmend auf die Besatzung der Enterprise überträgt. Gelingt es nicht, einen Weg zu finden, die Emanationen der Sli zu blockieren, könnte es für die Enterprise-Crew schon bald nicht mehr möglich sein, ihre Arbeit zu machen. Und neben der Morduntersuchung steht mit Lessenar das Schicksal eines gesamten Planeten auf dem Spiel…

Review: Die Ausgangssituation von "Der Mörder des Sli" ist ja eigentlich nicht uninteressant. Leider aber macht Susan Wright bei ihrem "Star Trek"-Debüt so ziemlich alles falsch, was man nur falsch machen kann. Zuerst einmal fällt auf, dass die Handlung rund um den Planeten Lessenar in weiterer Folge völlig aus dem Fokus gerät. Sie ist dazu da, um einerseits eine Umweltschutz-Message mit dem Holzhammer einzuprügeln (und bitte nicht falsch verstehen, in meinem Fall predigt sie da zum Chor; wenn's also selbst mir zu viel wird, heißt das was), und andererseits der Story auf der Enterprise ein bisschen mehr Bedeutung zu verleihen, weil die Bevölkerung eines ganzen Planeten auf ihre Hilfe angewiesen ist. Funktioniert nur halt leider insofern nicht, weil im schlimmsten Fall halt ein anderes Schiff für die Enterprise einspringen müsste; vor allem aber, weil Wright der Plot selbst nicht wichtig zu sein scheint, weshalb er nur sporadisch auftritt und letztendlich nicht den geringsten Eindruck hinterlässt. Auch damit, sich die Figuren auf einmal untypisch verhalten zu lassen, ist das immer so eine Sache. Macht man es richtig, wie bei "Implosion in der Spirale", kann es uns mehr über sie verraten. Auch aus dem Kontrast ihres normalen und ihres veränderten Verhaltens lässt sich im Idealfall ein gewisser Reiz gewinnen. Bei "Der Mörder des Sli" war nur leider letztendlich nichts davon der Fall. Sie sind halt alle einfach ein bisschen gereizt, und reagieren teilweise untypisch, jedoch ohne dass wir dadurch neue Erkenntnisse über sie gewinnen oder ihr verändertes Verhalten auf irgendeine Art und Weise interessant oder gar witzig finden würden.

Doch nicht nur die Besatzung selbst verhält sich sonderbar: Auch Kurns Drohung (und der hat nicht die Ausrede, von den Sli beeinflusst zu sein) in Richtung Worf erschien mir extrem untypisch und unglaubwürdig. Zudem ist auch "Der Mörder des Sli" wieder mal einer jener Romane, die nach Belieben ein bislang unbekanntes Familienmitglied – oder zumindest einen Freund der Familie – von dem man nie gehört hat aus dem Hut zaubern. Und mit Deanna, die bei Ferengi Empfindungen wahrnimmt und sagen kann, ob bzw. wann sie lügen, hat sich dann auch noch ein waschechter Kontinuitätsfehler eingeschlichen. Das größte Problem von "Der Mörder des Sli" ist jedoch die im Mittelpunkt stehende Morduntersuchung. Weil zumindest wenn ich nach diesem Roman gehe, würde ich behaupten, Krimis sind Susan Wrights Stärke nicht. Der Fall ist von Beginn an völlig uninteressant, die Verdächtigen werden nie vorgestellt, und auch den Ermittlungen an sich wird viel zu wenig Platz eingeräumt, da ständig nur die Emanationen der Sli und deren Auswirkungen auf die Besatzung im Mittelpunkt stehen. Und so geschieht es, das am Ende der Mörder gefunden und der Fall gelöst wird – und es mich überhaupt nicht interessierte. Ich war einfach im Fall überhaupt nicht involviert – was sicher auch daran liegt, dass man als Leser überhaupt keinen Bezug zum Opfer, dem Sli, hat. Und zu allem Überfluss ist der Roman – gerade auch angesichts der uninteressanten Handlung – auch noch viel zu lang, was "Der Mörder des Sli" zu einer zähen Angelegenheit und einer ziemlichen Geduldsprobe macht. Immerhin, der Schreibstil der ok. Bei dieser schwachen Story konnte dies aber leider auch kaum mehr etwas retten.

Fazit: "Der Mörder des Sli" ist leider überwiegend misslungen. Keine der einzelnen Handlungsstränge, die noch dazu teilweise sehr lose miteinander verbunden sind, fand ich übermäßig interessant. Bei der Handlung auf dem Planeten stellte sich mir generell die Sinnfrage, schien diese doch selbst die Autorin nicht zu interessieren. Die Mordermittlungen sind leider auch gänzlich unspannend; Krimis scheinen Susan Wrights Stärke jedenfalls nicht zu sein. Und alles rund um die ausgestrahlten Emotionen der Sli war auch eher mühsam. Zumal sich die Figuren teilweise sehr untypisch verhielten, und sich auch der eine oder andere kleinere Kontinuitätsfehler eingeschlichen hat. Und zu allem Überfluss ist "Der Mörder des Sli" dann auch noch entschieden zu lang. Immerhin beweist "Der Mörder des Sli", dass Susan Wright grundsätzlich Romane schreiben kann – was eine noch schlechtere Wertung knapp verhindert. Mit der hier erzählten Geschichten hat die Autorin nur leider weder sich noch ihren Lesern einen Gefallen getan.

Bewertung: 1.5/5 Punkten
Christian Siegel


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