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Star Trek - Slings and Arrows: A Sea of Troubles Drucken E-Mail
Der Jungfernflug der Enterprise NCC-1701-E Kategorie: Star Trek (Literatur) - Autor: Christian Siegel - Datum: Montag, 08 Januar 2018
 
Cover (c) PocketBooks
Titel: "Star Trek - Slings and Arrows: A Sea of Troubles"
Bewertung:
Autoren: J. Steven York & Christina F. York
Übersetzung: -
Umfang: 144 Seiten
Verlag: Pocket Books
Veröffentlicht: 01. Oktober 2007
ISBN: 978-1-4165-5008-9
Kaufen: Kindle (E)
 

Kurzinhalt: Nach der Zerstörung der U.S.S. Enterprise D versammelt sich ein Großteil der alten Besatzung wieder unter dem Kommando von Captain Jean-Luc Picard auf dem Nachfolgeschiff der Sovereign-Klasse. Zugleich finden sich dort, nach dem Weggang einiger alter Bekannter wie Worf, jedoch auch ein paar neue Gesichter ein, darunter u.a. der Pilot Sean Hawk, sowie Linda Addison, die neue Chefin der Sicherheit. Nach einer Gefechtssimulation in einem Nebel, die nicht nur als Test für die neu vom Stapel gelassene Enterprise-E dient, sondern auch Teil der Vorbereitungen der Sternenflotte auf einen potentiellen Krieg mit dem Dominion ist, kommt es auf dem Schwesterschiff der Enterprise zu mehreren Fehlfunktionen, und das Schiff wird zerstört. Schon bald vermutet man, dass ein Saboteur des Dominion dahinterstecken könnte – und fürchtet, dass es dem Gestaltwandler gelungen sein könnte, an Bord der Enterprise zu gelangen…

Review: Die sechsteilige eBook-Reihe "Slings and Arrows" erzählt vom ersten Einsatzjahr der U.S.S. Enterprise-E, und schließt damit (anknüpfend an den Roman "Ship of the Line") die Lücke zwischen den Filmen "Treffen der Generationen" und "Der erste Kontakt". Da es sich "nur" um Novellen handelt darf man sich von den Geschichten natürlich keine ähnliche Komplexität wie von den üblichen Romanen erwarten, dennoch fand ich den Einstieg in die Reihe, "A Sea of Troubles", soweit recht gelungen. Besonders interessant fand ich dabei jene Elemente, die dazu gedacht sind, die erwähnte Lücke zwischen dem siebenten und achten "Star Trek"-Film zu stopfen. So erleben wir hier z.B. einen Data, der nach wie vor mit seinen unkontrollierten Emotionen kämpft (ich hoffe und gehe stark davon aus, dass er im Verlauf der Reihe einen Weg finden wird, den Chip auf Wunsch zu deaktivieren, so wie er es in "Der erste Kontakt" dann getan hat). Zudem wird uns Lieutenant Hawk, der in "Star Trek VIII" recht früh das zeitliche segnete, näher vorgestellt, und so aus dem Status eines reinen Rothemds gehoben (wobei er zuvor bereits im "Sektion 31"-Roman "Die Verschwörung" – wo zum ersten Mal seine sexuelle Orientierung offenbart wurde – sowie im bereits erwähnten "Ship of the Line" zu Auftritten kam). Die zweite große Funktion der Reihe scheint zu sein, neben den beiden Enterprise-zentrierten Romanen der Roman-Miniserie "Der Dominion-Krieg" zu erklären, was die Enterprise denn eigentlich während eben diesem – und damit weiten Strecken der Handlung von "Deep Space Nine" – getrieben hat; war doch von ihr bei der Serie nichts zu sehen.

Für einen kurzen Moment deutete das AutorInnen-Duo an, dass man die Abwesenheit direkt erklären würde, hat es die Gründerin doch auf Informationen über die Sovereign-Klasse abgesehen. Wäre es ihr gelungen, diese zum Dominion zu schaffen, inklusive aller Schwachstellen der Schiffe, wäre es natürlich einleuchtend gewesen, warum sich diese aus dem Krieg größtenteils heraushalten müssen. Allerdings machten Yorks hier dann doch noch einen Rückzieher; auch ok. Jedenfalls, wie zuvor schon erwähnt, darf man sich von so einer Kurzgeschichte handlungstechnisch natürlich nicht zu viel erwarten, und so ist die Story mit "die Enterprise-Crew versucht eine Formwandlerin an Bord aufzuspüren und aufzuhalten" auch relativ rasch erklärt. Insofern liegen die Stärken für mich auch eher in einzelnen Charakter-)Momenten, als der Geschichte an sich, die dich dann doch als eher zweckmäßig klassifizieren würde. Vor allem die Dialoge waren teilweise wirklich schön geschrieben (zum Beispiel: "Like so many of our ideals, war leaves little room for it. It is one of the countless ways that war, necessary or not, diminishes us all." Nice!), wobei sich die beiden AutorInnen vor allem auch sehr schön mit Picards innerem Widerstreit auseinandersetzen, der sich, obwohl er sich in erster Linie als Diplomat sieht, einem potentiellen Krieg mit dem Dominion ins Auge sehen muss. Und sehr kurzweilig war die Geschichte auch; wobei man sich zugegebenermaßen von einer Novelle auch nichts anderes erwartet, weil damit man sich auf so wenigen Seiten langweilt, müsste schon ordentlich was schiefgehen (wobei es zugegebenermaßen einige "Star Trek"-Autoren gibt, denen ich selbst das zutrauen würde). Insgesamt hat mich "A Sea of Troubles" jedenfalls wirklich gut unterhalten.

Fazit: Von einer kurzen Novelle darf man sich natürlich keine ähnliche Komplexität wie von einem vollwertigen Roman erwarten, und der Preis, den Amazon für die Kurzgeschichte verlangt, ist schon ein bisschen frech. Aber dafür können weder die Autoren noch das Werk an sich etwas. Ob einem ein Kurz-eBook das Geld wert ist, muss eh jeder für sich selbst entscheiden, inhaltlich lohnt es sich aber durchaus, "A Sea of Troubles" zu lesen – insbesondere wenn man sich dafür interessiert, was die Enterprise-Crew eigentlich bis zu "Der erste Kontakt" auf ihrem neuen Schiff der Sovereign-Klasse so getrieben haben. Eben darin, einzelnen Charaktermomenten, den teilweise sehr gut geschriebenen Dialogen, sowie in der näheren Vorstellung von Figuren wie Lt. Hawk, lagen für mich die Hauptstärken dieses eBooks – das mich noch erst recht auf die weiteren Bände der Reihe neugierig gemacht hat.

Bewertung: 3.5/5 Punkten
Christian Siegel


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