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Star Trek - TNG: Die Zusammenkunft Drucken E-Mail
Romanfassung des Zweiteilers "Wiedervereinigung" Kategorie: Star Trek (Literatur) - Autor: Christian Siegel - Datum: Montag, 27 November 2017
 
Cover (c) Heyne
Titel: "Star Trek - TNG: Die Zusammenkunft"
Originaltitel: "Star Trek - The Next Generation: Unification"
Bewertung:
Autorin: Jeri Taylor
Übersetzung: Andreas Brandhorst
Umfang: 250 Seiten (Print-Ausgabe)
Verlag: Heyne
Erstveröffentlichung: November 1991 (E) bzw. 1995 (D)
Deutscher eBook-Release: 25. Februar 2014
ISBN: 978-3-641-11689-7
Kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E), Taschenbuch (E)
 

Kurzinhalt: Nachdem die Sternenflotte von ihren Spionen im romulanischen Reich Bilder erhalten hat, die Spock auf Romulus zeigen, wendet sich Admiral Brackett mit dem schrecklichen Verdacht an Captain Picard, dass der vulkanische Botschafter zu den Romulanern übergelaufen sein sollte. Doch Jean-Luc kann und will dies nicht glauben, und fliegt mit der Enterprise nach Vulcan, um sich mit Sarek zu treffen. Von ihm hofft er, in Erfahrung zu bringen, was Spock auf Romulus beabsichtigen könnte. Doch Sarek ist mittlerweile von seiner Krankheit schwer gezeichnet, und liegt im Sterben. Nur selten hat er wache, helle Momente, in denen er ansprechbar ist. Einen eben solchen erwischt Picard dann tatsächlich während seines Besuchs, und schnappt auf, dass sich Spock auf Romulus mit Pardek treffen könnte, einem dortigen Senator, mit dem Spock seit ihrem ersten Aufeinandertreffen bei der Kithomer-Konferenz eine tiefe Freundschaft verbindet. Picard wendet sich daraufhin an Kanzler Gowron, den er darum bittet, einen klingonischen Bird of Prey für sie abzustellen – da er mit dessen Tarnvorrichtung unbemerkt nach Romulus gelangen will. Dort gelingt es ihm und Data schließlich, Botschafter Spock aufzuspüren – der ihnen daraufhin offenbart, dass er nicht weniger als die Wiedervereinigung zwischen Vulkaniern und Romulanern anstrebt…

Review: Wie schon bei "Abstieg" hat auch bei "Die Zusammenkunft" der Heyne-Verlag die Tatsache, dass es sich um die Romanversion eines TV-Zweiteilers handelt, ein bisschen versteckt – hat man doch auch hier wieder einen anderen Titel als jenen der Episode gewählt. Wo man bei "Abstieg" wenigstens dem Originaltitel gefolgt ist, frage ich mich in diesem Fall allerdings schon, wie man auf "Die Zusammenkunft" gekommen ist. Aber gut, auf den Roman an sich hat das natürlich keine Auswirkungen, und den fand ich insgesamt doch eine Spur gelungener als "Abstieg". Wobei dies zugegebenermaßen weniger an Jeri Taylor (im Vergleich zu Diane Carey) liegt, als an der Vorlage – finde ich doch auch "Wiedervereinigung" wesentlich besser als "Angriff der Borg". Und davon profitiert selbstverständlich auch die Romanadaption. Wobei ich zugleich festhalten muss, dass diese schon für sich genommen an die TV-Doppelfolge nicht ganz herankommt. Es hat ganz einfach schon einen ganz anderen, wesentlich größeren Reiz, Leonard Nimoy in TNG und neben Patrick Stewart zu sehen, als nur von Spocks Auftritt zu lesen. Das ist halt etwas, was die Romanvorlage von vornherein nicht nachbilden kann. Zumal es in der "Star Trek"-Literatur zu solchen Zusammenkünften der Generationen ja generell häufiger kam als in der Serie, da dort halt auch wirklich die einzige Grenze die Phantasie des Autors ist, und nicht etwa Verfügbarkeit oder Gehaltsvorstellungen des jeweiligen Darstellers.

Womit sich Jeri Taylor – ähnlich wie Diane Carey vor ihr – zudem ein bisschen schwer tat ist, das Drehbuch zu erweitern, so dass der Roman nicht zu dünn wird. Denn selbst eine Doppelfolge gibt, rein auf die Handlung und die Dialoge runtergebrochen, inhaltlich halt nicht so viel her. Neben ein paar eher überflüssigen Textstellen, die etwas mehr auf den klingonischen Captain eingehen, macht sie dies in erster Linie mit einem jungen weiblichen Ensign, Gretchen Naylor, die in der Folge selbst nicht vorkam, und in die sich Commander Riker ein bisserl verschauen darf. Generell wird ihrem inneren Konflikt einiges an Aufmerksamkeit geschenkt; so dürfen wir z.B. auch einer ihrer Sitzungen mit Deanna Troi beiwohnen. Sonderlich interessant fand ich die Figur nur halt leider nicht, und ein bisschen drängte sich mir der Eindruck einer Mary Sue auf. Kurz gesagt: Die neu hinzugekommenen Szenen sind der Rede nicht wert, und stören eher, als dass sie die Handlung aus der TV-Folge aufwerten würden. Dafür gelingt es Taylor immerhin, die Geschichte aus der Episode packend und kurzweilig im Roman nachzuerzählen. Dabei nützt sie auch die Möglichkeit, stärker auf die Gedanken und Gefühle der Protagonisten einzugehen, und den Leser an eben diesen teilhaben zu lassen. Ähnlich wie schon bei "Abstieg" fiel es mir letztendlich aber schwer, im Lesen der Romanfassung einen Mehrwert im Vergleich zur Sichtung des TV-Zweiteilers zu erkennen.

Fazit: Wie der Wertung zu entnehmen ist: Grundsätzlich ist "Die Zusammenkunft" schon unterhaltsam. Allerdings verdient der Roman dies praktisch ausschließlich dem Drehbuch, auf dem es basiert – und kommt noch dazu in emotionaler Wirkung an die TV-Inszenierung insofern nicht heran, als es nun mal wesentlich cooler ist, Leonard Nimoy dort zu sehen, als hier nur von Spocks Auftritt zu lesen. Jeri Taylor, die das Drehbuch zum ersten Teil der Doppelfolge geschrieben hat, gelingt es leider nicht, die im TV erzählte Geschichte durch zusätzliche Szenen und Nebenhandlungen aufzuwerten – im Gegenteil, wirken diese doch bestenfalls überflüssig und schlimmstenfalls störend. Damit verdankt "Die Zusammenkunft" seine Wirkung und seine Unterhaltungswert praktisch ausschließlich den Drehbüchern, auf denen er basiert. Angesichts der Tatsache, dass die zusätzlichen Momente keinen Mehrwert darstellen – eher im Gegenteil – stellt sich somit auch hier wieder etwas die Sinnfrage. Für sich genommen ist "Die Zusammenkunft" aber schon ein guter und unterhaltsamer Roman.

Bewertung: 3.5/5 Punkten
Christian Siegel


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