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Star Trek - TNG: Abstieg Drucken E-Mail
Romanversion des Zweiteilers "Angriff der Borg" Kategorie: Star Trek (Literatur) - Autor: Christian Siegel - Datum: Montag, 30 Oktober 2017
 
Cover (c) Heyne
Titel: "Star Trek - TNG: Abstieg"
Originaltitel: "Star Trek - The Next Generation: Descent"
Bewertung:
Autorin: Diane Carey
Übersetzung: Andreas Brandhorst
Umfang: 251 Seiten (Print-Ausgabe)
Verlag: Heyne
Erstveröffentlichung: Oktober 1993 (E) bzw. 1996 (D)
Deutscher eBook-Release: 25. Februar 2014
ISBN: 978-3-641-11687-3
Kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E), Taschenbuch (E)
 

Kurzinhalt: Die Borg sind zurückgekehrt, verhalten sich jedoch anders als bislang gewohnt: So haben diese Borg Namen, verstehen sich als Individuen, und agieren auch nicht emotionslos. Interessanterweise zeigt auch Data als er einen der Borg umbringt zum ersten Mal Gefühle – nämlich Zorn. Er ist danach zwar einerseits erfreut, endlich seine erste Emotion verspürt zu haben, zugleich jedoch auch besorgt, da es solch eine negative war. Seine Versuche, andere Gefühle hervorzurufen, bleiben jedoch ebenso erfolglos, wie die Verhältnisse an Bord des Borg-Schiffes zu simulieren und so zumindest wieder Zorn zu verspüren. Als man eine der neuen Borg-Drohnen gefangen nimmt, überzeugt diese Data davon, sie freizulassen, da sie weiß, wie er seine Empfindungen wieder zurückerlangen kann. Data fliegt daraufhin zusammen mit dem Borg mit einem Shuttle. Die Enterprise nimmt die Verfolgung auf, und findet schließlich heraus, was hinter den veränderten Borg steckt: Datas böser Zwillingsbruder Lore hat sich zum Anführer der von Hugh aus dem Kollektiv befreiten Borg aufgeschwungen…

Review: Wie die Inhaltsangabe wohl schon verrät, handelt es sich bei "Abstieg" – wenn dies auch auf dem ersten Blick aufgrund der genauen Übersetzung des englischen Episodentitels "Descent" nicht erkennbar ist – um die Romanfassung des TV-Zweiteilers "Angriff der Borg", der von der sechsten in die siebente und letzte Staffel der Serie überführte. Basierend auf den Drehbüchern, wurde sie von Diane Carey verfasst, die sich nach einigen originären "Star Trek"-Werken Mitte der 90er als erste Anlaufstelle für solche "Novelisierungen" etablierte. Ohne Kenntnis des Drehbuch ist dabei natürlich schwer zu sagen, inwiefern die im Vergleich zur Folge in ihrer Romanversion neu hinzugekommenen Szenen auf die Autoren der Episode, oder eben ihren eigenen Mist, gewachsen sind, für mich liegt aber in eben diesen – vermeintlich geschnittenen – Momenten immer der größte Reiz darin, eine aus dem Fernsehen (oder dem Kino) bekannte Geschichte auch in Buchform zu lesen. Solche Romanfassungen stehen und fallen für mich somit im Wesentlichen mit drei Aspekten: Wie gut die Vorlage ist, inwiefern man was die Figuren betrifft im Vergleich zur Leinwand-Version stärker in die Tiefe geht, und wie viele zusätzliche Szenen es gibt, bzw. vor allem natürlich auch, wie gut diese sind. In allen drei Belangen macht "Abstieg" einen guten, jedoch nicht überragenden Eindruck.

Sprich, was den ersten Punkt betrifft: Ich fand die Folge ganz gut, zu meinen Lieblingen aus TNG zählte sie jedoch noch nie, wobei die erste Episode für mich noch eine Spur besser abschnitt als die zweite. Insgesamt zähle ich sie aber, neben "Gefahr aus dem 19. Jahrhundert" und "Der Schachzug", für eine der schwächeren Doppelfolgen der Serie. Was nun die Adaption betrifft, so macht Diane Carey soweit es Data betrifft einen guten Job dabei, uns tiefer in seine Gedanken- und in weiterer Folge auch Gefühlswelt eintauchen zu lassen. Zumindest zu Beginn, weil sein späterer Zwiespalt bleibt uns leider überwiegend verborgen – wohl, damit uns sein Umdenken dann überraschen kann. Die anderen Figuren bleiben generell recht oberflächlich und lassen uns kaum mal an ihrem Innenleben teilhaben. Und zwar gibt im Vergleich zur TV-Version einige zusätzliche Szenen, die meisten davon fand ich aber doch ziemlich belanglos. Am besten schneidet doch die zweite Szene mit Hawking, Einstein und Newton ab, als Geordi das Holodeck aufsucht, und sie zu Data befragt. Demgegenüber steht der grauenhafte Moment, wo Deanna und Beverly ein "Frauengespräch" führen, und sich übers Stricken unterhalten. Dass eine Frau selbst ein derart rückständiges Frauenbild präsentiert, war selbst Mitte der 90er schon bedauerlich. Letztendlich führt all dies dazu, dass "Abstieg" im Wesentlichen den gleichen soliden Eindruck hinterlässt die die Folge. Die Geschichte ist ok und wird von Diane Carey auch grundsätzlich gut erzählt, wobei vor allem die nachfolgende Textstelle für mich hervorstach: "Wenn man so verwirrt ist und voller Furcht steckt, wie es bei uns der Fall war, dann heißt man jede Stimme willkommen, die Veränderung verspricht." Davon abgesehen war der Roman für mich soweit ganz kurzweilig, aber halt nun mal echt nichts Besonderes.

Fazit: Mein Eindruck von "Abstieg" entspricht im Wesentlichen jenem der Doppelfolge "Angriff der Borg", auf die sie basiert. Trotz einiger zusätzlicher Szenen – die zwar teilweise interessant, insgesamt aber doch recht überflüssig wirkten – sowie der Möglichkeit, im Hinblick auf das Innenleben der Figuren im Vergleich zum TV-Schirm mehr in die Tiefe zu gehen (wovon sie jedoch nur bei Data Gebrauch macht, und auch das eher nur zu Beginn) gelingt es Diane Carey nicht wirklich, die Doppelfolge nennenswert zu verbessern. Da und dort fügt sie interessante neue Szenen ein, dafür ist ein solch actionreiches Geschehen natürlich im Fernsehen oder auf der Kinoleinwand packender, als wenn man es beschrieben bekommt. Insgesamt ist "Abstieg" ein guter Roman, der Mehrwert im Vergleich zur TV-Fassung hält sich allerdings in Grenzen.

Bewertung: 3/5 Punkten
Christian Siegel


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