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23 Uhr 59 Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) CBS

Originaltitel: 11:59
Episodennummer: 5x23
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 05. Mai 1999
Erstausstrahlung D: 12. Januar 2000
Drehbuch: Brannon Braga & Joe Menosky
Regie: David Livingston
Hauptdarsteller: Kate Mulgrew als Captain Kathryn Janeway, Robert Beltran als Chakotay, Tim Russ als Tuvok, Roxann Biggs-Dawson als B'Elanna Torres, Robert Duncan McNeill als Tom Paris, Robert Picardo als The Doctor, Jerry Ryan als Seven of Nine, Ethan Phillips als Neelix, Garrett Wang als Harry Kim.
Gastdarsteller: Kevin Tighe als Henry Janeway, Bradley Pierce als Jason Janeway, John Carroll Lynch als Gerald Moss, Christopher Curry als Driver, James Greene als Passerby, Kristina Hayes als Field Reporter, Majel Barrett als Computer Voice u.a.

Kurzinhalt: Captain Janeway erzählt Neelix von einer Vorfahrin, die zur Zeit der Jahrtausendwende auf der Erde gelebt hat, und eine gewichtige Rolle im damaligen Zukunftsprojekt Millennium Gate gespielt hat. Als jedoch Seven of Nine daraufhin in den Unterlagen nach Referenzen auf Shannon O'Donnel sucht, steltl sich heraus, dass die von ihrer Familie überlieferte Geschichte nur bedingt den Tatsachen entspricht. Shannon – die Kathryn Janeway maßgeblich dazu beeinflusst hat, sich selbst der Sternenflotte anzuschließen, um zu den Sternen aufzubrechen – war nie bei der NASA, nahm nie an einer Marsmission teil, und auch ihr Beitrag zum Millennium Gate war vernachlässigbar. Während Kathryn lernt, mit dieser Erkenntnis umzugehen, zeigen uns die Rückblenden Shannons Erlebnisse während des Jahreswechsels von 2000 auf 2001 – also dem echten Millennium. Auf dem Weg nach Florida, wo sie ihr Glück versuchen will, bricht ihr Auto in der Kleinstadt Portage Creek zusammen, woraufhin sie Unterschlupf beim Buch- und Antiquitätenhändler Henry Janeway findet. Dieser ist der einzige, der sich weigert, sein Grundstück zu verkaufen, damit an der gleichen Stelle das Millennium Gate gebaut werden kann. Shannon, die ihren Blick seit jeher in die Zukunft richtet, versucht, ihn umzustimmen…

Denkwürdige Zitate: "I think you're taking this exploring a little too far."
"And you're so afraid of change you can barely walk out that front door. The Millennium Gate has a lot of potential, Henry. You just can't see it. All you can see are these books. You're living in the past."
(Shannon O'Donnel versucht, Henry Janeway umzustimmen.)

"I, too, come from a distinguished line."
"His cousin's an electric shaver."
(Den Witz fand der Doktor dann wohl doch weniger lustig.)


Review: Episodenbild (c) CBS "23 Uhr 59" ist die wohl "zeitgenössischste" Star Trek-Folge ever. Damit meine ich, dass man weder zuvor noch danach eine bestimmte Episode jemals so genau auf einen bestimmten Termin in der realen Welt zugeschnitten hat. Und obwohl im Mai 1999 in den USA zum ersten Mal ausgestrahlt und somit pünktlich zu dem, was von der Allgemeinheit als das Millennium angesehen wurde (nämlich der Jahressprung von 1999 auf 2000), lässt es sich die Episode doch nicht entgehen, den Zuschauer zu belehren, und festzustellen, dass ja eigentlich der nachfolgende Jahreswechsel das eigentliche Millennium war (wo die Folge natürlich völlig recht hat). Mehr noch als darum geht es bei "23 Uhr 59" jedoch um unser Verständnis der Vergangenheit, und dass dieses nicht immer der Realität entsprechen muss. So muss Captain Janeway hier erfahren, dass ihre Vorfahrin nicht ganz die Pionierin war, wie sie dachte. Zugleich erfahren wir allerdings in den Rückblenden auch, dass sie durchaus eine gewisse Rolle gespielt hat – die jedoch über die Jahrhunderte hinweg verloren gegangen ist. Beides fand ich von der Aussage her interessant und gelungen.

Generell war es nicht uninteressant, zu beobachten, wie die Crew von Captain Janeway angestiftet wird, sich auch mit ihren eigenen Familiengeschichten auseinanderzusetzen. Sehr gefreut habe ich mich zudem über den Auftritt von Kevin Tighe, den ich sehr schätze. Aber auch die Leistung von Kate Mulgrew, die Shannon O'Donnel subtil von ihrer Kathryn Janeway abgrenzt, konnte mir gefallen. All dies ändert allerdings leider auch nichts daran, dass die Folge doch eher fad ist. Letztendlich geht es bei der Geschichte in der Vergangenheit um zu wenig, weil dann wird das Gate halt an einem anderen Standort gebaut – big deal. Mir ist bewusst, dass es natürlich nicht leicht war, einerseits Captain Janeways Überzeugung, ihre Vorfahrin wäre essentiell am Projekt beteiligt gewesen, als Irrglauben zu entlarven, und andererseits ihr doch noch eine kleine Rolle zukommen zu lassen. Aber letztendlich kam bei der Handlung in der Vergangenheit bei mir nun mal überhaupt keine Spannung auf, da viel zu wenig auf dem Spiel stand. Generell ließ sich Henry Janeway am Ende für meinen Geschmack etwas gar leicht umstimmen, wenn man bedenkt, wie lang und vehement er sich zuvor dagegen gewehrt hat. Auch das überzeugte mich nicht wirklich. Dass eben dieser positive Ausgang noch dazu extrem vorhersehbar war, half auch nicht gerade. Am schwersten wiegt aber halt, dass ich die Handlung in der Vergangenheit doch ziemlich langweilig fand. Darüber können letztendlich auch die guten schauspielerischen Leistungen und einzelne nette Ansätze nur bedingt hinwegtrösten.

Fazit: Episodenbild (c) CBS Die Idee, im Jahr 1999 (zumindest in den USA) eine Folge zu senden, die sich mit dem "millennium craze" auseinandersetzt (und dieses zugleich korrekterweise auf den Jahreswechsel 2000/2001 legt) hat grundsätzlich schon ihren Reiz. Darüber hinaus gefiel mir der Blick darauf, wie Geschichte im Lauf der Zeit verfälscht werden kann, auch wenn gar keine böse Absicht dahintersteckt. Zugleich aber auch, dass die kleinen, aber dennoch wichtigen und wertvollen Beiträge von gewöhnlichen Menschen oftmals in Vergessenheit geraten. Leider aber hilft das alles nicht viel, wenn das Endresultat so belanglos ist wie hier. Dafür stand letztendlich auch bei der ganzen Millennium Gate-Geschichte zu wenig auf dem Spiel (nämlich nur der Standort, und nicht die Umsetzung per se). Zumal mich die Art und Weise, wie Shannon Henry dann doch noch überreden konnte, nicht wirklich überzeugt hat. Und so habe ich mich leider bei "23 Uhr 59", trotz interessanter Ansätze, doch eher gelangweilt.

Wertung: 2 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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