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Star Trek - Errand of Fury: Seeds of Rage Drucken E-Mail
Ist ein Krieg mit den Klingonen unausweichlich? Kategorie: Star Trek (Literatur) - Autor: Christian Siegel - Datum: Montag, 20 Februar 2017
 
Cover (c) PocketBooks
Titel: "Star Trek - The Original Series: Errand of Fury - Seeds of Rage"
Bewertung:
Autor: Kevin Ryan
Übersetzung: -
Umfang: 287 Seiten
Verlag: Pocket Books
Veröffentlicht: März 2005
ISBN: 978-0-7434-8053-6
Kaufen: Taschenbuch (E), Kindle (E)
 

Kurzinhalt: Nach dem verheerenden Angriff auf die Sternenbasis 42, wo die Klingonen zwar eine weitere Niederlage einstecken musste, die von der Sternenflotte jedoch teuer erkauft wurde, regt sich in der Föderation neue Hoffnung auf eine friedliche Einigung mit dem rachsüchtigen Kriegervolk. Trotz eines tragischen Ereignisses während der ersten Verhandlungsrunde scheint es Botschafter Fox zu gelingen, erste Fortschritte zu machen. Auch im klingonischen Reich beginnt sich Widerstand gegen einen Krieg mit der Föderation zu regen. Zugleich gibt es aber auch jene Mächte, die einen eben solchen mit allen Mitteln sicherstellen wollen, damit sich die Klingonen für die fünfundzwanzig Jahre zuvor bei der Schlacht von Donatu V erlittene, schmähende Niederlage rächen können – und einige von ihnen, wie Duras, sitzen immerhin im klingonischen Hohen Rat. Währenddessen erfährt Leslie Parish, dass sie schwanger ist, und wird daraufhin in die wahre Identität von Joe Anderson eingeweiht. Und Michael Fuller, einer der Helden von Donatu IV, der beim Scharmützel auf Sternenbasis 42 seinen Sohn verloren hat, kehrt zur Sternenflotte zurück – und wird der U.S.S. Enterprise zugewiesen…

Review: Mit der "Errand of Fury"-Trilogie erzählt Kevin Ryan die Geschichte aus "Errand of Vengeance" weiter – konnte jedoch in meinen Augen zumindest mal mit "Seeds of Rage" qualitativ nicht an diese anknüpfen. Hauptverantwortlich dafür ist, dass sich letztendlich in der "Gegenwart" so gut wie nichts Wesentliches tut, und sich der Autor somit fast ausschließlich damit beschäftigt, die Figuren für den Rest der Trilogie in Stellung zu bringen – bzw. auch, sie die Ereignisse des Romans zuvor verdauen zu lassen. So erfährt Leslie Parrish hier nicht nur, dass sie von Jon Anderson schwanger ist, sondern auch, dass es sich bei diesem um einen klingonischen Infiltrator gehandelt hat. Nun muss sie entscheiden, ob sie die Schwangerschaft abbricht und ihre Karriere in der Sicherheitsabteilung der Sternenflotte fortsetzt, oder das Kind bekommt, und zur Erde zurückkehrt. "Seeds of Rage" ließ dabei relativ wenig Zweifel, wofür sie sich letztendlich entscheiden wird, wobei ich vorerst zumindest noch die Hoffnung habe, mich hier zu täuschen. Neben ihr steht in erster Linie Michael Fuller im Mittelpunkt des Geschehens, dessen Sohn Sam die Sicherheitsabteilung der Enterprise geleitet hat, und der bei der Schlacht auf der Raumstation 42 ums Leben kam. Nun kehrt er selbst wieder in den aktiven Dienst zurück, um seinen Teil im drohenden Krieg mit den Klingonen beizutragen. Ich persönlich fand seine Geschichte nur halt leider wenig interessant. Generell muss ich gestehen, eigentlich die Hoffnung gehabt zu haben, dass man sich nach dem Tod von Kell nun endlich wieder stärker auf die Hauptfiguren konzentrieren würde – stattdessen wird mit Fuller eben diese neue Gastfigur vorgestellt, die quasi seinen Platz einnimmt, und aus dessen Sicht ein Großteil der Handlung erzählt wird. Dadurch leidet der Roman ein bisschen am – vor allem für FanFiction typischen – Mary Sue-Syndrom.

Erschwerend kommt nun eben noch hinzu, dass die Geschichte rund um den drohenden Krieg zwischen der Föderation und dem klingonischen Reich hier keine wesentlichen Schritte nach vorne macht. Statt der Handlung in der Gegenwart dominiert vielmehr der Konflikt bei Donatu V das Geschehen. Diese Rückblende mag zwar endlich – und leider einzig und allein – ein bisschen Action und Dramatik liefern. Letztendlich handelt es sich hier aber halt "nur" um das Gegenstück der Rückblenden aus "Killing Blow", wo die damaligen Ereignisse aus Sicht der U.S.S. Yorkshire unter dem Kommando von Lieutenant Justman erzählt wurden. Somit wird hier letztendlich die gleiche Geschichte noch einmal erzählt, nur dass wir diesmal miterleben, wie sich diese aus Sicht der Crew der U.S.S. Endeavour zugetragen haben. Da wir die wichtigsten Ereignisse sowie des Ausgang des Geschehens aber schon aus "Killing Blow" kannten, fand ich das leider nur bedingt interessant. Dass der Roman trotz all dieser Kritikpunkte nicht stärker abstürzt, liegt einerseits an Kevin Ryans grundsätzlich solider Schreib- und Erzählweise, der aufgrund der zahlreichen Figuren und Schauplätze abwechslungsreichen Handlung, sowie vor allem auch an einzelnen starken Momente, wie z.B. die erste Verhandlung zwischen der Föderation und den Klingonen zu Beginn des Romans. Zudem wurde der Roman, trotz des Fehlens echter Höhepunkte, nie wirklich langweilig. Ich wünschte halt nur, es hätte sich auch wirklich etwas getan, denn so ist "Seeds of Rage" ein leider zwar vermeintlich notwendiger, für sich genommen aber nicht übermäßig packender Prolog für den dann hoffentlich wieder überzeugenderen Rest der Trilogie.

Fazit: "Seeds of Rage" vermittelte mir rückwirkend den Eindruck, als hätte man Kevin Ryan dazu genötigt, nicht einfach nur eine Fortsetzung zur "Errand of Vengeance"-Reihe zu schreiben, sondern dieser gleich eine weitere Trilogie folgen zu lassen – wobei er selbst nur eine gute Geschichte für zwei Romane hatte. Und so beschäftigt er sich in diesem ersten Teil der neuen Reihe damit, die früheren Ereignisse Revue passieren zu lassen und deren Auswirkungen auf einige der Überlebenden und Angehörigen zu zeigen, und andererseits, dem Rest der Trilogie den Weg zu ebnen. Bedeutet auch: Für sich genommen passiert bei "Seeds of Rage" leider wenig bedeutsames, was ihm doch einen etwas banal-überflüssigen Eindruck verleiht. Zumal ein Großteil des Romans in der Vergangenheit angesiedelt ist, und die Schlacht von Donatu V, deren grundsätzlicher Verlauf bereits aus "Killing Blow" bekannt ist, nun aus Sicht der Crew der U.S.S. Endeavour noch einmal aufrollt. Sonderlich spannend und/oder informativ fand ich das leider nicht. Was bleibt, sind Ryans grundsätzlich solider Schreibstil, das Fehlen echter Langeweile, sowie einzelne starke, gelungene Momente – was den Roman zwar einerseits lesbar, andererseits aber doch auch eher enttäuschend macht.

Bewertung: 2.5/5 Punkten
Christian Siegel


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