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Star Trek - Errand of Vengeance: River of Blood Drucken E-Mail
Die Klingonen greifen eine Raumstation an Kategorie: Star Trek (Literatur) - Autor: Christian Siegel - Datum: Montag, 13 Februar 2017
 
Cover (c) PocketBooks
Titel: "Star Trek - The Original Series: Errand of Vengeance - River of Blood"
Bewertung:
Autor: Kevin Ryan
Übersetzung: -
Umfang: 263 Seiten
Verlag: Pocket Books
Veröffentlicht: August 2002
ISBN: 978-0-7434-4600-3
Kaufen: Taschenbuch (E), Kindle (E)
 

Kurzinhalt: Der Geheimdienst der Sternenflotte geht davon aus, dass die Klingonen, nachdem man ihnen den Zugang zu den Dilithiumkristallen vom Planeten 1324 abgeschnitten hat, nun nach einer anderen Quelle für diese suchen werden. Das wahrscheinlichste Ziel für einen solchen Angriff scheint die Sternenbasis 42 zu sein, die sich nahe an der Grenze zu ihrem Reich befindet. Man entsendet die U.S.S. Enterprise zur Station, um diese zu verteidigen. Der Mission kommt dabei zweifach Bedeutung zu: Einerseits benötigen die Klingonen die Dilithiumkristalle, um ihre Kriegsbemühungen voranzutreiben, andererseits könnte sie eine Niederlage dazu anregen, ihre diesbezüglichen Pläne noch einmal zu überdenken. Dies ist vor allem deshalb so wichtig, als die Sternenflotte erst in einen Monaten für einen Krieg mit den Klingonen bereit wäre. Zusammen mit der Crew der U.S.S. Constellation sowie der Besatzung der Sternenbasis stellen sich Captain Kirk und seine Besatzung – darunter auch der klingonische Spion Kell – den Angreifern entgegen…

Review: Auf den ersten 100 Seiten hatte ich noch den Eindruck, dass es "River of Blood" gelingen würde, die ohnehin schon guten Vorgänger noch einmal zu übertreffen – ehe dann der Einbruch kam und mich der Roman leider doch ein bisschen zu ermüden begann. Was mir am Einstieg so gut gefiel war, dass sich der Schwerpunkt weg von Kell und hin zur größeren Krise mit den Klingonen verlagerte, sowohl was die Besprechungen im Sternenflottenhauptquartier betrifft, als auch auf der Enterprise, wo nun Kirk, Spock, McCoy & Co. stärker ins Zentrum rückten. Generell kam in der Beschreibung der Handlung, dem Verhalten den Figuren, den Dialogen usw. richtige TOS-Atmosphäre auf. Und vor allem auch das Aufeinandertreffen von Kirk und Koloth war dann wunderbar, und schloss endlich die entsprechende Kontinuitätslücke aus "Kennen Sie Tribbles?", wo auf eine nicht näher beschriebene Auseinandersetzung der beiden referenziert wurde. Und auch das Setup fand ich sehr spannend und vielversprechend, mit der Raumstation, die vor dem Angriff der Klingonen beschützt werden muss. In etwa die (erste) Hälfte des Romans über fühlte ich mich jedenfalls von "River of Blood" glänzend unterhalten.

Leider änderte sich das, als der Kampf auf der Station dann ausbrach. Ab diesem Zeitpunkt gab es nämlich de facto keine nennenswerte Handlung mehr, und auch die Figuren oder deren Interaktionen kamen kaum mehr zur Geltung. Stattdessen gab es Action, Action und noch einmal Action – wobei ich dem Abwehrkampf der Sternenflotte angesichts der unzähligen aufopfernden Heldentode von ohnehin völlig uninteressanten Rothemden mit der Zeit einfach nur mehr langweilig bis hin zu richtiggehend ermüdend fand. Je länger der Konflikt andauerte, desto mehr musste ich mich von Seite zu Seite quälen. Kevin Ryan gelang es in meinen Augen leider weder, den zahlreichen Todesopfern Gewicht zu verleihen, so dass uns diese berühren würden, noch die Kämpfe an den einzelnen Schauplätzen ausreichend voneinander abzugrenzen, weshalb sie allesamt zum ewig gleichen, sich ständig wiederholenden, öden Scharmützel verkommen Und auch den Abschluss der Handlung rund um Kell fand ich enttäuschend. War die letzten beiden Bände klar, dass die Geschichte rund um ihm und seinem Bruder auf irgendetwas zusteuert, fand ich eben dieses Ergebnis der Reise sehr schwach, da viel zu typisch und irgendwie auch aufgesetzt. So ziemlich jeden anderen Verlauf dieses Zusammentreffens hätte ich da besser gefunden. Immerhin, die sehr gute erste Hälfte sowie auch im Rest noch zu findende, vereinzelte gelungene Momente verhindern einen allzu groben Absturz.

Fazit: Angesichts der spannenden Ausgangslage sowie vor allem auch der noch sehr gelungenen ersten Hälfte hat mich "River of Blood" in weiterer Folge leider ziemlich enttäuscht. Dies lag vor allem am mir persönlich zu actionreichen und damit zugleich inhaltsarmen Ausklang, der sich zudem ständig in ein und der selben Schießerei inklusive einem aufopfernden Heldentod nach dem anderen entlud, die einem noch dazu leider allesamt schnurzpiepegal waren. Auch den Abschluss der Story rund um Kell fand ich persönlich sehr schwach, da zu klischeehaft und konstruiert. Und generell wurde der Ausgang des Geschehens meiner Erwartungshaltung nach dem vorangegangenen Aufbau nicht wirklich gerecht. Demgegenüber steht eine überaus gelungene erste Hälfte, die endlich die Makro-Ebene stärker in den Mittelpunkt rückte und mit einigen tollen Momenten aufwarten konnte. Diese ist dann auch, zusammen mit den wieder gut getroffenen Figuren, hauptverantwortlich dafür, dass sich "River of Blood" trotz einer meines Erachtens enttäuschenden zweiten Hälfte doch noch über eine solide Wertung freuen kann.

Bewertung: 3/5 Punkten
Christian Siegel


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