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Episodenbild (c) CBS

Originaltitel: Darkling
Episodennummer: 3x18
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 19. Februar 1997
Erstausstrahlung D: 14. August 1998
Drehbuch: Brannon Braga & Joe Menosky
Regie: Alex Singer
Hauptdarsteller: Kate Mulgrew als Captain Kathryn Janeway, Roxann Biggs-Dawson als B'Elanna Torres, Jennifer Lien als Kes, Robert Duncan McNeill als Tom Paris, Ethan Phillips als Neelix, Robert Picardo als The Doctor, Tim Russ als Tuvok, Garrett Wang als Harry Kim.
Gastdarsteller: David Lee Smith als Zahir, Stephen Davies als Nakahn, Noél De Souza als Gandhi, Christopher Clarke als Lord Byron, Sue Henley als Ensign, Majel Barrett als computer voice u.a.

Kurzinhalt: Die Voyager stattet einem Außenposten der Mikhal-Reisenden einen Besuch ab, um mehr über die Raumregionen zu erfahren, die sie in nächster Zeit durchfliegen werden. Während ihres Aufenthalts freundet sich Kes mit Zahir an, den sie zunehmend faszinierend und anziehend findet. Schließlich denkt sie sogar darüber nach, das Schiff – zumindest vorläufig – zu verlassen, um mit ihm zu reisen, und sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder mit der Voyager zu treffen. Doch dann wird auf dem Planeten auf Zahir ein Anschlag verübt. Währenddessen experimentiert der Doktor mit seinem Programm. Er startet die Simulationen einiger berühmter Persönlichkeiten im Holodeck und beginnt, einige ihrer Eigenschaften in seine Programmierung zu übernehmen. So hofft er noch menschlicher zu werden, und den Umgang mit seinen Patienten zu verbessern. Doch die von ihm vorgenommenen Änderungen offenbaren schon bald ungeahnte – und höchst unerwünschte – Konsequenzen. So entsteht eine Art zweite Persönlichkeit, die regelmäßig die Kontrolle über seine Holo-Matrix übernimmt. Und eben diese dunkle Version des Doktors verfolgt nicht immer die besten Absichten…

Denkwürdige Zitate: "In my preparatory report to the away team, I recall mentioning to you that Klingons lacked an enzyme for metabolising this planet's vegetation. Have you been naughty?"
(Das MHN zu B'Elanna, als diese wegen Magenbeschwerden die Krankenstation aufsucht.)

"The next time I want to enrich myself, I'll download a good book."
(Das ist immer eine gute Idee.)


Review: Episodenbild (c) CBS Was ich an "Charakterelemente" unter anderem interessant fand, ist der Fokuswechsel, den die Episode ca. zur Hälfte vollzieht. Bis dahin macht die Folge den Eindruck, in erster Linie auf Kes konzentriert zu sein, mit dem Doktor und seinen Programmänderungen als B-Plot zur amüsanten Auflockerung. Erst als Zahir einen Abhang heruntergeschubst wird, und sich die betreffende, vermummte Gestalt als der Doktor offenbart, wird der wahre Schwerpunkt der Folge deutlich: Haben wir hier doch letztendlich eine MHN-zentrische Variante von "Dr. Jekyll und Mr. Hyde" vor uns. Dieser Schwenk mittendrin kam für mich doch eher unerwartet, und die entsprechende Überraschung wertete die Episode für mich durchaus auf. Davon abgesehen stach für mich in erster Linie die schauspielerische Leistung von Robert Picardo hervor, dem es phantastisch gelingt, beide Seiten des Doktors überzeugend darzustellen, und der es generell zu genießen schien, aus seiner üblichen Rolle endlich mal ausbrechen zu können. Die Hyde-Variante des Doktors wirkte jedenfalls wirklich psychopathisch, völlig unberechenbar, und teils richtiggehend bedrohlich. Für mich das Highlight der Folge.

Den Kes-Teil der Handlung fand ich nicht ganz so gelungen. In erster Linie litt dieser unter der Trennung von Neelix und Kes, die scheinbar irgendwann mal off-screen stattgefunden hat, und von der wir hier nun nachträglich im Dialog erfahren. So sehe ich es zumindest. Ich vermute mal, die Macher dachten sich, dass wir die Trennung eh schon in "Der Kriegsherr" gesehen haben, vergessen dabei allerdings darauf (oder hoffen, dass wir als Zuschauer darauf vergessen haben), dass Kes dort ja vom titelspendenden Kriegsherr "besessen" und somit nicht sie selbst war. Warum sollte etwas, dass er initiiert hat, für die beiden gelten? Bzw. woher sollen wir als Zuschauer das wissen? Diese Entwicklung nun also nur so nebenbei mitzubekommen, fand ich schon sehr schade – selbst beim ebenfalls noch eher Einzelepisoden-orientierten TNG hat man die Entwicklung solcher Beziehungsgeschichten (Stichwort Worf und Troi) schon besser hinbekommen (andererseits wirkt es im Vergleich zu dem, was uns diesbezüglich noch in der siebenten Staffel erwartet, nur wie ein harmloser Vorgeschmack). Darüber hinaus war ich auch überrascht, wie kalt mich die Vorstellung ließ, dass sie das Schiff verlassen könnte. Möglicherweise liegt es daran, dass ich mich natürlich noch erinnern kann, was bis zum Ende der dritten Staffel noch passiert (obwohl die Serie mittlerweile knapp 20 Jahre auf dem Buckel hat, sollen die Reviews keine späteren Entwicklungen vorwegnehmen, weshalb ich bewusst vage bleibe). In erster Linie dürfte es aber damit zu tun hatten, dass die Macher meines Erachtens zuletzt mit der Figur eh nicht mehr wirklich etwas anzufangen wussten, und sie eher links liegen ließen (ja, in "Der Kriegsherr" rückte sie ins Zentrum, aber selbst dort könnte man sagen, dass es mehr um den besagten Warlord als um Kes selbst ging). Und dabei zeigt "Charakterelemente" mit ihren Szenen zu Beginn hier, wo sie fast wie ein verliebter Teenager wirkt, dass die Figur durchaus Potential besitzen würde. Nur macht man irgendwie in letzter Zeit nichts damit.

Episodenbild (c) CBS Selbst diese Episode beweist das ja bis zu einem gewissen Grad: Ja, der Schwenk hin zum Doktor mag grundsätzlich eine positive, da überraschende, Entwicklung gewesen ein, bildet letztendlich aber nur die generelle Entwicklung der Serie in komprimierterer Form ab: Anfangs schien die Folge an Kes als Figur interessiert zu sein, nur um dann die Aufmerksamkeit gänzlich auf den Doktor zu lenken. Rückwirkend könnte man sagen, dass ihre amourösen Eskapaden generell nur dazu da waren, um dem Doktor für seine späteren Taten eine Motivation zu geben. Damit erweist sich Kes in dieser Folge als reiner Spielstein-Charakter; obwohl die Folge zu Beginn einen anderen Eindruck vermittelt, geht es in Wahrheit gar nicht um sie, bzw. ist die Episode nicht an ihr interessiert, sondern nutzt sie nur, um die Entwicklung des Doktors auszulösen bzw. zu begründen. Offensichtlicher könnten die Macher ihr Desinteresse an der Figur eigentlich gar nicht mehr kundtun. In Verbindung mit der Trennung von Neelix erschiene mir ihr Weggang deshalb einfach als kein allzu großer Verlust – weshalb die entsprechende Ankündigung die wohl gewünschte schockiert-emotionale Wirkung bei mir verfehlte.

Fazit: "Charakterelemente" teilt sich im Wesentlichen in zwei Handlungsstränge, die bei mir unterschiedlich ankamen. Alles rund um die böse Variante des MHNs fand ich – auch wenn es letztendlich natürlich nur eine Jekyll und Hyde-Variante war – sehr gelungen, was vor allem an Robert Picardos phantastisch-überzeugenden Darstellung der dunklen Seite des Doktors lag. Und generell fand ich den Gedanken einer solchen Persönlichkeitsspaltung bei einem Hologramm interessant, wobei die Folge vor dem mobilen Emitter nicht einmal halb so gut funktioniert hätte. Nicht ganz so gelungen fand ich alles rund um Kes. Dieser Handlungsstrang leidet einerseits unter der – grundsätzlich ja überraschenden und positiven – Verlagerung zum Doktor, und andererseits daran, dass mich der Gedanke, Kes könnte das Schiff verlassen, leider sehr kalt gelassen hat. Dies mag daran liegen, dass mir die weitere Entwicklung der Figur natürlich noch im Hinterkopf ist, zugleich merkte man aber wie ich finde zuletzt – und ja selbst bei dieser Folge – dass die Macher mit der Figur nicht mehr wirklich etwas anzufangen wussten. Der größte Kritikpunkt ist für mich aber, dass aus Sicht der Autoren die Trennung zwischen Kes und Neelix aus "Der Kriegsherr", wo erstere ja eigentlich von diesem besessen war, tatsächlich stattgefunden hat, was für mich einfach keinen Sinn ergibt. Ich finde, bei einer solch wichtigen Entwicklung hätte man das schon noch einmal deutlicher machen und sich auch generell mit den Nachwehen davon (gerade auch was Neelix betrifft) beschäftigen sollen, als dies hier mit einer kurzen Randbemerkung des Doktors abzutun. Insgesamt fand ich die Folge somit doch eher durchwachsen.

Wertung: 2.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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