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Gefangen in einem temporären Fragment Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) CBS

Originaltitel: Timescape
Episodennummer: 6x25
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 14. Juni 1993
Erstausstrahlung BRD: 21. Juni 1994
Drehbuch: Brannon Braga
Regie: Adam Nimoy
Hauptdarsteller: Patrick Stewart als Captain Jean-Luc Picard, Jonathan Frakes als Commander William T. Riker, LeVar Burton als Lt. Geordi LaForge, Michael Dorn als Lt. Worf, Gates McFadden als Dr. Beverly Crusher, Marina Sirtis als Counselor Deanna Troi, Brent Spiner als Lt. Commander Data.
Gastdarsteller: Dr. Mae Jemison als Palmer u.a.

Kurzinhalt: Captain Picard, Geordi La Forge, Data und Counselor Troi kehren mit einem Runabout von einer mehrtägigen Konferenz zurück. Während sie sich über ihre gegenseitigen Erfahrungen austauschen, beobachtet Deanna auf einmal, wie die anderen einzufrieren scheinen. Kurze Zeit später wiederholt sich das Phänomen. Eine Untersuchung ergibt, dass in dem Raumbereich den sie umfliegen das Raum-Zeit-Kontinuum gestört wurde. Nun ziehen sich temporale Fragmente durch das System, die dazu führen, dass die Zeit in unterschiedlichen Teilen des Raumes unterschiedlich schnell abläuft. Als man der Spur dieses Phänomens bis zu seiner Quelle folgt, führt sie dies zu einer Enterprise, die zeitlich eingefroren scheint – und die sich zu diesem Zeitpunkt offenbar gerade im Kampf mit den Romulanern befand. Es gelingt, die Transporter-Armbänder so zu modifizieren, dass sie die Shuttlecrew vor den Auswirkungen der temporalen Verzerrung schützen. Als man sich auf das Schiff beamt, zeigt sich ihnen ein Bild des Grauens: Riker wurde angegriffen, Dr. Crusher wird scheinbar von einem Romulaner erschossen, und im Maschinenraum stehen sie einem gerade ablaufenden Warpkernbruch Auge in Auge gegenüber. Nun muss die Shuttlecrew nicht nur einen Weg finden, den gewöhnlichen Lauf der Zeit wiederherzustellen, sondern auch, das Schiff zu retten…

Denkwürdige Zitate: "He gathered 200 scientists from all over the Federation and all he did was put us to sleep."
"I have a memory record of the entire lecture, counselor. I can repeat the portions you missed if you…"
"No, thank you Data."
(Deanna lehnt Data's Angebot dankend ab.)

"Captain, I think this is going to work, but it's going to take some time."
"Well, Mister La Forge, it would seem that time is something we have plenty of."
(Picard zu La Forge, nachdem sie auf die in der Zeit eingefrorene Enterprise gestoßen sind.)

"Captain?"
"It's going to take a little time to explain, Number One."
(Picard am Ende zu Riker, nachdem der gewöhnliche Lauf der Zeit wieder hergestellt wurde.)

Review: Episodenbild (c) CBS "Gefangen in einem temporären Fragment" ist keine klassische Zeitreisegeschichte, bedient sich aber da und dort einigen Elementen davor. Die Grundidee fand ich dabei sehr interessant und originell. Nach noch recht unspektakulärem Beginn gelang es der Folge dann auch rasch, mich zu vereinnahmen, mit der netten Einstellung von Deanna, die Picard, La Forge und Data von der Konferenz erzählt und sieht, wie diese plötzlich "einfrieren". Sehr interessant war dann auch der Einfall, dass die Zeit in unterschiedlichen Abschnitten auch unterschiedlich schnell oder langsam verläuft, wie z.B. bei der Obstschale und Picards schnell gewachsenen Fingernägeln. So richtig drehte die Episode dann für mich dann aber mit der eingefrorenen Enterprise ein. Nicht nur waren die Effekte wieder einmal phantastisch, und gefiel mir vor allen Dingen die Einstellung, wo man an den in der Zeit gefrorenen Schiffen bullet time-mäßig vorbeifliegt, aber generell fand ich diese Idee faszinierend. Bis dahin hat "Gefangen in einem temporären Fragment" somit alles richtig gemacht.

Sobald man dann mal auf der Enterprise ankommt, wird es leider etwas problematischer. Gut gemacht fand ich in erster Linie die Effekte der in der Zeit gefrorenen Crewmitglieder. Natürlich, da und dort kann man den einen oder anderen Darsteller mal kurz wackeln sehen, aber insgesamt ist ihnen das wirklich sehr gut gelungen. Einfälle wie das ständig aktivierte Licht des roten Alarms auf der Brücke helfen zusätzlich dabei, plausibel das Gefühl eines Schiffes zu vermitteln, in dem die Zeit stehengeblieben ist. Jedoch: In dem Moment wo sie in die Krankenstation kommen und sehen, wie Beverly erschossen wird, war irgendwie klar, wie das ganze ausgehen würde. Gleiches gilt für die Szene mit dem Warpkernbruch der gerade im Gange ist – ist in diesem Moment doch einfach klar, dass man nicht einfach nur die Zeit wieder weiterlaufen, sondern vielmehr umkehren würde, um die Katastrophe zu verhindern. Und da muss ich sagen, ich bin mir nicht sicher, ob es nicht besser funktioniert hätte, wenn man sich dieses – unglaubwürdige – Bedrohungsszenario gespart und sich einfach darauf konzentriert hätte, herauszufinden, wie es dazu kam, und nach einer Lösung gesucht hätte, den gewöhnlichen Zeitablauf wieder herzustellen. Die eigentliche Auflösung, was es damit auf sich hat, war dann zwar wieder nett. Und auch der sehr strategische Zugang, sich zu überlegen, wo sie sich am besten hinbegeben um die Katastrophe aufzuhalten, konnte mir gefallen. Aber letztendlich kam die Entdeckung der Möglichkeit, die Zeit zurücklaufen zu lassen, viel zu gelegen, und war eine zu einfache und bequeme Lösung für das Problem. Zumal der Warpkernbruch dann – aus unerklärlichen Gründen – viel später stattfindet, als das eigentlich (gemäß dem ursprünglichen Zeitablauf) hätte der Fall sein müssen. Und auch die abschließende Szene mit Data und dem Teekessel fand ich irgendwie schwach – gerade auch im Vergleich zu früheren, ähnlichen Momenten, wo er sich mit für ihn unerklärlichen menschlichen Konzepten auseinandersetzt. Zum Einstieg wäre das ganz ok gewesen, aber am Ende wirkte es irgendwie seltsam und vom Rest der Handlung unangenehm losgelöscht für mich.

Episodenbild (c) CBS Positiv fiel hingegen wie gewohnt wieder die Produktionsqualität auf, wobei für mich diesmal vor allem die Inszenierung – genauer gesagt die Belichtung – bestach. Vor allem das romulanische Schiff war mit den unterschiedlichen Farben sehr gelungen und hochwertig in Szene gesetzt, und bot einige optisch nette Momente. Die wieder einmal tollen Effekte habe ich zuvor ja schon erwähnt, wie auch die überzeugende Umsetzung der in der Zeit stillstehenden Crewmitglieder. Davon abgesehen waren es insbesondere einzelne – oftmals amüsante – Momente, die mir gefallen konnten, seien es Rikers negative Erfahrungen mit Datas Katze Spot, die einzelnen – überwiegend negativen – Erfahrungen der Shuttle-Crew auf der Konferenz, insbesondere aber natürlich der hysterische Picard, der ein Smiley-Gesicht in den Rauch zeichnet. Das war absolut köstlich, und zählt sicherlich zu den denkwürdigsten Momenten der Serie. Nett gemacht fand ich zudem die Offenbarung des vermeintlichen Romulaners, der am Ende des "vor- und zurückspulens" plötzlich an einem anderen Ort steht. Dennoch, nach dem vielversprechenden Einstieg hat mich "Gefangen in einem temporären Fragment" in weiterer Folge doch ein wenig enttäuscht.

Fazit: Nach dem sehr faszinierenden Einstieg rund um die unterschiedlichen Zeitabläufe sowie die Offenbarung der in der Zeit gefangenen Enterprise konnte mich "Gefangen in einem temporären Fragment" leider nur mehr fragmentarisch überzeugen. So gab es danach noch einige gelungene – oftmals auch durchaus amüsante – Momente, die für gute Unterhaltung gesorgt haben. Die Krux daran war nur halt leider, dass in dem Moment wo man sieht, dass Dr. Crusher gerade von einem Disruptor getroffen wird, bzw. gerade ein Warpkernbruch im Gange ist, weiß, dass man den Stillstand der Zeit nicht einfach nur aufhalten, sondern vielmehr die Zeit zurückdrehen wird. Und irgendwie löste sich damit bei mir sämtliche Spannung in Luft auf. Zumal die Art und Weise wie dies dann von statten ging doch sehr bequem war. Immerhin, die Auflösung wie es zu dieser Katastrophe kam konnte mir soweit ganz gut gefallen, und ich mochte auch die Überlegungen die eingeflossen sind, um nach der Wiederherstellung des üblichen Zeitablaufs die Katastrophe zu verhindern. Dennoch, mit anderen "Zeitreise"-Geschichten kann "Gefangen in einem temporären Fragment" in meinen Augen leider nicht ganz mithalten.

Wertung: 3 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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