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"Jenseits der Götter": Interview mit Autor Daniel "Klapowski" Krinke Drucken E-Mail
"Ich wollte die größtmögliche Geschichte erzählen..." Kategorie: Interviews - Autor: C. Siegel | M. Wenzel - Datum: Montag, 22 Dezember 2014
 
Zu Beginn von Daniel Krinkes "Jenseits der Götter" erwacht der Romanheld David in einer beinahe allmächtigen Metallsphäre. Sie hat die Größe eines Planeten und erlaubt es durch Wurmlochtechnologie, alles im Universum zu beobachten — und zu beeinflussen. Ohne diese gigantische Maschine wäre die Realität dem Untergang geweiht, denn ihr Eingreifen hält Schwerkraft und Raumdimensionen zusammen. Nur JEV, ein uraltes Wesen, kann sie mit seinem Geist bedienen... "Wie wäre es eigentlich, nicht nur kritische Rezensionen über anderer Leute Werke zu schreiben, sondern es einmal selbst mit einem Science-Fiction-Roman zu versuchen?" Dieser Gedankengang stand am Anfang von Daniel Krinkes (Klapowski, Zukunftia.de) erstem Roman, über den wir mit ihm in unserem Interview ausführlich gesprochen haben.

Daniel Klabaumski


 
 
fictionBOX: Bisher warst du den deutschen SF-Fans unter deinem Künstlernamen Daniel Klapowski vor allem als Autor der Satireseite Zukunftia.de ein Begriff. Was hat dich dazu veranlasst, einen "ernsthaften" SF-Roman zu schreiben?

Daniel Krinke: Kurz gesagt: Satire ist relativ einfach, zumindest für mich, nach all der Zeit. Keine große Herausforderung, wenn man erst mal begriffen hat, wie das Spiel aus Über- und Untertreibungen, eigener Meinung, metaphorischen Vergleichen und plumper Publikumsbeschimpfung funktioniert. Eine durchgängige Geschichte zu erzählen, das ist da schon eine ganz andere… na, "Geschichte" eben: Nur eine einzige Buchseite, auf der irgendetwas "seltsam" beschrieben wurde, schon ist der (kritische) Leser mental für 50 Seiten raus. Bei meinen Artikeln kaschiere ich Gedankensprünge als Stilmittel, hier hingegen konnte ich mich weiter entwickeln, weil es einfach notwendig war. Und das war auch Spaß!

fictionBOX: Auch wenn es letztlich Spaß gemacht hat – bist du zwischendurch manchmal an deinen eigenen Ansprüchen verzweifelt und warst kurz davor, hinzuschmeißen? Was hat dir dann Mut gemacht, letztlich doch weiterzuschreiben?

Krinke: Hinschmeißen eher nicht, aber zwischendurch lief es auf die übliche Schiene hinaus, auf der viele Hobbyautoren landen: "Ach-ich-schreibe-das-sowieso-nur-für-mich. Ist-mir-egal-wenn-es-keiner-will. Ich-habe-immerhin-viel-dabei gelernt." - Eben die üblichen Gründe, warum man einen Roman angeblich nur für sich selbst (und dann oft nicht mal das) fertigstellt. - Und dann lauert man aber doch bei jeder Zeitungsmeldung zum aktuellen Verlagsgeschehen darauf, ob das Veröffentlichen nicht gerade doch wieder einfacher geworden ist. Die Geschichte wollte ich aber definitiv abschließen, denn sonst hätte es mich ewig belastet, SELBST das Ende nicht erfahren zu haben. "Mensch, Daniel! Was wird denn nun aus JEV und dem Universum?!"

fictionBOX: Gab es in Krisenmomenten vielleicht auch manchmal den Gedanke, doch lieber weiter in gewohnten Fahrwassern zu segeln und "einfach" ein Satirebuch zu schreiben anstatt eines komplexen SciFi-Romans? Und darf deine Leserschaft vielleicht sogar damit rechnen, dass von dir irgendwann doch noch ein satirisches Werk erscheint?

Krinke: Ein satirisches Buch ist sogar eine SEHR realistische Möglichkeit für die (ferne) Zukunft. Aber dabei gäbe es verschiedene Probleme: Satire füllt nur selten dickere Werke zufriedenstellend. Zumindest ich habe mich nach 50 Seiten fast immer gelangweilt, von Harald Schmidt bis Oliver Kalkofe. Getreu dem Motto: "Okay, ich habe den Gag, die humoristische Aussage langsam kapiert." - Der Terry-Pratchett-Effekt eben. Ein paar kürzere Artikel in einer Sammlung, DAS wäre bei mir jedoch denkbar...

fictionBOX: Und ein SF-Satireroman wie Douglas Adams' "Per Anhalter durch die Galaxis" wäre nichts für dich?

Krinke: Doch, doch. Die finde ich generell schon ganz Okay, zumindest 1 - 2 Bücher zum Lesen, damit man die popkulturellen Anspielungen kapiert, wenn alle SF-Nerds sich wieder mal über ominöse Handtücher beömmeln. Das selbst zu schreiben, darauf hätte ich (erstaunlicherweise?) derzeit keine Lust. Da müsste mir schon was einfallen, was eine längere Handlung trägt UND neue Witze beinhaltet. Die Heldin mit einem Lakritze verschießenden Laser auszustatten und den Sidekick-Roboter zum depressiven Psychopathen zu machen (Lexx, Futurama, etc...), das reicht mir dann doch nicht - mehr. Ich glaube auch, 350 Seiten an Spannung und Mysterien sind einfacher als 350 Seiten an gutem Humor zu erschaffen. Bei Satire muss man eben sehr konzentriert ALLES von oben bis unten, von links nach rechts betrachten und kommentieren. Eine halbwegs spannende Geschichte hingegen bewegt sich einfach von A nach C über B. Das ist einfacher.

fictionBOX: Woher kam die Grundidee für "Jenseits der Götter"?

Krinke: Ich wollte einfach die größtmögliche Geschichte erzählen, die möglich war, gleichzeitig aber eine Hauptperson wählen, mit der man sich identifizieren kann. Und da kam mir einfach in den Sinn, dass ein junger Mann irgendwo erwacht und eben eine Art Gott werden soll. Danach musste ich mir „nur“ noch ausdenken, wieso irgendjemand so ein System jemals erfunden haben könnte. Und das Verbinden von Religion und SF fand ich immer schon toll, so lange es am Ende nicht auf esoterischen Quark hinausläuft, bei dem man buchstäblich alles oder gar nichts erklären kann. Ein Negativbeispiel ist da für mich tatsächlich das Ende von "Interstellar".

fictionBOX: Gab es für dich auch positive Beispiele, an denen du dich beim Schreiben orientiert hast? Wenn ja, was hat dich an diesen Beispielen besonders inspiriert?

Krinke: Obwohl ich nur die Hälfte aller Bücher von Dan Simmons richtig gut finde, mag ich seinen Stil: Episch, mutig und über den Dingen schwebend. Leider verläuft vieles irgendwie im Nirgendwo, nachdem er seine Hauptpunkte und literarischen Anspielungen untergebracht hat. Daher will ich selber in Zukunft mindestens 90% aller aufgeworfenen Fragen auch im selben Werk beantworten. Frage mich heute noch gelegentlich, was das mit den Zeitgräbern und dem Baum mit den aufgespießten Leibern in "Hyperion" eigentlich GENAU sollte. Ach ja, den Deutschen Michael Marrak mochte ich vor 10-12 Jahren mal (heute wohl nicht mehr so bekannt?), aber auch hier waren die tollen, wilden Ideen nie mit einem überzeugenden Gesamtplan unterfüttert.
Jenseits der Götter
fictionBOX: Du hast fast 10 Jahre an "Jenseits der Götter" geschrieben, bis das Buch endlich fertig war. Frech gefragt: Warum hat das so lange gedauert?

Krinke: Weil man sich als Anfänger nichts zutraut, speziell bei dieser allumfassenden Mammutgeschichte. Hätte ich vorher mit Kurzgeschichten angefangen oder anderweitig literarische Lorbeeren gesammelt, so wäre es wohl schneller gegangen, auf rein psychologischer Basis. Ich hatte tatsächlich an bestimmten Punkten keinen Plan, worauf die Story hinauslaufen sollte, was die Lust zum Schreiben doch arg eingedampft hat. – Und das bedeutete auch nachträgliche Planänderungen, die Zeit kosteten. Nicht so sehr auf dem Papier, sondern im Kopf. Ich schreibe nämlich erst dann etwas auf, wenn ich mir sicher bin, dass ich später nur noch 15-20% anpassen muss. Alles andere wäre Verschwendung von knapper Schreibzeit. Und all diese Dinge geschahen immer vor dem Hintergrund, dass es vielleicht nie jemand lesen wollen würde. Man muss bedenken, dass es vor wenigen Jahren noch keinen Durchbruch bei den Kindle-Geräten gab. Erst jetzt machte es erst Sinn, das Ding rauszuhauen. Und bei der Fortsetzung (zwinker, zwinker) noch mal mehr als heute.

fictionBOX: Ist das Endprodukt mit dem, was du dir vor knapp 10 Jahren vorgestellt hast, noch vergleichbar, oder ist letztendlich ein ganz anderes Werk herausgekommen, als ursprünglich gedacht?

Krinke: Die erste Buchhälfte ist so ziemlich exakt das, was ich mir vorgestellt hatte. Danach wurde sehr viel abgeändert, wie gesagt: nur im Kopf. So sollten die wahnsinnigen Henochs beispielsweise viel präsenter in der Geschichte sein, auch eine größere Schlacht war vorgesehen. Nicht mal Figuren wie D’Lara waren am Anfang so eingeplant, wie sie dann auftraten. Eigentlich habe ich viele geplante David-Szenen auf D’Lara übertragen, ohne hier jetzt zu viel verraten zu wollen. Das funktionierte viel besser. Ansonsten gab es gerade im letzten Drittel ein paar ruhige Passagen, die mit etwas literarischem Sprühlack deutlich epischer hätten werden sollen. Aber im Endzustand gefällt es mir jetzt richtig gut. Ich schrieb ja keinen 200-Millionen-Hollywood-Blockbuster, wo es ständig krachen muss.

fictionBOX: Kannst du uns einen kurzen Einblick in deinen Schreibprozess geben? Hattest du die Grundzüge der Geschichte bereits im Kopf, ehe du dich hinter die Tastatur gesetzt hast, oder hast du einfach drauf losgeschrieben und dich selbst davon überraschen lassen, wohin dich die Geschichte führt?

Krinke: Die Grundzüge hatte ich im Kopf, aber das Ende war luftleerer Raum, beziehungsweise eine Vielzahl an Möglichkeiten. Eigentlich gab es lange Zeit keines. Aber meiner Erfahrung nach muss man das auch mal zulassen können, so dass die Figuren und Umstände dann selber eine Entscheidung treffen. Manchmal wusste ich selbst erst an der entsprechenden Stelle, wenn die Bühne quasi aufgebaut war, wie meine Charaktere reagieren würden. Das setzt Vertrauen in das Setting voraus. Und man darf sich nicht vorab alle Möglichkeiten verbauen. Vielleicht klappt das in einer epischen Geschichte sogar besser als in einem Krimi, wo man am Anfang tunlichst wissen sollte, wer am Ende der Mörder sein soll.

fictionBOX: Religion und Glaube spielen in deinem Debütroman eine große Rolle. Wie kam es dazu? Sind das Themen, die dich auch im Alltag oft beschäftigen?

Krinke: Man kommt man ja bei allen wichtigen Fragen irgendwann entweder auf die Wissenschaft, die Philosophie – oder halt auf die Religion. Ich habe versucht, diese Anteile gleichberechtigt zu behandeln, aber die Religion war dann doch erstaunlich stark und drängte immer stärker auf Beachtung. Das lag einerseits daran, dass die Geschichte auf einem eher unterentwickelten Planeten spielt, andererseits bin ich selbst auch in einem eher religiösen Haushalt aufgewachsen. Nur irgendwann, beim Erwachsenwerden, kann man sich bestimmte Dinge einfach nicht mehr logisch erklären: Die Arche, Adam und Eva… Das habe ich aber eine kurze Zeit lang versucht. Und ein Teil davon spiegelt sich in der Geschichte wider.

fictionBOX: Wie schwierig war es, dein Erstlingswerk zu veröffentlichen? Und welche Ratschläge kannst du Menschen geben, die ebenfalls davon träumen, mal ein Buch zu schreiben und zu veröffentlichen?

Krinke: Zuerst mal: Ich glaube, dass sehr viele Geschichten es wert wären, erzählt zu werden. Wer sollte das schon als letztgültige Instanz entscheiden? Welches Argument kann ausreichen, um zu sagen: "Das sollte nicht erzählt werden!"? (Außer vielleicht bei J. J. Abrams, aber ich schweife ab.) Leider ist es aber so - und ich beobachte das auch im Bekanntenkreis -, dass viele literarische Gehversuche daran scheitern, dass viele nicht wissen, wie man Figuren oder eine Geschichte aufbaut. Falsche Fährten legen, Andeutungen machen, möglichst wenige Klischees verwenden, etc… Das ist schwer und benötigt - ist meine persönliche Ansicht - eine kritische Grundhaltung gegenüber den Mainstream-Medien, wenn man nicht deren flachste Geschichten kopieren will, um dann noch die üblichen Fehler von Debütromanen dazu zu mischen.

Und oftmals ist der Stil bei reinen Kindle-Amazonveröffentlichungen sogar katastrophal, was man dem Autoren aber meist nicht offen sagen darf. Selbst ich bin da überaus empfindlich, obwohl ich weiß, dass nichts perfekt ist, mein Werk erst recht nicht. Im Zweifel gibt es immer jemanden "über einem", der einem sagt, dass es sprachlich oder stilistisch eben nicht gut ist. Was natürlich nicht heißt, dass man derlei Tipps nicht annehmen sollte, im Gegenteil! Nur muss man irgendwann auch wissen, wo Schluss mit Rumfragen und Korrekturabzüge-Verteilen ist. Oder man gibt gleich mehrere hundert oder tausend Euro für einen Lektor aus. Wenn man den hat, kann man das Problem bequem abgeben. Amazon ist jedenfalls eine großartige Möglichkeit für Indie-Autoren. Aber da es da schon so viele gibt, muss man vom Titelbild bis hin zum Zusammenfassungstext ebenfalls sehr hart arbeiten bzw. auswählen. Von der Geschichte ganz zu schweigen. Niemand liest gerne einen 400-seitigen Schulaufsatz mit drei Kommafehlern pro Seite.

Aber viele Leser sind da erstaunlich locker drauf. Die erwarten für 1,99 oder 2,99 Euro kein neues SF-Standardwerk wie "Hyperion" oder "1984". Die wollen für 70 Prozent unter den Verlags-eBook-Preisen einfach mal was anderes lesen. Vielleicht nicht schon wieder die x-te Wiederveröffentlichung von diesem einen Autoren aus den USA, den man vor 30 Jahren schon unbedingt gekannt haben musste. Ich finde gerade Indie-Autoren-Leser sehr sympathisch (und marktbefruchtend), obwohl ich selbst da nicht so offen bin, leider. Ich habe kürzlich die total irren (aber sprachlich sehr hochwertigen) SF/Horror/Phantastik-Kurzgeschichten von Harlan Ellison gelesen. So was findet man einfach nicht auf dem Indie-Markt.

Aber zurück zu Grundfrage: "Richtige" Verlage lehnen eh fast alle Manuskripte ab. Das ist ganz normal, selbst bei denen, die danach doch noch wahnsinnigen Erfolg hatten. Man sollte sein Werk ihnen zwar mal anbieten, sich dann aber nicht wundern, wenn die aufwendige Präsentationsmappe nach 10 Monaten mit einem Standardschreiben abgelehnt wird. So wie bei mir.

fictionBOX: Wie du gerade sagtest, bist auch du überaus empfindlich, wenn dein Roman kritisiert wird. Hat diese Erfahrung Einfluss auf deine Arbeit als Satiriker? Schließlich machst du auf Zukunftia.de schon seit Jahren genau das: die Werke Anderer kritisieren. Wird man nachdenklicher, vielleicht sogar etwas milder, wenn man diese bitteren Pillen plötzlich selbst schlucken muss?

Krinke: Bisher kann ich das gar nicht so deutlich beantworten, denn bisher habe ich inhaltlich keine vöööllig niederschmetternde Kritik gelesen oder gehört. Am härtesten war da noch, dass meine Freundin (die ihre SF-Roman-Zeit eher hinter sich hat) die Figuren David und Evana nicht total super-sympathisch fand. Oder zumindest weniger als den dicken, gemütlichen Charlie, den ich selbst allerdings auch total mochte. Ne, eigentlich bin ich nicht milder geworden, vielleicht sogar noch kritischer. Inzwischen durchschaue ich Mechanismen beim Aufbau von Figuren, Dialogen und Konzepten ja etwas besser (wie bei jedem Mediennutzer, der älter wird), was dazu führt, dass ich mich nach einigen Stunden investierter Zeit eher mal ärgere, wenn die Geschichte im Sande verläuft.

Greg Bear kann ich z.B. nicht mehr lesen, und die DS9-Romane, die ich kürzlich nachholen wollte, nach 4 Romanen auch nicht mehr. Da ist mir das Verhältnis "Staunen/100 Seiten" einfach zu niedrig. Bei älteren Klassikern, z.B. aus den 60ern, 70ern, da bin ich tatsächlich milder. Das ist mehr wie ein geschichtliches Dokument, sprachlich auch oft höherwertig. Aktuelle Bücher müssen sich immer erst gegen meinen spontanen Eindruck wehren, gerade auf der Mainstreamwelle zu schwimmen. Wie oft habe ich bei Heyne etwas von den vermeintlich neuen Kultautoren aus den USA (New York Times: "Großartig!") gehört und war dann enttäuscht über die "Kriegsschiff macht Kriegsschiff-Sachen"-Storys. Da lobe ich mir Andreas Eschbach mit seinen einmaligen "Haarteppichknüpfern"!

fictionBOX: Was steht für dich als Nächstes an? Hast du schon eine Idee für einen neuen Roman? Und werden wir wieder fast 10 Jahre auf dein nächstes Werk warten müssen?

Krinke: Das ist eine schwierige Frage. Oder eine leichte. Oder eine rhetorische, im schlimmsten Fall. – Ich sage es mal so: Ich bin zufrieden mit dem Leserecho auf die bisherige Geschichte. Und wenn die Kritiken gut sind, wird es vielleicht noch mehr zufriedene Leser geben, was meinerseits Lust auf das Weiterschreiben der Fortsetzung bedeutet. Ja, ich denke, dass es irgendwann weiter gehen wird, diesmal auch deutlich schneller als erst in 10 Jahren. Die Fortsetzung wird aber anders, düsterer, eher eine Dystopie, eine Neuerfindung und noch genauere Betrachtung der Grundidee, weniger ein bloßes Weitermachen mit den gleichen Figuren. "Jenseits der Götter" war bei allen ernsten Themen eher leicht, ein bisschen wie TNG, um mal Star-Trek-Klischees zu verwenden. Ich glaube, das nächste Buch (wenn "Jenseits der Götter" denn genug Erfolg hat, um einen Nachfolger zu rechtfertigen) wird sperriger, DS9-iger. Vermutlich werden wir alte Charaktere wiedersehen und verstehen, was ihre früheren Entscheidungen denn nun wirklich bedeutet haben. Im Prinzip gibt es noch so viel zu erzählen, dass man sagen kann, dass das geschaffene Universum erst mit 3 Büchern "komplett" ist. Und die Themen "Macht", "Religion" und "Verantwortung" werden sich weiter durchziehen, versprochen.


Das Interview führten Christian Siegel und Martin Wenzel.


Weiterführende Links:
"Jenseits der Götter" - Review
"Jenseits der Götter" bei Amazon.de
Zukunftia.de


Bildquelle: (c) Daniel Krinke




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