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Phoenix ComiCon 2013 - Tag 1: Ein B5-Fan im Geek-Himmel Drucken E-Mail
Fans und Stars feiern 20 Jahre "Babylon 5" Kategorie: Specials - Autor: Christian Siegel - Datum: Montag, 01 Juli 2013
 
Phoenix ComiCon 2013: Logbuch eines Geeks – Tag 1Von 23. bis 26. Mai 2013 fand die Phoenix ComiCon 2013 statt – und ich war dabei! In diesem vierteiligen Special möchte ich von meinen Erlebnissen dort erzählen. "Tag 1" geht dabei u.a. ausführlich auf die Vorgeschichte ein – warum ich meinen allerersten Con-Besuch nicht wirklich zähle, warum es fast 15 Jahre bis zu meinem nächsten dauern sollte, und wieso es mich für eben diesen just nach Phoenix verschlug. Außerdem schildere ich euch meine ersten Eindrücke, sowie meine Erlebnisse vom Donnerstag. "Tag 2" beschäftigt sich u.a. mit den Podiumsdiskussionen von Walter Koenig, Claudia Christian und JMS; außerdem erzähle ich darin, wie ich die "Babylon 5"-Stars zum ersten Mal in meinem Leben persönlich getroffen habe. "Tag 3" dreht sich um den Samstag, der ganz im Zeichen der großen "Babylon 5 Reunion"-Veranstaltung stand – jedoch auch davon abgesehen noch das eine oder andere erwähnenswerte zu bieten hatte. Und in "Tag 4" berichte ich euch von meinem Zusammentreffen mit anderen anwesenden Stars, sowie vom etwas ungeplant verlaufenden Ausklang der Convention.

"Der erste Schritt" – Mein erster Convention-Gehversuch
Seit meinen Kindheitstagen bin ich großer Fan von "Star Trek" – woran sich bis heute nichts geändert hat. In den folgenden Jahren kamen dann zahlreiche andere Universen aus dem Genre-Bereich hinzu. "Star Wars". "Babylon 5". "Akte X". "Stargate". "Der Herr der Ringe". "Lost". Und noch viele mehr! Doch aus welchem Grund auch immer: Bisher sprachen mich Conventions nicht so recht an. Bis zu meinem Besuch auf der Phoenix ComiCon konnte ich nur auf einen einzigen entsprechenden Besuch zurückblicken, nämlich die "Star Trek"-Convention in San Francisco am 7. August 1999. Wie es mich dorthin verschlug, ist an sich schon eine recht lange Geschichte, aber ich versuche es kurz zu machen: Im Schuljahr 1996-1997 hatten wir an meiner Handelsakademie einen interimsmäßigen Direktor, der die Agenden übernahm, nachdem der alte in Pension gegangen war und bevor ein neuer diese Rolle übernehmen würde. Eben dieser, der auch uns unterrichtete, hatte etwas mehr Spielraum, was Veranstaltungen etc. betrifft. Und so begab es sich, dass sich unsere Klasse, als die Sprachferien für den Herbst 1997 geplant wurde, nicht wie sonst üblich "nur" nach England, sondern vielmehr in die USA orientierte. Mein damaliger Freund und Schulkollege Andreas und ich waren beim Ausfüllen der Fragebögen, was Interessen etc. betrifft, ehrlich; so berichteten wir unverblümt von unserer Vorliebe für "Star Trek" und andere SF-Serien. So kam es dann schließlich, dass wir an eine Gastfamilie gerieten, die Geeks waren, genau so wie wir. Aus diesem ersten Besuch sollte eine Freundschaft entstehen, die bis zum heutigen Tag anhält – nicht zuletzt stattete ich allen von ihnen im Zuge meiner USA-Reise zur Phoenix ComiCon wieder einen Besuch ab.

Und so kam es dann auch, dass während viele andere als Maturafeier (Matura = Abitur) zum Saufen Abfeiern nach Ibiza zur flogen, es Andreas und mich vielmehr für fast 4 Wochen in die USA verschlug, um unserer Gastfamilie einen weiteren, längeren Besuch abzustatten. Und im Zuge dessen besuchten wir eben auch besagte Convention. Nun müsst ihr verstehen: Als Fans in Österreich war das für uns Neuland. In Deutschland mag es seit 1992 jährlich die FedCon sowie noch viele andere Conventions geben, doch in Österreich hat sich bis heute keine ähnliche Veranstaltung etabliert. Selbst "Galaxy Quest", der einen ersten Einblick in solche Conventions gab, kam erst im darauffolgenden Jahr in die Kinos. Und so war ich in gewisser Weise auch völlig überfordert, als ich unsere "Gastmutter" und ihren Sohn gemeinsam mit Andreas damals auf diese Convention begleitete. Wir wurden quasi mitgeschleppt, waren aber "nur" Begleiter. Ja, ich traf dort Kenny Baker, William Windom, Gary Lockwood und Grace Lee Whitney, holte mir ihre Autogramme, und lauschte danach Vorträgen sowohl von ihnen als auch von Brent Spiner, der sich teilweise genau solch geekigen Detailfragen stellen musste, wie dies wenige Monate später in "Galaxy Quest" so köstlich persifliert wurde. Dennoch zählt es für mich irgendwie nicht so recht als "echter" Con-Besuch; fühlte ich mich doch eher als Begleiter und/oder Mitläufer, denn als "vollwertiger" Con-Gast.

Und vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich damals meinem Geektum noch eher im Stillen fröhnte. Internet hatte ich gerade mal seit ein paar Monaten, und erst langsam begannen sich die ersten Internet-Foren zu etablieren, in denen man sich mit anderen Fans austauschen konnte. Fan dieser Serien mag ich davor schon gewesen sein, aber erst in den 0er-Jahren wurde ich wohl zu einem richtigen "Geek". Was nun die Frage betrifft, warum ich seither nie wieder eine Convention besucht habe: Genau kann ich das selbst nicht beantworten. Teilweise liegt es daran, dass keine "vor der Haustür" stattfindet, und somit immer mit einer Reise verbunden gewesen wäre. Und allein hat's mich bisher wohl einfach noch nie so recht gefreut, bzw. war der Anreiz (in Form von Gästen) nicht groß genug. Jedenfalls hatte ich mich bis vor kurzem nie ernsthaft für Conventions interessiert, und/oder damit spekuliert, eine zu besuchen. Ein erster kleiner Umschwung kam dann wohl mit der Doku "Comic-Con Episode IV: A Fan's Hope", die ich letztes Jahr auf dem /slash Filmfestival sah. Zwar ist die San Diego Comic-Con derart überfüllt, dass ich nicht wirklich vorhabe sie jemals zu besuchen, dennoch machte die Doku deutlich, dass von dieser Fan-Veranstaltung eine gewisse Faszination ausging. Bis dahin sah ich in erster Linie immer die Stars als Hauptattraktion, und die meisten waren es mir bislang halt einfach nicht wert, mich nur um sie zu treffen in den Flieger zu schmeißen. Diese Doku vermittelte mir aber zum ersten Mal diesen ganz besonderen Flair von Fan-Conventions, den ich anno 1999 einfach noch nicht so recht erkennen und genießen konnte. Und ich dachte mir: Eines Tages musst du sowas mal machen. Dass es gleich im darauffolgenden Jahr sein und es mich dafür über den Atlantik verschlagen würde, damit hatte ich damals jedoch noch nicht gerechnet.

Werbebanner für die B5 20-Reunion, (c) Phoenix ComiCon 2013

"Zeichen und Wunder" – Alle Wege führen nach Phoenix
Die Kurzfassung der Antwort auf die Frage, warum es mich für meinen ersten "richtigen" Con-Besuch just nach Phoenix verschlug, findet ihr im Bild über dieser Überschrift. Ja, ich bin Fan von vielen Filmen und Serien. Aber kein Fandom ist mir näher, kein "Universum" hat mich mehr fasziniert und begeistert, als "Babylon 5". Und dann noch dazu so ziemlich alle noch lebenden Darsteller auf einem Fleck vereint! Das war eine Verlockung, der ich letztendlich nicht widerstehen konnte. Und doch war es nicht ein Fall von "Da muss ich hin!", gleich als ich die erste Werbeanzeige (damals noch ohne Peter Jurasik, Robin Atkin Downes, Andrea Thompson, Tracy Scoggins und Jason Carter) sah. Ich speicherte es als coolen Event und maximal als "vielleicht" oder "Wär das nicht toll?" ab; vom Entschluss, wirklich hinzufliegen, war ich zu diesem Zeitpunkt jedoch noch weit entfernt. Dann passierten drei Dinge auf einmal: Erstens fiel mir bei genauerer Betrachtung auf, dass die Convention just in jenen Zeitraum fällt, für den ich ohnehin meinen großen Urlaub in diesem Jahr angesetzt hatte. Bereits bevor die ersten Infos zu dieser Convention kamen dachte ich darüber nach, meinen Freunden in den USA, die ich seit 2009 nicht mehr gesehen hatte, wieder einen Besuch abzustatten – und Anfang nächsten Jahres bekam ich diesbezüglich von ihnen nun endlich das ok. Und um auf all das noch eins draufzusetzen, kam dann die Ankündigung der zusätzlichen Gäste. Und zum ersten Mal meldete sich im Hinterkopf eine Stimme, die meinte: "Warum eigentlich nicht?" Nun begann ich mit der Planung meiner Reise. Ich wusste, dass ich nicht nur zur Convention fliegen sondern wenn dann auch all meine Freunde dort besuchen will. Doch würden sie Zeit haben? Würde es uns gelingen, den ganzen Rest rund um diese fixen Termine Ende Mai herum zu planen? Hinzu kommt, dass ich nur ein kurzes Fenster hatte, in dem ich mir – aus beruflichen Gründen – Urlaub nehmen konnte, nämlich von 18. Mai bis 2. Juni. Da der Rückflug an diesem Tag dann nicht mehr zur Verfügung stand, musste ich zwar letztendlich auf den 3. Juni verlängern – davon abgesehen ist es mir aber tatsächlich gelungen, alles und jeden unter einen Hut zu bringen. Ich bin ja nun nicht unbedingt jemand, der ans Schicksal glaubt – aber in diesem Fall schien es tatsächlich so, als sollte es einfach sein.

Dieses wunderschöne Poster von Lightspeed FineArt ließ ich mir von allen anwesenden DarstellerInnen signieren.Und so kaufte ich Ende Januar meinen 4-Tages-Pass, buchte das Hotel sowie sämtliche Flüge. Dennoch galt es, für meinen ersten "echten" Convention-Besuch noch ein paar weitere Vorkehrungen zu treffen. Ich meine, wenn man schon mal dort ist, und alle beisammen hat, will man sie ja auch was Schönes signieren lassen. Lange Zeit haderte ich mit mir, ob ich es mir wirklich leisten will, letztendlich machte ich mir aber bewusst, dass es sich hierbei wohl um eine "once in a lifetime"-Angelegenheit handelt, und ich es für den Rest meines Lebens bereuen würde, sie nicht voll ausgekostet zu haben. Und so nahm ich fast 200 Dollar in die Hand, um mir nebenstehendes wunderschöne Poster von Lightspeed Fineart (die übrigens auch zu anderen "Universen" ein paar phantastische Artworks anbieten; ein Besuch ihrer Webseite sei daher allen Geeks die sich für so etwas interessieren wärmstens empfohlen!) zu kaufen, um es von allen anwesenden Stars signieren zu lassen. Darüber hinaus wollte ich mich auch standesgemäß kleiden. Hierzulande, in Österreich, ist die Geek-Kultur ja leider nicht übermäßig ausgeprägt, und auch in Deutschland scheint sie sich meinem persönlichen Empfinden nach auf Conventions zu beschränken – während man davon abgesehen im deutschsprachigen Raum als Fan von "Star Trek" und Konsorten ja doch nach wie vor vom überwiegenden Teil der Bevölkerung eher belächelt wird, und den einen oder anderen mitleidigen Blick erntet, wenn man sich mit einem "Star Wars"-Roman in Bus oder Straßenbahn blicken lässt. In den USA scheint man diesbezüglich viel aufgeschlossener zu sein. Und so wollte ich die Gelegenheit nutzen, und meinen ansonsten unter der korrekten "Controller"-Schale versteckten Geek-Kern ein Wochenende lang so richtig auszuleben. Letztendlich wurden es drei T-Shirts: Zwei "nur" mit Zitaten von Babylon 5 vorne sowie dem Leitspruch "Faith Manages" hinten, sowie eines mit der Station, sowie einem Zitat auf der Rückseite. Mit T-Shirts ausgestattet und Vorbestellungen für Poster sowie dem "B5 20" Artbook, das ich jedem Fan der Serie nur wärmstens ans Herz legen kann, setzte ich mich am frühen Morgen des 23. Mai nach einem Kurzbesuch in Miami in den Flieger von Fort Lauderdale nach Phoenix.

Der Eingang zur Phoenix ComiCon

"Der Weg ins Licht" – Willkommen im Geek-Himmel!
Nach einem ereignislosen Flug landete ich plangemäß um ca. 13:00 Uhr Ortszeit am Flughafen in Phoenix. Nachdem ich mir meinen Koffer geschnappt hatte, galt es nun, den von mir georderten Shuttleservice zu finden – was sich angesichts der Tatsache, dass die werte Dame, die eigentlich dazu dagewesen wäre, ankommende Reisende zu empfangen, ohne Kapperl und derart zusammengekauert auf ihrer Bank saß, dass man das Logo auf ihrem Shirt nicht erkennen konnte, und sie daher für eine ganz normale Reisende hielt. Nach mehrmaligen Hin und Her dämmerte es mir dann aber schließlich doch, dass ich bei ihr richtig bin, und sie rief das Sammeltaxi herbei. Ca. 15 Minuten später traf dieses dann ein – doch wer glaubt, wenige Minuten später war ich im Hotel, der irrt. Denn der Fahrer war offensichtlich neu in der Firma, und kam mit dem Navigationsgerät nicht zurecht. Der einschulende Kollege, der neben ihm saß, hatte die Ruhe weg, und zog es vor, den Lehrling selbst zurechtkommen zu lassen, als ihm etwa zu helfen. Mir persönlich war's ja ziemlich egal, aber eine junge Frau neben mir wurde mit der Zeit doch ziemlich unrund – immerhin arbeitete sie für einen der Aussteller und sollte möglichst rasch beim Convention Center eintreffen, um beim Aufbau helfen zu können. Eine ungelogene Viertelstunde später war es dann aber soweit, und wir machten uns auf den Weg.

Das Programmheft der Phoenix ComiCon 2013.Das Hyatt liegt direkt neben dem Convention Center, und ist das offizielle Partner-Hotel der Phoenix ComiCon – und war somit auch meine Wahl. Bereits beim Hineingehen brachte einen das Hyatt so richtig in Geek-Stimmung: Über den Eingangstüren waren Sticker zu "Star Wars", "Spider-Man", "Justice League" und "Iron Man" angebracht, die Rezeptionistinnen hatten Replikas von Wonder Womans goldenem Diadem auf, und in der Lobby erklang ein bekanntes Soundtrack-Stück aus Film und Fernsehen (u.a. "Star Wars", "Indiana Jones", "Game of Thrones" uvm.) nach dem Anderen. Ich checkte ein, brachte mein Gepäck ins Zimmer, und beschloss, mir gleich mal meinen "Con-Badge" abzuholen. Also direkt rüber über die Straße (in Phoenix war es zwar heiß, aber da es eine trockene Hitze war, fand ich es erträglicher als zuvor in Miami), die Rolltreppen runter, meine Internet-Bestätigung hergezeigt und den "Full Event"-Ausweis umgehängt. Beim Hinausgehen schnappte ich mir noch schnell ein Programmheft (siehe nebenstehendes Bild), und dann gings zurück ins Hotelzimmer, um mich für den ersten Con-Tag bereit zu machen. Dafür machte ich doch tatsächlich zum ersten Mal im Leben von einer Grundausstattung von Hotelzimmern gebraucht: Dem Bügeleisen und dem Bügelbrett! Bereits nach dem Versand im Kuvert waren die T-Shirts ja etwas durchgeknetet, aber spätestens nach ihrer Reise im gut gefüllten Koffer waren sie derart zerknittert, dass ich so nicht auf die Con gehen wollte. Also: Bügelbrett aufgestellt, Bügeleisen geschnappt, Wasser eingefüllt, T-Shirts umgedreht (um den Druck nicht zu beschädigen) und losgebügelt! Die Convention hatte noch nicht man angefangen, und schon hatte sie ihren ersten "Iron Man".

Zeit, den inneren Geek herauszulassen, und sich ins Getümmel zu stürzen.Nun war es an der Zeit, mich ins Getümmel zu stürzen. Für den ersten Tag entschied ich mich für eines der reinen "Quote"-Shirts, mit G'Kars Spruch aus "Wann, wenn nicht jetzt?" bzw. dem Intro aus "Vergessene Legenden". Und nur wenige Augenblicke, nachdem ich das Hotelzimmer verlassen hatte, fühlte sich mein innerer Geek so, als wäre er endlich zu Hause angekommen. Ich war keine Minute aus dem Hotelzimmer raus, stand im Aufzug, und schon hörte sagte eine junge Dame zu mir: "I like your shirt!", und erklärte ihrer Freundin, dass es sich um ein Zitat von G'Kar handeln würde. In solchen Momenten weiß man, dass man im Geek-Himmel angekommen ist, und sich unter Gleichgesinnten befindet (übrigens sollte es nicht das letzte Mal sein, dass man meinen T-Shirts Komplimente machte. So gesehen hat sich die Investition für mich auf jeden Fall gelohnt. Jetzt hoffe ich nur, dass ich wieder einmal Gelegenheit haben werde, sie aus dem Schrank zu holen und anzuziehen!). Dementsprechend eingestimmt, war es nun höchste Zeit, der Phoenix ComiCon einen ersten Besuch abzustatten. Hierfür verschlug es mich in die "Exhibitor Hall"; eine große Halle, in der alle möglichen Künstler ihre Zeichnungen, Comics, Artworks, Romane etc. ausstellen. Darüber hinaus waren dort die Stände für die Signierstunden. Die Halle war vollgepackt mit allen möglichen Ständen. Neben Künstlern waren auch viele Händler dort, die Comics (no na), Spielzeug, Poster, Soundtracks, T-Shirts, Laserschwerter uvm. feilboten. Am Donnerstag war es noch vergleichsweise ruhig, aber am Samstag war die Halle gesteckt voll mit Leuten; allerdings war dies auch der einzige Tag, wo es annähernd unangenehm wurde. Mit der San Diego ComicCon also (der Dokumentation die ich gesehen habe nach) nicht zu vergleichen, und somit wohl wenn man sich mal auf eine amerikanische Convention begeben will eine ziemlich gute Wahl.

Während des Wochenendes sah ich viele phantastische Kostüme - dieses Zombie-Brautpaar war aber mein klarer Favorit.

Natürlich tummelten sich das ganze Wochenende über auch viele Fans in selbstgemachten und/oder gekauften Kostümen herum. Egal ob Superhelden, Zombies, bekannte Filmfiguren, Protagonisten aus Computerspielen… auf der Phoenix ComiCon war alles vertreten (eine Auswahl der besten Kostüme findet ihr in der Galerie zu Tag 1 in unserer Partner-Community SpacePub). Nachdem ich mich als mal umgesehen und den einen oder anderen Autor und Zeichner erspäht hatte (u.a. Peter David, Michael Stackpole, Timothy Zahn und Mike Mignolla), suchte ich nach dem "B5 Books"-Stand, um meine "B5 20"-Vorbestellung abzuholen. Das Buch erwies sich als ganz schön schwer (noch dazu holte ich gleich zwei ab, eines für mich und eines für einen Freund); zugleich musste man uns leider mitteilen, dass die Druckerei nicht die eigentlich bestellte Premium-Variante mit hochqualitativem Papier ausgeliefert hat. Dafür durften wir aber die nicht-so-gute Version gratis behalten; die andere würde uns dann so rasch als möglich mit der Post zugestellt. Ich will hier ja keine Werbung machen, und habe das Buch auch noch nicht im Detail durchgesehen, da ich auf die Premium-Variante warten will. Habe daher nur einen flüchtigen Blick reingeworfen, aber, ganz ehrlich: Meiner Meinung nach ist es sich jeder Babylon 5-Fan schuldig, da zuzuschlagen. Die ganzen Details von den Kostümen, Sets etc. kommen leider auf der DVD nicht wirklich zur Geltung; und eine Blu Ray-Veröffentlichung scheint nach wie vor sehr unwahrscheinlich. So gesehen ist dieses Buch wohl die beste Möglichkeit, um die Arbeit der Set-Gestalter, Kostümbildner, Requisiten-Bauer etc. so richtig würdigen zu können.





Während ich mein Buch abholte, traf ich zufälligerweise einen jener drei Fans, mit denen ich – aus Kostenoptimierungsgründen – gemeinsam eine "Photo-Opportunity" mit den kompletten anwesenden B5-Stars erstanden hatte: Jan, der so wie ich einer jener Fans war, die es für diese Zusammenkunft über den Atlantik verschlagen hatte, kommt er doch aus Dänemark. In den nächsten Tagen sollten wir immer wieder zueinanderfinden und zahlreiche Veranstaltungen gemeinsam besuchen; er wurde so etwas wie ein inoffizieller Con-Begleiter. Was mir im Verlauf des Wochenendes dabei schon bald auffiel, ist, dass ich zwar bei weitem nicht der jüngste anwesende Fan war – im Gegenteil, fanden sich doch auch zahlreiche junge Fans der zweiten Generation ein, was mich sehr gefreut hat und mir die Hoffnung gab, dass "Babylon 5" auch ohne neues Material auch weiterhin neue Fans finden und weiterwachsen wird – wohl aber der jüngste Fan der "ersten" Generation; also von jenen, welche die Serie bei ihrer Erstausstrahlung (wenn auch in meinem Fall natürlich erst im deutschen Fernsehen) verfolgten. Wenig später traf ich dann auch eine "Grande Dame" des Fandoms, Jan Schroeder, mit der ich seit rund 10 Jahren im Internet in Kontakt war. Bekanntheit erlangte sie vor allem dafür, dass sie noch lange ehe die "Script Books" veröffentlicht wurde alle Drehbücher zur Serie gesammelt hat – und somit in weiterer Folge auch dem B5-Books Team für die Script Books mit Rat und Tat zur Seite stand. Jedenfalls war es sehr schön, Jan und Jan, die ich bislang nur aus dem Internet kannte, endlich mal persönlich kennenzulernen – etwas, dass sich über das Wochenende fortsetzen sollte.

Das erste von zahlreichen B5-Panels, die ich besuchte: 'Babylon 5 101'.

Aufgrund des späten Convention-Starts war der erste Tag, was das Programm betrifft, noch eher überschaubar. Dennoch besuchte ich am Abend dann gleich noch meine erste Podiumsdiskussion, bei der auch u.a. auch Jan Schroeder teilnahm. Neben ihr waren noch Tino Dai (Fan der 2. Generation), Sandra Bruckner (leitete früher den offiziellen B5-Fanclub), Matthew Yenkala (ortsansässiger Fan und Organisator der B5-Panels auf der Phoenix ComiCon), Shahn Cornell (ortsansässiger Fan), Michael Teague (langjähriger B5-Fan) und Amy Guskin (die sich mit den jetzt schon legendären Worten "I own G'Kars chest!" vorstellte) mit von der Partie. Die Diskussion lief unter dem Titel "Babylon 5 101" und war eigentlich eher für Neueinsteiger gedacht, die von der Serie bislang nur gehört hatten, und die in die wesentlichen Themen und Stärken der Serie eingeweiht werden sollten. Dennoch waren auch in dieser Veranstaltung schon viele "gestandene" Fans der Serie anwesend, die es – so wie ich – als nette Auffrischung und auch Einstimmung für das Wochenende empfanden. Zumal es immer nett ist, zu hören, was unterschiedlichen Fans oftmals an unterschiedlichen Aspekten ins Auge stechen und besonders gut in Erinnerung ist, bzw. sie zu solch großen Fans gemacht hat. Und es hat einfach Spaß gemacht, dieser Runde an Fans zu lauschen und hie und da auch Meinungen aus dem Publikum zu hören. Auch hier überkam mich wieder das Gefühl, unter "Freunden" bzw. Gleichgesinnten zu sein. So gesehen war "Babylon 5 101" einerseits ein netter Ausklang für meinen ersten Convention-Tag, der mich noch einmal auf den Hauptgrund meines Besuchs "einschwor", und zugleich eine gelungene Einstimmung auf das, was in den drei kommenden Tagen noch folgen sollte.

Soweit zur Einstimmung; am Freitag ging es dann nämlich erst richtig los! In meinem Logbuch-Eintrag zu Tag 2 findet ihr u.a. kurze Beschreibungen, Photos und Videoausschnitte der Panel-Diskussionen mit Walter Koenig, Claudia Christian und JMS. Außerdem erzähle ich dort von meinem Zusammentreffen mit den Stars, und werfe zuletzt einen Blick auf die Feier am Abend, die unter dem Motto "Captains Cantina: The Zocalo at Babylon 5" stattfand.

Christian Siegel


Weiterführende Links:
Phoenix ComiCon 2013 - Tag 2: Begegnung mit den Stars
Phoenix ComiCon 2013 - Tag 3: Die große Babylon 5-Reunion
Phoenix ComiCon 2013 - Tag 4: Schrei zum Abschied leise Feuer!
SpacePub.net-Galerie zu Tag 1 der PCC 2013
Phoenix ComiCon
B5 Books
Lightspeed Fine Art

Bildquellen:
PCC-Logo, B5 20th Anniversary-Werbebanner & Programming Guide (c) 2013 Phoenix ComiCon
B5 Cast Lightograph (c) Lightspeed Fine Art
Alle anderen Bilder (c) Christian Siegel





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