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Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung Drucken E-Mail
Eine der größten Enttäuschungen aller Zeiten Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Freitag, 13 Juli 2012
 
35 Jahre Star Wars - SPECiAL

Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung
(Star Wars: Episode I - The Phantom Menace, USA 1999)
 
Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung
Bewertung:
Studio/Verleih: Lucasfilm/20th Century Fox
Regie: George Lucas
Produzenten: Rick McCallum & George Lucas
Drehbuch: George Lucas
Filmmusik: John Williams
Kamera: David Tattersall
Schnitt: Ben Burtt & Paul Martin Smith
Genre: Science Fiction/Fantasy
Kinostart Deutschland: 19. August 1999
Kinostart Finnland: 19. Mai 1999
Laufzeit: 136 Minuten
Altersfreigabe: Ab 6 Jahren
Trailer: YouTube (Englisch)
Kaufen: Blu Ray (Saga), Blu Ray (Trilogie), DVD (Trilogie), DVD, Soundtrack
Mit: Liam Neeson, Ewan McGregor, Jake Lloyd, Natalie Portman, Ian McDiarmid, Pernilla August, Ahmed Best, Hugh Quarshie, Ray Park, Terence Stamp, Samuel L. Jackson, Anthony Daniels, Kenny Baker, Frank Oz u.a.


Kurzinhalt: Nachdem im Senat der Republik die Besteuerung von Handelsrouten beschlossen wurde, sieht sich die Handelsföderation dazu gezwungen, über den Planeten Naboo eine illegale Blockade zu verhängen. Der Senat entsendet daraufhin zwei Jedi-Ritter als Botschafter, die zwischen beiden Parteien verhandeln sollen. Doch zu Gesprächen kommt es nicht – stattdessen setzt der Vizekönig der Handelsföderation Kampfdroiden auf die Jedi an, um diese zu töten. Doch Meister Qui-Gon Jinn und seinem Padawan-Schüler Obi-Wan Kenobi gelingt es, zu entkommen, und sich bis zum Planeten durchzuschlagen. Dort machen sie zuerst die Bekanntschaft des Gungan Jar Jar Binks, und gelangen zuletzt in die Hauptstadt, wo sie Königin Amidala zur Flucht verhelfen. Jedoch wurde der Hyperraum-Antrieb des Raumschiffs beim Durchbrechen der Blockade beschädigt, weshalb die Hauptstadt der Republik, Coruscant, für sie vorerst außer Reichweite liegt. Stattdessen beschließt man, den abgelegenen Planeten Tatooine anzufliegen, der von den Hutts kontrolliert wird. Dort werden die Schergen der Handelsföderation kaum nach ihr suchen; zudem hofft man, dort die für die Reparatur des Hyperraumantriebs notwendigen Teile beschaffen zu können. Im Laden eines Händlers trifft man zufällig auf den jungen Sklaven Anakin, der meint, ihnen helfen zu können: Er möchte am nächsten Pod-Rennen teilnehmen und das nötige Preisgeld gewinnen, damit sich Qui-Gon und seine Begleiter die erforderlichen Ersatzteile kaufen können. Qui-Gon spürt schon bald, dass der Junge etwas ganz besonderes und die Macht ungewöhnlich stark in ihm ist. Ist er vielleicht gar der Auserwählte, welcher der Macht ihr Gleichgewicht wieder zurückbringen soll?

Einleitung: Das erste Teaserplakat zu 'Episode I' war ein geniales Design"Star Wars – Episode I: Die dunkle Bedrohung" war vermutlich der am längsten und meisten erwartete Film der Kinogeschichte. Es macht daher in meinen Augen Sinn, vor dem Review – ähnlich wie schon bei "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" – in einer kurzen Einleitung zu schildern, unter welchen Umständen und mit welchen Erwartungen ich ihn zum ersten Mal gesehen habe, da dies natürlich auch Auswirkungen auf meine Meinung hatte und nach wie vor hat. Wenn euch dieser Hintergrund nicht interessiert, überspringt die folgenden drei Absätze einfach, und lest direkt beim Review weiter.

Als 1980-geborener habe ich die Original-Trilogie im Kino verpasst. Meine allererste Bekanntschaft mit "Star Wars" hatte ich durch Spielzeug, vor allem Actionfiguren, die mir bei einigen Freunden untergekommen sind. Irgendwann Ende der 80er habe ich die Filme dann mal im Fernsehen aufgeschnappt – wenn auch sicherlich nicht unter besten Bedingungen. Viele Details waren mir zu dem Zeitpunkt schon bekannt, und vor allem meine ich mich zu erinnern, "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" vor allen anderen gesehen zu haben; kann aber auch sein, dass mir meine Erinnerung hier einen Streich spielt, bzw. ich das mit der "Alien"-Reihe verwechsle (wo ich den dritten definitiv als erstes sah). Jedenfalls wurde ich – wie jene, die das Glück hatten, "Star Wars" beim Kinorelease und möglichst unvorbereitet zu sehen – nicht über Nacht zum Fan; es war vielmehr ein langsamer Prozess, der dazu führte, dass ich das Universum immer besser kennen und lieben lernte. Ich begann, mit Lego Raumschiffe zu basteln, die ich in dieser weit weit entfernten Galaxis ansiedelte (wenn sie auch ganz anders aussahen als alles, was man in den Filmen zu Gesicht bekam) und weitere Abenteuer mit den Helden zu erzählen. Lego-Leuchtstäbe, die mal bei einem Raumschiff dabei waren, dienten mir dabei als Lichtschwert-Ersatz. In den frühen 90ern hatte ich selbst noch keinen PC, besuchte aber bald einen Freund, dem ich dabei zusah, wie er in "X-Wing" und später "Tie Fighter" "Star Wars"-Abenteuer auf dem PC-Schirm erlebte (eine Art Offline-Variante der heutigen Let's Plays, sozusagen). Das erste "Star Wars"-Spiel, dass ich selbst gespielt habe, war dann "Rebel Assault", sowie natürlich kurz darauf die bösen, indizierten "Dunklen Mächte". In der Handelsakademie freundete ich mich – eher zufällig – mit einem anderen großen "Star Wars" (bzw. so wie ich generell Science Fiction-Fan) an, der auch einige der Fortsetzungsromane aus dem Erweiterten Universum zu Hause stehen hatte – und sie mir bereitwillig borgte. Meine erste literarische Bekanntschaft mit dem "Star Wars"-Universum war dabei die erste Zahn-Trilogie; viele weitere sollten folgen.

Das Plakat zur Special Edition von 'Star Wars'1997 kamen dann endlich die Special Editions ins Kino. Ich weiß, dass es viele gibt, die diese für manche Änderungen heftig kritisieren; ich selbst habe ja ebenfalls an manchen Änderungen in den Reviews kein gutes Haar gelassen. Damals war mir das allerdings egal – zu groß war die Freude darüber, die Filme endlich dort sehen zu können, wofür sie gemacht wurden: Im Kino. Ich weiß noch, was für ein Ereignis das damals war. Die einzelnen Teile der Trilogie kamen binnen weniger Wochen (waren es zwei Wochen-Abstände? Bin mir nicht mehr ganz sicher) ins Kino, und wir sind ins damals bekannteste und größte Kino mit der größten Leinwand gegangen (Apollo), um uns die Filme anzusehen. Bei jedem Kinobesuch (wobei es – finanziell bedingt – bei einem pro Film bleiben sollte) trafen wir andere Schulkollegen, Freunde, Verwandte, Bekannte. Die Special Editions waren damals definitiv ein großes Ereignis und ein Phänomen – und zum ersten Mal konnte ich so richtig ein Teil davon sein.

Dann kamen die ersten Teaser-Plakate zu "Die dunkle Bedrohung". Von Anfang an war ich mir nicht sicher, ob es eine gute Idee ist, soweit in der Zeit zurückzugehen und uns Anakin als kleinen Jungen zu zeigen. Ich konnte schon damals und kann auch heute noch nachvollziehen, was George Lucas damit beabsichtigte, fürchtete aber, das zu wenig Zeit bleiben könnte, genau jene Geschichte zu erzählen, die wir damals alle zu sehen hofften: Die Klonkriege, auf die im ersten "Star Wars"-Film kurz Bezug genommen wurde. Trotzdem war ich natürlich – so wie damals wohl alle Fans – davon begeistert, dass es schon bald ein neues "Star Wars"-Abenteuer geben würde. Als Pro 7 den ersten (wirklich phantastischen und vielversprechenden) Trailer vor dem Hauptabendprogramm ausstrahlte, war der Videorekorder natürlich eingeschaltet, um ihn immer wieder und wieder ansehen zu können. Meine Vorfreude und Erwartungshaltung wuchs mit jedem Tag.

Im Sommer 1999 war es dann endlich soweit. Während die meisten unserer SchulkollegInnen zum Baden, Feiern und Saufen auf Maturareise an den Strand flogen, zog es uns in die Staaten. Im Zuge unserer 5-jährigen Ausbildung an der Handelsakademie kamen wir nämlich in den Genuss einer zweiwöchigen Sprachreise nach Amerika. Da wir bei den Kontaktformularen offen und ehrlich unsere Vorliebe für Science Fiction, Star Trek, Star Wars etc. schilderten, kamen wir an eine Gastfamilie, deren Interessen sich mit unseren überraschend – und erfreulich – deckten. Dadurch entstand eine Freundschaft, die bis zum heutigen Tage anhält. Und so beschlossen wir, nach unserer Matura (=Abitur) unserer Zweitfamilie in den USA knapp vier Wochen lang einen Besuch abzustatten. Und was taten wir am ersten kompletten Tag, den wir dort waren, nachdem wir unseren Jetlag halbwegs ausgeschlafen hatten? Wir gingen natürlich ins Kino, um uns "Episode I" anzusehen - immerhin ein knappes Monat, bevor dieser hierzulande in die Kinos kam (der daraus resultierende Aufschrei der Fans auf der ganzen Welt dürfte übrigens maßgeblich dafür verantwortlich sein, dass große Blockbuster-Filme heutzutage überwiegend weltweit annähernd zeitgleich starten – unrühmliche Ausnahmen wie "Prometheus" bestätigen die Regel). Mit einer großen Tüte Butterpopcorn und – trotz der warnenden Worte unserer Begleiter – unbändiger Vorfreude setzen wir uns in den Kinosaal… und ich erlebte eine der größten filmischen Enttäuschungen meines Lebens.

Spoiler-Warnung! Das nachfolgende Review geht ausführlich auf die Handlung des Films ein, und beinhaltet demnach Spoiler.

Review: Eines der einprägsamsten Bilder aus Trailer und FilmUnglaublich, aber wahr: In nur mehr 3 Jahren ist "Episode I" genau so lange her, wie die Wartezeit zwischen "Episode VI" und diesem Prequel betrug, nämlich 16 Jahre. Demnach befinden wir uns im 13. Jahr nach "Die dunkle Bedrohung". Und es zeigt sich: Auch 13 Jahre sind noch zu wenig, um den fahlen Beigeschmack, den der Film bei mir und vielen anderen "Star Wars"-Fans hinterlassen hat, wegzuspülen und vergessen zu machen. Denn auch wenn meine Enttäuschung zwischenzeitlich etwas abgeebbt sein mag und ich mich wohl oder übel mit der Existenz des Films abgefunden habe, hat sich an meiner grundlegenden Meinung und Haltung gegenüber dem Film nicht viel geändert. Zwar grundsätzlich nicht schlecht und durchaus unterhaltsam, hält er den Vergleich mit der kongenialen Original-Trilogie nicht im Entferntesten stand; fehlt es doch an vielen Zutaten, welche diese so gelungen gemacht haben. Wie gute Dialoge, gelungene Gags, der ausgesprochen hohe Unterhaltungswert, der Charme, und vor allem: Die Magie. Im direkten Vergleich wirkt "Die dunkle Bedrohung" auch heute noch unglaublich schal.

Auch wenn es damals bei der Erstsichtung natürlich einige Zeit gedauert hat, bis ich registriert habe, wie enttäuschend "Die dunkle Bedrohung" ist, und ich langsam die Hoffnung verlor, dass es nochmal besser und ein würdiges Prequel zur "Star Wars"-Saga werden würde… rückwirkend betrachtet hätten eigentlich schon beim nichtssagenden Einleitungstext die Alarmglocken schrillen müssen. Denn vergleicht man den verheißungsvollen "opening crawl" aus dem ersten "Star Wars"-Film mit dem Gebrabbel über Blockaden und Besteuerungen von Handelsrouten aus "Episode I", muss man sich unweigerlich unterwältigt fühlen. Ich dachte, der Film heißt "Star Wars", und nicht "Star Politics"?! Womit wir in gewisser Weise auch schon bei einem der zentralen Probleme des Films wären: Es fehlt der Haken, der uns sofort packen und in diese weit, weit entfernte Galaxis hineinziehen würde. Im ersten Film ging es darum, die Prinzessin zu befreien, und in weiterer Folge den Todesstern zu vernichten. Im zweiten waren die Rebellen auf der Flucht; durch das ständige Gefühl der Bedrohung blieb das Geschehen stets spannend und packend. Und im dritten geht es schließlich darum, das Imperium zu besiegen. Doch bei "Die dunkle Bedrohung"? Vieles von den wirklich wichtigen Dingen, die sich hier zutragen, wie die Machtergreifung durch Senator Palpatine sowie das Komplott von Darth Sidious, spielen sich überwiegend im Hintergrund ab – wie das für solche Verschwörungen halt auch üblich und passend ist. Die vorgelagerte Handlung rund um die Blockade durch Naboo, oder auch unsere Begegnung mit Anakin Skywalker, ist aber für sich genommen nicht interessant genug, um ähnlich packen und begeistern zu können wie die klassische Trilogie. Auch wissen wir für lange Zeit nicht, was das ganze eigentlich soll, und wo sich das alles hinbewegen wird. George Lucas dachte wohl, allein die Rückkehr ins "Star Wars"-Universum wäre schon genug, um das Interesse der Zuschauer zu wecken – und scheint sich rein auf diesen Aspekt zu verlassen, während die Handlung für viel zu lange Zeit ziel- und antriebslos vor sich hinplätschert.

Ein Raumschiff im Orbit eines Planeten. Soweit, so gut…Eben diese Handlung beginnt – wie für "Star Wars"-typisch – im Orbit eines Planeten; wenn wir auch diesmal nicht einfach nur nach unten oder oben schwenken, um diesen zu erblicken, sondern zur Seite. Dabei verfolgen wir das Raumschiff, dass die beiden Botschafter der Republik – die Jedi-Ritter Qui Gon-Jinn und der aus der klassischen Trilogie bekannte Obi-Wan Kenobi – zu einem der Droidenkontrollschiffe der Handelsföderation bringt. Kurz nach der Ankunft gibt Obi-Wan den vielzitierten, aus der klassischen Trilogie wohlbekannten "Star Wars"-Spruch "I have a bad feeling about this" zum Besten – und rückwirkend betrachtet kann man sich die ironische Frage nicht verkneifen, ob er damit etwa den Film gemeint hat. Die Anführer der Handelsföderation stellen sich indes als Lakaien von Darth Sidious heraus – sind jedoch für sich genommen leider keine besonders überzeugenden Bösewichte, was ebenfalls einer der zahlreichen Gründe ist, warum "Die dunkle Bedrohung" dem Titel nie gerecht wird; weil bedrohlich wirkt hier leider gar nichts.

Gleiches gilt für die Kampfdroiden, die sich sehr früh als reines Kanonenfutter herausstellen, die nur deshalb da sind, weil es wohl nicht sonderlich kindgerecht wäre, wenn sich die Jedi-Ritter durch feindliche Menschenmassen metzeln würden. Auch vermeintlich-humorvolle Dialoge wie "Roger Roger" sind ihrem Bedrohlichkeitsfaktor nicht gerade zuträglich. Zugegeben, sie sie toll designt und sehen – wie alle mechanischen CGI-Kreationen, egal ob Droiden, Raumschiffe etc. – echt aus (im Gegensatz zu ihren organischen Pendants), wirken aber noch einmal um einiges harmloser und dämlicher als die dahingehend schon nicht überragenden Sturmtruppen aus der klassischen Trilogie. Als Obi-Wan und Qui-Gon von den Droidekas angegriffen werden, hat George Lucas einen kurzen Moment eingebaut, der wohl als Gimmick, als Easter Egg gedacht war, beim Finale dann aber zu großen Problemen führen wird: So scheinen sich die beiden Jedi hier der aus den PC-Spielen bekannten "Force Speed"-Fähigkeit zu bedienen. Angesichts dessen, dass es das Ende des Films ansatzweise ruiniert, da man ob Obi-Wans Dummheit, sich dieser nützlichen Fähigkeit als es darum ging möglichst schnell zu Qui-Gon aufzuschließen ehe sich die Kraftfelder wieder aktivieren nicht bedient hat, nur mehr schwerlich mit ihm mitfühlen kann, hätte ich es vorgezogen, man hätte auf diesen ersten und zugleich einzigen Auftritt dieser Jedi-Fähigkeit verzichtet. Nachdem die Verhandlungen offenkundig gescheitert sind – bzw. genauer gesagt nie stattgefunden haben – verschlägt es die Jedi auf den Planeten Naboo. Die Hauptstadt ist wirklich wunderschön gestaltet, und sieht sehr beeindruckend aus. Im Wald treffen Qui-Gon und Obi-Wan hingegen schon bald auf ein Grauen, welches viele der ebenfalls vorhandenen positiven Aspekte des Films überschattet: Jar Jar Binks.

Autsch-ZeitAch, George… was zum Teufel hast du dir dabei nur gedacht? Mit Jar Jar Binks schuf er eine der nervigsten Figuren der Filmgeschichte – egal ob CGI oder echt. Nun, zumindest für Erwachsene. Kinder scheinen ihn nämlich, man glaubt es kaum, tatsächlich zu mögen – was jedoch nicht unbedingt als Qualitätsmerkmal angesehen werden sollte. Wenn ich daran denke, was und wen ich als Kind aller gemocht habe. Ich wusste es halt einfach nicht besser. Doch während Kinder ihn vielleicht tatsächlich amüsant finden, raubt er Erwachsenen mit seiner Sprechweise, der Stimme und seiner ganzen Art einfach nur den letzten Nerv. George Lucas betont immer wieder, dass "Star Wars" in erster Linie für Kinder gedacht und damit auch gemacht ist; aber die klassische Trilogie hat es geschafft, ein Abenteuer zu erzählen, dass sowohl Kinder als auch Erwachsene zu begeistern vermochte. Zwar gab es auch dort vereinzelt auf Kinder zugeschnittene Elemente – doch waren die Filme stets auch für Erwachsene schmerzfrei zu genießen. Von "Die dunkle Bedrohung" kann man das leider, dank Jar Jar, nicht mehr behaupten.

Es gibt im Internet unzählige Beispiele für die Verachtung bis hin zum unbändigen Hass, den "Star Wars"-Fans gegenüber dieser Figur entwickelt haben, anfangen von Bildern und Zeichnungen, die seinen Tod in allen erdenklichen Variationen zeigen, über YouTube-Clips, die sich über ihn lustig machen, bis hin zu einer Jar Jar-freien Schnittfassung des Films. Dennoch möchte ich ganz kurz noch eine eigene Anekdote schildern, welche die Abscheu vieler "Star Wars"-Fans gegenüber dieser Figur verdeutlicht: Im Zuge meines Urlaubs in den USA 2009 besuchte ich auch ein Konzert von "Weird Al" Yankovic, wo er den Song "The Saga Begins" (der besser ist als der Film, auf den er beruht) zum Besten gab. Bei der Dialogzeile "…and in the end, some gungans died" gab es Jubelschreie quer durchs Publikum. Ich muss allerdings gestehen… auch wenn ich Jar Jar ebenfalls nicht ausstehen kann und er allein die Wertung des Films um einen Punkt nach unten drückt, halte ich teilweise die Reaktion dann auch wieder für überzogen. Zumal er leider bei weitem nicht das einzige Problem des Films ist. Nervt er? Keine Frage. Aber wenn der Film um ihn herum gelungener wäre, würde auch er nicht so negativ auffallen, wie er das bei "Die dunkle Bedrohung" nun mal leider tut. Dies gilt übrigens nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch. Wir werden uns den Effekten später noch ausführlicher widmen, aber was gerade bei Jar Jar, da er so eine stetige Präsenz im Film ist, auffällt, ist wie er sich optisch vom Rest des Films abhebt; so als würde er irgendwie nicht ins gleiche Bild gehören. Teilweise fühlte ich mich an Roger Rabbit erinnert. Ich weiß, dass dieser für seine gelungene Verknüpfung von Zeichentrick-Figuren und realen Personen gefeiert wurde, und ich will seine tricktechnischen Erfolge auch gar nicht schmälern. Aber worauf ich hinaus will: Bei "Roger Rabbit" sah man immer Comic-Figuren vor sich; und bei Jar Jar gings mir ähnlich. Ich konnte ihn als reale Figur leider nie akzeptieren.

Gungan City ist visuell ungemein beeindruckend. Ein tolles Design, grandios umgesetzt.Was sowohl design- als auch effekttechnisch sehr gelungen ist, ist Gungan City – das erste und leider auch einzige Mal, wo "Die dunkle Bedrohung" einen "sense of wonder" versprühte. Wirklich eine tolle Szene, nicht zuletzt auch dank der wieder einmal grandiosen Filmmusik von John Williams (auch dazu später noch mehr). Beim Gespräch mit Boss Nass gefällt mir vor allem der subtile Einsatz des Jedi-Gedankentricks. Dafür ist das überdramatisiert betonte "The Plaaaaaaanet Coooooore" dann wieder unfreiwillig komisch. Der nachfolgende Flug durch eben diesen ist ja grundsätzlich ganz gut gelungen, und kann mit einigen beeindruckenden Monster-Designs aufwarten. Schade nur, dass sich George Lucas offenbar nicht zwischen zwei Varianten des jeweils kleineren und größeren Fischs entscheiden konnte, und uns daher praktisch 2x hintereinander genau die gleiche Szene präsentiert. Qui-Gons "There's always a bigger fish" ist dafür immerhin eine der wenigen wirklich gelungenen Dialogzeilen des Films; vor allem auch, da man diese Aussage auch auf Darth Sidious und die während des Films im Hintergrund verlaufende Intrige beziehen kann.

Nachdem Jar Jar und die Jedi-Ritter in der Hauptstadt von Naboo angekommen sind und die Königin gefunden haben, hat – nach einer weiteren schmerzhaften Droidenhumor-Einlage und einer erstaunlich leichten Flucht durch die angeblich so lückenlose Blockade – mit R2D2 die nächste Figur aus der klassischen Trilogie seinen ersten heldenhaften Auftritt. Dass man ihn, trotz allem ja genau genommen nichts weiter als eine Maschine, für seinen Einsatz belohnt und sich bei ihm bedankt erscheint dann aber doch etwas unglaubwürdig. Apropos… gutes Stichwort: Verstehe ich das richtig, dass die Zofe hier just die Königin zum Droiden putzen abkommandiert? Wie darf man denn das verstehen? Intrigen am königlichen Palast von Naboo? Ein Scherz, den sich das "niedere Volk" auf Kosten der Königin erlaubt? Oder einfach nur ein Fall von "den Erfordernissen des Drehbuchs Vorzug vor der Logik der Handlung geben"? Natürlich ist es letzteres, damit sich Königin Amidala und Jar Jar kennenlernen können. Wo wir aber schon von Erfordernissen des Drehbuchs sprechen: Bin ich der einzige, dem es seltsam – um nicht zu sagen unplausibel – vorkommt, dass Tatooine so nah an Naboo liegt? Immerhin soll sich der karge, öde Wüstenplanet ja angeblich in der Randzone der Galaxis befinden, in einem dunklen, unwichtigen Bereich. Wie sagte Luke doch im ersten "Krieg der Sterne"-Film: "Wenn die Galaxis ein helles Zentrum hat, bist du an diesem Ort am weitesten davon entfernt" (frei aus dem Gedächtnis zitiert). Für Naboo dürfte das hingegen nicht gelten – sonst würde die Handelsföderation ja kaum über ihn eine Blockade verhängen. Und dennoch sind beide Planeten scheinbar so etwas wie Nachbarn. Was für ein glücklicher Zufall…

Anakin lernt Obi-Wan Kenobi kennen…denn nur dadurch ist es Qui-Gon Jinn möglich, Anakin Skywalker – nicht minder "zufällig" – zu treffen. Hier ist er also: Darth Vader, allerdings noch als kleiner, unschuldiger Junge. Einer Idee, der ich nach wie vor zwiespältig gegenübersehe. Einerseits finde ich den Einfall sehr interessant, die Vermenschlichung dieses Bösewichts, die in "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" begann, hier nun fortzusetzen, und ihn damit zu einem noch komplexeren Charakter zu machen. Zudem weckt man damit das Interesse des Zuschauers an den Fortsetzungen der Prequel-Trilogie – fragt man sich doch unweigerlich, wie dieser Junge, der doch allen nur helfen will, zu diesem grausamen Werkzeug des Imperators werden konnte. Auf der anderen Seite verliert man dadurch aber einen kompletten Film, in dem man sich nicht näher mit der Freundschaft zwischen Anakin und Obi-Wan befassen kann, sowie mit jenen Ereignissen, auf die wir alle wohl als die Prequels zum ersten Mal angekündigt haben gehofft hatten: Die Klonkriege.

Meine Befürchtung, dass durch den dramaturgischen Kniff, uns Anakin als kleinen Jungen zu zeigen, die Zeit für eine nähere Betrachtung der Klonkriege (die dem Titel der Filmreihe besser entsprochen hätten), sollte sich in weiterer Folge ja leider bestätigen – selbst George Lucas schien sein betreffendes Versagen einzusehen, und beauftragte schließlich zwei Zeichentrickserien, um die daraus entstandene Lücke zu füllen. Auch darüber hinaus ergeben sich leider noch ein paar Probleme aus dieser Idee; vor allem angesichts der Tatsache, dass dies wohl ursprünglich von George Lucas so nicht geplant war, als er seine klassische Trilogie gedreht hat. Sonst hätte dort Obi-Wan wohl kaum behauptet, dass Luke's Vater schon ein phantastischer Pilot war als er ihn kennengelernt hat – mit 10 Jahren! Eben daraus ergeben sich leider im Endeffekt einige Schwachpunkte des Films, da man den alten Filmen hier natürlich nicht einfach widersprechen konnte und wollte. Und so präsentiert man uns am Ende einen 10-jährigen Anakin, der mal ganz auf sich allein gestellt und eher zufällig das Droidenkontrollschiff ausschaltet (auch wenn das in Wahrheit mit flugtechnischen Fähigkeiten nichts zu tun hatte, sondern eher ein glücklicher Zufall war – oder aber die alles erklärende umfassende "Macht"), oder aber er der einzige Mensch in der ganzen weiten weit weit entfernten Galaxis ist, der einen Podrenner fliegen kann. Ja, ne, is klar. Und trotzdem denke ich, dass es alles in allem ganz gut gelungen ist, Darth Vater hier als kleinen Jungen zu zeigen, jedoch ohne dass er dadurch an Faszination und/oder Bedrohlichkeit einbüßt – wie es schon oftmals der Fall war, wenn die Vorgeschichte eines Bösewichts erzählt wurde (siehe "Hannibal Rising"). Wenn überhaupt, macht es die Figur noch einmal um einiges tragischer.

Brennend heißer Wüstensand. Fern, so fern dem Heimatland…Was jedoch unnötig war, und die "Star Wars"-Galaxis kleiner erscheinen lässt (nachdem man in den Fortsetzungen der klassischen Trilogie stets bemüht war, sie zu erweitern), ist der Einfall, dass Anakin C-3PO erbaut hat. Ehrlich, das ist einfach nur eine schwachsinnige Idee. Es wäre schon schlimm genug gewesen, wenn dieser für Wattoo gearbeitet hätte, aber das hätte ich wenn ich alle Hühneraugen zudrücke noch akzeptieren können. Aber das war einfach nur Blödsinn, und noch dazu völlig unnötig. Apropos Blödsinn und völlig unnötig: Anakin hat keinen Vater? Was zum Maul (= Star Warsisch für was zum Teufel)?! Anakin ist Space-Jesus! (Wobei ich bei dem Gedanken unweigerlich auch immer an "He's not the messiah, he's a very naughty boy" denken muss – würde angesichts seiner weiteren Entwicklung ja auch passen). Hallelujah! Ernsthaft: eine absolut hirnrissige Idee, und ein weiterer "mit der Hand auf die Stirn klatsch"-Moment. Auch das ganze Auserwählten-Gequatsche ging mir damals mächtig auf den Senkel; immerhin erinnerte das doch sehr stark an "Matrix", der im gleichen Sommer in die Kinos kam. Da George Lucas für diesen Zufall aber nichts kann, will ich es ihm nicht groß vorwerfen. Ob es unbedingt notwendig war, sei dennoch dahingestellt.

Bei all dem Gerede über Anakin hätte ich jetzt fast auf die beste Dialogzeile des Films vergessen (Achtung, Ironie!): "Are you an Angel?" Da weiß man doch wirklich nicht, ob man lachen oder weinen soll. Am besten daher: ignorieren. Jedenfalls ist das eine gute Gelegenheit, um auf einen weiteren Schwachpunkt – gerade auch im Vergleich zu klassischen Trilogie – einzugehen: Die Dialoge. In der alten Trilogie sprudelten diese nur so über vor Wortwitz, davon ist jedoch leider bei "Die dunkle Bedrohung" nichts zu bemerken. Während bei der Original-Trilogie zahlreiche gelungene Dialogwitze zum Schmunzeln wenn nicht gar Lachen angeregt haben, wird das durch deren Abwesenheit entstehende humoristische Vakuum in "Die dunkle Bedrohung" durch einen in Bantha-Scheiße tretenden Jar Jar und einen Furzwitz kompensiert. Ein denkbar schlechter und ungünstiger Tausch. Generell ist der mangelnde Humor eine wesentliche Schwäche des Films. Dass Jar Jar zumindest bei Erwachsenen diesbezüglich nicht zündet, und es von ihm abgesehen kaum mal etwas zum Lachen gibt, drückt enorm auf den Unterhaltungswert. Bis auf Jar Jar ist alles so auf todernst getrimmt. Qui-Gon, Gott hab ihn selig, wirkt so als hätte er einen Stock im Hintern; er macht den Eindruck, als würde er eher auf die dunkle Seite wechseln, als dass ihm mal ein lustiger Spruch auskommt. Und Obi-Wan ist als Padawan natürlich nicht in der Position, um Witze zu reißen (vom "You were right. The negotiations were short" mal abgesehen, und das war nicht wirklich ein Heuler). Jedenfalls… durch diese durch und durch ernsten Figuren geht leider genau jener Spaß flöten, den die alte Trilogie noch im Übermaß verströmte, und der auch viel zum Unterhaltungswert dieser Filme beigetragen hat. Und das ist einer meiner wesentlichen Kritikpunkte an "Die dunkle Bedrohung": Er macht einfach keinen Spaß.

Kein würdiger Darth Vader-Ersatz: 'Teufel' Darth MaulJedenfalls… während man auf Tatooine einen Dialog auf den anderen führt (die Konzentration auf Gespräche und Worte, um die Gedanken und Gefühle der Personen zu vermitteln, und der fast völlige Verzicht darauf, dies durch die Bilder und die Musik zu tun, ist eine weitere Schwäche im Vergleich zu klassischen Trilogie), besuchen wir für eine kurze Szene zum ersten Mal Coruscant – und lernen Darth Maul kennen. Ich muss gestehen, wie schon damals bei Boba Fett konnte ich die Faszination der Figur nie so recht nachvollziehen. Ich denke, ihr Aussehen ist mir einfach zu sehr auf cool getrimmt, wodurch sie für mich aber wiederum irgendwie an Coolness verliert; einfach, da es verkrampft wirkt, statt sich natürlich zu ergeben. Es hilft auch nicht, dass er – im Vergleich zu Darth Vader oder dem Imperator – ein ungemein flacher Charakter ist, und zumindest meines Erachtens über keine nennenswerte Präsenz verfügt. Das einzige, was ihn ansatzweise interessant macht, ist sein Doppelklingen-Lichtschwert; die entsprechende Offenbarung (um hier schon mal kurz vorzugreifen) hätte sogar ein wirklich cooler Moment sein können – wenn man ihn nicht schon in den Trailern verheizt hätte.

Zurück nach Tatooine. Nachdem sich Shmi davon überzeugen ließ, dass ihr Sohn ihnen als einziger helfen kann, und Anakin seinen nigelnagelneuen Podracer, den er in Eigenregie aus alten Teilen selbst zusammengebaut hat – und der natürlich trotzdem der schnellste der gesamten Galaxis ist, was sonst? – zufälligerweise genau am Vorabend des Rennens fertigstellen konnte, kommt am darauffolgenden Tag eine meiner Lieblingsszenen des Films: Kitster wünscht Anakin viel Glück, und ist davon überzeugt, dass er es diesmal schaffen wird, zu gewinnen – und zugleich zum ersten Mal über die Ziellinie zu kommen. Padme's Reaktion darauf "You've never won a race. Not even finished?!" ist einfach nur köstlich, und der einzig wirklich gelungene dialogbezogene Gag des Films. Nach der – in den neueren Versionen des Films besonders ausführlichen – Vorstellung der Fahrer, folgt (auf der Blu Ray inklusive der erweiterten Szenen) nach fast auf die Sekunde genau einer Stunde endlich das erste Actionhighlight des Films: Das Podrennen. Zugegeben, ob es unbedingt notwendig war, dieses nach der Kinoversion noch einmal um ein paar Szenen zu erweitern, und es damit auf ziemlich genau eine Länge von 10 Minuten zu strecken – bei einer Actionszene, an deren Ausgang von vornherein kein Zweifel bestehen kann – sei dahingestellt. Ich persönlich denke, bis zu zwei Minuten hätte man gut und gerne kürzen können. Trotzdem muss man festhalten, dass diese Rennszene durch die futuristischen Podracer ansatzweise originell wirkt; und zudem Anakins Aufholjagd sehr packend in Szene gesetzt wird. Insgesamt gesehen kann man das Rennen also, auch wenn es vielleicht eine Spur zu lang geraten ist, als eines der (ohnehin wenigen) Highlights des Films ansehen – zumal die entsprechenden Szenen auch wirklich hervorragend getrickst sind.

Eine der wenigen wirklich guten Szenen des FilmsNach dem Sieg im Rennen ist Anakin nun frei – doch nur er, nicht seine Mutter, kann den Planeten verlassen. Jake Lloyd wird für seine Leistung in diesem Film ja oftmals kritisiert (und das teilweise auch durchaus zu recht; dazu aber etwas später noch), aber sowohl die Erkenntnis, dass er seine Mutter zurücklassen muss, als auch den Abschied, spielt er absolut perfekt. Letzterer ist der einzige Gänsehautmoment des Films; nicht zuletzt dank John Williams, der hier mit dem Macht-Thema eines der bekanntesten und beliebtesten musikalischen Stücke aus der klassischen Trilogie aufgreift, um die Bedeutung dieses Moments für die Saga zu unterstreichen. Unmittelbar darauf schiebt George Lucas mit dem Duell zwischen Qui-Gon und Darth Maul einen weiteren kurzen Action-Moment ein, und präsentiert zugleich das erste Lichtschwertduell der Prequel-Trilogie. Ganz nett, aber doch etwas zu kurz, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, und als echtes Highlight zählen zu können. Da die Action im Film bis dahin aber ohnehin noch sehr rar gesät war, und auch danach wieder eine Weile auf sich warten lässt, nehme ich, was ich kriegen kann.

Die nachfolgende kurze Szene zwischen Anakin und Padme gefällt mir sehr gut, da es ihre gegenseitige Wertschätzung unterstreicht. Der Dialog gehört zu den besser geschriebenen des Films, wird von beiden gut dargestellt, und ist für mich neben der weiteren Entwicklung, die hier vorbereitet wird, vor allem auch wegen des Anhängers relevant, den wir später bei einer wichtigen Szene noch einmal zu sehen bekommen werden. In der deutschen Fassung stört mich hier lediglich das Wort "Zuneigung", dass mir in diesem Zusammenhang doch etwas unpassend erscheint; wobei ich offen zugeben muss, dass mir selbst kein besseres Wort einfällt, mit dem man "my caring for you" in diesem Zusammenhang hätte übersetzen können. Trotzdem hat es wenn es eine 13-jährige zu einem 10-jährigen sagt, einen leicht fragwürdigen Unterton, welcher der Unschuldigkeit ihrer Gefühle füreinander nicht gerecht wird. Kurz darauf statten wir dem Stadtplaneten Coruscant, den man zuvor in der Special Edition der klassischen Trilogie sowie der ganz kurzen Szene auf dem Balkon zwischen Darth Sidious und Darth Maul kurz zu Gesicht bekam, den ersten längeren Besuch ab. Die entsprechenden Szenen halten definitiv, was das erweiterte Universum versprochen hat; ist der Planet doch visuell ungemein beeindruckend. Die entsprechende Freude wird lediglich von der in den späteren Fassungen eingefügten Szene, welche uns auf Deutsch mit dem absolut schlimmsten Jar Jar-Dialog der kompletten Trilogie quält ("Voll krass verschärft"?!?!), etwas getrübt. Nach einer kurzen Szene in den Gemächern der Königin, welche vor allem angesichts der späteren Offenbarung einiges an Bedeutung gewinnt, präsentiert man uns mit dem Senatsgebäude ein weiteres beeindruckendes Design – sowohl von außen als auch insbesondere von innen. Die einzelnen Kapseln, die im inneren der Kuppel aufgereiht sind, und in die Mitte des Saals schweben können – wirklich imposant. Viel wichtiger sind aber natürlich noch die Ereignisse, die sich dort zutragen. Denn mit Amidalas Misstrauensantrag zieht sich die Schlinge von Darth Sidious' Plan endgültig zu.

Der nachträglich eingefügte CGI-Yoda ist der ursprünglichen leblosen Puppe weit überlegenParallel dazu besuchen wir auch zum ersten Mal den Jedi-Rat, wo es ein Wiedersehen mit Meister Yoda gibt. Dessen Puppe war in der ursprünglichen Kinoversion überraschend (und unangenehm) ausdruckslos, starr, und sah einfach nur mies aus. Unglaublich aber wahr: der CGI-Yoda in der neueren Fassung wirkt um einiges lebhafter und glaubwürdiger. Ansonsten freut es mich aber, dass man im Jedi-Rat – im Vergleich zu vielen anderen Wesen in "Episode I" – überwiegend auf echte Masken und Puppen setzt, wobei vor allem das Design von Ki-Adi-Mundi in Erinnerung bleibt. Auch der Jedi-Tempel ist vom Design her beeindruckend, wobei mir vor allem gefallen hat, wie er in gewisser Weise die Architektur von Palpatines' Thronpalast auf dem Todesstern wiederspiegelt. Generell kann die visuelle Gestaltung dieser Szenen gefallen; vor allem der Sonnenuntergang wird optisch imposant umgesetzt.

Inhaltlich können die entsprechenden Szenen leider schon deutlich weniger überzeugen. Der Test von Anakin ist ja noch gut gelungen, wie auch das Gespräch zwischen Obi-Wan und Qui-Gon am Balkon. Aber dass man die Ausbildung von Anakin ablehnt, weil er zu alt sei, lässt jeden "Star Wars"-Fan ungläubig den Kopf schütteln. Ich meine, was ist mit Luke? Und kommt mir jetzt nicht damit, dass dieser ja quasi eine Notlösung war. Er war sogar noch viel wichtiger als Anakin – er war die letzte (oder zumindest vorletzte) Hoffnung der Jedi, die Sith doch noch zu besiegen. Wenn Anakin mit 10 Jahren schon zu alt für die Ausbildung war, und das Ganze ja in der Tat nicht gerade gut ausging, warum zum Maul hat Obi-Wan dann bei Luke noch länger gewartet, ehe er mit der Ausbildung angefangen hat? Das ergibt doch überhaupt keinen Sinn. Noch schlimmer ist hingegen, was kurz darauf folgt: Denn im Gespräch zwischen Anakin und Qui-Gon Jinn fährt George Lucas den größten Blödsinn auf, den er sich bei "Die dunkle Bedrohung" ausgedacht hat: Die Midi-fucking-chlorianer. Für mich ist diese Idee der größte separate Fehler des Films (ja, sogar noch schlimmer als Jar Jar, und das will was heißen), der zudem auch die größte negative Auswirkung auf die komplette Saga hat. Denn mit einer einzigen Minute Dialog wird "Star Wars" sämtlicher Magie beraubt, und diese durch eine verkrampfte pseudo-wissenschaftliche Erklärung ersetzt, die niemand gebraucht, nach der niemand gefragt, und die auch niemand gewollt hat. Mit dieser Szene torpediert George Lucas endgültig seine eigene Schöpfung, und ruiniert vieles von dem, was die klassische Trilogie so ausgezeichnet hat. Nach der Rückkehr auf Naboo gibt es dann schließlich eine vorhersehbare Wendung zu bestaunen, die wohl niemanden wirklich überraschen dürfte. Immerhin zeigt ihr demütiges Verhalten, dass sie aus der Nähe zu Jar Jar gelernt hat. Zudem schwingt in dieser Handlung die Aussage mit, dass wir zusammen stärker sind als allein, und gemeinsam mit anderen viel mehr erreichen können.

Manchmal hatte ich den Eindruck gut gerendeter Videosequenzen eines PC-SpielsNun beginnt der Showdown. Nach "Krieg der Sterne" mit einem, "Das Imperium schlägt zurück" mit zwei und "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" mit drei individuellen Schlachtfeldern, auf denen sich der Kampf zuträgt, setzt Lucas in "Die dunkle Bedrohung" noch einmal eins drauf, und präsentiert derer vier. Trotzdem gelingt es ihm erstaunlich gut, zwischen den einzelnen Schauplätzen hin- und herzuschwenken und diese vier Showdowns unter einen Hut zu bringen. Wir sind an jedem Ort immer lang genug, um in den Kampf eintauchen zu können, und auch dramaturgisch sind sie perfekt aufeinander abgestimmt. So gibt es z.B. einen Moment, wo auf allen vier Schlachtplätzen alles verloren scheint – ehe sich das Blatt dann doch noch wendet. Hier wurde im Schnittraum viel Übersicht sowie ein Gefühl für Dramaturgie bewiesen – etwas, dass beim Film ja leider über weite Strecken gefehlt hat.

Beginnen wir mit dem schwächsten der vier Showdowns: Der Kampf zwischen den Gungans und der Droidenarmee, der mich zu keinem Zeitpunkt packen konnte. Einerseits liegt dies sicherlich daran, dass man von den vier Schauplätzen dort kein richtiges Ziel verfolgt – außer, die Droidenarmee lange genug zu beschäftigen/aufzuhalten. Viel schwerer wiegt aber sicherlich, dass sich hier zwei CGI-Armeen gegenüberstehen, und ich daher zu keinem Zeitpunkt wirklich mitfiebern konnte. Das Tüpfelchen auf dem Iiiiieh ist dann schließlich die ausgiebige Jar Jar-Action, die wir in diesem Teil des Finales bekommen. Nachdem er sich zuvor weitestgehend zurückgehalten hat, rückt er nun ins Zentrum, und darf – ha ha, wie lustig – in Slapstickeinlagen einen Droiden nach dem anderen zufällig und unabsichtlich ausschalten. Absolut nervtötend. Nicht viel besser ist der Kampf im Orbit ausgefallen. Von allen Weltraumkämpfen der Saga ist es mit Abstand der Schlechteste. Wir sind die meiste Zeit bei Anakin, der lange nicht ins Geschehen eingreift (und dessen Beteiligung ohnehin schon eine nicht unwesentliche unfreiwillige Komik verströmt), und erhalten kaum einen Einblick in den Verlauf des Kampfes. Noch viel schwerer wiegt jedoch die Tatsache, dass keiner der Piloten angesichts der undurchdringlichen Schilde auf die Idee kommt, in die riesige Hangar-Öffnung zu fliegen um das Schiff von innen zu zerstören. Das ist derart… mir fehlen echt die Worte; fällt mir doch kein passender Begriff ein, der dieser Idiotie gerecht werden würde. Stattdessen darf dann Anakin in den Hangar fliegen und das Schiff – ähnlich wie Jar Jar – zufällig und unbeabsichtigt zerstören. George Lucas will uns damit wohl sagen, dass die Macht stark ist in diesem da. Ich fands eher lächerlich; in erster Linie lässt es aber die Piloten in einem schlechten, unfähigen Licht erscheinen. Die Action rund um Königin Amidala ist da schon deutlich gelungener; mir gefällt vor allem, wie man den Vizekönig mit dem Double austrickst.

Darth Mauls Lichtschwert hat zwei Klingen, und er selbst besteht bald aus zwei Hälften. Zufall oder bewusstes 'foreshadowing'?Der mit Abstand beste Teil des Showdowns – und das einzige echte Highlight des gesamten Films – ist aber das Lichtschwertduell zwischen Obi-Wan, Qui-Gon und Darth Maul. Nachdem bei "Eine neue Hoffnung" ein ältlicher Jedi einen ungleichen Kampf gegen Darth Vader ausfocht, in "Das Imperium schlägt zurück" ein blutjunger Azubi gegen eben diesen Meister antrat und ebenfalls völlig unterlegen war, und in "Rückkehr der Jedi-Ritter" ohnehin die Emotionalität des Duells gegenüber der eigentlichen Lichtschwert-Action dominierte, bekommen wir hier das erste große, lange Lichtschwertduell zwischen zwei Jedis in ihrer Blütezeit und einem extrem gut ausgebildeten Sith-Kämpfer zu Gesicht. Das Ergebnis mag nicht unbedingt der packendste Lichtschwert-Kampf sein – ich ziehe nach wie vor jene aus "Episode V" und "VI" vor – aber mit Sicherheit der Dynamischste, und von der ersten bis zur vorletzten Sekunde ungemein unterhaltsam und packend. Wirklich großartig durchchoreographiert und phantastisch inszeniert, so dass die Action zwar rasant wirkt, man jedoch auch nie die Übersichtlichkeit verliert.

Doch selbst dieser beste Teil des Films verläuft nicht gänzlich ungetrübt. Neben dem vor gefühlten fünf Bibeln erwähnten unverständlichen Force Speed-Verzicht von Obi-Wan wirkt vor allem Darth Mauls Tod schlecht umgesetzt. Bitte beachtet: Ich bin kein Maul-Fanboy, der sich über einen unwürdigen Tod dieses ach-so-coolen Bösewichts echauffieren würde. Wie bereits erwähnt, konnte ich seine Coolness und seine Faszination noch nie so recht nachvollziehen. Aber die Aktion von Obi-Wan, so wie sie hier inszeniert wurde, räumte ihm mehr als genug Zeit ein, um zu reagieren, und den Jedi in zwei Hälften zu schneiden, als dieser in die Höhe springt. So wirkte seine ausbleibende Reaktion und die Tatsache, wie leicht er sich hier überlisten lässt, doch etwas lächerlich. Leider konnte auch Qui-Gons Tod nicht die gewünschte emotionale Wirkung entfalten – wohl, da ich diesen schon lange geahnt hatte, aber auch, da uns George Lucas die Figur nie wirklich sympathisch gemacht hat. Er schien für ihn nie ein wirklicher Charakter zu sein, sondern eher ein notwendiges Übel, dass eine gewisse Funktion innerhalb der Handlung erfüllten musste, und danach so schnell wie möglich beiseite geschafft wurde. Beiseite geschafft, jedoch nicht in Luft aufgelöst. Etwas, dass mich damals ungemein gestört hat, und ich muss gestehen, dass mich selbst der notdürftige Hauch einer Erklärung in letzter Sekunde aus "Die Rache der Sith" nicht gänzlich überzeugt. Aus meiner Sicht war das schlicht und ergreifend ein Fehler/ein Versehen, bzw. wieder ein Fall, wo die Logik der Dramaturgie der Szene (Stichwort Feuerbestattung – ohne einen Körper wäre diese schwierig geworden) geopfert wurde. Immerhin, zwei wirklich gute Momente hat das Finale auch noch zu bieten: Das "We will watch your career with great interest" von Kanzler Palpatine an Anakin, sowie die Frage nach dem Meister bzw. Schüler von Yoda und Mace Windu (inklusive etwas offensichtlichem, aber dramaturgisch durchaus passendem Kameraschwenk). Der festliche Ausklang ist dann aber wieder eine Enttäuschung. Wer schon die neue Musik am Ende von "Rückkehr der Jedi-Ritter" schlimm fand, dem werden hier die Ohren bluten.

Zwei Stärken des Films, in einem Bild vereint: Ian McDiarmid und die phantastischen KostümeZwar bin ich im Zuge dieser erschöpfenden Inhaltsbesprechung immer wieder auf einzelne Elemente eingegangen, dennoch möchte ich jetzt noch einmal gesondert ein paar Worte über bestimmte Aspekte der Produktion verlieren. Beginnen wir mit dem Drehbuch: Die Dialoge habe ich bereits ausreichend kritisiert. Darüber hinaus fällt vor allem auch noch der mangelnde Inhalt auf. "Die dunkel Bedrohung" kann genau genommen auf wenige einzelne Entwicklungen heruntergebrochen werden, die für den weiteren Handlungsverlauf wichtig waren. Doch bei der Vorbereitung für die späteren Filme vergisst Lucas leider darauf, "Episode I" eine Handlung zu geben, die auch als eigenständiger Film zu überzeugen und gut zu unterhalten vermag. Es fehlt an Inhalt, an Spannung, und an großen dramatischen Elementen. Auch die Figuren sind im Vergleich zur klassischen Trilogie ein einziger Graus. Zwar waren die Protagonisten dort genau genommen nur Archetypen, dennoch waren sie um einiges interessanter, charmanter und komplexer als alles, was "Episode I" zu bieten hat – mit Ausnahme von Senator Palpatine.

Vermutlich auch deshalb taten sich die DarstellerInnen sichtlich schwer, ihre Rollen mit Leben zu füllen: Es war auf dem Papier einfach zu wenig da, und fast allen von ihnen gelang es leider nur bedingt, die diesbezüglichen Verfehlungen des Drehbuchs durch ein besonders motiviertes und gelungenes Schauspiel auszugleichen. Weitere Aspekte, die sich wohl ebenfalls nicht wohlwollend auf die schauspielerischen Leistungen ausgewirkt haben, sind George Lucas kolportierte Schwäche beim Führen und Anweisen von Darstellern (die er eher als lästiges Mittel zum Zweck zu empfinden scheint), sowie die Tatsache, dass ein Großteil des Films vor der grünen Leinwand gedreht wurde. Für jene Schauspieler, die viel Theatererfahrung haben, wohl noch leichter zu verkraften, schien es sich vor allem auch auf Natalie Portman negativ auszuwirken, die hier für ihre Verhältnisse eine ungewöhnlich durchwachsene Performance zeigt. Wohlgemerkt: Sie ist nicht schlecht; selbst an ihren schlimmsten Tagen ist sie dank ihrer Natürlichkeit und ihrer Leinwandpräsenz immer noch besser als viele andere Darstellerinnen. Aber es gibt doch einige Momente, wo sie sich schwer zu tun schien, so richtig in die Rolle bzw. in die Situation hineinzufinden. Wirklich großartig ist sie immer (bzw. nur) dann, wenn sie etwas "echtes" hat, wo sie sich reinbeißen kann. Seien es bestimmte Emotionen, oder auch ein menschliches Gegenüber. Ihre beiden besten Szenen sind meiner Ansicht nach der oben bereits erwähnte Moment als sie erfährt, dass Anakin noch nie ein Rennen beendet hat (vor allem ihr abschätziger Blick als Qui-Gon zuversichtlich meint "Of course you will" ist köstlich), sowie ihre gemeinsame Szene mit Anakin an Bord des Raumschiffs. Insgesamt glaube ich allerdings, dass die Enttäuschung vieler ihr gegenüber eher darauf zurückzuführen ist, dass die Rolle einfach nicht viel hergibt – was man ihr jedoch nicht vorwerfen kann.

Jake Lloyd zeigt leider eine sehr durchwachsene PerformanceBei Jake Lloyd liegt der Fall schon etwas anders. Er zeigt eine "hit and miss" Performance, in der sich leider mehr "miss" als "hit" finden lässt. Er hat immer wieder einzelne Momente, in denen er wirklich überzeugen kann – allen voran der bereits erwähnte Abschied von seiner Mutter. Die Szene hat er absolut perfekt hinbekommen. Es gibt jedoch auch Momente wie sein "I am a person and my name is Anakin" wo es schwer fällt, nicht mit den Zähnen zu knirschen. Nur um das klarzustellen: Ich mach dem Jungen keinen Vorwurf. Himmel, der war 10. Natürlich haben wir auch schon viele großartige Leistungen von Kindern in diesem Alter gesehen; dennoch geht das in erster Linie auf das Konto von George Lucas, der es einerseits nicht geschafft hat, ihn vernünftig zu führen, und andererseits wahrscheinlich schon im Casting eine Fehlentscheidung getroffen hat. Dennoch wäre es falsch, dem armen Jungen die Last des Scheiterns des Films auf seine Schultern zu legen. Selbst der beste Kinderdarsteller hätte an den wirklich wesentlichen Schwächen des Films nichts ändern können.

Zumal mal fairerweise festhalten muss, dass ja selbst viele der erwachsenen Darsteller eher blass bleiben. Vor allem Liam Neeson wusste mit seiner Figur offensichtlich nicht so recht etwas anzufangen, und lässt es an Leben und Charisma vermissen. Ewan McGregor leidet vor allem darunter, dass die Rolle des Padawans es ihm kaum erlaubt, seine Stärken auszuspielen – dementsprechend wird es sich in den beiden Fortsetzungen dann auch deutlich steigern. Pernilla August fällt ebenfalls in die Kategorie "nett, aber nicht überragend" – ein Prädikat, dass praktisch allen DarstellerInnen verliehen werden kann. Wirklich schlecht ist kaum jemand. Wirklich gut aber leider auch nur einer, und das ist Ian McDiarmid. Sein Palpatine ist einfach nur phantastisch; vor allem die Subtilität, die er hier an den Tag legt, und die seine Boshaftigkeit immer wieder kurz durchblitzen lässt. Davon abgesehen tut sich aber leider im Ensemble niemand positiv hervor; auch das schadet dem Film. Nochmal: Selbst die besten schauspielerischen Leistungen hätten an den wesentlichen Schwächen von "Episode I" nichts ändern können. Dennoch hätte ihn eine lebendige, charismatische Performance zumindest ein bisschen aufwerten können. Auch die Synchronisation bekleckert sich leider nicht mit Ruhm – vor allem angesichts der langen Vorlaufzeit bis zur deutschen Kinoveröffentlichung. Denn die meisten der Synchronsprecher wirken leider sogar noch einmal eine Spur unmotivierter als ihre Leidensgenossen auf der Leinwand. Den Vogel schoss man aber mit der Entscheidung ab, Lord Sidious und Senator Palpatine von zwei unterschiedlichen Sprechern aufnehmen zu lassen. Ein kapitaler Fehler, der gerade auch angesichts der langen Vorbereitungszeit unverzeihlich ist.

Die Hauptstadt von Naboo ist einfach nur wunderschönAuch die Effekte sind teilweise eine durchwachsene Angelegenheit. Bitte nicht falsch verstehen: Natürlich war "Episode I" in vielerlei Hinsicht ein absoluter Vorreiter, wenn es um CGI-Effekte geht. Denn in diesem Umfang hat das zu dieser Zeit noch niemand versucht. Dennoch konnte ich mich nach dem Film des Eindrucks nicht erwehren, dass man sich teilweise übernommen hat. Was – wie zuvor schon erwähnt – gelungen ist, sind alle Szenen im Weltraum, bzw. all jene Effekte, wo etwas mechanisches, nicht-lebendiges erschaffen werden musste. Hier ist zwischen CGI und Modellen de facto kein Unterschied mehr zu erkennen. Wo man jedoch teilweise an die Grenzen stieß, sind Lebewesen – wohl gerade auch aufgrund der schieren Anzahl, die ILM auf die Leinwand zaubern mussten. Wirklich realistisch und echt sehen davon jedenfalls nur die wenigsten aus; vor allem fügen sie sich oftmals auch nicht wirklich glaubwürdig in die Umgebung bzw. neben ihren menschlichen Kollegen ein.

Generell muss man festhalten: So beeindruckend die Anzahl an Effekten auch sein mag, "Episode I" präsentiert diesbezüglich einen absoluten Overkill. Während bei der klassischen "Star Wars"-Trilogie immer die Figuren und die Geschichte im Zentrum standen, überlagen die Special Effects hier alles andere, und geraten zum Selbstzweck. Das macht sie nicht schlecht, aber eben auch darin liegt ein wesentliches Problem des Films. Ein weiteres versteckt sich in der optischen Gestaltung. Bitte nicht falsch verstehen: Grundsätzlich ist die Design-Leistung des Films wieder einmal phantastisch. Es wurden eine Vielzahl beeindruckender, origineller Sets, Raumschiffe, Kreaturen etc. geschaffen, wobei bei "Episode I" vor allem auch die Arbeit der Kostümabteilung hervorgehoben werden muss. Jedes einzelne der Kostüme, die Königin Amidala trägt, ist wunderbar gestaltet, und einige ihrer Kleider und Looks sind absolut atemberaubend. Dass es dafür nicht einmal eine Oscar-Nominierung gab, ist – unabhängig von der restlichen Qualität des Films – ein Witz. Doch genau darin liegt der Hund begraben: Optisch will er nicht wirklich zur alten Trilogie passen. Viele der Kostüme wirken zu opulent, die Inszenierung/optische Gestaltung viel zu kunterbunt und farbenfroh, die Raumschiffe viel zu modern und elegant. Zugegeben, wenn man genauer darüber nachdenkt, lässt sich dies durchaus logisch erklären. "Episode I" präsentiert uns die Alte Republik zu ihrer absoluten Blütezeit – vor den dunklen Jahren der Regentschaft des Imperiums. Insofern macht es Sinn, dass sich diese Art der Hochkultur – und auch der Vielfalt – eben auch im Design und der visuellen Gestaltung niederschlägt. Ungewohnt und ein optischer Bruch ist es aber trotzdem, und auch wenn das ein Kritikpunkt ist, den man im Großen und Ganzen gegenüber der gesamten Prequel-Trilogie vorbringen kann, fällt es bei "Episode I" besonders stark und unangenehm auf.

Qui-Gon Jinn beim 'Duell der Schicksale'So ziemlich der einzige Aspekt von "Die dunkle Bedrohung", der uneingeschränkt überzeugen und begeistern kann, ist die Filmmusik. Auf John Williams ist nun einmal Verlass. Bei seiner Rückkehr ins "Star Wars"-Universum läuft er wieder einmal zur absoluten Höchstform auf, und präsentiert zahlreiche neue Themen, die sich dennoch stimmig ins musikalische Gesamtbild der Saga einfügen. Zudem greift er in bestimmten Szenen ganz bewusst auf bereits bekannte Motive zurück, um dieses Prequel stärker mit den früheren Filmen zu verknüpfen. Sein absolutes Meisterstück ist zweifelsohne das kraftvolle "Duel of the Fates". In der Original-Trilogie begann er ja erst bei "Rückkehr der Jedi-Ritter" langsam, Chöre einzusetzen (vor allem für den Imperator), hier schöpft er diesbezüglich aber wirklich mal aus den vollen. Das Ergebnis ist ein packendes, einprägsames, grandioses Stück Musik, dass eigentlich schon wieder viel zu gut für diesen Film ist. Jedenfalls entschädigt seine Filmmusik zumindest ein wenig für die vorhandenen Schwächen, und wertet "Episode I" enorm auf.

Generell muss ich abschließend festhalten: So sehr ich auch im Verlauf dieses außergewöhnlich langen Reviews Kritik an "Episode I" geübt habe, und so enttäuschend und frustrierend er teilweise auch sein mag… er ist dennoch kein schlechter Film. Trotz aller Schwächen gelingt es ihm die meiste Zeit, angemessen zu unterhalten. Dank der schnellen Szenenwechsel wird er nie wirklich langweilig. Zudem gibt es zwischendurch auch immer wieder einzelne gute Momente und Szenen, und optisch vermag er von der ersten bis zur letzten Sekunde, zu überzeugen. Insofern ist er also zumindest ein Fest für die Augen und Ohren, wenn schon sonst nichts. Natürlich ist er inhaltlich und auch insgesamt eine ungeheure Enttäuschung, angesichts der grandiosen Qualität der alten Trilogie; dennoch ist er sicherlich keine filmische Katastrophe, und wenn ich die Wahl hätte, mir 100x "Die dunkle Bedrohung" anzusehen oder noch ein einziges Mal das Holiday-Special erdulden zu müssen, weiß ich genau, wofür ich mich entscheiden würde. Auch gegenüber einer erneuten Sichtung der beiden "Ewok-Filme" würde ich "Episode I" jederzeit vorziehen. Und so sehr ich in vielerlei Hinsicht auch an George Lucas Kritik geübt haben mag, in einer Hinsicht muss ich vor ihm meinen Hut ziehen: Er hat, ungeachtet von allfälligen Fan-Reaktionen, seine Vision ohne Rücksicht auf Verluste umgesetzt, und die Geschichte erzählt, die er erzählen wollte – auch auf die Gefahr hin, dass das nicht jene ist, welche die eingeschworenen "Star Wars"-Fans sehen wollten. Wäre es besser gewesen, wenn er hie und da auf andere gehört und stärker kollaboriert hätte? Vermutlich ja. Die alte Trilogie hat jedenfalls definitiv von den Einflüssen anderer profitiert. Aber: George Lucas hat seine Vision verfolgt; und unabhängig ob ich mit dieser 100%ig übereinstimme oder nicht, ist mir ein solcher Filmemacher lieber, als ein ideenloser, inkompetenter Nichtsnutz, der nach dem Motto "Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen" operiert. Selbst dann, wenn ihn die eigene Vision leider auf den einen oder anderen Irrweg führt.

Fazit: Auch der Jedi-rat lehnt 'Episode I' abMeine erste Reaktion, nachdem ich "Star Wars – Episode I" zum ersten Mal gesehen hatte, lautete: "Das ist kein Film, sondern ein zweistündiger Werbespot für ILM". Eine Einschätzung, der ich auch heute noch zustimme. "Die dunkle Bedrohung" ist ein seelenloses Effektspektakel, das es gänzlich an der Magie, dem Zauber und der Faszination der klassischen Trilogie vermissen lässt. Jedoch, und das ist die Krux: Hat man die erste Enttäuschung überwunden und versucht, mit möglichst objektiven Augen auf den Film zu blicken, kommt man nicht umhin zu bemerken, dass er trotz aller negativen Aspekte keine filmische Katastrophe ist. Trotz aller Schwächen bleibt "Episode I" weitestgehend unterhaltsam, es gibt ein paar wirklich gelungene, packende Szenen, die Effekte sind überwiegend absolut beeindruckend, die Filmmusik von John Williams braucht sich nicht vor seinen Kompositionen für die alte Trilogie verstecken, und vor allem visuell ist "Die dunkle Bedrohung" eine Wucht, und nicht nur dank Natalie Portman eine absolute Augenweide.

Umso bedauerlicher, dass es so vieles gibt, das weniger gelungen ist. Dem unbedarften Kinobesucher dürften hier in erster Linie die nicht immer gelungenen schauspielerischen Leistungen (wobei man zu ihrer Verteidigung festhalten muss, dass sie praktisch allesamt konsequent unterfordert sind), die nicht wirklich packende Handlung, bzw. generell das suboptimale Drehbuch negativ auffallen, dem es an Witz und Charme mangelt. Für einen in erster Linie auf gute Unterhaltung ausgerichteten Blockbuster macht "Episode I" erschreckend wenig Spaß. Auch die Action hält sich die meiste Zeit vornehm im Hintergrund; leider sind die Figuren bzw. die Handlung nicht interessant genug, um die daraus entstehende Lücke auszufüllen. Eine der größten Schwächen ist dann Jar Jar Binks, der völlig zu Recht als eine der nervtötendsten Figuren aller Zeiten in die Filmgeschichte eingegangen ist. Der "Star Wars"-Fan stört sich dann zusätzlich noch an der visuell eklatant unterschiedlichen Gestaltung, die zu einem starken optischen Bruch mit der alten Trilogie führt, sowie hirnrissigen Einfällen wie dem Auserwählten, dem "zu alten" Anakin, vor allem aber die Midi-fucking-chlorianer, die der Macht jeglicher Magie berauben. Der größte Kritikpunkt bleibt für mich jedoch das Stichwort "seelenlos", was für mich vieles von dem zusammenfasst, was bei "Episode I" schief gelaufen ist – und die alte Trilogie eben so ausgezeichnet hat. Trotz aller positiver Aspekte, die objektiv gesehen eine Wertung unter dem Durchschnitt verhindern, steht für mich fest: Die Macht war bei "Star Wars – Episode I: Die dunkle Bedrohung" leider nicht mit ihnen…

Wertung:5 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 20th Century Fox)


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Weiterführende Links:
35 Jahre "Star Wars" - SPECiAL
Review zu "Star Wars - Episode IV: Eine neue Hoffnung"
Review zu "Star Wars - Episode V: Das Imperium schlägt zurück"
Review zu "Star Wars - Episode VI: Die Rückkehr der Jedi-Ritter"
Review zu "Hannibal Rising" Review zu "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels"
Review zu "Matrix"
Review zu "Prometheus"
Musikvideo "The Saga Begins" (YouTube)






Kommentare (12)
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1. 14.07.2012 08:58
 
Für liest sich das eher wie 4/10 
 
Für mich mittlerweile, nach Jedi-Ritter, auch der schwächste. Hat für die jetzige Gesamthandlung keinerlei Bedeutung außer diesen Punkten: 
 
-Anakin und Obi-Wan lernen sich kennen 
-Anakin beginnt am Ende unter der Aufsicht von Obi-Wan seine Ausbildung bei den Jedis 
-Palpatine wird Kanzler 
-die Sith zeigen sich wieder nach knapp 1000 Jahren 
 
Vieles, was hier passiert, spielt für die weitere Geschichte keine Rolle mehr, wie der Konflikt mit der Handelsförderation oder Padmes Königinamt. Auch auf einige Figuren trifft das zu. Maul wird im weiteren Verlauf garnicht mehr erwähnt. Qui-Gon ist zwar eine gute Figur, stirbt aber schon gleich und könnte von einem etwas älteren Obi-Wan übernommen werden, dessen Padawan-Rolle auch nicht nötig gewesen ist. Dazu wirkt die Idee, ihn als ersten mit der Macht eins werden zu lassen, im Nachhinein leider wirklich so, als hätte Lucas das später auch gemerkt und wollte damit versuchen, ihm doch doch eine Existenzberechtigung zu geben. Und was Jar Jar und den Vizekönig angeht: beide haben in Episode 1 große Rollen, sind im weiteren Verlauf aber nur noch Statisten, die man gleich hätte weglassen können. Kann es sein, dass Gunray auch scheiße wegkam bei den Fans und auch gleich auf Miniauftritte reduziert wurde? 
 
Auch beim kleinen Anakin (du hättest ruhig aus dem Nesthäckchen plaudern können, was du glaubst, was sich Lucas dabei Gedacht hat) bin ich weiterhin der Meinung, man hätte von Anfang einen älteren Anakin zeigen müssen, der in allen drei Teilen vom selben Darsteller gespielt wird. So hat Llyod nur einen Teil, während Christensen nur noch zwei hat und sich so nicht richtig entfalten kann. Und der Showdown ist, zusammen mit den Szenen aus Episode 3, die ein paar Überraschungen verderben, (allerdings hat Jedi-Ritter schon dafür gesorgt, dass eine davon niemals zufriedenstellend hätte gelöst werden können) der Grund, wieso die chronologische Reihenfolge nicht optimal ist. Ich kann doch keine Reihe starten und gleich 4 Handlungen am Ende bringen. Es sei denn, die Nachfolger können in der Hinsicht mithalten. 
 
Und die Midi-Clorianer soll es angeblich nur wegen den Religionsfanatikern gegeben haben, weil die eine höhere Macht wie in Star Wars nicht als Gott-Ersatz akzeptieren können.
 
2. 14.07.2012 19:43
 
Episode I
Himmel, ist das Review lang geworden. Man braucht ja schon eine Minute, um bis nach unten zu den kommentaren zu scrollen! *rofl* 
 
@Illuminat: So lange du eine 4 raus liest, ist das noch halbwegs ok. 1 Punkt auf und ab ist die Toleranzschwelle. Wenn du jetzt eine 2 vermutet hättest, würde cih mir sorgen machen. ;) 
 
Solch eine Wertung ist natürlich immer ein Näherungswert, bei dem man aufgrund der Skala unweigerlich Kompromisse eingehen muss. Ich hab den beiden EWok-Filmen - als SW-Filme! - 3/10 und 4/10 gegeben, und stufe Episode I darüber ein. Ergo: 5/10. Was ich selbst davon abgesehen für eine passende Wertung halte. Trotz meiner Enttäuschung hab ich ihn mir im Kino noch 3x angesehen, und seither auch schon oft auf DVD und nun eben Blu Ray gesehen. Audio-visuell ist er durchaus ein beeindruckendes Spektakel, und bietet einen guten Unterhaltungswert - trotz aller Schwächen.  
 
Was die Handlung betrifft: Wenn du mti "hat später keine Relevanz mehr" die OT meinst, kann ich dir zustimmen. Weil das mit dem Vizekönig wird schon in Episode II nochmal thematisiert, will er sich doch an Amidala rächen und ist der Drahtzieher hinter den Anschlägen. Und Jar Jar hat in AOTC eine essentielle (tragische) Rolle zu spielen; im Gegensatz zu Episode I, wo er nur als (nicht funktionierender) comic relief diente. Darth Maul war aber in der Tat ein Wegwerf-Charakter, damit die Jedi am Ende gegen einen Sith siegen können.  
 
Bezüglich Anakin: Das habe ich eigentlich eh in meinem Review erwähnt: Er wollte Vader dadurch, dass er ihn als unschuldigen Jungen zeigt, weiter vermenschlichen, und den tragischen Aspekt seiner Figur hervorheben. was ihm IMHO auch gelungen ist. Ob das einen kompletten Film und damit 1/3 der Laufzeit der Prequels wert war, steht auf einem anderen Blatt. Sicher bin ich mir nicht.  
 
Im übrigen würde ich meinen Kindern die saga nie in der "chronologischen" Reihenfolge zeigen. Entweder OT und dann PT, oder aber, wie Drew von Hitfix vorschlägt, ANH, ESB, TPM, AOCT, ROTS, ROTJ. Damit bleibt DER Twist gewahrt.  
 
Außerdem halte ich den Showdown aus TPM trotz der vier Handlungsorte jenen aus den ersten drei Filmen unterlegen. Die viel dynamischeren Lichtschwertduelle wären aber natürlich ein Problem, wenn man chronologisch schaut. Vor allem das Obi Wan-Vader-Duell aus ANH macht wenn man die PT gesehen hat keinen guten Eindruck mehr. 
 
Das mit den Religionsfanatikern war mir übrigens neu - danke für die Info! :)
 
3. 14.07.2012 20:24
 
Episode I
Ich habe Episode 1 auch schon oft gesehen und sehe ihn nicht als Gurke. Dafür hab ich schon zu viele wirkliche Gurken gesehen. 
 
Der Vizekönig sagt zwar, dass er sich an Amidala rächen will, aber wenn man Episode 1 auslässt, kann das alles mögliche bedeuten. Und ab Episode 2 ist er wirklich nur noch ein Statist. Kam er denn wirklich auch so scheiße an, dass man sich entschloss, ihn in den Hintergrund zu rücken? Dass Palpatine von Jar Jar die Notstandsvollmachten bekommt, ist für mich mittlerweile das gleiche wie bei Qui-Gin und dem eins werden mit der Macht. 
 
Mag zwar sein recht gewesen sein, aber ein erwachsener Anakin wäre dennoch besser gewesen, vorallem für das Gesamtwerk. 
 
Die sogenannte Machete-Reihenfolge ist wirklich cool. Hab die schon zweimal ausprobiert. Allerdings beide male ohne Episode 1 und beim zweiten mal mit der alten Clone Wars Serie zwischen Episode 2 & 3, damit man vom Klonkrieg auch ein bisschen was zu sehen kriegt. Bei der zeigt sich, dass Episode 4 wirklich ein besserer Einstieg ist und die Wende von Imperium bleibt tatsächlich erhalten. 
 
Mit den Religionsfanatikern könnte ich mich auch irren, also nicht zu schnell glauben. Aber ich hab das mal bei Projekt Star Wars gelesen und irgendwie würde das tatsächlich Sinn machen. Denn der Jedi-Orden wurde in Episode 4 noch als Religion bezeichnet und die Macht als Glaube. Weitere Worte erübrigen sich eigentlich. 
 
Werden zu den ersten Spider-Mans keine Kritiken mehr kommen?
 
4. 20.07.2012 14:34
 
Episode I
Auch für mich ist Ep. 1 der Film, mit dem ich am wenigsten anfangen kann und der für mich am wenigsten in die ganze Saga passt. 
 
Darth Maul, der von vielen ja verehrt wird und der bedauerlicherweise seinen Film-Tod überlebt hat (TCW Staffel 4 und 5) war für mich immer ein Witz. Warum sollte Sidious seine Zeit damit verschwenden einen so dummen Muskelprotz auszubilden? Darth Maul hätte nie die Sith nach Sidious' Tod weiterführen können. 
 
Allerdings sehe ich den Film auch nicht als Total-Ausfall, sondern eher als Popcorn-Kino um mich einfach gut zu unterhalten.
 
Alexander Lutz
5. 20.07.2012 17:30
 
Episode I
Zum Glück betrachte ich das olle The Clone Wars eh nicht als die Zwischengeschichte von Episode 2 & 3. Denn sonst passt wieder so einiges nicht zusammen.
 
6. 21.07.2012 19:49
 
Episode I
@Illuminat: Zuerst mal sorry, dass die Antwort wieder etwas länger gedauert hat. 
 
Es gab zwar tatsächlich auch am Vizekönig Kritik - viele hielten ihn bzw. generell die Handelsföderation aufgrund der (im englischen angeblich japanischen) Akzente rassistisch - ich glaube aber nicht, dass das etwas damit zu tun hat, dass er nach Episode I in den Hintergrund gerückt ist. Er hatte einfach, so wie Darth Maul, seinen Zweck in der Geschichte erfüllt.  
 
Wie gesagt, auch ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Prequel-Trilogie davon profitiert hätte, wenn man Anakin erst als jungen Mann kennengelernt und auch ein filmisches Abenteuer aus den Klonkriegen hätte erzählen können. George Lucas verfolgte jedoch andere Ziele, nämlich die weitere Vermenschlichung eines scheinbaren Monsters, und das Aufzeigen des Zerfalls einer Demokratie. Die Prequel-Trilogie ist in vielerlei Hinsicht viel komplexer als die OT *duck*. Lucas möchte nicht mehr einfach nur gut unterhalten, es schwingt auch eine politische Message mit. In Episode I zugegebenermaßen noch weniger, aber ab Episode II wird immer deutlicher, was er mit den Prequels beabsichtigt hat. 
 
Bei Projekt Star Wars war ich übrigens früher auch eine Zeit lang aktiv - hat sich dann aber mit dem Ende der Prequels aufgehört. Schade eigentlich... 
 
Bezüglich Spider-Man: Leider musste ich die angedachten Reviews zu den ersten beiden Raimi-Filmen hintanstellen. Kann daher auch noch nicht sagen, wann sie erscheinen werden. Vielleicht zum DVD-Release von ASM; möglicherweise aber auch erst zum Sequel. Jetzt bin ich ehrlich gesagt erst mal froh, wenn ich diese Herkules-Arbeit von schon fast essaylangen Reviews für die Star Wars-Filme hinter mir habe ;), und nach einer kurzen Verschnaufpause gehts mit den Vorbereitungen fürs Halloween-Special im Oktober weiter. 
 
@Alexander Lutz: Er hat sich Darth Maul wohl als Schüler genommen, da er absolut loyal war, ein Kämpfer. Ich fragte mich aber schon damals nach Episode II ob er ihn wirklich auf lange Sicht behalten wollte, oder ob er nicht zu diesem Zeitpunkt eh auch schon mit Tyranus in Kontakt stand. Eine Zeit lang spekulierte ich sogar darüber, Sidious könnte Maul seinen Tod in Episode I befohlen haben :eek . Hätte seinen dämlichen Tod erklärt :grin
 
7. 21.07.2012 21:39
 
Episode I
Bin zwar eigentlich kein Kritikenschreiber, aber hier hatte ich vor ner Woche mal Lust, zu Spider-Man 2 eine zu schreiben. Kannst ja mal reinsehen und dann sagen, ob du die Meinung teilst oder verstehst: 
 
http://forum.cinefacts.de/62559-der-ich-habe-mir-gerade-folgenden-film-angesehen-sammelthread-2227.html#post7625055 
 
Die Wertung ist allerdings längst nochmal nen halben Punkt gesunken.
 
8. 06.08.2012 17:24
 
Episode I
Danke für den Link zu dieser Kritik. Hatte sie mir schon vor ein paar Tagen durchgelesen, und teile deine Ansichten durchaus - wenn ich ihn auch nicht ganz so schlecht in Erinnerung habe wie du. Am meisten hatte mich die psychisch bedingte Webshooter-Ejakulationsstörung (die ich damals schon unfreiwillig komisch fand) sowie das IMHO nicht nachvollziehbare "Spider-Man no more!"-Gedöns gestört, wie auch das ständige Mary Jane-Hickhack. Auch Dr. Octopussy :p fand ich als Bösewicht jetzt soooo überragend nicht wie manche. Vor allem in den USA wurde der Film ja damals über den grünen Klee gelobt, ich war damals schon mit meinem Lob verhaltener und sah ihn auf einem Niveau mit dem Vorgänger, heute vielleicht sogar ein Häuchchen schwächer. Allerdings habe ich ihn schon seit Jahren nicht mehr gesehen (das letzte Mal im Winter 2007 nebenbei im Fernsehen, während ich an meinem FilmRückblick geschrieben habe).
 
9. 06.08.2012 22:09
 
Episode I
Ich habe die Kritik nicht von Erinnerung aus geschrieben, sondern ihn am gleichen Tag mal wieder gesehen. Ich war richtig schokiert. Vor nem Jahr hab ich ihm noch 7,5/10 gegeben. Zwischen dieser Zeit und Anfang dieses Jahres waren es noch 6/10. Mittlerweile ist die Wertung sogar tatsächlich auf 4/10 runtergegangen. Ich fand ihn mittlerweile sogar so schlecht, wie du scheinbar Spider-Man 3 fandest damals. Wie ich "Nie mehr Spider-Man" nachvollziebarer gefunden hätte, habe ich da ja geschriben gehabt.  
 
Und was die Probleme angeht: ich hätte es sogar nachvollziebarer gefunden, hätte er Geldprobleme gehabt. Dieses getue dort ist einfach nur lächerlich und nimmt auch noch soviel Raum ein. Nur leider gibt es noch immer viele, die genau das ja so tiefgründig und menschlich finden. Doc Ock finde ich noch immer gut und finde es echt bedauerlich, dass er ausgerechnet in diesem Film aufgetreten ist. 
 
Falls du ihn in frn nächsten Monaten sehen solltest, bin ich gespannt, ob du ein paar Aspekte auch so sehen wirst. Nur soviel sei gesagt: Spider-Man 3 ist nicht der Grund, der ihn mir versaut hat. Ach ja, die Kritk war hoffentlich nicht zu sehr abgekupfert. Und noch einen Rat: melde dich niemals auf Cinefacts an. Da laufen echt nur Spacken rum. :zzz
 
10. 24.08.2012 12:45
 
Spider-Man 2
Wie es der Zufall so will, bin ich dieser Tage doch tatsächlich über eine Spider-Man 2 Kritik auf meiner alten Seite gestoßen. So war mein damaliger Eindruck, wobei ich die wertung mittlerweile wohl auf 6/10 runterkorrigieren würde. Viel Spaß beim Lesen und bitte entschuldige die nicht mehr funktionierenden Bilder -> http://members.chello.at/cornholio/Filme/Spiderman%202.htm
 
11. 25.08.2012 05:50
 
Spider-Man 2
Kenne ich schon lange, habe ich dennoch gerade nochmal überflogen. Scheinbar sagte dir dass Privatleben damals auch nicht sonderlich zu. Eine aktuellere Kritik fände ich dennoch interessant. Von welcher Alarm-Anlage ist da die Rede? Etwa, als Parker mit der Fresse aufs Auto knallt, als er springt? Für mich eine der schlechtesten Szenen des ganzen Films, wo Raimi wieder nicht wiederstehen konnte, ihn zum gespott zu machen. :p
 
12. 27.11.2012 13:14
 
Spider-Man 2
Oh Mein Gott, du kennst meine Web-"Jugendsünde" review-center?!?! Ja woher denn? Die Seite hatte im Schnitt fünf Besucher im Monat :grin  
 
Es ist immer wieder witzig, zurückzukehren und die alten Meinungen durchzulesen. Gerade auch, wenn man Reviews dort und Reviews hier vergleicht (z.B. zur Alien-Reihe). Natürlich habe ich das eine oder andere übernommen, und mal mehr, mal weniger verändert. Aber einerseits merkt man, dass sich meine Meinung über den einen oder anderen Film mit der Zeit doch auch mal gewandelt hat. Und außerdem meine ich doch, wenn ich mir meine Reviews damals und heute durchlese, eine gewisse Entwicklung zu erkennen, was das Schreiben betrifft (Gott sei Dank).  
 
Ich denke, irgendwann werde ich mir Spider-Man wohl tatsächlich noch vorknöpfen müssen; weiß aber noch nicht genau, wann. Mit Star Wars und Bond haben wir ja nun eigentlich sowie die allergrößten Filmreihen durchbesprochen - ev. mit Ausnahme von Jurassic Park, aber da wird es nächstes Jahr zum 3D-Release was geben. So gesehen: Schaun wir mal, vielleicht schaffe ich es zwischendurch mal, die beiden Spider-Mans im nächsten Jahr wo einzuschieben. Wenn du mir deine E-Mail-Adresse an meine E-Mail-Adresse cornholio@chello.at schickst, gebe ich dir auch gerne Bescheid, falls bzw. sobald es dann mal soweit sein sollte ;).
 

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