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Orion 3000 - Raumfahrt des Grauens Drucken E-Mail
Der dritte Einsatz der Crew von Gamma Eins Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Freitag, 04 Dezember 2020
 
Advents-SPECiAL

 
Die Fliege
Originaltitel: Il pianeta errante
Produktionsland/jahr: Italien 1966
Bewertung:
Studio/Verleih: Mercury Film International/Accord Filmverleih/CMV Laservision
Regie: Antonio Margheriti
Produzenten: U.a. Joseph Fryd & Antonio Margheriti
Drehbuch: Ivan Reiner & Renato Moretti
Filmmusik: Angelo Francesco Lavagnino
Kamera: Riccardo Pallottini
Schnitt: Otello Colangeli
Genre: Science Fiction
Kinostart Deutschland: 14. April 1967 (BRD)
Kinostart Italien: 29. Juli 1966
Laufzeit: 80 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 12
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu-Ray, DVD
Mit: Giacomo Rossi Stuart, Ombretta Colli, Enzo Fiermonte, Halina Zalewska, Goffredo Unger, Peter Martell, John Bartha u.a.


Kurzinhalt: Auf der Erde kommt es zunehmend zu Umweltkatastrophen. Schuld daran ist eine Veränderung des Gravitationsfelds unseres Sonnensystems, die durch einen fremden Himmelskörper ausgelöst wurde. Mehr noch: Dieser scheint sich auf Kollisionskurs mit der Erde selbst zu befinden. Die einzige Hoffnung der Menschheit ruht nun auf Commander Rod Jackson und seinem Team der Raumbasis Gamma Eins. Diese bricht daraufhin mit Raumschiffen los, um auf dem fremden Planeten zu langen, und dort Antimateriebomben zu platzieren. So will man für seine Vernichtung sorgen. Doch der fremde Himmelskörper ist nicht so leblos wie gedacht – und beginnt sich zu wehren…

Review: Szenenbild. "Orion 3000 – Raumfahrt des Grauens" ist der dritte Teil der – losen – italienischen Filmreihe rund um die Abenteuer der Raumbasis Gamma Eins, die 1966 bis 1967 von Antonio Margheriti inszeniert wurden. Die ersten beiden, "Raumschiff Alpha" und "Tödliche Nebel", wurden von mir im Zuge des Advents-Specials 2018 besprochen; heuer ist somit nun der Rest dran. Aufgrund der zweijährigen Pause wäre mir ursprünglich gar nicht aufgefallen, dass es hier nun – obwohl die Filme ja eigentlich recht zeitnah hintereinander gedreht wurden – zu einigen Änderungen kam. Denn während die ersten beiden Filme besetzungs- und kontinuitätstechnisch noch zusammenpassten, ist hier nun einiges anders. So wurde praktisch die komplette Besetzung – und im Zuge dessen auch gleich die Figurenriege – ausgetauscht. Statt Commander Mike Halstead, gespielt von Tony Russel, hat hier somit nun Commander Rod Jackson (dargestellt von Giacomo Rossi Stuart) das sagen. Aber auch der Rest der Crew/Besetzung ist neu. So gesehen passt es rückwirkend, dass ich nach den ersten beiden Filmen eine Pause eingelegt habe.

Nichts verändert hat sich hingegen an den Sets, den Kostümen, der Ausstattung, den Modellen, und generell den Effektaufnahmen. Was letztere betrifft, gibt es zwar durchaus auch die eine oder andere neue Einstellung, trotzdem erweist sich Antonio Margheriti – wie schon zuvor beim zweiten Film – als Meister des Recyclings. Generell muss man was die Effekte betrifft hier definitiv wieder mindestens ein Auge zudrücken, und/oder ein Faible für zwar bemühte, letztendlich aber doch eher peinlich-veraltete Tricktechnik haben. Angefangen bei den erkennbaren Schnüren auf den Raumschiffen, über die eindeutig als solche zu erkennenden Modellaufnahmen der Städte, bis hin zur köstlichen Szene, wo ein offensichtlicher Spielzeugastronaut in Lava versinkt (letzteres hat mich ähnlich stark zum Lachen gebracht wie der Autounfall aus "Raumschiff Alpha"). Ich finde sowas ja sehr charmant und amüsant – aber ja, man muss schon ein Faible für sowas haben, sonst wird "Orion 3000" für einen halt einfach nicht funktionieren. Meine Kritikpunkte liegen hingegen eher in der noch recht schwachen ersten Hälfte, wo sich der Film, trotz einer überaus kurzen Gesamtlaufzeit von gerade mal 78 Minuten, doch ein bisschen zieht. Auch dieses ganze private Geplänkel rund um Jackson, der mit Lt. Sanchez liiert zu sein scheint, jedoch auf der Erde noch eine (Ex-?)Verlobte hat, hätte man sich schenken können. Mit den physikalischen Grundsätzen nimmt es "Orion 3000" auch nicht allzu genau (Wind im Weltall? – Und ja, die Figuren fragen sich selbst, wie sowas möglich sein soll; eine Antwort auf eben diese Frage bleibt der Film hingegen schuldig). So sehr ich billig-veraltete Effekte grundsätzlich auch schätzen mag, aber die Aufnahmen der Schwerelosigkeit waren halt schon sehr schwach umgesetzt, worunter nicht zuletzt jene Szene litt, wo die Crew ein Mitglied verliert, welches im All davontreibt. Und das Helmchen-Wechsel-Spiel beim Finale hätte man sich auch sparen können. Allerdings: Nach recht zähem Beginn dreht "Orion 3000" dann spätestens auf, sobald die Crew zum fremden Himmelskörper aufbricht. Dessen Oberfläche war dann auch durchaus gut umgesetzt. Und generell machte die zweite Hälfte dann durchaus Laune – und bot zudem mit dem Tod von Jacksons Astronauten-Kollegen auch einen durchaus effektiven dramaturgischen Höhepunkt. Insgesamt würde ich ihn somit irgendwo zwischen "Raumschiff Alpha" und "Tödliche Nebel" einstufen.

Fazit: Szenenbild. Wer ein Herz für Science Fiction-(Italo-)Trash hat, der kommt zwar grundsätzlich durchaus auch bei "Orion 3000 – Raumfahrt des Grauens" wieder auf seine/ihre Kosten – braucht allerdings doch ein bisschen einen langen Atem. Weil die erste Hälfte ist noch nicht so prickelnd, was dazu führt, dass sich der ohnehin nur rund 80 Minuten lange Film dort doch etwas zu ziehen beginnt. Vor allem das ganze Geplänkel rund um Jackons Geliebte und Verlobte wäre in einer Seifenoper besser aufgehoben, als in einem Science Fiction-Film. Und generell dauert es einfach zu lange, bis die eigentliche Mission in den Mittelpunkt rückt. In der zweiten Hälfte dreht "Orion 3000" dann aber doch noch so halbwegs auf. Klar braucht man auch hier noch eine hohe Schmerzgrenze, was die Effekte sowie die wissenschaftliche Genauigkeit betrifft, aber zumindest geht dann endlich mal was weiter. Zudem fand ich die Aufnahmen von der Planetenoberfläche grundsätzlich gut gemacht. Und zum Ende hin bietet uns der Film dann auch noch einen markanten und durchaus effektiven dramaturgischen Höhepunkt. Ganz kann das alles zwar für die lahme erste Hälfte dann nicht mehr entschädigen, und insgesamt stufe ich den unmittelbaren Vorgänger "Tödliche Nebel" doch noch die Spur stärker ein. Den ersten Teil der Reihe, "Raumschiff Alpha", lässt "Orion 3000 – Raumfahrt des Grauens" in meinen Augen aber knapp hinter sich.

Wertung:5 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 1986 20th Century Fox)


Weiterführende Links:
Advent-SPECiAL 2020





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