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Kinder des Zorns II - Tödliche Ernte Drucken E-Mail
Schwaches Sequel zur Stephen King-Verfilmung Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Freitag, 18 Oktober 2019
 
Halloween-SPECiAL

 
Kinder des Zorns II - Tödliche Ernte
Originaltitel: Children of the Corn 2: The Final Sacrifice
Produktionsland/jahr: USA 1992
Bewertung:
Studio/Verleih: Corn Cobb Productions/Dimension Films
Regie: David Price
Produzenten: U.a. David G. Stanley & Scott A. Stone
Drehbuch: A.L. Katz & Gilbert Adler
Filmmusik: Daniel Licht
Kamera: Levie Isaacks
Schnitt: Barry Zetlin
Genre: Horror/Thriller
Heimkino-Premiere Deutschland: 21. Oktober 1992
Kinostart USA: 29. Januar 1993
Laufzeit: 92 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 16
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu-Ray, DVD
Mit: Terence Knox, Paul Scherrer, Ryan Bollman, Christie Clark, Rosalind Allen, Ned Romero, Ed Grady u.a.


Kurzinhalt: Die Behörden werden auf die Kleinstadt Gatlin in Nebraska aufmerksam, und finden die Leichen sämtlicher Eltern. Daraufhin werden die Kinder – dass diese für die Gräueltaten verantwortlich sind, ist für die Behörden unvorstellbar – in eine nahegelegene Stadt gebracht, wo sie bei mehreren unterschiedlichen Familien, die sich bereit erklärt haben, die Waisen aufzunehmen, unterkommen. Nach dem Tod von Isaac führt nun Micah den Kinder-Kult an – weshalb Er, der hinter dem Korn wandelt, von ihm Besitz ergreift. Unter seiner Führung machen sich die Kinder daran, ihr blutiges Werk fortzusetzen, und neuerlich alle Erwachsenen in der Stadt zu ermorden…

Review: Szenenbild. Die Wertung verrät es bereits: "Kinder des Zorns II – Tödliche Ernte" ist, so wie viele Horror-Sequels, dem Original leider doch recht deutlich unterlegen. Es gibt jedoch zumindest ein paar rettende Elemente, die schlimmeres verhindern. So konnte mir das Grundkonzept insofern ganz gut gefallen, als "Kinder des Zorns II" nun auf einen Aspekt fokussiert war, der im ersten Teil doch eher übergangen wurde: Die Ermordung der Erwachsenen durch die Kinder. Im Original sehen wir ganz zu Beginn, wie einige vergiftet werden, und springen danach drei Jahre in die Zukunft, wo das Gemetzel schon vorbei ist. Hier nun steht hingegen eben dieser Feldzug der Kinder gegen die Erwachsenen im Mittelpunkt. Eben dies führt dann auch zu den besten Szenen des Films, nämlich eben jenen Szenen, wo sich die Kinder einen Erwachsenen nach dem anderen vorknöpfen. Da waren schon ein paar originelle Ideen (wie z.B. der Tod der alten Dame mit Hilfe ihres eigenen Hauses; auch wenn dieser zugegebenermaßen nicht einer gewissen unfreiwilligen Komik entbehrte, hatte ich doch unweigerlich "They brought the house down!" im Ohr) und cool inszenierte Momente (wie der Angriff auf den Arzt, mit den Kindern vor der Tür und hinter dem Fenster) dabei. Wie dieses Konzept generell nach wie vor einen unbestreitbaren Charme hat (wenn ich auch dabei bleibe, dass es mit reinen Kindern, ohne Teenager, noch einmal gruseliger und beängstigender wäre).

Davon abgesehen hat "Tödliche Ernte" aber leider in der Tat wenig bis gar nichts zu bieten. Zwischen ihm und dem Vorgänger liegen ja für damalige Verhältnisse für ein Horror-Sequel relativ lange acht Jahre, was halt auch bedeutet, dass man keines der damaligen Kinder zurückbringen konnte. Würde man nicht viel zu oft denjenigen, der hinter den Reihen steht, erwähnen (echt, ich konnt's schon bald nicht mehr hören) könnte man meinen, das hätte mit dem Vorgänger eigentlich gar nichts mehr zu tun, mangels direkter Verbindung zu diesem. Viel schwerer wiegt aber, dass bei der Fortsetzung noch einmal um einiges weniger Geld zur Verfügung gestanden zu sein scheint als beim diesbezüglich eh auch schon nicht gerade gesegneten Vorgänger. Vor allem die dämonische Verwandlung am Ende war dämlich und billig umgesetzt, aber generell wirkt "Tödliche Ernte" was die Inszenierung betrifft leider doch eher billig. Kein Wunder, dass er hierzulande – im Gegensatz zu den USA – in die Videotheken verbannt wurde, wirkt er doch tatsächlich eher wie eines der damals üblichen Videotheken-Fortsetzungen als ein kinoreifes Sequel. Am deutlichsten und schlimmsten macht sich das mangelnde Geld aber bei der Besetzung bemerkbar. Ok, ich gebe zu, über das Wiedersehen mit Rosalind Allen habe ich mich, nachdem ich parallel ja gerade "SeaQuest" schaue, wo sie in der zweiten Staffel mit von der Partie war, durchaus gefreut. Unbedingt mit Ruhm bekleckert sie sich hier zwar nicht gerade, ist aber insgesamt noch die Beste aus dem Ensemble. Terence Knox hätte es vermutlich (besser) gekonnt, wirkt hier aber leider so unmotiviert, als hätte man ihn nur in (flüssigem) Korn bezahlt. Sein Filmsohn Paul Scherrer ist leider völlig blass und unauffällig. Das schauspielerische Talent von Christie Clark scheint sich – zumindest hier – auf ihr Aussehen zu beschränken. Am schlimmsten war aber Ryan Bollman, der den neuen Anführer derart verkrampft und unüberzeugend spielt, dass er droht, Darren Ewing aus "Troll 2" Konkurrenz zu machen. Angesichts seiner nach wie vor aufrechten Karriere als Schauspieler scheint er sich danach erheblich gesteigert zu haben – hier jedoch war er einfach nur furchtbar, und zieht einen ohnehin schon wenig gelungenen Film noch einmal deutlich herunter.

Fazit: Szenenbild. Ich halte ja jetzt schon den ersten nicht unbedingt für einen großen Klassiker des Genres, diesem doch recht mauen Sequel war "Kinder des Zorns" aber zweifellos in allen Belangen überlegen. Zugegeben, die im ersten Teil eher übergangene Mordserie der Kinder an den Erwachsenen hier nun zum Zentrum des Geschehens zu machen, war eine gute und nette Idee, und führt aufgrund der netten und teils originellen Mordszenen auch zu den besten – und zugleich leider einzig wirklich guten – Momenten des Films. Davon abgesehen hat "Kinder des Zorns II: Tödliche Ernte" aber halt leider genau gar nichts zu bieten. Vor allem die teilweise sehr schwachen schauspielerischen Leistungen machen sich negativ bemerkbar, aber auch inszenatorisch ist "Tödliche Ernte" leider eine überwiegend billige Angelegenheit. Und das mit der Dämonenverwandlung am Ende hätte man sich mal auch lieber gespart, war das doch einfach nur peinlich umgesetzt. Angesichts der mäßigen Qualität dieser Fortsetzung wirkt es jedenfalls so unverständlich wie beunruhigend, dass das Versprechen des Original-Titels – "The Final Sacrifice" – nicht eingelöst wurde, und tatsächlich noch weitere Fortsetzungen folgten.

Wertung:4 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 1992 Dimension Films)


Weiterführende Links:
Halloween-SPECiAL 2019





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