Wie geht es weiter mit dem Franchise?Kategorie: Terminator - Autor: Luna Black / Björn Flügel - Datum: Mittwoch, 17 Februar 2010
Die Halcyon Company versuchte in den letzten Monaten verzweifelt, die Rechte an "Terminator" wieder loszuwerden, nachdem sich der vierte Teil der Killermaschinen-Saga als Flop erwiesen hatte.
Halcyon hatte die Rechte vor lediglich drei Jahren für stolze 30 Millionen Dollar erworben, hoffte mit diesem namhaften Label auf große Gewinne und spendierte der Produktion von "Terminator: Salvation" sagenhafte 200 Millionen Dollar. Doch die relativ schwachen Einspielergebnisse führten Halcyon direkt in den Konkurs, und so mussten die "Terminator"-Rechte wieder auf den Markt geworfen werden, um all die Gläubiger bedienen zu können. Doch das Interesse hielt sich insgesamt in Grenzen.
Zunächst gab Lionsgate das Erstgebot ab. Das Studio bot 15 Millionen Dollar sowie 5 Prozent aller künftigen Bruttoeinnahmen. Am letzten Tag der Auktion legte Sony Pictures noch eins drauf. Das exakte Gebot wurde zwar nicht bekannt gegeben.
Wie nun bekannt wurde, gingen die Rechte letztendlich an niemand anderen als Pacificor – eben jenes Hedgefonds-Unternehmen, das für die Insolvenz der angeschlagenen Halcyon Holding ausschlaggebend war und das von Halcyon wegen Erpressung, Bestechung und Betrug auf 30 Millionen Dollar Schadensersatz verklagt wurde.
Einem Bericht von Deadline Hollywood zufolge wurden die Rechte für 29,5 Millionen Dollar von Pacificor erworben. Dieser Erlös liegt weit unter den 70 Millionen Dollar, die sich Halcyon erhoffte. Halcyon soll 5 Millionen Dollar für jeden neuen "Terminator"-Film sowie die Erlöse aus dem dritten und vierten Film erhalten. Die Schulden Halcyons sollen mit dem Verkauf abgegolten sein.
Was das Finanzunternehmen, das bisher über keinerlei Erfahrungen im Filmgeschäft verfügt, mit dem Franchise vorhat, ist unklar. Wie berichtet wird, haben Sony Pictures und Lionsgate mit Pacificor Gespräche aufgenommen, um gemeinsam die Kontrolle über das Franchise zu übernehmen.