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Mirrors Drucken E-Mail
Kiefer Sutherland wagt den Blick in den Spiegel Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Freitag, 30 Oktober 2009
 
Image


Mirrors
(Mirrors, USA 2008)
 
Mirrors
Bewertung:
Studio/Verleih: New Regency Pictures/20th Century Fox
Regie: Alexandre Aja
Produzenten: U.a. Marc S. Fischer, Andrew Hong, Arnon Milchan & Kiefer Sutherland
Drehbuch: Alexandre Aja & Grégory Levasseur, nach dem koreanischen Film "Into the Mirror", geschrieben von Sung-ho Kim
Musik: Javier Navarrete
Kamera: Maxime Alexandre
Schnitt: Baxter
Genre: Horror
Kino-Start (Deutschland): 30. Oktober 2008
Kino-Start (USA): 15. August 2008
Laufzeit: 110 Minuten
Altersfreigabe: ab 18 Jahren
Trailer: klick
Kaufen: DVD, Blu Ray
Mit: Kiefer Sutherland, Paula Patton, Cameron Boyce, Erica Gluck, Amy Smart, Mary Beth Peil u.a.


Kurzinhalt: Der frühere Polizist Ben Carson heuert in einem ehemaligen Einkaufszentrum als Nachtwächter an. Dort kam es vor Jahren zu einem verheerenden Brand, bei dem zahlreiche Menschen ums Leben gekommen sind. Nicht nur deswegen ist die Ruine ein unheimlicher Ort: Vor allem auch die zahlreichen und teilweise sehr großen Spiegel, die überall im Einkaufszentrum herumhängen, geben ihm eine ganz eigentümliche, bedrückende Stimmung. Anfangs ist Carson davon zwar noch ziemlich unbeeindruckt, doch als er dann im Spiegel seltsame Dinge sieht, beschließt er, der Sache uaf den Grund zu gehen. Er erfährt, dass sich der Nachtwächter, der davor im Einkaufszentrum gearbeitet hat, sich angeblich das Leben genommen hat, in dem er sich mit der Glasscherbe eines Spiegels die Kehle durchgeschnitten hat. Anfangs kann und will Ben Carson zwar noch nicht glauben, dass das was er in den Spiegeln sieht wirklich real ist, doch nach immer mysteriöseren Ereignissen ist er davon überzeugt, dass irgendein Fluch auf den Spiegeln des Einkaufszentrums liegt. Als sich die seltsamen Bilder jedoch in weiterer Folge auf alle Spiegel ausbreiten und beginnen, seine Familie zu bedrohen, setzt er alles daran die Hintergründe des Flammenmeers in Erfahrung zu bringen, in der Hoffnung, damit den Fluch aufheben zu können.

Review: ImageWenn es einen Preis für die am öftesten in Horrorfilmen verwendete Szene gäbe, dann würde sie wohl folgender Moment gewinnen: Die Protagonisten befinden sich im Bad und blicken in den Spiegel. Nun öffnen sie entweder den Spiegelschrank oder beugen sich herunter um sich ihr Gesicht zu waschen, und sobald wir den Spiegel wieder sehen, steht auf einmal etwas schreckliches hinter ihnen. Diese in unzähligen Filmen zu findende Szene zeigt allein schon, dass sich Spiegel in Horrorfilmen sehr effektiv einsetzen lassen. Doch auch von solchen Schockmomenten abgesehen haben Spiegel im Genre schon immer eine besondere Rolle gespielt – man denke nur z.B. an Vampire, die im Spiegel nicht zu sehen sind. Alexandre Aja, Regisseur des gefeierten französischen Horrorfilms "Haute Tension" sowie des (schon deutlich weniger gefeierten) Remakes zu "The Hills Have Eyes", hat es sich mit "Mirrors" (dem Remake eines asiatischen Horrorfilms, den ich allerdings noch nicht gesehen habe) zum Ziel gesetzt, den ultimativen Spiegel-Horrorfilm zu erschaffen und so ziemlich alles aus dieser Idee herauszuholen, was nur herauszuholen ist.

Das Endergebnis wird zwar nicht als Klassiker des Genres in die Annalen der Filmgeschichte eingehen, nichtsdestotrotz ist ihm mit "Mirrors" ein durchaus effektiver Grusel-Schocker gelungen, der den potentiellen Schrecken von Spiegeln konsequent und ziemlich erschöpfend ausreizt. Dabei verzichtet er zwar auch nicht auf so typische Klischees wie die zuvor angeführte Szene, schafft es aber doch auch, den einen oder anderen originellen und halbwegs innovativen Moment zu präsentieren. Vor allem, da sich der Fluch nicht nur auf Spiegel im herkömmlichen Sinn, sondern auf alle spiegelnden Oberflächen ausbreitet – und wir von diesen mittlerweile praktisch umzingelt sind – sorgt für einige gelungene Momente. Und auch sonst präsentiert er in den Spiegeln einige beunruhigende und erschreckende Bilder, die zumindest bis zum nächsten eigenen Blick in einen Spiegel nachhallen sollten. Alexandre Aja's Inszenierung ist angenehm atmosphärisch, und kann auch optisch überzeugen. Nicht nur in den Spiegeln gibt es immer wieder einige interessante Bilder zu sehen, auch die Gestaltung des großen Spiegels sowie des später entdeckten "Forschungsraums" sind sehr gelungen und durchaus einprägsam. Einen großen Anteil an der beunruhigenden Atmosphäre hat auch der stimmungsvolle Soundtrack von Javier Navarrete. Zwar sicherlich nichts, dass man sich mal so aus Spaß an der Freude in den CD-Player legt, aber er unterstützt die Atmosphäre des Films sehr gekonnt. Und zu guter letzt muss auch noch das Ende positiv hervorgehoben werden.

ImageDie Handlung kann leider schon weniger überzeugen. Zwar ist diese durchaus wendungsreich und mit einigen guten Einfällen, aber für sich genommen ist sie leider nicht sonderlich originell. Auch die teilweise etwas zu übertriebenen Splattereffekte hätten aus meiner Sicht nicht sein müssen, und haben mich eher aus dem Film gerissen, als mich tiefer in ihn hineinzuziehen. Das größte Problem von "Mirrors" war für mich aber Kiefer Sutherland. Das soll jetzt nicht heißen, dass er schlecht spielen würde, aber "sein" Jack Bauer ist mittlerweile zu solch einer Ikone geworden, dass es schwer ist, einen mit der Pistole herumfuchtelnden Kiefer Sutherland als etwas anderes zu sein als sein "24"-alter ego. Spätestens, wenn er mit gezogener Waffe in ein Kloster eindringt und eine Nonne entführt, kann man sich als "24"-Fan ein "Jack is back!" nur schwer verkneifen. Hier zeigt sich wieder einmal, dass eine derartige Kultfigur für den betreffenden Schauspieler sowohl Segen als auch Fluch ist. Und den "Jack Bauer"-Fluch wird Kiefer Sutherland, so fürchte ich, so schnell wohl nicht ablegen können…

Fazit: Für mich persönlich sind Filme mit Szenen, in denen in einem Spiegel nicht das zu sehen ist, was man sich eigentlich erwarten würde, sondern dieser quasi ein Eigenleben entwickelt, immer eine besonders beängstigende Angelegenheit. Ich weiß nicht warum, aber der Gedanke, so etwas könnte auch in Wirklichkeit passieren, jagt mir einen kalten Schauer über den Rücken. Möglicherweise liegt das auch daran, dass dieses Konzept im Vergleich zu anderen Schauergeschichten, wie Vampiren, Geistern oder ähnlichem, noch nicht so ausgereizt ist, und verhältnismäßig frisch wirkt. Nach "Mirrors" hat man aber das Gefühl, dass es danach nicht mehr viel gibt, was man mit dieser Grundidee anstellen kann. Alexandre Aja nutzt die Möglichkeiten von Spiegeln, uns durch unnatürliche und beängstigende Bilder in Angst und Schrecken zu versetzen, sehr gekonnt aus, und lässt doch den einen oder anderen originellen Einfall in den Film einfließen. Nichtsdestotrotz ist "Mirrors" nicht optimal. Trotz der beängstigenden Grundidee und der atmosphärischen Inszenierung hat er es nur sporadisch geschafft, mir das fürchten zu lehren. Zudem kann er trotz einiger origineller Einfälle doch nicht ganz den Eindruck eines "Malen nach Zahlen"-Horrorfilms vermeiden. Fans des atmosphärischen Horrors kann dank seiner Stärken trotzdem dazu geraten werden, bei Gelegenheit den Blick in diesen Spiegel zu wagen, oder sich überhaupt gleich das Original "Geoul sokeuro" (dass ich jedoch Mangels Kenntnis selbst noch nicht beurteilen kann) anzusehen.

Wertung:7 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 20th Century Fox)


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