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In 3 Tagen bist du tot 2 Drucken E-Mail
Ein Novum: Besser als das Original! Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Dienstag, 27 Oktober 2009
 
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In 3 Tagen bist du tot 2
(Ö 2008)
 
In 3 Tagen bist du tot 2
Bewertung:
Studio/Verleih: Allegro Film
Regie: Andreas Prochaska
Produzenten: Helmut Grasser & Katharina Bogensberger
Drehbuch: Andreas Prochaska & Agnes Pluch
Musik: Matthias Weber
Kamera: David Slama
Schnitt: Karin Hartusch
Genre: Horror
Kino-Start (Österreich): 25. Dezember 2008
Laufzeit: 95 Minuten
Altersfreigabe: ab 16 Jahren
Trailer: klick
Kaufen: DVD
Mit: Sabrina Reiter, Andreas Kiendl, Martin Loos, Anna Rot, Philipp Rudig, Barbara Weber, Julia Rosa Stöckl u.a.


Kurzinhalt: Image3 Jahre sind vergangen, seitdem Nina und ihre Freunde kurz nach ihrer Matura von einem wahnsinnigen Killer (dessen Identität ich hier nicht verraten will) terrorisiert wurden. Als die Medien darüber berichten, dass man die Leiche des Täters aus dem Ebensee geborgen hat, kommt das Trauma, dass Nina von diesen schrecklichen Ereignissen davongetragen hat, wieder zum Vorschein. In der Nacht versucht sie, ihre beste Freundin Mona anzurufen, die sie seit den Morden nicht mehr gesehen hat. Zuerst erreicht sie sie nicht, später ruft sie jedoch zurück und bittet Nina, offenbar in Todesangst, um Hilfe. Gleich am nächsten Morgen macht sich Nina auf, um ihre Freundin ausfindig zu machen. In Ebensee angekommen erfährt sie, dass sie mit ihrem Vater schon vor einiger Zeit in ein kleines Dorf in Tirol umgezogen ist. Die Suche nach ihrer besten Freundin führt sie schließlich an den abgelegenen Bauernhof "Joch" – und damit in die Fänge einer sadistischen Familie…

Review: Fortsetzungen von Horrorfilmen sind nicht gerade eine Erfolgsgeschichte. Die wenigsten schaffen es, an die Qualität des Originals anzuknüpfen, geschweige denn diese zu übertreffen. Mit "In 3 Tagen bist du tot 2" ist Andreas Prochaska aber genau dieses Kunststück gelungen. Einer der Hauptgründe dafür ist, dass er eine der größten Gefahren solcher Sequels gekonnt umschifft: Statt wie die meisten von ihnen das Konzept des Originals zu kopieren und "more of the same" zu bieten, schlägt er in der Fortsetzung zu seiner Horror-Überraschung aus dem Jahr 2006 eine gänzlich andere Richtung ein. Dies geht sogar so weit, dass man "In 3 Tagen bist du tot 2" auch ohne jegliche Vorkenntnis genießen kann (wobei man bedenken sollte, dass man sich natürlich den Vorgänger spoilert, wenn man sich die Fortsetzung zuerst ansieht). War "In 3 Tagen bist du tot" eine österreichische Variante des Teenie-Slashers, orientiert sich das Sequel an einem gänzlich anderen Subgenres des Horrorfilms: Dem Survival-Horror. Dass sich Prochaska dabei insbesondere von "Texas Chainsaw Massacre" inspirieren ließ, ist offensichtlich – denn so wie dort geht es auch hier darum, dass eine außenstehende Person in ein kleines Dorf kommt und in die Fänge einer degenerierten, kranken Familie gerät.

ImageIm Gegensatz zur texanischen Einöde – oder auch der malerischen Schönheit des Ebensees aus dem Vorgänger – spielt "In 3 Tagen bist du tot 2" jedoch in den idyllischen Tiroler Bergen, von denen wir spätestens seit dem Beginn von Hansi Hinterseer's Musikkarriere wissen, dass sie auch einige Schrecken beherbergen. Für das Drehbuch, in dem ein Kellerverlies eine tragende Rolle spielt, ließ man sich offensichtlich von jüngeren, grauenhaften Kriminalfällen wie rund um Wolfgang Pryklopil und die Familie Fritzl inspirieren. Eine Entscheidung, die man angesichts der Tatsache, dass hier schreckliche Einzelschicksale als Vorlage für einen kommerziellen Film herangezogen werden, sicherlich kritisch hinterfragen kann. Ich für meinen Teil sehe darin allerdings kein Problem – ganz im Gegenteil. Das Bewusstsein, dass es solche Vorkommnisse – leider auch in Österreich – wirklich gibt, und sich theoretisch irgendwo im Land genau so zutragen könnten wie im Film beschrieben, machen "In 3 Tagen bist du tot 2" für mich nur um so eindringlicher, erschreckender und damit wirkungsvoller. Im Gegensatz zum etwas klischeehaften Vorgänger ist er – leider! – ein sehr realer Horrorfilm mit beängstigender Glaubwürdigkeit.

Andreas Prochaska beugt sich dankenswerter Weise nicht dem Trend zu expliziterer Gewaltdarstellung à la "Saw" und "Hostel"; das bedeutet aber noch lange nicht, dass der Film deswegen harmlos wäre – ganz im Gegenteil. Sowohl was die Menge an fließendem Blut als auch den gelegentlichen Einsatz von Splattereffekten betrifft, ist "In 3 Tagen bist du tot 2" definitiv nicht zimperlich – hält sich aber dabei immer soweit in Grenzen, dass es bis zu einem gewissen Grad der Phantasie des Zuschauers überlassen ist, die Lücken zu füllen. Zudem hat er die eine oder andere Szene zu bieten, die man so in einem Mainstream-Horrorfilm wohl noch nicht gesehen hat. Womit sich Andreas Prochaska diesmal lobenswerterweise fast völlig zurück hält, ist der Einsatz von billigen Schockeffekten, die ihre Wirksamkeit in erster Linie der Tatsache verdanken, dass sie extrem laut sind. Die eine oder andere dieser Szenen gibt es zwar, der Lautstärkepegel hält sich dabei aber immer in vertretbaren Grenzen. Generell verlegt er sich diesmal deutlich mehr auf atmosphärischem Horror, was ihm insbesondere in den Szenen im, am und um den Bauernhof "Joch" auch glänzend gelingt. Auch was die Bilder betrifft ist seine Inszenierung wieder mal absolut hochwertig, und der amerikanischen Konkurrenz mindestens ebenbürtig. Vor allem den Kontrast zwischen rotem Blut und weißem Schnee nutzt er gerne und gut, und auch sonst fängt er die Schönheit der verschiedenen Schauplätze (Wien, Ebensee, Tirol) sehr gut ein.

ImageEin wichtiger Aspekt jedes "Survival"-Horrorfilms, der wesentlich zum Erfolg oder Misserfolg beiträgt, sind auch die Schauspieler; und dabei natürlich insbesondere der/die Hauptprotagonist/in. Zwar war Sabrina Reiter auch im ersten Film schon die Hauptdarstellerin, doch konnte sie sich damals die Verantwortung noch mit ein paar weiteren JungschauspielerInnen teilen. Diesmal jedoch liegt die Last, den Film zu tragen, im wesentlichen einzig und allein auf ihren zarten Schultern – und sie meistert diese Herausforderung mit Bravour. Im Gegensatz zu vielen amerikanischen Scream Queens, deren Qualifikation für die Rolle über ihre strapazierfähigen Stimmbänder sowie ihr gutes Aussehen nicht hinausgehen, ist sie eine "echte", kompetente und talentierte (und mindestens genauso gut wie ihre weniger talentierten, amerikanischen Kolleginnen aussehende) Schauspielerin. "In 3 Tagen bist du tot 2" verlangt ihr eine deutlich abwechslungsreichere und auch anspruchsvollere Performance ab; etwas, dass sie offenbar sehr genossen und nur zu gerne ausgereizt hat. Auch der Rest der Besetzung überzeugt, wobei vor allem Philipp Rudig für seine sowohl gelungene als auch mutige Performance als Josef lobend erwähnt werden muss.

Dass es "In 3 Tagen bist du tot 2" trotz aller Stärken nicht gelingt, in den Olymp des Genres aufzusteigen, liegt in erster Linie am Drehbuch. Nicht, dass dieses gänzlich schlecht wäre. Die Handlung bewegt sich mit ausreichendem Tempo vorwärts und schafft es, das Interesse des Zuschauers und ein anständiges Spannungsniveau über die gesamte Laufzeit aufrecht zu erhalten. Auch hat die Story den einen oder anderen netten Twist zu bieten – aber genau hier fangen leider auch schon die Probleme an, denn zumindest ich konnte die meisten der Wendungen schon viel zu früh erahnen. Der größte Schwachpunkt ist aber der rückwirkend betrachtet extrem konstruiert wirkende Plot, der dafür sorgt, dass Nina erneut in so eine schreckliche Situation gerät. Auch wenn die Auflösung am Ende durchaus bewegend gewesen sein mag, aber das wirkt nun wirklich sehr verkrampft. Einerseits finde ich es zwar lobenswert, dass man sich bemüht hat einen Grund zu finden, warum es Nina in die Tiroler Berge verschlägt – immerhin hätte sie ja auch einfach nur zum Urlaub dorthin reisen und völlig zufällig in dieses Schlamassel hineingeraten können, was ich dann noch dämlicher gefunden hätte. Dennoch merkt man, dass sich Andreas Prochaska und seine Co-Autorin Agnes Pluch sichtlich schwer damit getan haben, eine halbwegs plausible Erklärung zu finden, warum es gerade Nina in die Fänge dieser Familie verschlägt.

Fazit: ImageMit "In 3 Tagen bist du tot 2" ist Andreas Prochaska ein filmisches Wunder gelungen: Eine Horrorfortsetzung, die besser ist als das Original! Die Inszenierung ist wieder einmal sehr stimmig, atmosphärisch dicht, und überzeugt zudem mit einigen gelungenen Bildern und Einstellungen. Die schauspielerischen Leistungen, allen voran von Sabrina Reiter, sind wieder einmal über jeden Zweifel erhaben. Von der konstruierten Ausgangssituation mal abgesehen ist auch das Drehbuch sehr gelungen, da es einige Wendungen bereithält und aufgrund der Ähnlichkeiten zu echten Kriminalfällen unter die Haut geht. Die zwar kompromisslosen, aber mit Bedacht eingesetzten Gewaltszenen sowie einige gelungene und originelle Momente und Ideen runden das äußerst positive Gesamtbild ab. Zwar kein Meisterwerk, aber ein höchst unterhaltsamer und gelungener Vertreter seines Genres, der vor allem Fans des Survival-Horrors gefallen sollte.

Wertung:8 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © Allegro Films)


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