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"Watchmen": Bericht vom Set Drucken E-Mail
Die "Watchmen"-Welt erwacht zum Leben Kategorie: DVD & Kino - Autor: P.Lee (SciFiWire) / L.Black - Datum: Mittwoch, 04 März 2009
 
Zum Watchmen Special

Der folgende Text ist die Übersetzung eines Berichts, in dem der SciFiWire-Reporter Patrick Lee seine Erlebnisse am "Watchmen"-Set beschreibt:

Was wäre, wenn das Watchmen-Universum tatsächlich existieren würde?

Es existierte, zumindest für eine Weile. Im November 2007 hatte ich das Glück, einer von einer Handvoll Reportern zu sein, die an den kanadischen Drehort für Regisseur Zack Snyders Filmadaption von Watchmen eingeladen wurden. Es war, als ginge man in die Panels der Graphik-Novelle selbst hinein.

Das Buch zeichnet das Bild einer alternativen Realität eines New Yorks von 1985, in dem die Existenz von Superhelden die Geschichte und die Realität unseres Lebens dramatisch verändert hat. Die USA haben den Vietnam-Krieg gewonnen. Nixon ist immer noch Präsident. Die Superhelden sind Ausgestoßene. New York ist ein Sumpf des Verbrechens und der Armut. Und die Welt steht am Rande eines nuklearen Holocaust.

Snyder - der jugendliche, energische Visionär hinter "300", der Verfilmung von Frank Millers gleichnamiger Graphik-Novelle - adaptiert die einst als "unfilmbar" angesehenen Watchmen, zusammen mit Drehbuchautor Alex Tse, und erhielt von Warner Brothers grünes Licht für die Produktion. Sein Ziel: eine buchgetreue Adaption des Comics, das alles veränderte.

Snyder baute ein Studiogelände im Canadian Motion Picture Park in Burnaby, British Columbia, einem Vorort von Vancouver. Auf dem Schild am Produktionsbüro steht "Veidt Enterprises, Inc."

Der Großteil der Außendrehorte ist in Watchmen's New York: eine lange Avenue, mit zwei einkreuzenden Seitenstraßen. Auf jeder Straße sind Geschäfts- und Gebäudefassaden aus Gibbons and Moores ausgeklügeltem alternativen New York. „Diese ganze Kulisse ist ein Osterei", sagt Drew McWeeny von HitFix.com.

An diesem Abend dreht Snyder eine Szene aus der Eröffnungssequenz des Films vor der Front eines Geschäfts, das mit „JK Television"-Reparatur beschildert ist. Es ist 1977, die Randalierer protestieren gegen die kostümierten Abenteurer. Statisten tragen Schilder mit der Aufschrift „Keine Masken mehr" und „Keine Bürgerwehr mehr". Die Kamera ist auf einem Kran, der für Nahaufnahmen eines Fernsehschirms im Schaufenster des Geschäfts ausgelegt ist. Er zieht sich von einer Aufnahme der Unruhen in den Nachrichten durch das „Glas" des Fensters zurück (das Glas wird in der Nachbearbeitung hinzugefügt). Jemand sprüht mit einer Graffitti-Dose etwas auf das Glas, während sich die Kamera weiter zurückzieht. Fäusteschüttelnde Demonstranten überqueren den Gehsteig vor der Kamera, während diese weiter zurückfährt. Plötzlich wirft jemand ein Molotov Cocktail, und das Fenster explodiert in einem riesigen Feuerball, der einige (mit flammenfestem Gel bedeckte) Statisten verbrennt.

Während wir in der Mitte der Szene stehen, sehen wir andere Frontseiten von Bars, Tattoo-Shops, Pornokinos und Peep Shows, hell mit Neonschildern erleuchtet. Mitten in den Porno-Etablishments ist die Ladenfront von Pioneer Publishing Inc., dem Haus des Boulevardblatts „New Frontiersman". Es ist eine gebrauchsfähige Kulisse, man kann die Glastür öffnen und hineingehen, bis hin zur Ladentheke wo man eine Werbeanzeige aufgeben und die Druckerpresse beobachten könnte.

Überall sind die Wände mit Plakaten gepflastert, die Watchmen-Lesern vertraut sind: Anzeigen für ein "Pale Horse"-Konzert, das Cover des neuen "Nova Express" mit einem Foto eines gealterten Richard Nixon und der Schlagzeile "How Sick Is Dick?", eine Anzeige für die „Pink Triangle Live Show", die „Lesben gegen Vergewaltigung" zugute kommt, farbenfrohe Poster für Mmeltdown-Süßigkeiten und schnittige Anzeigen von Veidt Sport im Stil der 80er Jahre, ausbleichende Wahlkampagnen-Poster für Nixon („Nochmal vier Jahre"). Und da ist der „Treasure Island" Comic-Shop (das „D" fällt vom Schild herunter), mit großen, ausbleichenden Plakaten für „Tales of the Black Freighter", den Comic-im-Comic.

Weiter die Straße hinauf ist "Gunga Diner", der indische Imbiss, der ebenfalls eine gebrauchsfähige Kulisse ist: Man kann in den Imbiss hineingehen, mit seinen organgen und roten Wänden, sich an die Theke oder in eines der roten Vinyl-Abteile setzen, und zum Fenster hinaus über die Straße auf das Treasure Island schauen.

Eine andere Szene wird gedreht. An diesem kalten Abend in British Columbia werden wir unter dem Vordach des Hollywood Pornokinos zusammengedrängt, neben Rafaels italienischem Restaurant. Es ist 1985. Ein Taxi wartet am Bordstein. Drinnen sitzt Laurie Juspeczyk (Malin Akerman) mit langem braunen Haar und einem geschmackvollen 80er-Jahre Kleid mit einem breiten Gürtel. Draußen hält Dan Dreiberg (Patrick Wilson) einen Regenschirm und spricht durch das Autofenster mit Laurie. Sein dünner werdendes, langes braunes Haar, die übergroßen Brillengläser und der triste braune Mangel schreien „80er Jahre!" und verwandeln den jugendlichen, athletischen Wilson in ein Ebenbild von Gibbons korpulentem Superhelden mittleren Alters im Ruhestand.

Snyder sitzt in seinem Regiestuhl, mit Baseballkappe und struppigem Bart, gutgelaunt und mit der Crew herumalbernd, während die Szene vorbereitet wird. Er blättert durch ein Produktionsnotizbuch mit seinen eigenen Skizzen und Panels aus der Graphik-Novelle, das als Referenz für die Dreharbeiten dient.

Wie kommt es, dass Snyder das unmögliche Kunststück geschafft hat, Watchmen nach fast 20 Jahren gescheiterter Versuche auf die Leinwand zu bringen? Snyder sagt, dass es gar nicht so schwer war: Sei einfach so buchgetreu wie du kannst, aber berücksichtige die Unterschiede zwischen den Medien Film und Graphik-Novelle. "Ich denke, die Graphik-Novelle hat ihren Platz in der Geschichte, sagt Snyder in einer Drehpause. Er fügt hinzu: „Wir wussten wirklich nicht, wie wir es sonst angehen sollten, außer einfach zu versuchen, sie so umzusetzen, wie sie ist ... sie zu respektieren ... denn alles darin hat eine Bedeutung."


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Quelle: Patrick Lee (SciFiWire)  Übersetzung: Luna Black (fictionBOX) 



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