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Starship Troopers 3: Marauder Drucken E-Mail
Überflüssig und billig, aber halbwegs erträglich Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Montag, 22 Dezember 2008
 
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Starship Troopers 3: Marauder
(Starship Troopers 3: Marauder, USA 2008)
 
Starship Troopers 3: Marauder
Bewertung:
Studio/Verleih: Sony Pictures Home Entertainment
Regie: Ed Neumeier
Produzent: U.a. David Lancaster, Steven Kemper und Claudio Fäh
Drehbuch: Ed Neumeier
Musik: Klaus Badelt
Kamera: Lorenzo Senatore
Schnitt: Michael John Bateman
Genre: Science Fiction/Action
DVD-Release (Deutschland): 16. Oktober 2008
DVD-Release (USA): 05. August 2008
Laufzeit: 105 Minuten
Altersfreigabe: keine Jugendfreigabe
Trailer: klick
Kaufen: DVD, Blu Ray
Mit: Casper van Dien, Jolene Blalock, Boris Kodjoe, Stephen Hogan, Amanda Donohoe, Marnette Patterson u.a.


Kurzinhalt: ImageSieben Jahre sind seit dem Kampf auf dem Planeten "P" vergangen, in dem unter anderem auch Johnny Rico als großer Held hervorging. Seitdem hat er es immerhin zum Colonel gebracht, und hält auf einem Kolonieplaneten der Menschen die Stellung – auch wenn die heimischen Farmer über die militärische Präsenz alles andere als glücklich sind. Doch just an jenem Tag, an dem der Stützpunkt hohen Besuch vom Sky Marshall erhält – der in Begleitung zweier ehemaliger Freunde von Rico reist, nämlich General Dix Hauser und der Pilotin Lola Beck – fallen die Bugs über die Einrichtung her, und richten ein blutiges Gemetzel an. Nach einem Streit mit General Hauser wird Rico für das Debakel verantwortlich gemacht, als Verräter gebrandmarkt und zum Tod durch den Strick verurteilt. Doch ehe es soweit ist, beginnt Hauser umzudenken – zudem kommt er einer Verschwörungen in den höchsten Ebenen der Föderation auf die Spur, und braucht jemanden, dem er vertrauen kann. Er sabotiert daher die Hinrichtung, und rekrutiert Rico für einen streng geheimen Auftrag: Den Sky Marshall wieder aufzuspüren, dessen Schiff auf einem Planeten der Bug abgestürzt ist. Währenddessen versuchen die Überlebenden des Absturzes, ein anderes Raumschiff zu erreichen, in der Hoffnung, dass das Funkgerät dort funktioniert. Doch unter ihren Füßen lauert eine große Gefahr, welche für die Menschheit den Verlust des Krieges bedeuten könnte...

Review: Edward Neumeier, der Drehbuchautor der ersten beiden "Starship Troopers"-Filme hat sich für den 3. Teil der Reihe gleich selbst hinter den Regiestuhl gesetzt, der wie schon der unmittelbare Vorgänger unter dem knappen Budget leidet, und dies an vielen Ecken und Enden auch allzu deutlich zeigt. Wo es bei "Held der Föderation" durch die überwiegend in einem Bunker spielenden Handlung gelungen ist, sparsam mit den spärlichen Mitteln umzugehen, kehrt "Marauder" wieder mehr zum ersten Teil zurück, und möchte groß angelegte Actionszenen und spektakuläre Effektszenen zeigen – scheitert dabei aber leider kläglich. Die Bugs sind absolut billig animiert, und noch nicht mal auf dem Niveau dessen, was man aus so manchen modernen Computerspielen gewohnt ist. Vor allem der Showdown sieht derart grottig aus, dass man sich schon irgendwie denkt: Wenn sie das nicht besser hinbekommen konnten, hätten sie es lieber gleich ganz sein lassen. Peinlich fallen auch die vielen Soundeffekte auf, die man aus anderen Filmen und Serien entliehen hat, wie zum Beispiel "Star Trek", der ersten Verfilmung von "Krieg der Welten" usw. Auch die Ausstattung ist sehr mager und kann nicht wirklich überzeugen, gleiches gilt für die Sets. Einzig die Szenen auf dem neuen Bug-Planeten sehen recht ansprechend aus, der Rest ist optisch leider ein einziger Reinfall und absolut enttäuschend. Hier war Edward Neumeier offensichtlich damit überfordert, aus seinem mageren Budget das Optimum herauszuholen, und den Rest zumindest halbwegs gut zu verbergen...

ImageNun gut, ein Film besteht nicht aus Effekten allein, und tatsächlich ist der Einstieg recht gelungen und weckt positive Erinnerungen an den ersten Teil: Wo die satirischen Elemente in "Held der Föderation" im wesentlichen auf die Wendung am Ende beschränkt waren, beginnt "Marauder" ähnlich wie Teil 1 mit einer kurzen Collage an Newsmeldungen, wie wieder einmal heftige Kritik an Politik und Militär erkennen lassen. Im Gegensatz zum ersten "Starship Troopers" ist diese jedoch längst nicht so subtil, sondern wird teilweise leider mit dem Holzhammer vermittelt. Wirklich tragisch ist das jedoch insofern nicht, als das sich die politische Landschaft in den letzten 10 Jahren doch deutlich verändert hat und vieles von dem, was Neumeier hier satirisch überzeichnet darstellt, nicht einmal mehr so weit weg erscheint – so beängstigend dieser Gedanke auch sein mag. Als Beispiele seien das "Möchten Sie mehr kaufen?" zur Unterstützung des Krieges sowie die öffentliche Hinrichtung von Kriegsgegnern (die generell als unpatriotische Landesverräter mit Hang zum Terrorismus dargestellt wreden) genannt. Und der Song des Sky Marshalls war eine der wenigen Gelegenheiten, in der ich MIT dem Film statt ÜBER ihn lachen konnte. Köstlich!

Womit wir auch schon bei den darauffolgenden 30 Minuten angelangt wären, die auf dem Farmerplaneten spielen. Hier hatte ich schon fast jedwede Hoffnung auf einen auch nur halbwegs akzeptablen "Starship Troopers"-Film aufgegeben, war doch die Action absolut grottig inszeniert, und auch die Auseinandersetzung zwischen Rico und Hauser wirkte ungemein erzwungen und künstlich. Wäre der Rest von "Marauder" so gewesen wie seine ersten 30 Minuten (von den satirischen Elementen mal abgesehen), der Film wäre wohl über eine Wertung von 2/10 nicht hinausgekommen. Doch beim 3. Teil der Reihe werden Geduldige zumindest halbwegs belohnt. Der Rest des Films ist zwar bei weitem kein Highlight, doch sobald die Rettungsboje mit dem Sky Marshall an Bord auf dem Bug-Planeten strandet, der optisch durchaus überzeugend in Szene gesetzt wurde, nimmt der Unterhaltungswert doch deutlich zu. Die actionreicheren Szenen halten sich zwar in Grenzen, dafür können die Spannungen unter den Überlebenden durchaus überzeugen – vor allem aber wachsen einem einige davon mit der Zeit doch ein bisschen ans Herz; etwas, dass dem zweiten Teil mit seinen Wegwerfhelden nie gelungen ist. Generell verströmt "Marauder" trotz aller schwachen Effekte mehr "Starship Troopers"-Feeling als der etwas aus der Reihe tanzende "Held der Föderation". Nicht nur, dass man mit Johnny Rico die Hauptfigur des ersten Teils wieder an Bord geholt hat (wenn er auch nicht unbedingt die Hauptrolle spielt), auch die Handlung von Teil 1 wird mit dem Brain Bug wieder aufgegriffen.

ImageMit den letzten 20 Minuten wusste ich allerdings nicht so wirklich etwas anzufangen. War Lola Beck's Läuterung und die nachfolgende Religionsverehrung wirklich ernst gemeint, oder schwebte über dieser Wendung ein großer Zwinkersmiley, den ich nur nicht ausmachen konnte? Vor allem angesichts der Tatsache, wie der Sky Marshall zuvor als falscher Prophet offenbart (übrigens war das mit ihm nun wirklich extrem vorhersehbar) wurde, der falsche Götter anbetet und die Überlebenden nicht nur in eine Falle lockt, sondern die gesamte Menschheit ins Verderben zu stürzen droht... das war ja eigentlich schon durchaus religionskritisch. Und am Ende dann dieser Wendung um 180°. Was will uns Neumeier damit sagen? Religion ist toll, solange ihr nur den RICHTIGEN Gott anbetet? Wie gesagt, es fällt mir schwer, diese Wendung richtig einzuschätzen, einfach da mir nicht klar ist, wie (ernst) sie von ihm gemeint war. Szenen wie der Heiligenschein über Holly oder auch der Verlobungskuss vor dem Hintergrund eines explodierenden Planeten könnten andeuten, dass "Marauder" wie auch schon der erste Teil nicht 100%ig ernst zu nehmen ist – aber sicher bin ich mir dabei nicht.

Der Showdown ist wie gesagt leider sehr enttäuschend. Während die Konfrontation mit dem Superbrain-Bug noch recht gut umgesetzt wurde, ist die Konfrontation der sieben Kampfroboter gegen die Bugs nicht einmal ansatzweise so cool, wie es sich vielleicht anhören mag. Die Effekte sind einfach zu schlecht, als dass man diese Szenen genießen könnte. In Anbetracht des mageren Budget und der damit einhergehenden C-Riege an Schauspielern fand ich allerdings die Leistungen der Darsteller durchaus beachtlich. Neben Casper van Dien, der seine Rolle mit vollem Körpereinsatz spielt (und – Ladies aufgepasst – für einen Sekundenbruchteil sogar Rico's Johnny offenbart), fallen vor allem auch Jolene Blalock mit ihrer energiegeladenen Performance sowie Stephen Hogan als durchgeknallter Sky Marshall durchaus positiv auf (wenn auch letzterer seinen Hang zum Overacting teilweise nur schwer zügeln kann). Daneben fand ich insbesondere die Leistung von Marnette Patterson als gläubige Holly sehr gelungen. Boris Kodjoe geht jedoch als Dix Hauser ein wenig unter und schafft es keine Sekunde lang zu glänzen – und seine Chemie mit Jolene Blalock ist de facto nicht existent, was ihre Liebesbeziehung wenig glaubwürdig macht. Neumeiers Inszenierung ist nicht überragend; aber von Drehbuchautoren die sich plötzlich hinter der Kamera versuchen hat man auch schon weitaus schlimmeres gesehen. Nein, die Hauptgründe dafür, warum auch "Starship Troopers 3 – Marauder" maximal noch eine erträgliche Fortsetzung der Reihe darstellt, sind das maue Drehbuch und das extrem niedrige Budget, dass den Film ungemein billig aussehen lässt und vieles an Atmosphäre und potentieller Coolness im Keim erstickt.

Fazit: "Starship Troopers 3 – Marauder" hätte zwar auch mit größerem Budget keine Chance gehabt, auch nur annähernd an Paul Verhoeven's grandiosen Film heranzukommen, aber mit besseren Effekten hätte er zumindest den etwas untypischen Vorgänger hinter sich lassen können. So reicht es auch für "Marauder" nur für eine unterdurchschnittliche Wertung, trotz einiger guter Momente, einem höheren Satire-Anteil und den annehmbaren schauspielerischen Leistungen. Schade, denn hier wäre meiner Ansicht nach mehr drin gewesen...

Wertung:4 von 10 Punkten


Christian Siegel
(Bilder © Sony Pictures Home Enterntainment)

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Kommentare (4)
RSS Kommentare
1. 23.12.2008 11:30
 
buggy wuggy
ach gottchen, den film gibt es ja schon! nach all den großen ankündigungen, hatte ich durchaus interesse, aber dann dachte ich irgendwie nicht mehr dran. irgendwie gehen diese dtv-releases immer an mir vorbei. naja, schade, dass doch nix draus wurde. warum lässt verhoeven sein franchise nur so einstampfen anstatt selber mal wieder die hebel in die hand zu nehmen? :sigh
 
das kaeferle
2. 24.12.2008 01:57
 
Schade, schade.
Dem muss ich mich leider komplett so anschliessen, ich habe den Film die Tage gesehen und obwohl die Absicht schon ganz toll war, war die Umsetzung einfach nur Schade, denn ein Film, der computeranimierte Bugs in rauhen Mengen benötigt, um wenigstens als Actionflick durchzugehen und diese dann nur in unterirdischer Qualität liefert, versagt.
 
3. 24.12.2008 03:03
 
Verflick(s)t nochmal!
@amujan / michael 
uhhhhh, du sagst auch "flick"! :grin das kommt davon, wenn man zu viel imdb.com liest. :p
 
Martin Wenzel
4. 24.12.2008 21:12
 
Nuja...
Ach die IMDB kann man "lesen"? Ich stichworte die eigentlich nur durch ^^ 
 
Kommt eher davon, dass man im Englischen nicht ständig film, movie, motion picture, feature oder so sagen will ^^
 

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