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Shadow of the Vampire Drucken E-Mail
Horrorgroteske rund um die Produktion von "Nosferatu" Kategorie: Filme - Autor: Björn Flügel - Datum: Mittwoch, 29 Oktober 2008
 
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Shadow of the Vampire
(Shadow of the Vampire, USA/GB/Luxemburg 2001)
 
Shadow of the Vampire
Bewertung:
Studio/Verleih: Lions Gate Films
Regie: E. Elias Merhige
Produzenten: U.a. Paul Brooks, Alan Howden und Nicolas Cage
Drehbuch: Steven Katz
Musik: Dan Jones
Kamera: Lou Bogue
Schnitt: Chris Wyatt
Genre: Horror
Kino-Start (Deutschland): 21. Juni 2001
Kino-Start (USA): 26. Januar 2001
Laufzeit: 92 Minuten
Altersfreigabe: ab 12 Jahren
Trailer: klick
Kaufen: DVD zum Film, Nosferatu
Mit: John Malkovich (Friedrich Wilhelm Murnau), Willem Dafoe (Max Schreck), Cary Elwes (Fritz Arno Wagner), Udo Kier (Albin Grau), Catherine McCormack (Greta Schröder) u.a.


Kurzinhalt: Friedrich Wilhelm Murnau arbeitet 1922 an seiner Dracula-Verfilmung unter dem Titel „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“. Um den Film so authentisch wie möglich zu gestalten, engagiert er für die Hauptrolle mit Max Schreck einen leibhaftigen Vampir. Dieser soll als Gage das Blut der Hauptdarstellerin Greta Schröder erhalten. Doch Schreck kann seiner Gier nach Blut nicht widerstehen und fällt nacheinander die Filmcrew an...

Review: Als Murnau 1922 seine nicht autorisierte "Dracula"-Verfilmung unter dem Titel "Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens" mit Max Schreck als "Graf Orlok" ablieferte, wurde auf Grund dessen schauspielerischer Kraft häufig spekuliert, ob er nicht ein echter Vampir sein könnte. Dies ist der Aufhänger zu Merhiges "Shadow of the Vampire", wobei jene Spekulationen schnell als unheilvolle Realität enttarnt werden: In der Tat ist Max Schreck ein Vampir, dem nach dem Blut der Hauptdarstellerin Greta Schröder dürstet.

ImageOb der vorliegende Film nun als Horrorfilm oder eher als Dokumentarfilm zu gelten hat, macht schon die eigentliche Problematik aus. Als Horrorfilm ist er zu unspektakulär, zu grotesk, wobei man ihm trotz allem eine gewisse Inpiration und Originalität bescheinigen muss. Doch dieses Potenzial wird gleich wieder dadurch verspielt, dass dem Film einfach die Balance fehlt. Merhiges penetranter Versuch, Pointen unterzubringen, trägt weiterhin dazu bei, dass man das Gesamtwerk kaum ernst nehmen kann und es in Teilen - fatalerweise - als Selbstparodie wahrnimmt.

Der Film punktet vielmehr durch seinen dokumentarischen Charakter. Murnaus Perfektion, seine Exzentrik und sein Verständnis vom Filmemachen erhalten einen großen Stellenwert und stellen den roten Faden dar. In akribisch nachgestellten Szenen werden wir Zeuge der Dreharbeiten, und gerade die Re-Inszenierung der originalen Szenen lassen das Herz eines jeden Filmfreaks höherschlagen. Willem Dafoe begeistert als Max Schreck alias Nosferatu. Seine Gestik und Mimik, die sich detailliert an Schreck orientieren, machen ihn zu einem authentischen Vampir. Diese Leistung wurde verdientermaßen für den Oscar und den Golden Globe nominiert.

Fazit: Als Murnau-Biographie und auch als Horrorfilm ist "Shadow of the Vampire" untauglich (vgl. dazu "Ed Wood" oder "Gods and Monsters"), aber man erhält einen umfassenden Einblick in die Umstände, unter denen "Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens" seinerzeit entstanden ist. Seine Liebe zum Detail, die Kameratechnik, das Set-Design, die Musik und natürlich die Darsteller (Malkovich/Dafoe/Kier) sind grandios und heben den Film letztendlich von der Trivialität zeitgenössischer Filmproduktionen ab. So ist er eine Hommage an den bedeutendsten Vampirfilm aller Zeiten und zugleich eine Liebeserklärung an die Ästhetik des Films.

Wertung:7 von 10 Punkten
Björn Flügel
(Bilder © Lions Gate Films)

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