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Hellboy Drucken E-Mail
Phantastische Comicverfilmung mit Ron Perlman Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Sonntag, 26 Oktober 2008
 

Hellboy
(Hellboy, USA 2004)
 
Hellboy
Bewertung:
Studio/Verleih: Sony Pictures
Regie: Guillermo del Toro
Produzenten: Mike Mignola, Lawrence Gordon, Patrick J. Palmer u.a.
Drehbuch: Guillermo del Toro und Peter Briggs, nach der Vorlage von Mike Mignola
Musik: Marco Beltrami
Kamera: Guillermo Navarro
Schnitt: Peter Amundson
Genre: Comic/Fantasy
Kino-Start (Deutschland): 16. September 2004
Kino-Start (USA): 02. April 2004
Laufzeit: 132 Minuten (Director's Cut)
Altersfreigabe: ab 12 Jahren
Trailer: klick
Kaufen: Einzel-DVD, Special Edition, Director's Cut, Blu Ray, Soundtrack
Mit: Ron Perlman, Selma Blair, John Hurt, Doug Jones, Rupert Evans, Karl Roden, Jeffrey Tambor, Ladislav Beran u.a.


Kurzinhalt: Image1944 versuchte der verrückte russischer Wissenschaftler Grigori Rasputin bei einem Nazi-Experiment, ein Tor zu einer fremden Welt zu öffnen, und so zahlreichen schrecklichen Wesen den Weg auf die Erde zu ebnen. Zwar konnte ein Angriff der Alliierten die Katastrophe gerade noch so verhindern, doch zumindest einem Wesen gelang es in der Zwischenzeit, das Portal zu passieren: Einem kleinen roten Jungen mit Hörnern, den der Wissenschaftler Broom adoptierte und ihm den Namen "Hellboy" gab. Mehr als 50 Jahre später arbeiten Professor Broom und sein Schützling gemeinsam mit ein paar anderen Wesen mit übermenschlichen Kräften für eine geheime Regierungsbehörde. Einer davon ist Abe Sapiens, ein Fischwesen mit starkem Einfühlungsvermögen, dass die Vergangenheit von Gegenständen und Personen erfühlen kann, wenn es diese berührt. Auch Liz Sherman war früher für diese Behörde tätig, doch da sie immer wieder die Kontrolle über ihre Kraft – sie kann Feuer erschaffen – verliert, hält sie es für sicherer, ihren Freunden den Rücken zu kehren. Doch als Rasputin wieder auftaucht und versucht, mit Hilfe eines mystischen Steins das Portal erneut zu öffnen, müssen Hellboy, Abe Sapiens, Liz Sherman und ihr neuer Kollege Myers ausrücken, um diesen finsteren Plan zu vereiteln.

Review: Im Jahr 2004 stand die Renaissance der Comicverfilmung noch in voller Blüte. Hits wie "X-Men", "Spiderman" & Co. ebneten schließlich auch den Weg für einen etwas anderen Superhelden: Hellboy. Wo man jedoch bei den anderen Comicverfilmungen zunehmend darauf bedacht war, sich in Richtung Mainstream zu bewegen, den Realismus in den Vordergrund zu stellen und die phantastischen Elemente so weit als möglich auszusparen, ging Hellboy genau den entgegengesetzten Weg: Hier war eine Comicverfilmung, die sich ihrer phantastischen Wurzeln nicht schämte, sondern sie im Gegenteil sogar zelebrierte. Wo die übernatürlichen Elemente bei der Konkurrenz über genmanipulierte Spinnen und Mutationen nicht hinausging, tummelten sich bei Hellboy auf einmal verschiedenste Monster und phantastische Wesen. Durch die zahlreichen Fantasy-Elemente bot und bietet Hellboy eine interessante Abwechslung im ansonsten eher verkrampft auf realistisch getrimmten Comicverfilmungs-Superheldeneinheitsbrei, der auch heute noch das Genre dominiert. Das allein macht ihm zu etwas Besonderem, und hebt ihn von der Masse der Comicfilme der letzten Jahre wohltuend ab - was nicht heißen soll, dass alle realistischeren Filme automatisch auch schlecht sein müssen... aber es ist einfach nett, auch mal einen Film zu sehen, der sich nicht an diese Konventionen hält.

ImageDas beginnt schon beim Titelhelden. Hellboy ist nicht gerade der handelsübliche Superheld von nebenan, der sich des Nachts in ein Kostüm schwingt um Verbrecher und den gelegentlichen Superschurken zu jagen und zu stellen. Stattdessen ist er ein großes, rotes Monster mit abgeschliffenen Hörnern, einem langen Schwanz, einem markanten Gesicht und einer steinernen rechten Hand, die alles platt macht was ihm in die Quere kommt. An seiner Seite kämpft eine recht normal aussehende Frau, die jedoch ein feuriges Geheimnis mit sich trägt und verzweifelt versucht, die in ihr schlummernden Kräfte unter Kontrolle zu halten, sowie eine seltsame blaue Fischkreatur mit starkem Einfühlungsvermögen. Und das sind die Guten! Auf der Seite des Bösen haben wir ein wirklich originell aussehendes Monster, dass die unangenehme Angewohnheit hat in doppelter Ausführung wieder aufzuerstehen, wenn es getötet wird. Wir haben Grigori Rasputin, der zwar die meiste Zeit des Films über wie ein normaler Mensch aussieht, am Ende jedoch seine äußerst ungewöhnlichen inneren Werte offenbart (der einzige Effekt im Film, der meines Erachtens nicht 100%ig überzeugend gelungen ist). Und dann ist da noch Kroenen, die wahrscheinlich skurrilste Figur von allen: Ein untoter Nazi-Schergen, der an eine aufziehbare Puppe erinnert.

Die Originalität von "Hellboy" beschränkt sich jedoch nicht nur auf das Fantasy-Setting und die Figuren, auch innerhalb der Handlung gibt es zahlreiche originelle Einfälle und Ideen, die zu gefallen wissen. Exemplarisch sei auf jene Szene hingewiesen, in der Hellboy gemeinsam mit einem Jungen auf dem Dach eines Hauses sitzt, Liz gemeinsam mit Agent Myers beobachtet, über die Liebe lamentiert und dabei Schokokekse und Milch verdrückt; einfach nur herrlich. Oder auch Igor, die wiederbelebte Leiche aus einem russischen Grab. Alles Dinge, die man so in Filmen noch nicht gesehen hat. Generell besitzt "Hellboy" sehr viel Humor, jedoch ohne dabei jemals ins Lächerliche abzudriften. Vor allem die Titelfigur hat immer wieder lässig-amüsante Kommentare auf Lager, die für den einen oder anderen Lacher sorgen. Doch "Hellboy" bietet nicht nur Heiterkeit, sondern auch einiges an Dramatik und Tragik. Liz Sherman mit ihrer schrecklichen Vergangenheit, Hellboys Unzufriedenheit mit seiner Herkunft, oder auch [Achtung, Spoiler!] der Tod von Professor Broom [Spoiler Ende] geben dem Film, trotz seiner phantastischen Handlung, eine menschliche Seite und zumindest einen Hauch von Tiefgang, jedoch ohne dabei ins Kitschige abzugleiten. Etwas, dass man bei Comicverfilmungen leider doch des öfteren vermisst...

ImageDas großartige Casting trägt viel zum Gelingen des Films bei. Ron Perlman war natürlich die logische Wahl für die Titelfigur, hat er doch bereits in der 80er-Serie "Die Schöne und das Biest" an der Seite der einzig wahren Terminatrix Linda Hamilton bewiesen, dass es ihm selbst wenn sein Gesicht unter Tonnen von Make-Up begraben ist gelingt, noch eine erstaunlich prägnante Performance aus seiner Figur herauszuholen. Auch bei "Hellboy" beweist er wieder einmal, dass er es wie nur wenige versteht, unter bzw. mit einer Maske zu arbeiten, und dennoch verschiedenste Gefühlsregungen überzeugend darzustellen. Seine großartige Performance trägt viel dazu bei, dass man Hellboy als echte Person akzeptieren kann und die Figur glaubhaft ist. Seine Schauspielkollegin Selma Blair steht ihm jedoch in nichts nach. Sie bringt genau die richtige Mischung aus Schönheit und Verletzlichkeit in ihre Figur ein, vermag es jedoch ebenso zu vermitteln, dass in ihr – buchstäblich – ein Feuer brennt. Doug Jones wiederum verleiht Abe Sapiens aufgrund seiner fließenden Bewegungen eine wundervolle Eleganz. Rupert Evans holt das beste aus seiner Figur heraus – was nicht viel ist – und John Hurt wertet den Film allein aufgrund seiner Anwesenheit ungemein auf. Er verleiht Professor Broom eine Herzlichkeit und Erhabenheit, die jede Szene in der er zu sehen ist prägt.

Auch die Effekte sind größtenteils gelungen, wobei mir vor allem die Tatsache gefällt, wie viel davon ohne CGI realisiert wurde. Das Design der Monster, die Ausstattung, die Sets... alles wirkt sehr frisch, originell und überzeugend. Auch Guillermo del Toro's Regie ist über jeden Zweifel erhaben. Vor allem seine Farbgebung verleiht "Hellboy" einen künstlerischen Anspruch und überträgt den Comic-Look erfolgreich in das Medium Film. Last but not least weiß auch Marco Beltrami's Soundtrack – vor allem in den ruhigeren Momenten zwischen Hellboy und Liz – zu gefallen. Jedoch... wo viel Licht ist, dort gibt es zumindest auch ein bisschen Schatten. Die Figur des Agent Myers ist den ganzen Film über ein Störfaktor und wirkt sehr unausgegoren. Wie wohl allseits bekannt sein dürfte hat das Filmstudio auf diese Figur bestanden, quasi um dem Zuschauer durch eine normale Person den Einstieg in diese phantastische Welt zu erleichtern. Und zumindest mir kommt es so vor, dass Guillermo mit dieser Zwangsbeglückung nie so recht etwas anzufangen wusste. Wie auch immer... trotz der nicht unwesentlichen Screentime, die Myers gewidmet wird, wurde ich mit ihm nie so recht warm. Und so schön es auch ist, dass sich dieser Film ausreichend Zeit nimmt, um die Figuren vorzustellen und aufzubauen, aber... im Vergleich dazu erschien mir der Showdown dann doch etwas überhastet und war erstaunlich schnell vorbei. Und auch das Ende erschien mir etwas gar abrupt. Davon abgesehen aber eine sehr unterhaltsame und angenehm andere Comiverfilmung mit viel Spannung, Humor, und auch ein bisschen Herz.

Fazit: Viele Comicverfilmungen scheinen sich der phantastischeren Elemente ihrer Vorlage geradezu zu schämen. Nicht so "Hellboy", der teilweise schon mehr von einem Fantasy-Film als einer gewöhnlichen Comicverfilmung hat. Eben dies macht ihn so erfrischend anders und originell. Guillermo del Toro inszeniert den außergewöhnlichen Superhelden mit sicherer Hand und überträgt Mike Mignola's Bilder gekonnt auf die Kinoleinwand. Die Schauspieler, allen voran Ron Perlman und Selma Blair, hauchen ihren phantastischen Figuren Leben ein und lassen sie, trotz ihrer Andersartigkeit, menschlich wirken. Zahlreiche originelle Einfälle und eine ordentliche Dosis Humor heben "Hellboy" zusätzlich von der Konkurrenz ab. In erster Linie gilt aber: "Hellboy" ist eine gelungene, originelle Comicverfilmung, die einfach höllisch viel Spaß macht!

Wertung:8 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © Sony Pictures)

Tipp:Zum Kinostart von "Hellboy 2" veröffentlichten wir auf fictionBOX ein umfangreiches Special inklusive Gewinnspiel.

Mitreden! Sagt uns eure Meinung zum Film in der SF-Community!






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