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Hellboy 2 - Das Design Drucken E-Mail
Unter der Oberfläche... Kategorie: Sonstige - Autor: Martin Wenzel - Datum: Donnerstag, 16 Oktober 2008
 
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Die neuen Missionen führen das Team der B.U.A.P. in geheime neue Welten, über die jahrelang spekuliert wurde, die jedoch nie zu sehen waren. Lange vor Produktionsbeginn hat del Toro jedes Szenarium detailgenau entwickelt und in seinem stets präsenten Notebook festgehalten. Diese Zeichnungen zum Leben zu erwecken, war anschließend die Aufgabe von Produktionsdesigner Stephen Scott.
Für dieses neue Kapitel von Hellboys Abenteuern wollte del Toro neue Schauplätze bieten. „Im ersten Film waren wir in Kanälen und Tunneln, aber nie oben in der Welt der Menschen", erläutert der Regisseur. „Diesmal spielt die Handlung sowohl bei den Menschen als auch in der Welt der Kreaturen." Für die Umsetzung dieses Plans machte man sich auf die Suche nach Schauplätzen in Ungarn und Irland.
Zu den eindrucksvollsten Szenarien gehört der Troll-Markt, der unter der Brooklyn Bridge liegt und dessen Zugang sich versteckt hinter einer Metzgerei befindet. Der Troll-Markt ist einer der wenigen Orte, wo die Freaks sich nicht als Außenseiter fühlen. Hellboy, Liz, Abe und Johann finden den Troll-Markt durch eine Zahnfee, die ihr Geheimnis erst durch die Reanimation von Johann preisgibt.
Nur Wesen der Fantasiewelt haben Zugang zu diesem Markt, der seit Jahrhunderten den Blicken der Menschen verborgen ist. „Der Troll-Markt ist wie ein Basar in Marokko, nur dass es hier keine Menschen gibt", sagt Ron Perlman. „Guillermo del Toro gibt hier einen grandiosen Einblick in die Dimensionen seiner Vorstellungskraft."

Verborgen hinter einer Tresortür, deren Kombination nur wenige kennen, bietet der Markt alles, was man in der Unterwelt benötigt: Friseur, Opiumhöhle, ein gigantischer Fleischwolf oder Stücke von echter Menschenhaut. Mehr als 200 Statisten sorgen für das passende Gedränge der Kreaturen auf dem belebten Markt. Dank Johann, der in gasförmigem Zustand das Schloss öffnen kann, gelangt Hellboy auf den Markt.
Der Autor und Regisseur wollte mit dem Markt einen Ort schaffen, bei dem die Zuschauer sofort das Gefühl bekommen, sie stolpern in eine fremde Welt. Staunend sollen sie die seltsamen Kreaturen bei ihrem bunten Treiben beobachten. Der Konzeptkünstler Francisco Ruiz Velasco sagt dazu: „Jeder Künstler, der an dieser Produktion beteiligt war, konnte seine verrückten und exotischen Ideen einbringen. Daraus entstanden die verschiedenen Kreaturen, die den Troll-Markt bevölkern - ein Ort, an dem es einfach alles gibt, selbst Dinge, die nicht verkäuflich sind." Mit diesem Konzept wurden die Ideen von del Toro und Mignola eindrucksvoll verwirklicht.  
In drei Monaten verwandelte der Produktionsdesigner eine 4.000 Quadratmeter große Höhle, die zuletzt zur Pilzzucht diente, in diesen fantastischen Markt. Der Drehort musste ausreichenden Platz bieten für alle technischen Erfordernisse, von der Beleuchtung bis zu fließendem Wasser und waberndem Dampf. Zudem benötigte man genügend Bewegungsfreiheit für die mehr als hundert Mitarbeiter von Crew, Schauspielern und Statisten. Gefunden wurde die Höhle in einem ehemaligen Kalkstein-Steinbruch in Tarnok, unweit von Budapest. 

Um im großen Gedränge des Troll-Markts die Übersicht zwischen Menschen und Trollen nicht zu verlieren, entwarf Kostümdesigner Sammy Sheldon nicht nur neue Uniformen für das B.U.A.P.-Team, sondern kreierte auch den besonderen Look für die Kreaturen. „Wie versahen sie mit seltsamen Ausbeulungen vorne oder hinten, mit großen Bäuchen, dicken Hintern, Handschuhen mit drei Fingern, übergroßen Schuhen - mit allem, was sie anders als Menschen aussehen lässt", erläutert sie. „Zudem hat jede einzelne Figur im Troll-Markt das Gesicht verhüllt."
Sowohl das Aussehen des Troll-Markts als auch das Design der Kammer der Goldenen Armee wurden in scharfem Kontrast zur oberirdischen Welt der Menschen entworfen. „Die Welt oben ist linear, mit geraden Linien und scharfen Kanten", sagt Scott. „Im Unterschied dazu sind die Formen im Untergrund rund und fließend, mit einer Mischung aus indischen, marokkanischen und anderen nordafrikanischen Einflüssen."
Die Kammer der Goldenen Armee mit ihren Massenvernichtungsmitteln wurde vor vielen Jahrhunderten von Elfenkönig Balor in Auftrag gegeben. Dazu sagt del Toro: „Der König sagte: ‚Ich möchte eine Armee, die nicht isst, schläft, trinkt oder pausiert.' Also schufen die Kobolde eine massive Armee aus mechanischen Soldaten, eine Truppe von übergroßen Killermaschinen. Doch sie kannten nicht den Unterschied zwischen Mann, Frau oder Kind - zwischen unschuldigem Opfer und Krieger." Als dem König die grausame Tragweite seiner Anweisung bewusst wurde, erkannte er, dass wahre Stärke nicht aus Brutalität besteht. Es sperrte die Goldene Armee für alle Zeiten weg, in der Hoffnung, dass sie nie wieder Schaden anrichtet. Doch dann entfesselte sein Sohn diese verhängnisvolle Macht erneut.
Als Halle für die Armee diente ein nicht fertig gestelltes Stadion in Budapest, das vom Team wegen seines spitzförmigen Daches den Namen Spikey Stadion bekam. Weil es so lange Zeit ungenutzt war, strahlte der Ort die passende Atmosphäre von Tristesse und Verlassenheit aus. Die große Höhe der Räume erlaubte zudem die eindrucksvolle Inszenierung der Reaktivierung der Goldenen Armee.

Während Kameramann Navarro dort und in der weiteren Umgebung von Budapest noch drehte, baute die Konstruktionsabteilung bereits in den Korda Studios nach den Plänen des Produktionsdesigners die Straßen von New York. Bei Beginn der Dreharbeiten am 9.Juni 2007 bestand Manhattan lediglich aus einem Stahlgerüst, an dem ein Dutzend Arbeiter tätig waren. Im Verlauf der Monate entstanden drei Straßenblocks mit schäbigen Läden, einem Schlachthof, Lagerhallen, einem Autosalon, einer Bank, einem Hotel, einem schicken Café sowie Leuchtreklame.  
In der New Yorker Straße spielen einige entscheidende Szenen, darunter die Konfrontation zwischen Hellboy und der mächtigen Elemental-Kreatur. Um den riesigen Tentakeln zu entkommen, muss Hellboy am wackeligen Neonschild eines Hotels hochklettern - diese Aufgabe erledigte als Double Csaba Komondi, der ungarische Champion im Speed-Climbing. Mit den schweren Stiefeln, seiner Lederhose, dem Mantel, der Shotgun (und nicht zu vergessen: dem Baby auf dem Arm!) wog der 80 Kilo-Athlet plötzlich 120 Kilo. Dennoch erkletterte er die fünf Buchstaben der Reklame in einer einzigen Einstellung.    
Die Nachtsequenzen entstanden im November, als Schneegestöber und Stürme durch das Set wehten. Obwohl Schauspieler und Crew in der Kälte froren, waren alle zuversichtlich, dass das Hotel dem Wetter trotzte. „Wir verstärkten die Fassade mit Metallröhren, um zu verhindern, dass der Bau fortgeweht wird", erläutet Scott.

Ein weiterer Einsatzort für das B.U.A.P.-Team ist Giant's Causeway („Damm des Riesen"), ein mythischer, sagenumwobener Ort an der nordirischen Küste, der als Achtes Weltwunder gilt. Während vom Originalschauplatz Luftaufnahmen gemacht wurden, spielten die Schauspieler die Szenen in einer hügeligen, ungarischen Landschaft in der Nähe von Soskut. Als Hellboy, Liz und Abe dem Kobold von Bethmoora das passende Präsent geben, führt der Wächter sie zum Angel of Death.
Das Hauptquartier der B.U.A.P., das den Mitarbeitern zugleich als Wohnraum dient, entstand ebenfalls in und um Budapest. Der gut ausgestattete ‚Freak Korridor', das  Krankenzimmer sowie die Besprechungsräume wurden in den Korda Studios gebaut. Dort entstand auch Hellboys Wohnung mit Dutzenden Fernsehern und vielen Katzen.

In einer anderen Halle des brandneuen Korda Studios wurde die eindrucksvolle Bibliothek von Professor Broom gebaut, wo es zur entscheidenden Konfrontation zwischen Hellboy und Nuada kommt. Dort entstand ebenfalls das kleine Haus auf der Militärbasis, in dem Professor Broom den jungen Hellboy großzieht. Als Kind hört Hellboy hier zum ersten Mal von der Geschichte der Goldenen Armee und vom Kampf zwischen Menschen und Kreaturen.
Als große Höhle entwarf man die Kulisse von Bethmoora, wo Prinz Nuada die Konfrontation mit seinem Vater sucht und sich selbst zum neuen Herrscher kürt.
In der Höhle von Death Angel findet sich auf dem Boden ein Diagramm des Universums. Aufmerksame Zuschauer können viele Ikonen und Symbole von Mike Mignola entdecken, die nach detaillierten Entwürfen von del Toro entstanden. Am wichtigsten ist ein Bildzeichen, das Hellboy am Ende aller Tage zeigt: ob er auf diesen Runen als Retter oder als Vorbote der Zerstörung der Menschheit auftritt, bleibt der Interpretation des Betrachters vorbehalten.
Die Filmemacher sind stolz auf die kreativen Beiträge der vielen Künstler, die an der Produktion beteiligt waren. „Es war beeindruckend, wie all die komplexen Zeichnungen zum Leben erweckt wurden", erläutet Produzent Levin. „Die fantastischen Welten und Kreaturen wurden von Guillermo und den Künstlern von ‚Hellboy II' sorgfältig entwickelt. Es war sehr aufregend zu erleben, wie aus diesen detaillierten Zeichnungen die eindrucksvollen Kulissen entstanden".

Presse-Feature Universal Pictures

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