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Batman & Robin Drucken E-Mail
Joel Schumachers filmische Desaster Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Donnerstag, 21 August 2008
 

Batman & Robin
Batman & Robin
(Batman & Robin, USA 1997)
 
Bewertung:
Studio/Verleih: Warner Brothers
Regie: Joel Schumacher
Produzenten: Peter Macgregor Scott, Benjamin Melniker, Michael E. Uslan u.a.
Drehbuch: Adiva Goldsman
Musik: Elliot Goldenthal
Kamera: Stephen Goldblatt
Schnitt: Mark Stevens, Dennis Virkler
Genre: Comic/Action/Komödie
Kino-Start (Deutschland): 26. Juni 1997
Kino-Start (USA): 12. Juni 1997
Laufzeit: 125 Minuten
Altersfreigabe: ab 12 Jahren
Trailer: klick
Kaufen: Einzel-DVD, Special Edition, Soundtrack
Mit: George Clooney, Chris O'Donnell, Arnold Schwarzenegger, Uma Thruman, Alicia Silverstone, Michael Gough, Elle McPherson, Vivica A. Fox, Pat Hingle u.a.


Kurzinhalt: ImageEin neuer Superschurke treibt in Gotham sein Unwesen: Nach einem Unfall im Forschungslabor ist Dr. Vries zu Mr. Freeze mutiert, der nur in kühler Umgebung überleben kann. Um sich trotzdem möglichst frei bewegen zu können, hat er einen komplexen Anzug entwickelt, für dessen Betrieb er allerdings Diamanten benötigt. Zudem hofft er, mit der Hilfe von 2 Riesendiamanten ein neues Grerät in Betrieb zu nehmen, dass es ihm ermöglicht, seine am McGregor-Syndrom erkrankte Frau zu heilen, die er - um genug Zeit zu haben an einem Heilmittel zu arbeiten - in Kryostase versetzen ließ. Leider geht er dabei sehr skrupellos vor und schreckt auch vor Verbrechen nicht zurück, weshalb Batman & Robin schon bald seinen Weg kreuzen.

Mr. Freeze gelingt es zwar, dem dynamischen Duo zu entkommen, doch um seine Maschine funktionstüchtig zu machen benötigt er noch einen weiteren Riesendiamanten. Mit einer Auktion von Wayne Industries, in der ein eben solcher Diamant der Öffentlichkeit präsentiert wird, hofft man ihn in eine Falle locken zu können. Doch die Veranstaltung lockt eine weitere Bedrohung an: Eine geheimnisvolle Frau namens Poison Ivy, die in Begleitung der Kampfmaschine Bane die Party sprengt und den männlichen Besuchern aufgrund ihrer Pheromone den Kopf verdreht. Zwar gelingt es Batman und Robin trotzdem, Dr. Freeze gefangen zu nehmen, mit Poison Ivy's Hilfe gelingt ihm jedoch erneut die Flucht. Nun verfolgt er gemeinsam mit der grünen Femme Fatale einen noch teuflischeren Plan. Um sie aufzuhalten, brauchen Batman und Robin Verstärkung: Batgirl schließt sich ihnen an, um Gotham City und die ganze Welt vor einer neuen Eiszeit zu bewahren...

Review: ImageSeitdem sie zum ersten Mal hörten, dass man sich in Hollywood an einem Film über den dunklen Ritter versuchen würden, hatten Batman-Fans aus aller Welt die Angst, dass man dabei einen ähnlich trashigen und auf Humor ausgerichteten Ansatz verfolgen könnte wie bei der TV-Serie mit Adam West. Während Tim Burton diese Angst durch seine düstere Verfilmung schnell zerschlug, war es dank Joel Schumacher spätestens bei "Batman & Robin" soweit: Batman war wieder im Tal der Lächerlichkeit gelandet. Zugegeben, es gibt keine so peinlichen Todesfallen und auch keine Pows, Uffs und Konsorten, dafür aber Gags am laufenden Band – die zu 99% noch nicht einmal zünden. Von den lustigen Geräuschen die teilweise während der Kämpfe eingebaut wurden ganz zu schweigen. Durch Einlagen wie die Schlittschuhe wird leider auch die ohnehin völlig überzogene Action ins Lächerliche gezogen, so dass nicht mal dieser Teil des Films überzeugen kann. Außerdem verliert der Film immer wieder mal seinen Fokus, z.B. beim minutenlangen Motorradrennen. Und natürlich muss auch der grauenhafte Nippel-Anzug erwähnt werden. Keine Ahnung, was man sich dabei gedacht hat, aber es sieht einfach nur lächerlich aus – womit er allerdings eigentlich ziemlich gut zum Rest des Films passt.

Die auf witzig getrimmten Kommentare sind mit Abstand das Schlimmste am Film. Einige davon lassen selbst so hochgeistige Dialoge wie "Was ist das?" "Blaues Licht." "Was macht es?" "Es leuchtet blau." aus Rambo III wie Shakespeare aussehen. Ein kleiner Auszug der Drehbuchsünden, für die sich Akiva Goldsman eigentlich so schämen müsste, dass er freiwillig aus der WGA austritt: Mr. Freeze zu Poison Ivy über ihr zu Hause: "It's a jungle in here." Poison Ivy zu Mr. Freeze: "I heard you were blue." Mr. Freeze zu einem Wächter bevor er ihn einfriert: "Chill out." Mr. Freeze als er unangemeldet auf der Gala erscheint: "Cool Party." Poison Ivy über ihre mangelnde Kraft und ihrem Gehilfen Bane: "That's why my action figure comes with HIM." Poison Ivy als Robin ihr sagt dass er ein Zeichen braucht: "How about slippery when wet?" Batgirl zu Poison Ivy als sie ihr entgegentritt: "You're about to become compost." Batman während des Showdowns zu Mr. Freeze: "The Heat is on." Und, der absolut ungeschlagene, dümmste Kommentar des gesamten Films, der alles andere weit in den Schatten stellt: Als Poison Ivy Mr. Freeze dabei hilft, aus Arkham Asylum auszubrechen, bringt ihm Bane seinen Anzug. Mr. Freeze kommentiert das doch tatsächlich mit: "A laundry service that delivers. Wow!". Geht’s noch dümmer? Angesichts dieser unterirdischen Dialoge sind unfreiwillig komische Sätze wie "She wants to kill you, Dick" (Batman zu Robin) oder Gimmicks wie die Batman-Kreditkarte nur mehr der Tropfen auf dem heißen Stein.

ImageAufgrund dieses ständigen luftig-lockeren Tons, der alles ins Lächerliche zieht, bleibt das dramatische Potential, dass zumindest in einigen Bereichen des Films durchaus vorhanden gewesen wäre, ungenutzt. So ist Mr. Freeze ja durchaus als tragischer Bösewicht angelegt, doch angesichts seiner ständigen ach-so-witziger Kommentare fällt es schwer, mit ihm mitzufühlen. Ich meine, da sitzt er mit Eisbär-Plüschpantoffeln vor dem Fernseher, schaut sich ein Video aus besseren Tagen an, ihm kommen fast die Tränen – und dann kommentiert er das Einfrieren eines Störenfrieds mit "I hate it when people talk during the movies", nur um danach wieder auf den Fernsehschirm zu starren und einen tieftraurigen Dackelblick aufzusetzen. So etwas funktioniert einfach nicht, ich kann eine Figur nicht ins Lächerliche ziehen und dann vom Zuschauer erwarten, dass er mitfühlt. Gleiches gilt für die Handlung rund um Alfred. Hier erspart man uns zwar ähnlich störende Gags (auch wenn ich Bruce Wayne's Lächeln als er Robin erzählt dass Alfred sterben wird ziemlich seltsam fand), aber sobald man erfährt dass er am MacGregor-Syndrom leidet ist sämtliche Spannung und Dramatik wie weggeblasen, da ab diesem Zeitpunkt einfach klar ist dass er am Ende geheilt wird. Apropos Ende: Der Showdown ist eine einzige Katastrophe. Viel zu übertrieben, zudem nerven die ständigen Kommentare der beiden unbeteiligten Wissenschaftler. Immerhin bleibt sich der Film so selbst treu, ist er doch damit vom ersten bis zum letzten Bild eine einzige Enttäuschung.

Fazit: Traurig aber wahr: Die Bat-Nippel sind noch das geringste Problem von "Batman & Robin". Joel Schumacher orientiert sich vom Ton her stark an der TV-Serie und degradiert Batman und alle um ihn herum zu Witzfiguren. Wenn die Gags denn wenigstens gelungen wären, aber statt mich zum Lachen zu animieren, war ich den ganzen Film über damit beschäftigt, die Augen zu verdrehen, den Kopf zu schütteln und mich zu fragen, was sich die Beteiligten dabei nur gedacht haben. "Batman & Robin" ist eine filmische Katastrophe und ein Schlag ins Gesicht für jeden Fan des dunklen Ritters...

Wertung:2 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © Warner Brothers)

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Kommentare (1)
RSS Kommentare
1. 22.08.2008 16:28
 
Volltreffer!
Wow, so einen detailierten und gezielt auf den Punkt gebrachten Verriss dieses Schrott-Batmans hab ich bisher noch nicht gelesen! Du sagst wirklich alles, was es dazu zu sagen gibt. Ein Film, der durch "Batman Begins" und "Dark Knight" glücklicherweise schnell vergessen werden konnte. 
 
Greetz 
Fred the Bat
 

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