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Das Mädchen, das durch die Zeit sprang
Das Mädchen, das durch die Zeit sprang
(Toki wo kakeru shôjo, Japan 2006)
 
Studio/Verleih: Kadokawa Shoten Publishing Co. Ltd.
Regie: Mamoru Hosoda
Produzenten: U.a. Takeshi Yasuda, Jungo Maruta und Shinichiro Inoue
Drehbuch: Satoko Okudera, Yasutaka Tsutsui (Romanvorlage)
Musik: Kiyoshi Yoshida
Genre: Anime
Kino-Start (Deutschland): -
Kino-Start (Japan): 15.07.2006
Laufzeit: 98 Minuten
Altersfreigabe: nicht bekannt
Homepage: klick
Wikipedia: klick
DVD kaufen: klick

Kurzinhalt: Das Schulmädchen Makoto steckt in einer Umbruchsphase: Sie und ihre Freunde sind in der Pubertät, in der Schule müssen sie sich für bestimmte Kurse, und damit auch für einen bestimmten Lebensweg entscheiden. Da findet sie einen Gegenstand, mit dem sie zurück in die Vergangenheit springen kann. Schöne Ereignisse wiederholt sie - ungünstige Ereignisse durchläuft sie so lange von vorne, bis diese sich in ihrem Sinne entwickeln. Makoto lernt dabei ihre Freunde, aber auch ihre eigenen Gefühle besser kennen.

Kurzreview: Filme übers Zeitreisen kennt man eigentlich schon genug - und auch die Klischees, um die es sich wieder und wieder dreht: Entweder der Held (oder die Heldin) reist zu irgendeinem abenteuerlichen Punkt der Weltgeschichte, sieht ein paar Dinosaurier/Ritter/Cowboys und trifft nebenbei noch einen seiner Vorfahren. Oder der Held manipuliert in seiner eigenen Vergangenheit bzw. Zukunft herum, was normalerweise
a) mit albtraumhaften Folgen und
b) einer Begegnung mit einem älteren bzw. jüngeren Ich endet.

Erfrischend anders ist "Das Mädchen, das durch die Zeit sprang". Selbst dramatische Stellen werden mit angenehmer Leichtigkeit erzählt. Die Gefühle der Protagonisten werden realistisch und einfühlsam beschrieben, nie versinkt der Film in Kitsch oder abgenudelten Hollywood-Klischees. Die Qualität der Bilder ist schwankend - es ist aber definitiv der ein oder andere Augenschmaus dabei. Zu meiner Überraschung fand ich auch die deutsche Übersetzung sehr gelungen.

Fazit: Weder billiger Klamauk noch angestaubte Schreckensvisionen. Wer gerne mal einen entspannenden Anime-Film mit etwas Anspruch sehen will, liegt bei "Das Mädchen, das durch die Zeit sprang" genau richtig. Wer sich bei sowas schnell langweilt oder hauptsächlich Action pur sucht, wäre mit diesem Film allerdings falsch beraten.

Jochen Winkler
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