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A GEEKs LiFE #10: "Cast" but not Least Drucken E-Mail
Das Castingwunder von "Star Trek XI" Kategorie: Kolumnen - Dienstag, 30 Oktober 2007
 
Image"Dies ist ein historischer Moment" würden unsere allseits beliebten Politiker und Politikerinnen sagen. "Es wurde etwas Wichtiges geschaffen." In der Tat wurde es: Denn die Besatzung der neuen alten Enterprise ist gecastet!

Für den einen Grund zur Freude, für den anderen der verfrühte Beginn der Weihnachtsdepression. Ich kenne beides und schlage mich dieses Mal auf die Seite der Freude. Auch wenn der Cast etwas ungewöhnlich ist - eine Mischung aus wenig und überhaupt nicht bekannt -, sollten die 80 Millionen Bundestrainer und Starfleet-Admiräle da draußen unsere neue Mannschaft nicht von Anfang an abschreiben; denn abgeschrieben wird nur an Schulen und Hochschulen.

Nehmen wir mal Young Jimmy: Chris Pike ... äh Chris Pine meine ich natürlich ist zwar nicht mein Lieblingskandidat (ich hätte mir Andy Powers aus Steven Spielbergs "Taken" gewünscht, doch der war ja gar nicht zur Diskussion gestellt), aber drücken wir ihm alle unsere drei Daumen. "Drei?", fragen Sie sich. Ja, ich hab die typischen drei Daumen; aber warum denn gleich so merkwürdig gucken? Drei Daumen sind bei uns Kolumnisten von Podehlus IV vollkommen normal. Schließlich hauen die beiden Hände zeitgleich auf der Tastatur herum und der dritte Daumen, der an einem verlängerten Stummel an meinem Brustbein sitzt, drückt in den passenden Augenblicken auf die Leerschritttaste. Sehr effizient, sag ich Ihnen.

Image Oder was halten Sie von Zachary Quinto als Spock? Ich kenne ihn ehrlich gesagt nicht, ich weiß nur, dass er bei "Heroes" mitgespielt hat. Meine Wenigkeit ist wohl einer der Handvoll Menschen, die noch keine einzige Folge "Heroes" gesehen hat. Ja, daraus folgt auch der logische Schluss, dass ich auf RTL 2 keine "Heroes"-Folgen mitverfolgt und nur peripher mitbekommen habe, dass mein "Lieblingssender" knapp eine Millionen Zuschauer verloren hat. Wundert mich eigentlich etwas bei dem ausgewogenen TV-Programm von Werbung, das doch nur sporadisch durch lästige Sendungen unterbrochen wird.

Eine große Überraschung ist für mich da auf jeden Fall die Besetzung von Dr. McCoy mit Karl Urban und Scotty mit Simon Pegg. "Herr der Ringe" und "Shaun of the Dead" in einem Film! Ob das gut geht? Warum nicht.

Überhaupt bin ich dem Abstempeln der neuen Crew so offen gegenüber wie den Vatertagen mit Bollerwagentour: Beides ist überflüssig, aber eins davon liefert Flüssiges genug, um am späten Abend brüllend durch die Gegend zu eiern und für Ärger zu sorgen. Was würden wohl Außerirdische darüber denken, wenn sie das Gehabe der Saufenden sehen würden? Vermutlich würden sie auf die Erde beamen und uns erst einmal zeigen, wie galaktisch gefeiert wird. Mit Weißweinschorle und Milchstraßendrinks.

Tja, zu den Schauspielern der letzten Helden aus "Star Trek: Classic", Uhura, Chekov und Sulu kann ich leider überhaupt nicht viel sagen, außer dass Chekovs Schauspieler (auch er hatte eine Nebenrolle in "Taken") verblüffende Ähnlichkeit mit einem meiner alten Schulkollegen hat. Ob er das vielleicht ist und nur den Namen Anton Yelchin angenommen hat, um mich zu verwirren? Bestimmt. Aber nicht mit mir, Moritz! Ich hab dich durchschaut.

Sie werden mich nun fragen, zu was ich denn überhaupt etwas sagen kann. Na, ganz einfach, zu unserem Original-Spock: Leonard Nimoy spielt doch tatsächlich im neuen "Star Trek"-Film mit, dessen Plakat so schön retro ist und Hoffnung auf Lochkarten und Kunststoffsteine macht, auch wenn das nicht zu stimmen scheint: Schließlich hab ich letztens gelesen, dass die Enterprise neu designt werden soll. Ist das jetzt der finale Stich ins Herz für die Fans, die sich schon darüber aufgeregt haben, dass die TV-Serie "Enterprise" zu modern wirkte? Als ich das gehört habe, habe ich nur mit dem Kopf geschüttelt. Was erwartet man denn? Soll eine Zukunftsserie aussehen wie eine Dokumentation über Rechenzentren aus den 70er Jahren? Tricorder so groß wie Mauerwände? Kommunikatoren mit externer Spannungsversorgung, die wie Koffer hinter sich hergezogen werden? Nein, nein, nein, das sollte selbst dem eingefleischtesten Trekkie einleuchten.

Besonders erfreut bin ich aber über die Tatsache, dass The Original Kirk nicht mit an Bord sein darf: William Shatner sei erbost darüber, dass er nicht in "Star Trek XI" die Rolle des Senior-Jimmy spielen wird. Meine Antwort darauf klaue ich mir mal von James Bond aus "Casino Royale", die er auf die Frage, ob er den Wodka-Martini geschüttelt oder gerührt haben wollte: "Sehe ich so aus, als ob mich das interessiert?" Tja, Herr Shatner, sehr schade. "Star Trek XI" kann auch durch die Popularität von Herrn Nimoy bekannt werden, da muss man nicht mit dem Bekanntheitsgrad eines W.S. aufwarten. In "Boston Legal" ist der "Senior"-Offizier genau richtig aufgehoben.

Und zum Schluss, da wir gerade bei meinem Lieblingsthema Trekkie sind: Es gibt eine Differenzierung zwischen Trekkie und Trekker, die mir nicht ganz klar ist. Sie ist mir auch egal. Eigenarten der Fans sind in den Jahren an mir abgeperlt wie Wasser von mit Lotusfarben bestrichenen Wänden (hmm, was meinen Sie, ist die Enterprise auch mit so einer Spezial-Farbe bemalt und dadurch immer so schön weiß?) Wer mich Trekker nennt, den nenne ich Landfahrzeug, so einfach ist das.

Lassen Sie uns doch alle einfach Fans sein, auf das warten, was auf uns zukommt und nicht von Anfang alles verdammen, was eventuell neuen Schwung in das Franchise bringen könnte. Ich werde mich nun ins Bett begeben und dem entgegenträumen, was morgen auf mich wartet. Aber zuvor werde ich mir noch Zähne putzen und die Ohren säubern. Ach... da sehe ich sie gerade: Q-Tips. Da kommt mir eine blöde Frage in den Schädel: Braucht Q auch Q-Tips? Nein, er ist ja allwissend, wozu dann Tipps von Q? In diesem Sinne: Alles Gute und bis zu meiner nächsten Kolumne...



Jörn Podehl schreibt für fictionBOX.de gelegentlich als Gastautor und ist darüber hinaus als Chef der Literatur-Ecke bei Trekzone.de und als stellvertretender Chefredakteur beim e!Scope-Magazin tätig.




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