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Ring - Das Original
Ring
(Ringu, Japan 1998)
 
Studio/Verleih: Kadokawa Shoten Publishing Co. Ltd.
Regie: Hideo Nakata
Produzenten: U.a. Masato Hara, Shinya Kawai, Takenori Sento
Drehbuch: Hiroshi Takahashi, Kôji Suzuki (Romanvorlage)
Musik: Kenji Kawai
Genre: Horror
Kino-Start (Deutschland): -
Kino-Start (Japan): 31.01.1998
Laufzeit: 96 Minuten
Altersfreigabe: Ab 16 Jahren
DVD kaufen: klick
Schauspieler: Nanako Matsushima, Miki Nakatani, Hiroyuki Sanada, Yoichi Numata, Masako, Rie Inou u.a.

Kurzinhalt: Eine japanische Reporterin hört von einem seltsamen Video, dass unter Jugendlichen Kultstatus besitzt. Dort sollen recht seltsame Bilder zu sehen sein, und nachdem man es sich angeschaut hat, klingelt das Telefon, und eine grauenerregende Stimme verkündet einem, dass man nur mehr 7 Tage zu leben hat. Natürlich hält sie dies für eine dumme Geistergeschichte, doch als sie sich das Video selbst ansieht, und dann sogar noch das Telefon klingelt, ist sie sich nicht mehr so sicher. Nun gilt es, in 7 Tagen das Rätsel um die Frau auf dem Video zu lösen, und einen Weg zu finden, den Fluch aufzuheben...

Review: ImageIn Amerika ist das Ring-Fieber nicht erst seit dem Remake ausgebrochen. Hierzulande hat es etwas länger gedauert, ehe dieser originelle und interessante Horrorstreifen die Aufmerksamkeit bekommen hat, die ihm meiner Meinung nach zusteht. Na ja, besser spät als nie ;-). Zwar hat mir das Remake doch noch einen Tick besser gefallen (und das, obwohl ich es erst nach dem Original angesehen habe und daher die grundlegende Handlung, die Schockmomente etc. schon kannte), trotzdem sollten sich alle Ring-begeisterten und/oder Horrorfans generell nicht davor scheuen, auch auf die asiatische Vorlage mal einen genaueren Blick zu werfen.

"Ring" ist endlich wieder mal ein origineller und wirklich angsteinflössender Horrorstreifen. Natürlich handelt es sich dabei im Prinzip nur um eine modernere Interpretation des Kettenbrief-Mythos, dennoch ist die Idee durchaus einfallsreich und interessant. Vor allem die Grundidee, dass just der Fernseher, hinter dem wir so viele Stunden unserer Freizeit verbringen und wo wir ja in gewisser Weise auch aus dem Stress und dem Ärger des Alltags zu entfliehen versuchen, die Quelle eines solchen Schreckens sein könnte, ist ungemein faszinierend und auch verstörend. Deshalb funktioniert der Film vor allem auch dann am besten, wenn man ihn – idealerweise allein – zu Hause vor dem Fernseher verfolgt. Auch wenn mir natürlich bewusst war, dass dies nur ein Horrorfilm ist, und nie und nimmer all jene die ihn gesehen haben auch wirklich verstorben sein können, ein leicht mulmiges Gefühl beschleicht einen schon, nachdem man Ringu gesehen hat – was insbesondere am genialen, höchst mysteriösen und zutiefst beunruhigenden Video liegt.

ImageNachdem man dieses zum ersten Mal gesehen hat, erreicht Ringu einen beachtlichen Grad an Spannung, und kann diesen fast die komplette Laufzeit über aufrecht erhalten. Dafür sorgen neben den zahlreichen gelungenen Ideen, die einem immer wieder einen gruseligen Schauer über den Rücken jagen (wie z.B. die unheimlich verzerrten Selbstportraits der Besessenen) vor allem auch die mit zahlreichen Wendungen gespickte Handlung. So geht einem vor allem jener Moment, als sich der Sohn der Reporterin das Video ansieht, ordentlich unter die Haut. Die Nachforschungen an sich haben zwar teilweise mehr von einem Krimi, bleiben aber aufgrund des gelungenen Mysteriums rund um Sadako stets interessant. Auch die zahlreichen, laufenden Verweise auf das Video (wie z.B. als die Reporterin im Haus dann den Spiegel entdeckt) sorgen dafür, dass die Nachforschungen der Reporterin nie langweilig werden.

Ebenfalls großen Anteil daran hat natürlich die in gewisser Weise tickende Uhr im Hintergrund, also das Ultimatum, und die Gewissheit was passiert wenn es ihr nicht gelingt, den Fluch bis dahin aufzuheben. Vor allem am letzten Tag, als Reiko schließlich erkennt, dass Sadako’s Einfluss in der Ferienhütte besonders stark ist und sie den Brunnen entdeckt, steigert sich die Spannung enorm. Zwar erreicht sie die Hütte eher als Rachael im Remake, dafür ist der Brunnen vergraben, und so entwickelt sich das ganze zu einem anstrengenden und enorm spannenden Wettlauf gegen die Zeit. Die Szenen im Brunnen sind dann ebenfalls grauenerregend. Absolut nichts geht aber über den überraschenden Moment am Ende, der wohl jedem – egal ob er ihn beim Original oder im Remake das erste Mal sieht – ewig in Erinnerung bleiben wird.

ImageDer Hauptgrund, warum mir das Original doch einen Hauch weniger gut gefällt, ist die vergleichsweise schlichte Inszenierung. Einige mögen argumentieren, dass dieser fast dokumentarische Stil das Geschehen noch echter und realistischer wirken lassen würde, mir persönlich gefiel allerdings das in wundervollen Bildern und Kamerafahrten erzählte Remake etwas besser. Zudem muss ich leider gestehen, dass ich generell ein Problem mit japanischen Filmen habe. Aufgrund der starken kulturellen Differenzen fällt es mir oft schwer, mich in die Figuren hineinzuversetzen und mitzufühlen. Auch merke ich mir die Namen sehr schlecht, weshalb es mir teilweise schwer fällt, der Handlung zu folgen. Last but not least stellt mich die deutsche DVD vor die Qual der Wahl: Entweder die Original-Stimmen mit Untertitel einschalten, wobei mich letztere immer vom Genuss eines Filmes ablenken, oder aber mit der grauenhaften deutschen Synchro auf Porno-Niveau vorlieb nehmen. Da fällt die Wahl wirklich schwer...

Fazit: Trotz kleinerer Schwächen ein sehr origineller, beängstigender, atmosphärisch dichter und ungemein spannender Horrorfilm, den sich vor allem Freunde des Fernost-Kinos keinesfalls entgehen lassen dürfen.

Wertung: 7 von 10 Punkten
Christian Siegel
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