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House of the Dragon - 3x06: Gesichtslose Männer Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) HBO

Originaltitel: Faceless Men
Episodennummer: 3x06
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 26. Juli 2026 (HBO)
Erstausstrahlung D: 27. Juli 2026 (Sky/HBO Max)
Drehbuch: David Hancock & Shyam Popat
Regie: Loni Peristere
Besetzung: Emma D'Arcy als Queen Rhaenyra Targaryen, Olivia Cooke als Queen Alicent Hightower, Matt Smith als Prince Daemon Targaryen, James Norton als Lord Ormund Hightower, Steve Toussaint als Lord Corlys 'The Sea Snake' Velaryon, Fabien Frankel als Ser Criston Cole, Matthew Needham als Lord Larys 'The Clubfoot' Strong, Sonoya Mizuno als Mysaria 'The White Worm', Tom Glynn-Carney als King Aegon II Targaryen, Ewan Mitchell als Prince Aemond Targaryen, Bethany Antonia als Lady Baela Targaryen, Phia Saban als Queen Helaena Targaryen, Phoebe Campbell als Lady Rhaena Targaryen, Jefferson Hall als Ser Tyland Lannister, Kurt Egyiawan als Grand Maester Orwyle, Freddie Fox als Ser Gwayne Hightower, Gayle Rankin als Alys Rivers, Benjamin Evan Ainsworth als Prince Daeron Targaryen, Abubakar Salim als Alyn of Hull, Tom Bennett als Ulf, Kieran Bew als Hugh, Ellora Torchia als Kat, Joplin Sibtain als Ser 'Bold' Jon Roxton, Tommy Flanagan als Ser Roderick Dustin, Dan Fogler als Ser Torrhen Manderly, Archie Barnes als Ser Oscar Tully, Amanda Collin als Lady Jeyne Arryn, Sarah Woodward als Lady Sabitha Frey, Barry Sloane als Ser Adrian Redfort, Oliver Coopersmith als Janos, Richard Flood als Ser Edgar, Annie Shapero als Alysanne Blackwood u.a.

Kurzinhalt: Rhaenyra und Daemon droht zunehmend die Kontrolle über ihre Untergebenen zu entgleiten. Erstere muss immer mehr Bittgesuche – denen sie generell zunehmend überdrüssig wird – ablehnen, und stürmt schließlich nachdem sie sich am Eisernen Thron geschnitten hat wutentbrannt aus dem Saal. Und Daemon kann nicht verhindern, dass ein Großteil seiner Goldröcke nach dem brutalen Massaker an der Wache ihre Roben ablegen, und den Dienst quittieren. Kriston stellt sich mit dem Rest seiner Armee einer Übermacht entgegen. Aemond erhält in Harrenhal von Alys ein ganz besonderes Geschenk: Fünf Dracheneier, mit denen er das Reich zurückerobern soll, mit ihr an seiner Seite. Rhaena wird indes nach einem Zwischenfall von Lady Arryn aus dem Tal verstoßen. Lord Ormund entgeht mit knapper Not einem Attentatsversucht. Und Alicent erhält als Strafe für ihren Fluchtversuch einen finsteren Auftrag: Sie soll sich nach Harrenhal begeben, und ihren eigenen Sohn Daemon töten. Gelingt ihr dies, wird Rhaenyra sie und die schwangere Helaena freilassen…


Review: Episodenbild (c) HBO "Gesichtslose Männer" beginnt mit einer Szene, die in meinen Augen jedenfalls das Ende der Episode davor hätte darstellen sollen, ja müssen: Dem Tod von Kriston. Immerhin steuerte "Ungebeugt und ungezähmt" auf eben diesen, gerade zu unvermeidlichen Moment zu. Warum man das nicht anders aufgeteilt hat, werde ich nie verstehen, denn wo es dort den Abschluss über seinen sich durch die Folge ziehenden Handlungsstrang geboten hätte, steht es zu Beginn von "Gesichtslose Männer" völlig für sich. Es ist so, als würdest du die Auflösung, wer der Mörder ist, auf den Beginn der nächsten Episode, bevor der neue Fall vorgestellt ist, verschieben. Von dramaturgischen Aufbau her ist das für mich jedenfalls völlig unverständlich. Das ist aber leider, wie man ja auch schon an meiner Wertung erahnen kann, bei weitem nicht mein einziger Kritikpunkt an "Gesichtslose Männer". Denn während die letzten Folgen zumindest noch halbwegs solide waren, ging mir hier nun endgültig – wieder einmal – viel zu wenig weiter; und/oder fand ich das, was hier geschehen ist, überwiegend nicht interessant.

Das "überwiegend" macht es bereits deutlich: Es gibt Ausnahmen. So erfahren wir in Harrenhal nun endlich, was die geheimnisvolle Alys denn eigentlich will. Zudem führt "Gesichtslose Männer" die von mir in "Rhaenyra triumphierte" überaus geschätzte (und gelobte) Thematik weiter, dass es deutlich schwerer ist, zu herrschen, als zu erobern. Und das nicht nur am Beispiel von Rhaenyra, die zunehmend ihre Untergebenen zu verlieren droht, sondern auch Daemon, dem es nicht gelingt, den Exodus bei den Goldröcken zu verhindern. Und dann war da noch der Abschied zwischen Alicent und Helaena. Zur Erinnerung: Ich kenne die Vorlage noch nicht, und habe daher auch keine Ahnung, wie die Story weitergehen will. In jedem Fall vermittelte mir diese Szene in "Gesichtslose Männer" aber das Gefühl bevorstehenden Unheils, und könnte ich schwören, dass die das letzte Mal gewesen sein wird, dass sich Mutter und Tochter gesehen habe (wenn ich raten müsste, würde ich auf einen Suizid von Helaena tippen) – eine Vermutung, die ihrem Abschied hier einiges an zusätzlichem emotionalen Gewicht verleiht. Abseits dieser Höhepunkte habe ich mich mit "Gesichtslose Männer" aber leider enorm gelangweilt. So manche Szenen, wie z.B. rund um Drachenreiter Ulf, haben mich einfach so überhaupt nicht interessiert. Aber auch andere Entwicklungen, wie dass Rhaena aus dem Tal von Arryn verstoßen wird, wollten bei mir keinerlei Eindruck hinterlassen. Aus den Attentätern, die Rhaenyra zu Ormund schickt, und die sich als Vertreter des Hauses Baratheon ausgeben, konnte "Gesichtslose Männer" zudem keinerlei Spannung beziehen, da einfach von vornherein klar war, dass sie scheitern müssen. Und allgemein hatte ich hier einfach den Eindruck, dass die Story auf der Stelle tritt. Wenn man bedenkt, dass die dritte Staffel ursprünglich wohl aus mindestens acht, möglicherweise sogar ebenfalls wieder zehn Episoden hätte bestehen sollen, und ja zwei Folgen aus der zweiten übernommen wurde, dräut mir vor dem Gedanken, wie viel langsamer sich die Geschichte dann erst bewegt hätte.

Fazit: Episodenbild (c) HBO "Gesichtslose Männer" war leider wieder ein typisches Beispiel dafür, warum ich mir mit "House of the Dragon" – insbesondere auch im Vergleich zur Urserie "Game of Thrones" (zumindest mal, wenn man deren enttäuschende weitere Entwicklung in den letzten zwei Staffeln ausblendet) – so schwer tue: Mir tut sich hier einfach zu wenig. Oder, noch genauer gesagt: Zu wenig, was mich interessieren würde. Und so schlimm wie bei "Gesichtslose Männer" war es diesbezüglich nun schon länger nicht mehr. Zwar gab es einzelne interessante Entwicklungen und/oder starke Momente, insbesondere Alicents Abschied von Helaena (der davon profitierte, dass ich viel darauf verwetten würde, dass es das letzte Mal war, dass die beiden sich gesehen haben). Größtenteils verfolgte ich das Geschehen hier aber mit bestenfalls verhaltenem Interesse, und schlimmstenfalls Langeweile. Last but not least konnte Kristons Tod, losgelöst von seinem Handlungsstrang in "Ungebeut und ungezähmt" (als am Ende der Folge, die für mich auf eben diesen Punkt hinzusteuern schien) keinerlei Wirkung entfalten. Schade, weil nach "Königsmund" und "Rhaenyra triumphiert" hatte ich tatsächlich kurz gehofft, es würde der Serie gelingen, mich doch noch für sich zu gewinnen.

Wertung: 2 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2026 HBO)








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