Originaltitel: Into the Fire Episodennummer: 2x10 Bewertung: Weltweite Internet-VÖ: 17. Januar 2025 (Apple TV+) Drehbuch: Aric Avelino Regie: Amber Templemore Besetzung:
Rebecca Ferguson als Juliette Nichols,
Steve Zahn als Solo,
Common als Robert Sims,
Harriet Walter als Martha Walker,
Chinaza Uche als Paul Billings,
Avi Nash als Lukas Kyle,
Shane McRae als Deagan Knox,
Remmie Milner als Shirley Campbell,
Alexandria Riley als Camille Sims,
Clare Perkins als Carla McLain,
Rick Gomez als Patrick Kennedy,
Billy Postlethwaite als Hank Murphy,
Tim Robbins als Bernard Holland,
Iain Glen als Dr. Pete Nichols,
Ashley Zukerman als Daniel Keene,
Jessica Henwick als Helen Drew,
Caitlin Zoz als Kathleen Billings,
Christian Ochoa Lavernia als Rick Amundsen,
Olatunji Ayofe als Teddy,
Chipo Chung als Sandy,
Lolita Chakrabarti als Lukas's Mother,
Georgie Sadler als Audrey,
Sara Hazemi als Hope u.a.
Kurzinhalt:
Nachdem es ihr gelungen ist, zwischen der Handvoll Überlebenden im benachbarten Silo für Frieden zu sorgen, ist Juliette nun endlich bereit, zurückzukehren. Als sie jedoch eine Explosion vernimmt, die von ihrem Heimat-Silo stammen könnte, wird sie nervös. Ist sie vielleicht zu spät dran, um die Katastrophe zu verhindern, und die Bewohner ihres Silos zu retten? Nachdem sie den Anzug angelegt und sich von den anderen verabschiedet hat, bricht sie auf, in der Hoffnung, dass Schlimmste doch noch zu verhindern. Sie tut recht daran, sich zu beeilen, denn tatsächlich ist in Silo 18 eine Rebellion im Gange. Walker war es möglich, Knox mit Handzeichen mitzuteilen, dass sie von Bernard überwacht werden. So ist es ihnen gelungen, dessen Truppen in eine Falle zu locken, während sich parallel dazu eine Gruppe aus der Mechanikabteilung nach oben begeben hat, mit dem Ziel, die IT-Ebene einzunehmen. Doch einigen von ihnen ist dies nicht genug. Davon überzeugt, dass es außerhalb des Silos sicher ist, wollen sie die Schleuse zur Außenwelt öffnen…
Review:
Beginnen wir mit Silo 17. Dort gibt es relativ zu Anfang eine nette, ja sogar ansatzweise berührende Szene, als sich Solo (ich nenn' den halt weiterhin so) an seine Eltern erinnert. Danach gibt es aber auch wieder ein paar interessante neue Informationen rund um die Silos, nicht zuletzt, was das am Ende der letzten Folge ins Spiel gebrachte Sicherheitssystem betrifft. Offenbar hat, wer auch immer da dahinter sitzt (Menschen? Eine KI?) die Möglichkeit Giftgas in den Silo zu leiten. Unklar war mir vorerst allerdings, wie Solos Kommentar gemeint war, dass die Menschen seines Silos nachdem sie die Schleuse geöffnet hatten nicht sofort gestorben sind. Wurden sie etwa auf dem Weg hinaus vergiftet? Gibt es rund um den Ausgang auch solche Rohre? Und – um kurz in Silo 18 zurückzukehren – was hat Lukas Bernard zugeflüstert? Fragen über Fragen. Aber he, nachdem man sich in der zweiten Staffel sehr lange mit irgendwelchen neuen Informationen zurückgehalten hat, will ich mich nicht beschweren.
Der parallele Handlungsstrang in Juliettes Heimsilo bot auch ein paar starke Momente. So war es zwar keine große Überraschung, dass man Bernard eine Falle gestellt hat – das hatte ich ja schon im Review zu "Das Sicherheitssystem" vermutet – aber die Szene, wo Walker ihn das wissen lässt, war trotzdem klasse. Zugleich hat meine starke Vermutung, dass es eben so war, aber die emotionale Wirkung der Szene davor zwischen Martha und Shirley ein bisschen reduziert. Leider habe ich auch mit Pete Nichols nicht wirklich mitgefühlt; es erschien mir sehr konstruiert, dass just er die Bombe zünden musste – so als wäre das in erster Linie dazu da, dass Julie nach ihrer Rückkehr gleich einen großen Verlust zu betrauern hat. Und auch wenn die Grundvoraussetzungen ähnlich waren, dahingehend, dass ja klar war, wie das ausgehen würde (dort im Hinblick darauf, dass der Generator nicht in die Luft fliegen wird, und hier, dass man die Schleuse nicht öffnen wird), gelang es in "Maschinen" ungleich besser, dennoch Spannung aufzubauen. Und dann ist da noch die letzte Szene, die ich irgendwie so überhaupt nicht einordnen kann. Es sollte wohl unser Interesse wecken, hat für mich aber als Cliffhanger nicht so recht funktioniert. Trotz dieser Kritikpunkte war "Ins Feuer" zweifellos die beste Folge der Staffel (auch wenn sie bei weitem nicht mit dem besten mithalten kann, was Season Eins zu bieten hatte). Es war einfach endlich wieder was los, baute sich doch eine ordentliche Dramatik auf, gab einige wirklich gute bis richtiggehend starke Momente (allen voran natürlich Juliettes Rückkehr), und sowohl ein paar Antworten als auch wieder neue Fragen. Bleibt zu hoffen, dass das Erzähltempo nun in der dritten Staffel wieder deutlich anzieht, und man das Niveau von "Ins Feuer" halten (oder gerne auch noch übertreffen) kann.
Fazit:
Es sagt eigentlich alles über die zweite Staffel, dass "Ins Feuer" die beste Folge der Season war, in der ersten aber nicht mal Durchschnitt gewesen wäre. Immerhin ging es mir ihr aber nach einer langen Durststrecke nun wieder merklich aufwärts. Zwar gab es durchaus ein paar Dinge, die mich nicht 100%ig überzeugt haben, angefangen beim Selbstmordkommando von (von allen möglichen Figuren just) Dr. Nichols, bis hin zur letzten Szene, die mich eher verwirrt als mein Interesse geweckt hat. Und auch rund um den Versuch der Rebellen, die Schleuse zu öffnen, wollte irgendwie keine Spannung aufkommen. Dafür bot man uns einerseits ein paar interessante Offenbarungen (und zugleich auch wieder einige neue Fragen), nette Momente (z.B. wenn sich im Gespräch zwischen Walker und Holland das Blatt wendet), und mit Juliettes Rückkehr jene Szene, auf die ich seit der ersten Folge sehnlichst gewartet habe. Und eben das war auch wirklich fantastisch umgesetzt. Der Weg dorthin war, über die gesamte Staffel betrachtet, aber leider eine ziemliche Geduldsprobe.