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Automan - 1x04: Reise ohne Wiederkehr Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) 20th Century Fox

Originaltitel: Ships in the Night
Episodennummer: 1x04
Bewertung:
Erstausstrahlung US: 05. Januar 1984
Erstausstrahlung D: 31. Dezember 1987
Drehbuch: Parke Perine
Regie: Bob Claver
Besetzung: Desi Arnaz Jr. als Walter Nebicher, Chuck Wagner als Automan, Heather McNair als Roxanne Caldwell, Gerald S. O'Loughlin als Capt. E. G. Boyd, Robert Lansing als Lt. Jack Curtis, Scott Marlowe als Robert Sawyer, France Nuyen als Liang Lu, Steve Hanks als Woody, Frank Aletter als James Dowling, Abraham Alvarez als Police Sergeant, Cesare Danova als Captain Romano, Javier Grajeda als Desk Clerk, Branscombe Richmond als Johnson, Melanie Vincz als Beautiful Girl, Bridget Sienna als Croupier, Rick Garcia als The Bank Guard u.a.

Kurzinhalt: Als James Dowling von einer Geschäftsreise nach San Cristobal nicht mehr zurückkehrt, wird die Polizei in Los Angeles verständigt. Es ist nicht das erste Mal, dass ein Geschäftsmann von einer Reise auf die Insel nicht mehr zurückgekehrt ist. Um der Sache auf den Grund zu gehen, schickt Captain Boyd seinen Lieutenant Jack Curtis und die Polizistin Roxanne Caldwell nach San Cristobal. Die beiden sollen sich als reicher Unternehmen und seine Sekretärin ausgeben, und Undercover ermitteln. Nach ihrer Ankunft versuchen sie, mit Robert Sawyer Kontakt aufzunehmen, der in Verdacht steht, etwas mit den Vermisstenfällen zu tun zu haben. Als Automan auf brisante Informationen stößt, welche die Tarnung von Jack und Roxanne gefährden, nehmen er und Walter Nebicher den Autojet, um die beiden zu warnen…


Review: Episodenbild (c) 20th Century Fox Die Inhaltsangabe macht es bereits deutlich: Nachdem sowohl Robert Lansing als Lieutenant Jack Curtis sowie Heather McNair als Roxanne Caldwell bisher nicht viel zu tun bekamen (ersterer durfte sich in der Pilotfolge zumindest entführen lassen, letztere diente bislang eher als optischer Aufputz im Hintergrund), rücken sie hier nun stärker ins Rampenlicht. Das allein fand ich schon positiv, da wir die beiden bislang doch ziemlich vernachlässigten Figuren zumindest ein bisschen besser kennenlernten. Zudem sorgte es für Abwechslung, dass es mal nicht ständig "nur" um Walter und Automan ging. Dafür gibt's somit gleich mal einen Pluspunkt. Einen zweiten bekommt "Reise ohne Wiederkehr" für das hier erstmal vorgestellte Auto-Flugzeug (oder einfach Autojet). Klar merkt man, dass das ein Mini-Modell vor Himmel-Hintergrund war. Das Design ist aber ziemlich cool, und Neonlichter machen ohnehin alles besser. Insofern fand ich das schon ganz nett (und hätte auch gerne noch mehr davon gesehen).

Was besonderes ist "Reise ohne Wiederkehr" aber nicht. Wie einem die Folge gefällt und/oder wie gut sie einem unterhält, wird dabei u.a. davon abhängen, ob der doch ziemlich ausgedehnte Gag im Mittelteil rund um Automan und Walter, die von den Bösen in einem Jeep verfolgt werden, funktioniert. Wieder und wieder nimmt das Auto-Auto, wie man das gewohnt ist, eine Kurve im 90-Grad-Winkel, und insgesamt drei Mal versucht der Jeep hier mitzuhalten, und kracht gegen irgendwas. Als Kind hätte ich das wohl ziemlich witzig gefunden. Als Erwachsener war's mir dann doch ein bisschen zu albern. Darüber hinaus lässt es leider auch diese Folge wieder gänzlich am Spannung vermissen; ja selbst am Ende, wenn Walter und Automan aus dem Flugzeug geworfen werden sollen. Immerhin, wenn schon nicht spannend, so ist Autos cool-souveräne Reaktion auf die Bedrohung doch zumindest ganz amüsant mitzuverfolgen. Und nachdem er zuletzt im Hinblick auf die Energieversorgung kein Problem mehr zu haben schien, greift man im Zuge des Lichterfestivals auch seine (einzige) Achillesferse wieder mal auf. Dafür wundert man sich bei der Szene am Flugfeld direkt nach ihrer Ankunft, warum die beiden nicht einfach verschmolzen sind, worauf sich Auto dann hätte unsichtbar machen können. Aber ich gebe zu, hier denke ich für eine solche Serie schon wieder zu viel nach. Insgesamt bot jedenfalls auch "Reise ohne Wiederkehr" wieder solide Unterhaltung, was in meinen Augen in erster Linie den größeren Rollen für Robert Lansing und Heather McNair zu verdanken war.

Fazit: Episodenbild (c) 20th Century Fox Das Setup war ganz cool, das Setting auf San Cristobal (wenn ich auch stark vermute, dass nicht vor Ort gedreht wurde; verifizieren konnte ich diesen Verdacht aber nicht) bot eine nette Abwechslung, und der Autojet ist ein echt lässiges Design, von dem ich bei "Reise ohne Wiederkehr" im Speziellen und der Serie im Allgemeinen gern mehr gesehen hätte. Vor allem aber fand ich es nett, dass Jack Curtis und Roxanne Caldwell hier endlich mal mehr (oder überhaupt etwas) zu tun bekamen. Auf Spannung muss man allerdings (selbst beim Showdown) wieder mal verzichten, und die humorig gedachte Verfolgungsjagd in der Mitte der Folge hat bei mir auch nur sehr bedingt gezündet. Zwar reicht es auch bei "Reise ohne Wiederkehr" für fünfzig Minuten belanglose Unterhaltung, mit den besseren bis besten 80er-Jahre-Actionserien kann es "Automan" aber auch hier wieder nicht aufnehmen.

Wertung: 3 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 20th Century Fox)







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