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Star Trek: Strange New Worlds - 4x09: Es La'an einmal Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Paramount+

Originaltitel: Once La'an a Time
Episodennummer: 4x09
Bewertung:
Weltweite Internet-VÖ: 17. September 2026 (Paramount+)
Drehbuch: Onitra Johnson
Regie: Sydney Freeland
Stammbesetzung: Anson Mount als Captain Christopher Pike, Ethan Peck als Lieutenant Spock, Jess Bush als Nurse Christine Chapel, Christina Chong als Lieutenant La'an Noonien-Singh, Celia Rose Gooding als Ensign Nyota Uhura, Melissa Navia als Lt. Erica Ortegas, Babs Olusanmokun als Dr. Joseph M'Benga, Martin Quinn als Lieutenant Montgomery Scott, Rebecca Romijn als Commander Una Chin-Riley.
Gaststars: Paul Wesley als James T. Kirk, Carol Kane als Pelia, Erniel Baez als Ensign Salazar, Christopher Cordell als Crimson Guard, Jonathan Gould als Footman u.a.

Kurzinhalt: Seit längerem hadert La'an nun schon mit ihrer dunklen Seite – und ist zunehmend schlecht gelaunt. Weder Captain Pike noch ihren Kameraden will es gelingen, ihr zu helfen, und/oder sie aufzuheitern. Da stößt die Enterprise plötzlich auf einen seltsamen Planeten, auf dem sich lediglich ein größerer Wald sowie ein Schloss zu befinden scheint. Nachdem man sich heruntergebeamt hat, stellt sich die Welt als das Königreich Elysien heraus – jene Fantasiewelt, die M'Bengas Tochter erschaffen hatte. Dort trifft die Enterprise-Crew auf ihre märchenhaften Ebenbilder – und oftmals auch Gegenstücke. So ist La'an dort als Prinzessin Thalia bekannt. Man wird bei der – bösen – Königin Neve vorstellig, die daraufhin die meisten von ihnen in Gemälden einsperrt. Um ihre Kameraden zu befreien, muss La'an quasi mit sich selbst Frieden schließen…

Review (kann Spoiler enthalten): Episodenbild (c) Paramount+ Zuerst einmal: "Es La'an einmal" sollte nun (endlich) die letzte Gimmick-Folge der Staffel gewesen sein. Es ist zugleich die siebente. In einer Season mit zehn Episoden. Heißt, zu mehr als Dritteln wurde in der vierten "Strange New Worlds"-Staffel nicht vornehmlich "Star Trek" geboten. Das allein hilft "Es La'an einmal" schon mal nicht. Viel schwerer wiegt allerdings, dass es sich hier um eine Fortsetzung zur Season-Eins-Episode "Das Königreich Elysien" (dass wir es in der neunten Folge mit einer Märchenwelt zu tun haben, hatte ich im Vorfeld schon mitbekommen, aber darauf war ich nicht gefasst). Die war lange Zeit – nämlich bis zu den Staffel Drei-Episoden "Was ist die Sternenflotte?" und der sogar noch schlimmeren "Vier und ein halber Vulkanier" – der absolute, und auch einzig wirklich schmerzhafte Tiefpunkt von "Strange New Worlds". Insofern könnt ihr euch meine Begeisterung vorstellen, als ich erkannte, es hier mit einem späten Sequel zu ihr zu tun zu haben. Wobei mir "Es La'an einmal" zumindest eine Spur besser gefallen konnte. Juchu?! Eben dafür gibt es zwei Hauptgründe. Ich mag Christina Chong als La'an sehr gerne, dementsprechend profitiert die Episode davon, diese Figur hier in den Mittelpunkt zu stellen. Und so albern es auch gewesen sein mag, aber die Versuche von Sir Amand Rauth und dem Zauberer Pollux, sich in die Rollen von Pike und Spock zu begeben, boten doch ein paar amüsante Momente, die mich zum Schmunzeln brachten. Vor allem auch, weil man merkte, dass Anson Mount einen Riesenspaß dabei hatte.

Ich wünschte nur, dieser hätte sich auch auf mich übertragen. Stattdessen konnte ich leider auch mit "Es La'an einmal" nicht viel anfangen. Neben dem Märchensetting an sich, bzw. eben dem wieder aufgreifen von "Das Königreich Elysien", lag dies vor allem auch an der völlig hanebüchenen Art und Weise, wie man hier mit La'ans Konflikt umgeht. Es besteht also jeder Mensch nicht nur aus guten sondern auch schlechten Seiten, und man muss lernen, mit seiner "bösen" Seite Frieden zu schließen? Wow. Das ist Westentaschenpsychologie in Reinkultur. Und kommt mir jetzt bitte nicht mit "Kirk : 2 = ?", die ein ähnliches Thema sooooo viel spannender und aussagekräftiger behandelt hat, weil die Aussage dort nicht einfach nur war, dass man seine böse Seite akzeptieren muss, sondern sie vielmehr sogar braucht. Das ist ungleich mutiger. Generell würde ich behaupten, dass es bei der TOS-Folge, auch wenn natürlich Kirk im Mittelpunkt stand, eher darum ging, eine allgemeine Aussage über die Menschheit zu treffen. Das ist überhaupt so ein Punkt, der New Trek für mich stark von Old Trek unterscheidet: Bei ersterem stehen Personen und ihre sehr individuellen Probleme im Mittelpunkt, und geht es darum, uns von ihnen zu erzählen. Bei Old Trek waren diese eher eine Projektionsfläche, um sich der "Conditio humana" zu widmen, und ging es in erster Linie darum, uns etwas über uns selbst zu erzählen. Was ich halt deutlich interessanter fand. Dennoch hätte grundsätzlich auch der New Trek-Zugang hier durchaus funktionieren können, eben gerade auch, weil ich La'an so mag. Aber die Art und Weise, wie man sich ihrem Dilemma hier widmete – und dieses schließlich löst – war mir nun wirklich entschieden zu banal. Erschwerend kommt dann noch hinzu, dass Fantasy und Science Fiction eine Kombination ist, die für mich nur in Ausnahmefällen funktioniert. Und lasst mich bitte erst gar nicht davon anfangen, dass Kirk hier zum wiederholten Mal "zufällig" auf der Enterprise landet. Mittlerweile ist das echt nur mehr lächerlich. Zugegeben, die Sets und Kostüme sahen allesamt klasse aus. Hilft aber halt nur leider (so gut wie) nichts, wenn man mit dem Inhalt nicht wirklich etwas anfangen kann.

Fazit: Episodenbild (c) Paramount+ Schlimm genug, dass man uns hier die siebente Gimmick-Folge von neun Episoden präsentiert. Aber dann ist "Es La'an einmal" auch noch eine Fortsetzung zu einem der bisherigen Tiefpunkte der Serie, "Das Königreich Elysien"? Uff. Zwar profitiert die Episode im Vergleich zu dieser davon, sich mit La'an auf meine Lieblingsfigur aus dem Ensemble zu fokussieren. Zudem merkt man den Darsteller:innen den Spaß förmlich an, den sie dabei hatten, in diese völlig anderen Rollen zu schlüpfen. Zumindest auf mich hat sich dieser aber leider nur sehr bedingt übertragen. Am Schwersten wiegt aber, wie furchtbar banal man hier den für sich genommen eigentlich sehr spannenden inneren Konflikt von La'an auflöst. Der x-te Auftritt von James T. Kirk in der Staffel – den wir damit mindestens doppelt so oft gesehen haben wie seinen Bruder Sam, der ja eigentlich auf der Enterprise stationiert ist – tat sein Übriges. Jetzt hoffe ich einfach auf ein gelungenes Staffelfinale – und dass es der letzten Season gelingen wird, das Ruder doch noch herumzureißen, und der Serie einen würdigen Abschied zu bescheren.

Wertung: 1.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2026 Paramount+)







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