Originaltitel: The Dive Episodennummer: 2x07 Bewertung: Weltweite Internet-VÖ: 27. Dezember 2024 (Apple TV+) Drehbuch: Katherine DiSavino Regie: Michael Dinner Besetzung:
Rebecca Ferguson als Juliette Nichols,
Steve Zahn als Solo,
Common als Robert Sims,
Harriet Walter als Martha Walker,
Chinaza Uche als Paul Billings,
Avi Nash als Lukas Kyle,
Shane McRae als Deagan Knox,
Remmie Milner als Shirley Campbell,
Alexandria Riley als Camille Sims,
Clare Perkins als Carla McLain,
Rick Gomez als Patrick Kennedy,
Billy Postlethwaite als Hank Murphy,
Tim Robbins als Bernard Holland,
Caitlin Zoz als Kathleen Billings,
Christian Ochoa Lavernia als Rick Amundsen,
Olatunji Ayofe als Teddy,
Chipo Chung als Sandy,
George Robinson als Mark Chambers,
Angela Yeoh als Deputy Molly Karins,
Khairika Sinani als Raider Jean,
Oscar Coleman als Anthony Sims,
Akie Kotabe als Diego,
Taj Kandula als Sharon,
David Bromley als Mechanical Worker,
Jay Rincon als Martin Glynn,
Sacharissa Claxton als Frances Boyer,
Maria Teresa Creasey als Maeve u.a.
Kurzinhalt:
Von der Maschinenabteilung aus startet eine Rakete nach oben, wo diese explodiert, und tausende von Flugblättern verstreut, mit der Frage, was die IT-Abteilung vor den Bewohnern des Silos verbirgt. Kurz darauf schaltet man die Maschinen ab. Dass das Licht in der IT-Abteilung nicht gleichzeitig ausgeht, sondern – aufgrund der separaten Energieversorgung – erst manuell von Bernard abgeschaltet werden muss, weckt zusätzliches Misstrauen. In der untersten Ebene sucht man indes nach jenen Personen, die dafür verantwortlich sind, dass die Essensreserven mit Rattengift versetzt wurden. Bürgermeister Holland setzt Lukas Kyle als neuen IT-Schatten ein. Er bringt ihn in den Tresorraum, in dem sich nicht nur unzählige Bücher und andere Artefakte aus der Zeit vor dem Silo befinden, sondern auch ein Tablet, welches zahlreiche Werke und Informationen gespeichert hat. Damit soll es Lukas möglich sein, Salvador Quinns Brief an seine Frau zu entschlüsseln. Und im Nachbarsilo wird Juliette von "Solo" dazu genötigt, den Generator zu reparieren – erst danach will er ihr den Anzug wieder aushändigen. Doch der Generator befindet sich tief unter Wasser…
Review:
Meine Lieblingsszene der Folge war, wie Solo Juliette von der Taucherkrankheit erzählt. Wie es Rebecca Ferguson hier schafft, in ein einziges Wort – "Was?" – so viel Bedeutung hineinzubringen (nicht zuletzt den sehr deutlichen Unterton "Willst du mich verarschen?!") war phänomenal. Der darauffolgende Tauchgang war zwar grundsätzlich auch nicht schlecht, irgendwie fand ich jenen aus "Das Harmonium" aber packender umgesetzt. Und als Julie das Seil aus der Hand rutscht, habe ich doch ordentlich mit den Augen gerollt. Was den Twist am Ende betrifft: Grundsätzlich war der Cliffhanger rund um das Blut und die scheinbar mindestens eine weitere Person, die sich noch im Silo befindet, ja nicht schlecht. Ich dachte hier aber halt einfach nur: "Bitte, hört damit auf, Juliettes Rückkehr in ihren eigenen Silo jetzt noch weiter hinauszuzögern".
Apropos "Juliettes" Silo. Dort erfahren wir zumindest eine kleine, neue Information, nämlich dass die Bunker vor 352 Jahren gebaut (und/oder in Betrieb genommen) wurden. Immerhin, besser als nichts (und mehr als in den letzten Folgen), für sich genommen aber halt dennoch nur sehr bedingt aufschlussreich. Und davon abgesehen war, soweit es den Handlungsstrang im Silo in der zweiten Staffel betrifft, dahingehend "business as usual" angesagt, als sich hier – zumindest meinem Empfinden nach – nicht wirklich viel getan hat. Immerhin wurden hier nun endlich die Maschinen abgedreht, etwas, dass ich ja eigentlich bereits in der letzten Folge als Reaktion auf die Einstellung der Essenslieferungen erwartet hätte. Zugleich war ich insofern enttäuscht, als die Mehrheit der Silo-Bewohner das bislang sehr entspannt zur Kenntnis zu nehmen scheinen. Ich hätte da eigentlich eine deutlich heftigere (panischere und/oder entrüstetere) Reaktion erwartet. Wobei das zugegebenermaßen letztendlich perfekt zu meinem allgemeinen Bild zur zweiten Staffel passt, nämlich eben, dass sich einfach zu wenig tut. Daran konnten auch nette Szenen wie rund um die Verräterin in der Maschinenabteilung, Bernards Konfrontation mit Robert, oder auch das mit dem "Zauberer von Oz"-Buch am Ende nicht viel ändern.
Fazit:
Auch in der siebenden Episode der zweiten Staffel plätschert die Handlung wieder ziemlich vor sich hin. Am besten gefiel mir Juliettes entrüstete Reaktion auf Solos Warnung, dass sie aufpassen soll, nicht zu rasch aufzutauchen. Das war von Rebecca Ferguson einfach fantastisch gespielt. Der Tauchgang war auch ok, wirklich packend fand ich ihn aber nicht. Und der Twist am Ende war wohl als Cliffhanger gedacht, ließ mich aber im Hinblick auf die wohl nächste Verzögerung bezüglich Juliettes Rückkehr, doch eher mit den Augen rollen. In "unserem" Silo gab es zwar ebenfalls ein paar gelungene Momente, diese konnten aber an meinem die zweite Staffel dominierenden Eindruck, dass hier zu wenig Handlung auf zu viel Laufzeit verteilt wird, nichts ändern. Mittlerweile warte ich eigentlich nur mehr darauf, dass die Season zu Ende geht – und hoffe, dass man in den nächsten und letzten beiden Staffeln (die dann dem Vernehmen nach jeweils auf dem zweiten und dritten Buch basieren werden) dann mehr zu erzählen haben wird.