Originaltitel: Dropping the Dishes Episodennummer: 1x08 Bewertung: Erstausstrahlung US: 11. Dezember 2002 Erstausstrahlung D: 27. Dezember 2003 Drehbuch: Leslie Bohem Regie: Jeff Woolnough Besetzung:
Emily Bergl als Lisa Clarke,
Heather Donahue als Mary Crawford,
Dakota Fanning als Allie Keys,
Matt Frewer als Dr. Chet Wakeman,
Adam Kaufman als Charlie Keys,
James McDaniel als General Beers,
Brian Markinson als Ray Morrison,
Roger Cross als Captain Walker,
Michael Soltis als Lt. Pierce,
Timothy Webber als Dewey Clayton,
Max Martini als Colonel Breck,
Gabrielle Rose als Dr. Harriet Penzler,
Nathaniel DeVeaux als Dale Watson,
Tobias Mehler als Lt. Williams,
Camille Sullivan als Nina Toth,
R. Nelson Brown als Wilson Adams,
Tom Heaton als Ben,
Linda Ko als Cynthia,
Eileen Pedde als Nora,
Rondel Reynoldson als Dorothy,
Ben Cotton als Denny,
Chris Cound als Milo,
Don Thompson als Pete,
Alonso Oyarzun als Lt. Keel u.a.
Kurzinhalt:
Allie hat sich Mary Crawford im Gegenzug dafür, dass alle anderen unbehelligt fortgehen können, freiwillig ergeben. Doch Marys Freude darüber währt nur kurz, wird ihr Allie doch von General Beers weggenommen, und sie vom Projekt gefeuert. Zusammen mit Dr. Wakeman bricht eine Sondereinheit des US-Militärs daraufhin, mit Allie in Schlepptau, zu einer abgelegenen Farm in North Dakota auf. Dabei wird zuerst dafür gesorgt, dass sie aufgrund eines Helms nichts von ihrer Außenwelt mitbekommt. General Beers hofft, mit Allies Hilfe die Aliens anlocken zu können. Das US-Militär hat sich rund um die Farm in Stellung gebracht, um die fliegende Untertasse daraufhin abschießen zu können. Doch nachdem man Allie den Helm abgenommen hat passiert erstmal gar nichts. Daraufhin freunden sich einige Soldaten zunehmend mit Allie an. Mary versucht indes verzweifelt, irgendwie wieder einen Weg zurück ins Projekt zu finden. Und Lisa sowie Charlie nehmen die Suche nach ihrer entführten Tochter auf…
Review:
"Der Absturz" folgt leider dem Eindruck der Episode davor: Zwar ist es nicht so, als hätte ich mich jetzt übermäßig mit ihr gelangweilt, aber stellenweise zieht sich das Geschehen wie ein Strudelteig, und generell habe ich das untrügliche Gefühl, dass man die Handlung schon seeeehr strecken bzw. auch so manch letztendlich überflüssigen Umweg einbauen musste, um die Story in der Gegenwart auf vier Episoden aufzublähen. Ich werde im Review zu "John" noch näher darauf zu sprechen kommen, aber in meinen Augen wäre es nicht einfach nur problemlos möglich gewesen, diese vier Episoden auf zwei zusammenzustutzen, die Serie hätte zudem davon auch enorm profitiert. Was nicht heißt, dass sich hier überhaupt nichts tun würde, und/oder nicht selbst das übermäßig vorhandene Füllmaterial nicht da und dort seinen Charme hat. Man nehme nur alles rund um Allie und die Soldaten. Ja, das hätte sich zweifellos um einiges effizienter erzählen lassen. Dennoch sind die Szenen, wo der Graben zwischen ihnen zunehmend kleiner wird, durchaus schön mitzuerleben.
Ähnlich alles rund um Mary. Ja, rein narrativ betrachtet war das völlig unnötig. Zuerst wird sie gefeuert, am Ende ist sie dann erst recht wieder im Camp, und schafft es so, ins UFO zu gelangen. Hätte man sie einfach nur von vornherein als Teil des Teams mitgenommen, hätte man gute zehn Minuten Laufzeit sparen können. Und doch: Einerseits mag ich Heather Donahue wie gesagt in der Rolle ausgesprochen gerne. Vor allem aber zeigt uns die Art und Weise, wie sie sich wieder zurückkämpft, ihre Entschlossenheit. Kritischer sehe ich es bei Charlie und Lisa. Auch hier wird viel Zeit geschunden, wobei mir insbesondere der Besuch bei der Hypnotiseurin überflüssig erschien (klar kann man argumentieren, dass dies die "Verräter"-Storyline in der Selbsthilfegruppe abschließt, aber hier wende ich wiederum ein, ob diese überhaupt nötig war). Aber auch ihre Suche nach dem Farmhaus hätte sich kürzen lassen. Immerhin, nach einer etwas zähen ersten Stunde dreht "Der Absturz" am Ende mit der Ankunft der fliegenden Untertasse nochmal so richtig auf. Angefangen beim erfolgreichen Angriff des US-Militärs, der Reaktionen von Charlie und Lisa, bis hin zum gelungenen Cliffhanger-Ende, als Mary ins UFO läuft. Abschließend sei auch noch die Inszenierung durch Jeff Woolnough (später u.a. für "Battlestar Galactica", "The Sarah Connor Chronicles" und "The Expanse" im Einsatz) gelobt. Wie gesagt, sonderlich viel war bei "Der Absturz" – von den ersten sowie letzten paar Minuten abgesehen – ja leider nicht viel los; dank ihm (und seinem Kameramann Jonathan Freeman) war dieses "nicht viel" aber zumindest hübsch anzusehen.
Fazit:
Wie schon bei der ersten in der damaligen Gegenwart angesiedelten Episode, "Gottes Gleichung", hatte ich auch bei "Der Absturz" das Gefühl, dass man teilweise doch ordentlich Laufzeit schinden musste, um die vier in dieser Zeitebene angesiedelten Folgen vollzubekommen. Dinge, die in den früheren Episoden in 1-2 kurzen Szenen abgehandelt geworden wären, werden hier teilweise doch ziemlich lang ausgedehnt. Erschwerend kommt hinzu, dass manche Entwicklungen sehr beliebig um nicht zu sagen unnötig wirken. Exemplarisch sei der Rauswurf von Mary erwähnt, der insofern innerhalb der Episode dann gleich wieder revidiert wird, als sie am Ende ja erst recht aufs Militärgelände (und in weiterer Folge ins UFO) gelangt. Zwar haben zugegebenermaßen sowohl das Füllmaterial an sich als auch die etwas ruhigere Erzählweise schon irgendwie auch etwas für sich. Und insbesondere Auftakt und Finale wussten definitiv wieder zu gefallen. Dennoch denke ich, dass ich es besser gefunden hätte, wenn man das in der damaligen Gegenwart angesiedelte Finale der Miniserie von vier auf zwei Episoden zurechtgestutzt hätte.