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A Knight of the Seven Kingdoms - 1x03: Der Knappe Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) HBO

Originaltitel: The Squire
Episodennummer: 1x03
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 01. Februar 2026 (HBO)
Erstausstrahlung D: 02. Februar 2026 (Sky/HBO Max)
Drehbuch: Hiram Martinez, Annie Julia Wyman & Ira Parker
Regie: Owen Harris
Besetzung: Peter Claffey alsSer Duncan 'Dunk' the Tall, Dexter Sol Ansell alsEgg, Bertie Carvel alsPrince Baelor 'Breakspear' Targaryen, Daniel Ings alsSer Lyonel 'The Laughing Storm' Baratheon, Shaun Thomas alsSer Raymun 'The Reluctant' Fossoway, Finn Bennett alsPrince Aerion 'Brightflame' Targaryen, Tanzyn Crawford alsTanselle, Tom Vaughan-Lawlor alsPlummer, William Houston alsSer Robyn Rhysling, Donal O'Hanlon alsAshford Herald, Paul Hunter alsLord Ashford, Oscar Morgan alsValarr Targaryen, Ross Anderson alsSer Humfrey Hardyng, Cara Harris alsLady Gwin, Daniel Monks alsSer Manfred Dondarrion, Edward Ashley alsSer Steffon Fossoway, Russell Simpson alsLord Medgar Tully, Jenna Boyd alsFortune Teller u.a.

Kurzinhalt: Der Knappe Egg versucht, seinen Herrn Ser Duncan den Großen – und sein Pferd – so gut als möglich auf sein erstes Duell vorzubereiten. Gemeinsam besucht man den zweiten Turniertag, der von einer Unsportlichkeit von Prinz Aerion Targaryen, der den Beinamen Leuchtflamme trägt, überschattet wird. Als man danach durch die Siedlung schlendert, werden die beiden von einer Wahrsagerin angesprochen, die insbesondere Egg mit ihrer düsteren Vorhersage zu seiner Zukunft überrascht. Danach besucht Dunk eine ausgelassene Feier in einem Zelt, während sich Egg eine weitere Vorstellung von bzw. mit Tanselle ansieht. Auch Aerion wohnt dieser bei. Als er sich von dem Geschehen auf der Bühne beleidigt fühlt, greift er Tanselle an – was Duncan dazu veranlasst, dazwischenzugehen, und Egg zwingt, seine wahre Herkunft zu offenbaren…


Review: Episodenbild (c) HBO Am Ende von "Der Knappe" wird Eggs wahre Identität enthüllt: Er ist Aegon Targaryen, und damit genau jener verschollene Sohn der Königsfamilie, über den in "Das Vermächtnis" gesprochen wurde. Etwas verwirrt hatte mich allerdings die Prophezeiung der Wahrsagerin, die für mich eigentlich in Richtung "Mad King" gegangen wäre; vom Namen hätte das grundsätzlich auch gepasst, nicht aber vom zeitlichen Ablauf, ist "A Knight of the Seven Kingdoms" doch rund neunzig Jahre vor der ersten "Game of Thrones"-Staffel angesiedelt. Des Rätsels Lösung: Aegon ist nicht der Aegon, sondern sein Großvater. Dann macht aber doch eigentlich die Prophezeiung keinen Sinn?! Und ja, ich gebe zu, den großen Westeros-Fans welche diese ganze Welt, ihre Geschichte, sämtliche Stammbäume und so weiter studiert haben, wird das klar(er) sein; ich schreibe hier bewusst als "Gelegenheits-Zuschauer", der nach dem enttäuschenden "Game of Thrones"-Finale auch kein Interesse mehr hat, sich zu intensiv mit der Materie auseinanderzusetzen. Insofern verzeiht mir, falls ich da irgendwas vergessen haben und/oder was Offensichtliches übersehen sollte.

Jedenfalls, so nett die Offenbarung am Ende (die mir aus der Vorlage noch in Erinnerung war) auch sein mag, aber den Weg dorthin empfand ich als doch eher zäh. "Der Knappe" hat bei mir den Eindruck verstärkt, dass hier zu wenig Inhalt auf zu viel Laufzeit ausgewälzt wird. Auf der einen Seite verstehe ich das ja: Trotz des Backlashs gegen das "Game of Thrones"-Finale scheint die Popularität der Welt – wie der Erfolg von "House of the Dragon" zeigt – ungebrochen zu sein. Dass ich hier nicht alle drei Novellen der Vorlage in einer einzigen Staffel aus 6-8 Episoden (und dafür halt der GoT-üblichen Länge von einer knappen Stunde pro Folge) abhandle, sondern es auf mehrere Seasons ausquetschen will, ist verständlich. Es kommt nur leider in meinen Augen der Dramaturgie – und generell der Qualität – nicht zu gute. Die Folge hier hätte sich locker auf die Hälfte runterkürzen und damit entweder mit der Episode davor oder danach verschmelzen lassen; so hingegen hat sich das Ganze leider doch ziemlich gezogen. Nicht falsch verstehen, es ist auch um nichts besser, durch die Story zu hetzen, und der Geschichte keinen Raum zu geben, zu Atmen, und/oder den Figuren, einen Eindruck zu hinterlassen – bzw. uns die Zeit zu geben, eine Bindung zu ihnen aufzubauen. Aber bei "A Knight of the Seven Kingdoms" passt bislang für mich einfach das Verhältnis nicht. Vielleicht würde ich dies anders sehen, wenn ich sie an einem Abend gebingewatched hätte – andererseits war die Serie von den Machern ja von vornherein eben dafür nicht gedacht (wie ja auch der wöchentliche Veröffentlichungsrhythmus zeigt). So oder so: Trotz einzelner netter Momente und/oder Dialoge, sowie der Etablierung von Prinz Aerion als wohl großen Bösewicht der ersten Staffel, tat sich hier für mich einfach zu wenig, um die ohnehin nur kurze Laufzeit von einer halben Stunde zu rechtfertigen. Daran konnte auch der nach wie vor unbestreitbare Charme der zentralen Figurenkonstellation aus Dunk und Egg nichts ändern.

Fazit: Episodenbild (c) HBO Ich habe den starken Verdacht, dass "Der Knappe" eine jener Folgen ist, die einem je mehr man in der Westeros-Materie drinsteckt desto besser gefällt. Als mittlerweile nur mehr sehr oberflächlicher Zuschauer, der einfach nur hofft, von einer "Game of Thrones"-Serie gut unterhalten (und dementsprechend positiv überrascht) zu werden, der aber keine Motivation mehr hat, sich näher mit der Welt auseinanderzusetzen, verfehlte aber die Offenbarung am Ende wohl die gewünschte Wirkung bei mir – auch wenn ich durchaus anerkennen kann, dass es insbesondere auch bei dieser Episode ein paar gelungen eingestreute Anspielungen gab, die eben diese bereits vorbereiteten. Und doch scheint die Folge in erster Linie davon zu leben, während ich den Weg dorthin als doch eher zäh empfand. Zeit für die Figuren schön und gut, aber bei "A Knight of the Seven Kingdom" passt für mich das Verhältnis zwischen (Charakter-)Tiefe und Vorwärtsbewegung bislang nicht. Mal schauen, ob sich das mit der durchaus vielversprechenden Ausgangssituation für die nächste(n) Folge(n) am Ende von "Der Knappe" ändert.

Wertung: 2.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2026 HBO)








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